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Karten mit Mikrochip? FusionPlay Heroes möchte App und Kartenspiel verbinden

Geschrieben von Barschrampe, 23. Mai 2017 · 1.177 Aufrufe

Umfrage: Karten mit Mikrochip? FusionPlay Heroes möchte App und Kartenspiel verbinden (27 Mitglieder haben bereits abgestimmt)

Findet ihr das Konzept hinter FusionPlay Heroes interessant?

  1. Ja, ich könnte mir vorstellen, FusionPlay Heroes zu spielen. (2 Stimmen [7%])

    Prozentsatz der Stimmen: 7%

  2. Ja, ich könnte mir vorstellen, ein NFC-Kartenspiel zu spielen. (12 Stimmen [42%])

    Prozentsatz der Stimmen: 42%

  3. Nein, das Spiel interessiert mich nicht. (6 Stimmen [21%])

    Prozentsatz der Stimmen: 21%

  4. Nein, weder das Spiel noch die Technik interessieren mich. (8 Stimmen [28%])

    Prozentsatz der Stimmen: 28%

bewertet Gäste können nicht abstimmen
Karten mit Mikrochip? FusionPlay Heroes möchte App und Kartenspiel verbinden

Bald vielleicht auch für Magic-Spieler interessant: Spielkarten mit Mikrochip. "FusionPlay Heroes" setzt auf in die Karten integrierte NFC-Chips. Zusammen mit dem Smartphone wird ein interaktives Taktikspiel für zwei Personen daraus. Was ist das für eine Technik? Und was ist das für ein Spiel? Ein Kickstarter, alle Informationen und alle offenen Fragen...

 

Was ist FusionPlay Heroes?
FusionPlay Heroes ist "das erste mobile Near Field Communication Kartenspiel", so der bis zum 14. Juli laufende Kickstarter des Spiels. Alle Spielkarten enthalten NFC-Chips. Durch den integrierten Chip können die Karten von einem Smartphone gelesen werden, das in die Mitte des Spielbretts gelegt wird. Je nach gespielter Karte erkennt das Gerät die Spielzüge, berechnet die Auswirkungen und verwaltet den aktuellen Spielstand. Zwei Spieler treten gegeneinander an. Sie können aus einem von vier Helden wählen, die jeweils mit ihrem eigenen Deck aus sechs Aktionskarten daherkommen.

 

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Was ist NFC?
Near Field Communication (NFC) ist ein Kommunikationsstandard, mit dem auf eine Distanz von maximal 10 Zentimetern Informationen ausgetauscht werden können. Dabei braucht nur eine Seite eine Stromversorgung, die andere arbeitet rein passiv. NFC-Lesegeräte sind in so gut wie allen aktuellen Smartphones eingebaut. NFC-Apps wie FusionPlay funktionieren aber nur auf Android-Geräten, da iOS die NFC-Schnittstelle für kontaktloses Bezahlen über Apple Wallet und Apple Pay reserviert. NFC-Chips werden unter anderem für Werbekampagnen, für die Wartung von Gebäuden und Geräten oder für die Fälschungssicherheit von Luxusprodukten eingesetzt.

 

Wie nutzt das Spiel die Technik?
Ein Video auf der Kickstarter-Seite zeigt eine Beispielrunde: Das Smartphone wird zu Beginn in die Mitte des Spielfelds gelegt und jeder Spieler scannt den Helden, mit dem er antreten möchte. Pro Zug spielen beide Spieler gleichzeitig verdeckt eine Karte, indem sie sie unter das Smartphone schieben. Das Gerät erkennt die Karten und führt den Spielzug durch. Je nach gespielten Offensiv- oder Defensivaktionen erhalten die Helden positive oder negative Statuseffekte, gewinnen oder verlieren Lebenspunkte. Dabei gibt es auch Zufallseffekte wie beispielsweise kritische Treffer. Laut der Kickstarterkampagne vereint die Kombination aus physischen Karten und App die Vorteile von Handy- und Computerspielen (einfaches Regelwerk und automatische Verrechnung aller Aktionen) und von Kartenspielen (persönliche Interaktion mit dem Mitspieler, Bluffen und echte Emotionen). Bei solchen Ankündigungen fällt es schwer, nicht an Hearthstone respektive Magic zu denken.

 

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Was hat das mit Magic zu tun?
Heute konkret noch nichts. Wenn aber die Rechnung von FusionPlay Heroes aufgeht und sich NFC-Technik in Spielkarten als valide erweist, könnte dadurch nicht nur ein neues Kartenspiel-Genre entstehen - auch für bestehende Sammelkartenspiele könnten durch die Integration von NFC-Chips Mehrwerte entstehen. Magic-Entwickler Wizards of the Coast hat die Produktfälschung als Bedrohung für das Geschäftsmodell erkannt: Seit Magic 2015 enthalten alle Rares und Mythic Rares ein Holofoil-Feld, durch das sie fälschungssicherer werden sollen. Die Integration von NFC-Chips in Objekte kostet heute in der Großserie noch etwa 30 Cent - aktuell ist die Integration somit kostenseitig vermutlich schwer abbildbar, aber könnte bei weiter fallenden Preisen und steigender Miniaturisierung zur Option werden.

 

Meine Meinung
Technisch hat das Spiel Potenzial. Durch die Integration von Chips in die Karten werden Spielkonzepte möglich, die vorher nicht oder nur schwer realisierbar waren und von denen vielleicht auch die alte Dame Magic etwas lernen kann. Das Team um Spieleentwickler Konrad Kunze hat sich für den Erstling viel vorgenommen.

 

Letztlich zählt aber - NFC-Chip hin oder her - nur eines: Ist FusionPlay Heroes ein gutes Spiel? Die Technik ist schließlich dazu da, das vorhandene Spielprinzip zu unterstützen. Als (zugegebenermaßen komplexitätssüchtiger) Magic-Spieler blicke ich hier natürlich misstrauisch auf die niedrige Zahl von nur sechs Karten pro Deck. Ob sich mit der vergleichsweise geringen Zahl der Kombinationen verschiedene Taktiken umsetzen lassen? Und bringen die Smartphone-Features genug spielerischen Mehrwert, um die eingesetzte Technik zu rechtfertigen?

 

Die grafische Gestaltung ist sicher Geschmackssache. Weder die Prämisse (der Large Hadron Collider explodiert, Helden aus Raum und Zeit müssen im CERN gegeneinander kämpfen) noch die Helden (ein germanischer Donnergott, ein japanischer Samurai, ein Ritter ohne Schwert und eine junge Frau mit Spinne) können mich begeistern. Das ist aber natürlich nur meine persönliche Meinung, mit der ich durchaus in der Minderheit sein könnte.

 

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Eure Meinung
Da wir uns ein bisschen von unseren Kernkompetenzen entfernt haben, habe ich eine kleine Umfrage eingerichtet. Findet ihr als Magic-Spieler das Konzept hinter FusionPlay Heroes interessant? Falls ja, berichte ich gerne, wie es mit dem Kickstarter und dem Spiel weitergeht.

 

Wer Interesse bekommen hat, kann das Spiel unterstützen: Der Kickstarter für das Spiel läuft bis zum 14. Juli. Das Starterpack für 27 Euro enthält zwei der vier Helden, ab einer Unterstützung von 57 Euro erhaltet ihr das vollständige Set (für die jeweils ersten 100 Unterstützer, danach kosten die Pakete 34 und 64 Euro). Das Projekt ist "alles oder nichts", d.h. kommen die ambitionierten 10.000 Euro nicht zusammen, erhalten alle Unterstützer ihr Geld zurück.






Also ist es bald soweit und ich kann meinen Blauäugigen Weißen Drachen als Hologramm beschwören? Ein Kindheitstraum wird wahr.

Hm hat irgendwie etwas von Barcode Battler...^^

Wikilink

Zwei der Aspekte, die mich an Magic begeistern sind:

  • Ich sitze mit Papierkarten an einem Tisch mit Freunden, und wir verbringen unsere Zeit "analog", also ohne Bildschirme. Anders als wenn man z.B. an der Playstation spielt. Ich sitze berufsmäßig viel vor dem Monitor, unterwegs guckt man ja auch öfter mal aufs Smartphone, da genieße ich jede Freizeit-Aktivität ohne Bildschirm.
  • Meine Mitspieler und ich mögen es, komplexe Boardsituationen aufzulösen und das Magic-Regelwerk so gut wir können anzuwenden. Ich möchte keine CPU, die alles automatisch aufdröselt. Ich finde es besser, das verbal untereinander zu diskutieren.

Daher habe ich momentan kein Interesse an diesem Modell. Ich kann mich auch für elektronisches Spielzeug begeistern, aber wenn es um Gesellschafts- und Kartenspiele geht bevorzuge ich die technikfreien Varianten. Ich mag z.B. auch keine Brettspiele, die Geräusche machen oder mich sogar volllabern. Dass der Trend dahin geht und teils auch ziemlich ausgereift ist sehe ich an einigen Spielen meines Kindes, die ich auch mitspiele. Aber wenn ich mir was aussuche, dann läuft das immer ohne Strom :).

Wenn es das gäbe mit diesen Armschienen von Yugioh, dann vielleicht :P

 

Ich sehe es sonst genauso wie du: Nette Addition, aber was zählt ist das Spiel dahinter. Bisher kann ich Magic auch ohne digitale Hilfen spielen und wenn ich kein Papierkram will, spiele ich Online-TCGs.

 

Und wenn sowas genutzt wird, um mehr RNG wie zum Beispiel Critical Damage im Spiel einzubauen, dann sage ich: Nein danke ;)

NFC Chip um Karten auf eine Online Version des TCGs zu übertragen: Yey!

 

alles andere: Ney!

Deine neuen Blogeinträge gefallen mir immer besser. Mehr als nur ein Link der zu einem Ellenlangen Englische Artikel führt. Kurz und knackig. 
Insgesamt sieht dieses Spiel lustig aus. Ist mal was anderes. grade für zwischendurch und vllt nicht so komplex wie Magic.
Allerdings muss ich mich dann MattRose anschließen. Wenn das für so RNG Schrott verwendet wird wars das auch gleich wieder.

Wieder ein super Artikel. Handwerklich top!

 

Zum Spiel: Ich halte sehr wenig davon. Die Kombination von Karten bzw. Brett- und Computer beobachte ich schon seit Jahren insb. auf der Essener Spielemesse, die ich regelmäßig seit über 15 Jahre besuche. Nichts davon hat sich meines Wissens nach davon wirklich durchgesetzt außer im Bereich der Spielekonsolen, wo es dazu dient Avatare (Spielfiguren und Karten) darzustellen. Das ist aber ein eher geringer Anteil des Gesamtspielerlebnisses und aus meiner Sicht mehr Marketing Gag. Die NFC Technologie so wie ich es verstehe entbindet einen von komplizierten Spielbrettern mit teurer Erkennungslogik und ist somit interessant um Spielaufbau und Preis einfach zu gestalten. Umgekehrt hat mich dieses Prinzip aber noch nie wirklich gereizt. Warum?

 

Aus meiner Sicht wäre es super wenn man die Wahl hätte zwischen komplett offline und komplett online oder Mischformen. Gerade die "echte" Verknüpfung zwischen online und offline wäre superspannend. Da hilft aber auch diese Technologie nicht. Bei Bezahlmodellen wie TCG, wo Euros bzw. Tix im Spiel sind benötigt man nämlich ein Zuordnung von Karten zum Besitzer und da diese häufig wechseln (offline) können und wir über sehr viele Objekte reden, bräuchte man ein praktikables Verfahren für den Fall das diese durch Tausch, Verkauf etc. den Besitzer wechseln.

Die NFC Technologie so wie ich es verstehe entbindet einen von komplizierten Spielbrettern mit teurer Erkennungslogik und ist somit interessant um Spielaufbau und Preis einfach zu gestalten.

Der große Vorteil von NFC ist in der Tat, dass die Technologie in den meisten Smartphones integriert ist. Reichweite, Frequenz, Übertragungstechnik etc. sind stark standardisiert. Das bedeutet im Klartext, dass man auf bewährte Technik zurückgreifen kann, die viele Nutzer in der Tasche haben. Ein NFC- oder RFID-Lesegerät in ein Spielbrett oder Figuren zu integrieren (wie z.B. bei Skylanders), ist verglichen damit wesentlich teurer.

Die Idee find ich prima und ich könnte mir das gut für Magic vorstellen.

Was ich allerdings noch besser fände: Reale Karten kaufen, die sich einscannen lassen und mit denen man dann auch online spielen kann, wie es bereits beispielsweise beim Pokemon-TCG möglich ist.

Damit würden auch Booster-Käufe nochmal deutlich attraktiver werden...

Leider glaube ich, dass Wotc an diesem Konzept derzeit keinerlei Interesse hat...

fände sowas als automatische Katalogisierung auch cool, aber imo muss man erstmal abwarten, was es mit MtG Next auf sich hat

Ich finde die Idee an sich relativ spannend, denke aber nicht, dass Magic in irgendeiner Welt daran Interesse hat bzw. davon profitieren würde.

 

 

Das angeführte Spiel von dir wirkt ein wenig wie eine Tech Demo auf mich. Wii Play war damals auch nicht wirklich als der Oberknaller für die Konsole gedacht. Unterm Strich ist es definitiv interessant zu beobachten (oder es von dir beobachten zu lassen und nur noch Informationen zu konsumieren ;)) wohin sich die Technik und Umsetzung entwickelt und ob es in Zukunft spielen geben wird bei denen genau die Verbindung aus realen Karten und RNG vom Telefon den Reiz ausmacht.

Ich find das sieht recht interessant aus.

Scheint ein bisschen wie Urban Rivals zu funtionieren.

Vieleicht ist der RNG ähnlich wie dort ja an und ausschaltbar.

Die Idee find ich prima und ich könnte mir das gut für Magic vorstellen.

Was ich allerdings noch besser fände: Reale Karten kaufen, die sich einscannen lassen und mit denen man dann auch online spielen kann, wie es bereits beispielsweise beim Pokemon-TCG möglich ist.

Damit würden auch Booster-Käufe nochmal deutlich attraktiver werden...

Leider glaube ich, dass Wotc an diesem Konzept derzeit keinerlei Interesse hat...

 

Fände ich auch. Das scheitert aber wie ich beschrieb an der Umsetzbarkeit. Denn es muss ja zweifelsfrei festgestellt werden, das Du der Besitzer der eingescannten Karten bist und die nicht einfach von 10 Personen des Freundeskreises sind, die momentan beteuern nicht online zocken zu wollen. Das ist sehr auffändig (unpraktikabel).

Erinnert mich an... das hier.

...und Wotc schafft es nicht einmal einen Mac Client für Mtgo herauszubringen. Geschweige denn einen für mobile Betriebssysteme wie android oder iOS. Und ich würde doch so gerne am Tablet Mtgo zocken

Liegt bestimmt daran, dass die MTGO Oberfläche so superadvanced ist ... HYPERSCAN!

Sollten RFID chips nicht billiger sein? Die kann man doch sogar mitlerweile drucken...

Sollten RFID chips nicht billiger sein? Die kann man doch sogar mitlerweile drucken...

Die Antwort hängt natürlich von zahlreichen Faktoren ab, darunter etwa Produktionsgröße, Trägermaterial oder verwendeten Chiptypen und Speichergrößen. Einfache UHF-Label mit Aufdruck gibt es in Großserie für 5 Cent oder weniger pro Stück. Die Integration eines NFC-Chips in eine Spielkarte, die jahrelang halten soll, ist natürlich eine andere Herausforderung und teurer in der Herstellung.

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