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Warum ich WoW inzwischen hasse: --Magic--------------------WoW T2/T1.X---=----------WoW-Content T1,5/T1--->---WoW-Langzeitmotivation Also, mir ist aufgefallen, wie dämlich es eigentlich ist, wie die WoW Spielmechanik aufgebaut ist. Jeder neue Spielinhalt ergänzt nicht das Hauptspiel, sondern ersetzt es! Azeroth und Scherbenwelt sind seid Nordend sowas von unwichtig - genauso wie Nordend in Cataclysm unwichtig sein wird. Man schaue sich mal Diablo 2 an. Da gibts immernoch genug spielrelevante Gründe Akt 1-4 zu besuchen (weil man einen Rohling besorgen möchte, spezielle Farmspots braucht, die Schlüssel farmen möchte, usw)... Das wäre doch bescheuert, wenn das Addon mit dem Akt 5 alle anderen völlig überflüssig gemacht hätte! Aber genau das passiert halt in WoW. Die totale Verschwendung von Entwickler-/Designer-Arbeit. Selbst dem verzweifelten Versuch einiger Classic-Raidgilden, den alten Content zu beleben, wird ja bald die Grundlage genommen, indem Azeroth durch Cataclysm entfernt und durch eine völlig überarbeitete Version ersetzt wird. Alte Instanzen werden überarbeitet (HdW z.B. wird als Instanz verschwinden - wtf?!), alte Schauplätze werden entfernt (byebye Ragnaros aus dem Molten Core). Das gefällt mir alles garnicht! Magic Eternal-Formate > WoW. So einfach ist das für mich
Die bösen Universitäten! Die böse Regierung? Böses Europa? Tja... In dieser Woche finden diverse Protestaktionen in deutschen Universitätsstädten statt und richten sich gegen... ja gegen wen eigentlich? Oberflächlich betrachtet stört es die meisten Schüler/Studenten, dass unser Schulsystem immer mehr Leistungsdruck erzeugt und immer weniger Freiräume lässt. Das ist auch der Grund, weshalb die meisten die Proteste als "Jammern auf höchsten Niveau" interpretieren. Dabei ist die Intention weitaus tiefgründiger: Die Proteste richten sich gegen ein System - aber eines, welches kaum zu erreichen geschweigedenn aufzuhalten ist. Wir befinden uns in der Postmoderne und dieses Zeitalter ist geprägt von zunehmender Geschwindigkeit. Das Ergebniss ist Stress und Konkurrenzdruck - konkret im Bildungssystem wird so das Bildungsideal durch Prüfungswahn und reine Wissensvermittlung vergiftet. Wissenschaftliche Bildung dreht sich aber nicht nur ums erlernen von Wissen - es sollte vor allem darum gehen, Wissen zu systematisieren und zu verstehen. Was nützt es dem Abiturienten, wenn er den Aufbau einer Zelle beschreiben kann, aber garnicht zu erklären vermag, warum die Menschheit danach strebt in der Zellforschung voranzukommen? Die staatliche Ordnung projiziert sich auf das Schulsystem und daher gibt es bis heute ein mehrgliedriges Schulsystem. Man sollte nicht glauben, dass die Denker dieses Landes nicht wissen, was für eine Schande das ist! Reformpädagogen kämpfen schon jahrzehntelang vergeblich für Veränderungen. Während die internationalen Vorreiter in Bildungsfragen bereits lange auf dem Weg sind eine einzige Gesamtschule als Schulsystem zu etablieren, sind wir immernoch von Hauptschulen und diversen anderen politischen Fehlgriffen belastet. Auch ist es grausam, dass wir bis heute nicht die Unterrichtsformen ausreichend reformiert haben. Es ist ein Armutszeugnis, dass die meisten Erwachsenen mit Verachtung auf ihre damalige Unterrichtszeit zurückblicken. All diese Probleme sind bekannt - seit Jahrzehnten. Selbst die weitaus heftigeren Proteste zur 68er Bewegung haben keine grundlegende Veränderung bewirken können: Deutschland ist wie schon so oft in der Geschichte nicht in der Lage den Balast der Vergangenheit abzulegen und das Bildungssystem radikal zu reformieren. Für Banken geben wir Milliarden aus und für Bildung wird nur ein Bruchteil gezahlt? Da sieht man, wo die Politik ihre Prioritäten setzt. Zusammenfassend möchte ich nochmal auf den Diskurs der zunehmenden Geschwindigkeit unserer Zeit zurückkommen. Globalisierung nennen viele die Quelle dieser Entwicklung und grundsätzlich halte ich sie nicht für gut oder schlecht - sie geschieht einfach mehr oder weniger kontrolliert. Was wir aber nicht geschehen lassen sollten ist die Ohnmacht zulassen, die sich schleichend breit macht. Die Reaktionen aus der Politik auf die Proteste verdeutlichen dieses Problem anschaulich: Man versteht gar nicht, was die Studenten eigentlich wollen! Man könne sich der internationalen Bachelor-/Master-Studienordnung nicht einfach entziehen - wer das glaubt ist unrealistisch und infantil! Aber ganz ehrlich? Ich sehe das nicht so. Wir lassen uns von einer Ordnung knechten, die wir nur allzuleicht abschaffen oder reformieren könnten. Wir können selbst bestimmen, wie unser Bildungssystem aussieht. Theoretisch. Warum muss ich 13 Jahre zur Schule gehen und 5 Jahre studieren um überhaupt erstmal in der Gesellschaft mitreden zu dürfen? In Amerika werden Studenten in die Forschung eingebunden, in Deutschland ist das Studium ein reiner Bulimie-Lernmarathon. Das zeigt uns, wie handungsunfähig unsere Demokratie ist, wie sie durchzogen ist von Korruption. Man schätzt auch weiterhin die Tradition und Autorität eines verstörenden Schulsystems und die krankmachende Abart eines völlig irregeleiteten Studiensystems höher ein, als die Wünsche und Bedürfnisse der Menschen, die das dann tatsächlich durchmachen müssen. Man tut das nur zu unserem Besten? Heuchlerei. -> solche Menschen führen zu: -> ![]() Natürlich spiegelt das meine teilweise arg subjektive Meinung wieder - aber die allgemeine Unzufriedenheit kann man nicht leugnen. Selbstmordrate und Stresserkrankungen sind gegenwärtiger denn je bei Studenten und auch die Amokläuferdebatte hat mit diesen Missständen etwas zu tun. Ich fühle mich von der Politik in die Ecke gedrängt und mein Vertrauen in die Demokratie ist beschädigt. Es macht mich krank.
Kunst ist ja ein lustiger Begriff. Keiner weiß so recht, was es ist und vor allem weiß keiner so recht, was es nicht ist... Ich gehöre da ganz eindeutig zu den Leuten mit Tunnelblick: Ich habe meine ganz feste Vorstellung von "Kunst" und Aquarelle sowie Wasserfarben sind für mich mal sowas von ganz viel Kunst! In gewisser Hinsicht wurden für mich die Weichen bereits in der Kindheit gestellt, meine Mutter schleppte mich nämlich als Kind mit zu einem Seidenmalerei-Kurs in der örtlichen Kirche. Dort war so ein typischer Abklatsch von gelangweilten Hausfrauen und einem wahnsinnig femininen Künstler, der die Hühnerschar anführte. So habe ich dort also wöchentlich ein bisschen mit den Farben rumgekleckert und meine Mutter nannte das dann stolz Kunst. Eigentlich glaube ich nicht an diesen Psychoanalyse-Quatsch, aber mal ganz ehrlich... Es passt einfach wie die Faust aufs Auge! Jahre später habe ich dann nämlich Magic kennengelernt, so zur Zeit von Urza's Saga - und hier hat die liebe Rebecca ja bekanntlich ordentlich auf die Karten rumgekleckst! Anfangs habe ich nur die "hübschesten" Karten gesammelt, primär von ihr und erst später kam mir der Gedanke, damit dann auch mal zu spielen. ![]() Das war dann natürlich so ein Randomhaufen, wie er im Buche steht. Viel wichtiger aber noch: Mein Interesse für Magic hielt bis ca. Onslaught und dann war es erstmal lange Zeit vorbei. Warum? Tja, einerseits war mir das Spiel zu teuer und auch zu komplex - aber andererseits glaube ich, dass ich meine Leidenschaft für die Karten aus den Augen verloren habe. Diese Bilder von Guay, ich denke da an meine Favoriten wie Dark Ritual oder Silent Attendant... mit ihnen verbinde ich schöne Erinnerungen. Bestes Beispiel: Klassenfahrt nach Just (Nordseeinsel) und ich hatte zusammen mit einigen Freunden meinen "Random-Haufen" dabei und zahlreiche Spiele ausgefochten. Lustigerweise gerne auch am Strand, wodurch die Kartenhüllen voller Sand waren und die Karten eigentlich hin. Heute jedoch liegen die in einer Schachtel und ich freue mich, dass so schöne Kindheitserinnerungen daran haften. Kurz bevor ich erstmal mit Magic aufgehört hatte, waren die Kartenbilder vollkommen unwichtig, es zählte nur noch Spielstärke und die Synergie im Deck. Dabei ging einfach etwas verloren... Eben das Guay-Feeling in meinem Fall! ![]() Nun, heute spiele ich wieder intensiv und mir macht es sehr Spaß - vor allem da die Rebecca immernoch rumtupft und mit dem Pinsel wedelt und wer weiß, woran ich in ein paar Jahren denken muss, wenn ich z.B. das Bild der Karte Bitterblossom anschaue, welche ich zur Zeit gerne spiele. Vielleicht ist Kunst also doch mehr für mich als bloße Aquarelle und Seidenmalerei: Kunst dient als Speichermedium für Erinnerungen. |
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