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Bestimmervorteil TCG/MtG

Geschrieben von rekt fox, 04. Januar 2017 · 1.080 Aufrufe

Hey ho!

 

Ich möchte in diesem Essay kurz das Konzept eines in MtG vernachlässigten Vorteilstypus darlegen. Dieses Konzept wurde noch nie explizit benannt, weshalb ich es einmal ausformulieren möchte.

 

Es handelt sich um den "Bestimmervorteil".

 

Dieser reiht sich nahtlos in einer Reihe bekannter Vorteilsarten ein, beispielsweise Kartenvorteil ( bsp. gute Trades, Draweffekte), Kartenqualität (bsp. durch Filtereffekte, oder Limitedspoiler), Informationsvorteil (Duresseffekte, Man kennt den Gegner etc.), Islandvorteil (Gegner spielt um Counter rum, die gar nicht auf der Hand sind), Skill, Luck, Oppscore, Tempo, Interaktionsmöglichkeit etc. etc.

 

Der Bestimmervorteil lässt sich wie folgt definieren:

 

"Dadurch, dass der Bestimmer konstant (leicht) vorne ist, akkumuliert sich dieser Vorteil im Laufe des Spiels so sehr, dass die Karten im Deck des Bestimmers besser werden."

 

Extrem ist mir der Bestimmervorteil in Heartstone aufgefallen, Bsp. Huntermirror: Ist man in HS vorne, bestimmt man, welche Minions zu traden haben, und kann mit irgendwelchen Schimmelminions so lange im Gesicht pickeln, bis seine Hunterfähigkeit ausreicht, um den Gegner wegzubrennen. Dadurch, das man nur etwas Schaden pro Turn macht, erhält man eine tödlichere Fähigkeit, und somit eine strikt bessere als der Gegner, da sich der kleine Schaden zu grossen Schaden akkumuliert. Auch Karten wie Kill Command werden strikt besser. Man sammelt Bestimmervorteil an.

 

Auf MtG bezogen ist zum Beispiel folgendes triviales Szenario: Beide Gegner haben ein Deck mit 58 Mountains, 1 Lightning Bolt und ein 1/1 Raging Goblin im Deck. Beide Spieler halten. Spieler 1 macht Turn 1 Raging Goblin und fährt. Spieler 2 legt Mountain. Das passiert jetzt 17 Turns lang, dann kann Spieler 2 auf drei Leben mit seinem gezogenen Raging Goblin blocken und stabilisieren. Wer hat jetzt den besseren Bolt im Deck? Ziehen beide Bolt, hatten zwar alle die gleichen Karten gezogen, aber der Bestimmer gewinnt.

 

Das Beispiel ist natürlich maximal trivial, aber Looting Effekte, Libraries, und Kreaturenpickeln bestimmen euch. SO JETZT HAT DAS KIND ENDLICH EINEN NAMEN!

 

Die Lehre von alldem ist: MAN MUSS IMMER DER BESTIMMER SEIN!

 

....AUCH IM ECHTEN LEBEN!

 

Danke fürs Lesen,

 

Euer Redfox / rekt_fox






Danke für diese Ausführung Herr Rekt.

Habe das immer als einen Teil des Aspekts Tempo angesehen.

Tempo in der Hinsicht - früher, kosteneffizient wie möglich Druck aufzubauen, in dem man eine bessere Boardposition aufbaut als der Gegner hat.

Damit zwingt man den Gegner auf die eigene Spielweise zu reagieren - ergo man ist Bestimmer.

Aber ich finde du hast das ganze feiner unterschieden. Gerade mit der Heropower beim Hunter ist das ein gutes Beispiel, dass man das evtl trennen sollte. Da steigt die Stärke der Heropower mit Länge des Matches / bzw. solange ihm Gammelminions das Gesicht schrubben. So hat man zwar die gleiche Fähigkeit, die aber unterschiedlichen Impact hat.

 

6/5 Sterne für eine interessante Beobachtung.

Tempo ist halt nicht ganz das selbe, ein hartes Controldeck fällt nicht unter Tempo, kann aber sehr wohl den Bestimmervorteil haben.
@ Dakkon: Vielen Dank Dakkon! Ein Control-Deck kann mit Jace auch Bestimmervorteil sammeln. Eigentlich ist das Prinzip von PW Bestimmervorteil :D



@ Helios: Schön, dass du wieder da bist !

Ist jetzt die Frage, wie man diesen Bestimmervorteil definiert in meinen Augen. Ist es für Kontrolle Bestimmervorteil, welches Gümmelvieh des Gegners mit dem eigenen Removal gerade gefrühstückt wird, während 2 andere Würste noch an den eigenen Leben knabbern? Oder ist der Vorteil des durch multiple Kreaturen generierten Drucks, schnell eine Lösung für diese zu finden der Bestimmervorteil?

 

Ich denke, einen "Bestimmervorteil" hat man nur dann, wenn man den Gegner dazu zwingt, in einer Weise sein eigenes Deck spielen zu müssen, für die es nicht ausgelegt ist (z.B. mit einem Aggrohaufen defensiv spielen), ansonsten ist es eher eine Frage, welche anderen aufakkumulierten Faktoren dazu führen, dass die jeweilige Deckstrategie besser durchgeführt werden kann.

Denke, dass diese Art vorteil vorallem im Mirror zutragen kommt, wo es keine klare offensive und defensive Rolle gibt. Siehe auch die beiden Beispiele. Danke jedenfalls... kurz, schmerzlos, informativ. :)

Ist folgendes eigentlich auch Bestimmervorteil?

Ich spiele Jace the Mindsculptor, bevor ich damit irgendwas tun kann slamt mein Gegner Lightning Bolt -> Ich sage ok, dann fateseal ich lieber obwohl ich sonst Brainstorm gemacht hätte

Nein, sowas ist ein Spielfehler (Priorität).

Du hast gut zu Papier gebracht, was mir schon ein paar Mal diffus durch den Schädel geschwirrt ist. Danke dafür :-)

 

Mir fällt das Bestimmerprinzip extrem in Miraclemirrors (v.a. preboard) auf, wenn es darum geht, wer die erste Balance durchbringt.

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