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The Tale of a Bridger

Geschrieben von The Beast, in Under the Bridge 14. Januar 2019 · 4.509 Aufrufe

Magic UtB Blödsinn

Eingefügtes Bild

 

Ich spielte gegen so einen Typen namens Frederik, genannt Freddy oder auch Fred. Legacy. Ich spielte D'n'T. Hielt meinen Dude-Draw, dazu 2 Plains und 'ne Vial. Mother of Runes, Flickerwisp, you name it.
Fred legte los. Japo Foil City of Brass. Zockte Japo Foil Faithless Looting und crackte in Response sein LED... auch Japo Foil, kein Plan wo der Typ das Teil her hatte. Ende vom Lied war jedenfalls, dass ich noch ~30 weitere Japo Foils bei ihm im Grave sah, dann war Feierabend, weil ein Rudel Japo Foil Zombies mich verprügelte.
G2 wurd's nicht besser, direkt in Freds erstem Turn legte er wieder los und eine Japo Foil Therapy nahm mir mein allerwelts RiP von der Hand und ich rannte wieder gegen eine Mauer aus glitzernden untoten Japanern. Scheiß' drauf, erstmal eine rauchen.

 

Nächstes Pairing dann gegen so einen bärtigen Glatzkopf. Morten hieß er. Ich gewann den Würfelwurf und hielt solide 7 mit Swords, 3 Viechern und Mana. Zwar keine Vial, aber der Typ spielte immer Delver, das wäre damit machbar. Am Arsch, nix mit Delver. 2 Foil Kanzler zeigte mir der Kerl vor'm Spiel. Legte dann 2 Masterpiece Lotus Petal, opferte eine für Invocation Entomb auf Foil Griselbrand und die andere für's passende Foil Reanimate. Er zog 7 und foil-demaskierte mich auf Swords...
Game 2 ging's nahtlos weiter. Er foil-kanzlerte mich wieder und legte T1 Grave Titan, natürlich glitzerte auch der, genau wie die mitgebrachten Zombie-Token. Ich concedete. Ich droppte. Diese ganzen verkackten Prolldecks! Hauptsache alles glitzert und sieht ach so toll aus. Hauptsache teuer. Ich dachte selbstmitleidig an meine paar Foil Basics, die beiden glitzernden Masters-Mothers und mein FtV-Swords. Ich dachte an das Herzstück meines "gepimpten" Decks: Thalia, Protettrice di Thraben. Eine glitzernde, italienische Thalia. Eine von meinen 4 Thalias funkelte. Ich war stolz wie Bolle als ich sie mir damals ertauschen konnte. Jetzt gerade kommt sie mir angesichts der ganzen Bonzenhaufen wie ein Schlag in die Fresse vor.

 

Also stand ich wieder vor dem Laden, Kippe in der Hand, mit grimmigem Gesicht, als mich jemand mit rauchgeschwängerter Stimme von der Seite ansprach:
Typ: "Na, verloren?"
Ich drehte mich zur Seite und sah die widersprüchlichste Gestalt die man sich vorstellen kann. Der Kerl war ca. 1,80 m groß und von sportlicher Statur, hatte aber einen Säuferbauch. Den verdeckte er mit einem an sich hochwertigen Hemd unter einem gut sitzenden Sakko, nur konnte seine gesamte Kleidung dringend eine Wäsche vertragen. Dazu trug er eine ebenfalls gut sitzende und ungewaschene Cordhose. Und... abgewetzte grüne Chucks. Sein mittellanges Haar war geordnet aber trotzdem ungepflegt und der Dreitagebart rundete diesen Mix aus Ordentlichkeit und Ranz perfekt ab.
Typ: "Hey, macht ja nix. Kopf hoch. Ich hab' da was, das dir bestimmt gefallen würd'."
Redete der Kerl von Drogen oder Bordsteinschwalben? War er Dealer oder Zuhälter oder beides? Ich lehnte dankend ab.
Ich: "Deine dreckigen zugekoksten Nutten kannst du behalten."
Typ: "Nich' doch, nich' doch ..."
Ich: "Alter, ich will mit deinem abgeranzten Scheiß nix zu tun haben! Verzieh' dich!"
Typ: "Ah, so einer bist du. Will ja nur freundlich sein, aber dann eben nich' ..."

Kurze Pause, ich drehte mich von ihm weg und wollte nach dem gebrauchten Tag einfach nur noch nach Hause als ich wieder seine Stimme in meinem Rücken hörte.
Typ: "Schon scheiße wenn einen die ganzen Rich Kids mit ihren Prollhaufen abziehen, was?"

 

Der Einstieg

 

BÄM! Der hatte gesessen. Die ganze Wahrheit, kompaktiert in eine rhetorische Frage. Ich drehte mich wieder zu ihm um und sah ihn gerade noch hinter einer Häuserecke verschwinden. Ich bildete mir ein, einen Handwink von ihm gesehen zu haben der mir bedeutete, ihm zu folgen. Vielleicht war's auch einfach nur Schicksal, dass ich ihm nachlief.
Zwischen alten Wohnungen, leerstehenden Geschäften und vollen Mülltonnen holte ich ihn schließlich ein. Ich brauchte meine Frage nicht mal zu stellen, er fing von sich aus an, sie zu beantworten.
Typ: "Ich war auch mal wie du. Ich hab' auch mal drüben im Laden gespielt... schon 'n paar Jahre her, aber Japo Foils und den ganzen Scheiß gab's auch damals schon."
Er bot mir eine Zigarette an und steckte sich selbst ebenfalls eine in den Mund. Dann griff er in seine Tasche, holte eine Magickarte raus und hielt sie mir vor's Gesicht. Schwerter zu Pflugscharen, alter Frame, schwarzer Rand. Bisschen abgegriffen, aber bestimmt noch Good, die Vorderseite sogar mit Tendenz zu Excellent. Mein Herz schlug schneller, was wäre das ein schicker Include für mein Deck. Scheiß auf Foils! Classic Frame, alte Karten in meiner Muttersprache spielen und so dem ganzen Hype um Foils und fremde Alphabete die kalte Schulter zeigen! Der Typ wollte mir einen neuen Weg zeigen und er gefiel mir auf Anhieb. Würde ich die Karte von ihm bekommen? Wie geil wäre das denn!?
Dann zündete er sie an.

 

Er steckte sich seine Kippe mit brenndenen Schwertern an! Meine fiel mir aus dem Mund. Er fing an zu lachen.
Typ: "Du guckst als hättest du 'nen Geist gesehen! Oh man... nu' heb' die Fluppe auf bevor das Feuer ausgeht. Guck' nich' so, die hab' ich letztens konfisziert, mit sowas kannste bei uns nich' spielen."
Old School nach schwedischen Bannings schoss mir durch den Kopf. Klar... da gibt's auch keine Foils. Hätte ich schon früher drauf kommen können. Ich wollte gerade etwas sagen, wollte gerade so richtig schön über Old School und seine Widersprüchlichkeit zu den von ihm verhassten "Rich Kids" abledern, da redete er schon weiter.
Typ: "Oh, ich red' nich' von Old School, keine Angst. Und bevor du fragst, ich glaub' auch nich', dass die Karte eben 'n Fake war. Is' mir aber auch latte. Du hast bestimmt ein paar Fragen, aber vertrau' mir, komm' mit und du wirst es verstehen..."

 

Er ließ keine weiteren Fragen zu. Wir gingen zusammen durch den Stadtpark, es dämmerte bereits und er erzählte mir ein wenig verbittert davon, dass er einst Maverick gezockt hatte und im Begriff war, es russisch auszufoilen. Er war selbst immer das Opfer von den ganzen Leuten mit ihren Proletenhaufen, er wollte auch mal dazugehören zu den Rich Kids, wie er sie immer nannte. Er rannte den ganzen Karten hinterher, sagte er merkte gar nicht, dass nicht er die Karten sondern die Karten ihn besitzen würden. Je mehr russische Foils er besaß, umso mehr russische Foils musste er noch haben.
Bis er es eines Tages geschafft hatte, sein Deck war nahezu komplett Russian Foil. Bis auf die Duals natürlich. Die waren immer noch Revised. Die Rich Kids hatten alle FBB oder gar Beta Duals und er gehörte immer noch nicht dazu.
Einmal hatten sie ihn trotzdem eingeladen. Er dachte, er würde endlich dazugehören, wäre endlich Teil von ihnen, auch ohne die krassen Duals. Doch als er kurz zum Telefonieren rausging und wieder reinkam, saßen die Bonzen am Tisch und lachten und löffelten Kaviar mit russischen Foil-Knights und zündeten ihre Havannas mit russischen Foil-Zeniths an. "Das Deck ist ja nicht mal blau!" und "Revised-Duals? Kommen die aus der Mülltonne?" waren noch die nettesten Bemerkungen.
Er nahm die Reste seines Decks mit und rannte raus, bevor sie auch noch ihren Hummer in seine Tränen dippen konnten. Er war wütend und verwirrt, wollte doch so unbedingt dazugehören und gleichzeitig nix mit ihnen zu tun haben. Draußen traf er dann Frank (gesprochen "Fräänk"). So wie ich ihn traf. Mir fiel erst jetzt auf, dass er sich nie vorgestellt hatte. Sein Name war ...

 

"John! Da bist du ja!" rief plötzlich jemand von unterhalb der großen Autobahnbrücke. Eigentlich hieß er Johann, aber besoffen wird da schnell John draus, meinte er. Der Kerl, der ihn gerufen hat, war Frank. Über 2m groß, 160 kg schwer, keine Haare oberhalb des Halsansatzes, eine nackte Symbiose von Muskeln und Fett. Franks Gesicht sah aus wie ein Klumpen Teig mit Narben, seine Lippen waren glitschig fleischig und erinnerten mich an 2 Nacktschnecken bei der Paarung, wenn er sie bewegte. Er hatte die typischen Blumenkohlohren von ehemaligen Ringern und seine Hände schienen einzig dazu geschaffen, Melonen zwischen ihnen zu zerquetschen. Niemand würde sich freiwillig mit Frank anlegen und in mir zog sich plötzlich alles zusammen, denn so wie Frank aussah, ging's hier ganz sicher nicht um Magic sondern um mein Hab und Gut und womöglich auch um die Jungfräulichkeit meines Arsches. Es wurde plötzlich 20° kälter, ich war gefangen, ich kam aus der Nummer nicht mehr raus und würde mich gleich im wahrsten Sinne meinem Schicksal beugen müssen.
Ich sollte mich sehr irren. Es ging um Magic: Frank war Judge.

 

Unter der Brücke

 

Wir folgten Frank. Besser gesagt folgte ich den beiden, denn John kannte den Weg offensichtlich sehr genau. Aus der Ferne konnte ich bereits die ersten Penner erkennen, die zwischen brennenden Mülltonnen saßen und mit irgendwas auf dem Boden hantierten. Als wir etwas näher dran waren, erkannte ich, dass diese Penner ein Kartenspiel spielten. Konnte es sein..?
Ich sah also die spielenden Penner und vorallem roch ich die spielenden Penner als John mich kurz zur Seite nahm und mir etwas in Butterpapier eingewickeltes in die Hand drückte.
"Du spielst heute dieses Deck. Und NUR dieses Deck. Lass' niemanden wissen, dass du noch ein anderes Deck im Rucksack hast. Vertrau' mir."
Ich betrachtete das Butterpapier in meiner Hand. Der Schriftzug "Deutsche Markenbutter" war noch eben so verblichen zu erkennen, einzig der Stempel mit dem Ablaufdatum war noch satt in Farbe und lesbar: Oktober 2004. Ich verstand nix mehr. Skeptisch wickelte ich das Bündel auseinander, äußerst bedacht darauf, dem antiken Butterpapier keinen Schaden zuzufügen. Was ich darin fand war bestenfalls ein sehr schlechter Scherz und ich blickte mich nach irgendwelchen versteckten Fernsehkameras um. Doch da waren keine.

 

Bog Imp, Disentomb, Blood Pet und Syphon Soul waren noch die besten Karten in dem "Deck", die Karten waren allesamt italienisch, spanisch, portugiesisch und total zerstört. Vom Syphon Soul fehlten 2 Ecken, ich hatte diverse Homelands-Karten dazwischen die ich nicht mal kannte und auch nicht lesen konnte, weil Sprache und Dreck es unmöglich machten und einer der 7 Bog Imps klebte an einem Swamp fest.

 

Ich wollte John fragen, was das hier alles sollte, aber er war weg und vor mir stand plötzlich ein Typ, den ich am besten als "Gollum mit Vollbart" beschreiben kann. Er guckte gleichzeitig in 2 Richtungen an mir vorbei und hatte die Ausdünstungen einer Kornbrennerei. Ich sah ihn fragend an und wollte wissen, wie ich ihm helfen könne, doch er lächelte nur zahnlos und nuschelte "Pairings, wir spielen.".
Er meinte es ernst. Als ich fragte "Wo?" lachte er nur und sagte mir, ich solle entscheiden, es sei doch noch alles frei. Ich blickte mich um, ich sah umgekippte Einkaufswagen, brennenden Müll (teilweise in Tonnen, teilweise lose), besoffene Penner in ihrer eigenen Kotze liegen, aber nirgendwo gab's Tische, Bierbänke oder sowas. Ich zeigte aus Spaß auf einen schlafenden Retriever-Hund mit zotteligem Fell und mein Gegenüber nickte ernst und schlich in Richtung des Hundes, murmelte noch irgendwas von wegen "aufpassen" und "Bingo nicht wecken" und "bissig". Ich blickte völlig perplex hinterher und glaubte, allmählich den Verstand zu verlieren.

 

Zwei Minuten später saß ich im Schneidersitz vor dem schlafenden Hund und mein Gegenüber hatte gerade ein Stück alte Pappe so auf dem Tier austariert, dass es auch bei dessen Atembewegungen nicht herunterrutschte. Der Typ, David - genannt Dave, griff in seine abgeranzte Anglerweste und holte eine Thunfischkonserve hervor. Darin waren Magickarten. Dave erzählte mir nicht ohne Stolz, dass er die Ecken eigenhändig abgekaut hat (was bei seinem spärlichen Gebiss sicherlich ein paar Tage in Anspruch genommen haben muss), damit die Karten in die Dose passten.
Geistesabwesend höre ich ihm zu und greife aus purer Gewohnheit in meinen Rucksack nach meiner Playmat. Eine schicke GP-Playmat mit Sensei's Divining Top Artwork, eine schöne Erinnerung an ein cooles Wochenende damals. Als Dave sie sah nuschelte er nur "Oh ja, ja, das ist nützlich, eine gute Idee!", nahm mir das Ding aus der Hand und ohne sie eines Blickes zu würdigen warf er sie in die Feuertonne neben uns. "Is' manchmal ganz schön frisch hier, ne?". Ich starrte mittlerweile gar nicht mal mehr so fassungslos auf die brennende Tonne; zum Fassungslossein hatte ich bereits zu viel gesehen. Ich war nur insgeheim froh, nicht zuerst mein Deck aus dem Rucksack geholt zu haben und erinnerte mich rechtzeitig an das Butterpapier in meiner Jackentasche und John's Worte. Ohne es zu wissen, hatte ich beinahe gegen eine der Grundregeln von Magic:UtB verstoßen, die ich später noch lernen sollte.
Als ich beim Shufflen der Decks beiläufig bemerkte, dass die Karten irgendwie nicht gleichmäßig aussahen, kramte Dave eine Buddel Korn aus seiner Weste und reichte sie rüber. "Nimm' ein paar Schluck, dann regelt sich das von allein." Dave sollte Recht behalten.

 

Dave's Deck erwies sich anschließend als ebenso scheiße wie meins. Seine Sprachkenntnisse ebenfalls. Er zockte Sabotador Akki (Akki Underminer, wie ich später irgendwann feststellte), aber da wir beide kein Portugiesisch sprachen, verlangten wir nach Frank. Der sah sich die Karte an, konnte offensichtlich ebenfalls kein Portugiesisch und sagte dann achselzuckend "Is' 'ne Vanilla.". Mir kam das natürlich entgegen, aber ich fragte sicherheitshalber nochmal nach, ob Frank sich sicher war. Der antwortete wiederum achselzuckend "Wissu appealen? Penny is' die Böschung rauf und über die Straße, in 5 Minuten treff'n wir uns da.", aber die Art wie seine Brustmuskeln zuckten während er das sagte ließen mich davon Abstand nehmen, zu appealen, was sich kurz darauf als clever herausstellen sollte.
Denn während Dave und ich uns ein Race auf Messers Schneide zwischen Bog Imps meinerseits und seinen 4-Mana-Vanilla-Akkis lieferten, gab's am Nebenhund plötzlich Diskussionen: Ein Typ wollte seine Falena Mangiafalchi (Hawkeater Moth) mit irgendeinem Equipment ausstatten. Sein Gegner meinte daraufhin, die Motte habe Shroud soweit er sich daran erinnern konnte, das Ausrüsten gehe nicht. Der Typ wiederum meint, die Motte habe gar kein Shroud. Sie einigten sich schließlich auf kein Shroud, jedoch wollte dann der Gegner die ausgerüstete Motte im Angriff mit Resecar (Parch) abschießen woraufhin der Motten-Spieler plötzlich meinte, die Motte habe doch Shroud, das gehe gar nicht. Frank wurde gerufen, der entschied direkt auf Penny-Parkplatz und die Menge johlte. Bingo wurde dabei wach, unsere Karten fielen runter und der Hund fraß 2 meiner Bog Imps. Franks Ruling war, dass die Imps zerstört seien, was ich nach einem weiteren Schluck aus Dave's Flasche sehr gut nachvollziehen konnte. Ich verlor so zwar das Race, fing aber dennoch an, das Ganze hier zu mögen...

 

Der Kodex

 

Das Penny-Parkplatz-Ruling war genau was ich geahnt/befürchtet hatte und weswegen ich gegen Frank nicht appealen wollte. 2 Typen, 2 Meinungen, 4 Fäuste. Wer stehen blieb, hatte Recht. In diesem Fall hatte die Motte kein Shroud und Parch war somit legal. Das Ruling wurde vor versammelter Pennerschaft ermittelt, abzüglich derer, die den Ausflug zum Penny zum Shoppen nutzten.

 

John erklärte mir während des Rulings ein wenig, worauf ich mich eigentlich eingelassen hatte. Die Jungs und Mädels hier waren durchweg ehemalige Turnierspieler. Und sie waren durchweg frustriert davon, immer auf ihre (oftmals Tier 2) Decks und generell ihren Besitz reduziert zu werden. Sie waren es leid, Staples zu jagen, Decks auszufoilen und ihren ganzen Besitz mit irgendwelchen Sleeves, Playmats oder Deckboxen schützen zu müssen. Sie alle wollten Magic spielen, nicht besitzen. Also haben sie (anfangs freiwillig oder auch nicht) nach und nach alles gestrichen, was man zum Spielen eigentlich gar nicht braucht.
Jeder hatte seine eigene Geschichte. John's kannte ich bereits, sie ähnelte meiner eigenen. Dave hingegen war einst selbst ein Rich Kid gewesen, dem die ganze Sache zu sehr zu Kopf gestiegen war. Er war Deutsch-Foiler, spielte Miracles. Er verlor ein Best of 3, bei dem es um das jeweilige Deck des Gegners ging. Gegen 12-Post, Japo Foiled, mit NM Candelabras. Seitdem war Dave gebrochen, kaufte nur noch bei Penny und kam schnell zum Under-the-Bridge-Magic.
John zeigte auf eine heruntergekommen aussehende Frau, die stumm auf dem Boden saß, Arme um die Knie geschlungen und mit dem Oberkörper vor und zurück wippte. Olga's Geschichte war besonders tragisch; sie kam nach Deutschland um zu arbeiten und sich ihr russisches Meerfolk finanzieren zu können, doch in einem unaufmerksamen Moment zahlte ein Kunde seine Pommes nicht und alles ging den Bach runter. Schulden zwangen sie schließlich, ihre glitzendernden russischen Lords und Cursecatcher für Hartgeld zu verkaufen und sie konnte trotzdem nicht verhindern, dass sie unter die Brücke gehen musste...

 

Es fing bei den meisten damit an, dass sie zunächst den ganzen Pimp loswerden wollten oder mussten: Der Japo Foil Alpha Guru Swamp macht auch nicht mehr Mana als der portugiesische zerranzte. Er bewahrt dich auch nicht zuverlässiger vor Screw oder Flood. Er macht exakt das Gleiche, für den zigtausendfachen Preis.
Anschließend warfen sie auch irgendwelche Format-Staples aus dem Pool. Warum Dark Confidant zocken? Phyrexian Rager zieht die Karte direkt und hat den dickeren Body, für einen Bruchteil des Preises. Und auch der kostet in italienisch nochmal weniger.
Dann stellte sich die Frage, wozu man ein 2-Euro-Deck in 5-Euro-Sleeves aus einer 5-Euro-Box auf einer 10-Euro-Playmat zocken sollte? Die 20 Euro für den ganzen Schutz kann man ja auch in Flüssignahrung investieren, der Schutz ist ohnehin überflüssig bei den geringen Werten.
Schließlich wurden auch noch Tische, Stühle und ein festes Dach über'm Kopf wegrationalisiert, weil man sowas auch nicht unbedingt zum Spielen braucht.

 

Frank erkannte all das als erster. Er hat die hiesige Szene gegründet, er hat sie groß gemacht. Zuerst hatten sie sich im Park unter Bäumen getroffen, später dann unter Fußgängerbrücken und schließlich waren es Auto- oder Eisenbahnbrücken, weil der nicht nachlassende Zulauf neuer Spieler es erforderte. Under the Bridge Magic war geboren, Frank und Co. nannten sich selbst Bridger und bemühten sich stets um neue Spieler, suchten dabei aber "die Richtigen". Bridger wurde man nicht über Nacht. Wer Bridger werden wollte, musste sich immer an den Kodex halten:

  • Du sollst keine Karten spielen, die andere beeindrucken.
  • Du sollst keine Zustände oder Sprachen spielen, die andere beeindrucken.
  • Du sollst keine Foils oder Promos spielen, außer sie sehen aus wie zerkaut und ausgespuckt.
  • Du sollst keine Sleeves, keine Playmat, keine Deckbox, keinen Tisch benutzen. Allein die Karten sind wichtig.
  • Du sollst draußen spielen. Und nur draußen!
  • Du sollst Regelfragen ebenfalls draußen klären: Draußen und auf die altmodische Weise.
  • Du sollst trinken. Viel.

 

Das hieß: Jede Karte war unabhängig von ihrem Zustand und ihrer Sprache legal, solange sich niemand von ihr beeindruckt zeigte. Letzteres war auch das einzige Kriterium für die Banlist, die es natürlich auch nicht in schriftlicher Form gab. Bannings kamen und gingen und niemand versuchte daher, besonders seltene oder teure Karten für sein Deck zu erwerben. Die Karten kamen ins Deck, wurden gespielt bis sie komplett zerstört waren und wurden dann durch andere Karten ersetzt. Manchmal mitten im Spiel. Und es wurde getrunken, die ganze Zeit wurde getrunken.
Die 7 Grundregeln waren simpel zu verstehen und doch hart umzusetzen. Die Verfeuerung meiner Playmat führte mir die Reflexhaftigkeit vor Augen, die Magic-Spieler an den Tag legten. Playmat, Deckbox, Sleeves, all das gehörte stets zum Standardinventar wenn ich Magic spielte. Fein säuberlich im Rucksack drapiert warteten diese Dinge darauf, in immer gleicher Reihenfolge herausgenommen und mechanisch - beinahe schon zeremoniell - vor mir ausgebreitet zu werden. Das Spielen von Rares und Mythics, die ganze Hirnkapazität, die für Format-Staples und deren Key-Interactions reserviert war, die Jagd nach Foils... alles umsonst, alles unnötig. Meine Augen wurden mir geöffnet in dem Moment als Frank das appealte Ruling um die Hawkeater Moth mit einem Tiger Uppercut dingfest machte. Als Dave den fliegenden Backenzahn auffing und prüfte, ob er in eine seiner Lücken passte. Als John mit Bingo um seinen letzten Underberg kämpfte.
Von jetzt an hatte ich nur noch ein Ziel: Ich würde Bridger werden.

 

Der letzte Schritt

 

Das alles ist jetzt über 2 Jahre her. Ich stand zwar mit einem Bein unter der Brücke, aber es war dennoch hart, den letzten Schritt endgültig zu wagen. Bridger wirst du nicht aus einer Laune heraus, Bridger wirst du mit Leib und Seele oder gar nicht.
Ich hielt 3 Wochen durch, bevor ich meinen ersten Rückfall erlitt und ich an einem verregneten Freitag auf dem Weg zur Brücke an meinem alten LGS vorbei kam. Rückblickend war ich weich und schwach wie ich heute weiß, aber die Aussicht auf Wärme und Trockenheit überwog einfach dem Charme der Brücke. Sie fragten, wo ich die letzten Wochen gewesen sei? Ob's mir gut ginge, ich sähe so verbraucht aus? Warum ich so nach Schnaps stinken würde?
Ich merkte, wie schnell Gewohnheiten sich ausprägen konnten. Das Sitzen auf dem Stuhl am Tisch bereitete mir Schwierigkeiten, eine Playmat hatte ich natürlich schon lange nicht mehr dabei und als ich den Underberg aus der Tasche zog, wurde mir bewusst, wie entsetzt mich alle anstarrten. Jedoch sagte keiner etwas, also stellte ich die Fläschchen auf den Tisch, als wäre nichts dabei... für mich war ja auch nichts dabei. Erst jetzt wurde mir bewusst, dass ich mich vor versammelter Spielerschaft als "anders" outen würde, sobald ich mein zerribbeltes Bant Homunculus Control zu einem Legacy-Event aus der Socke ziehen würde. Also log ich. Ich behauptete, mein Deck zu Hause vergessen zu haben und fragte, ob mir jemand ein Deck leihen könnte. Ich wurde vorher genötigt, mir die Hände zu waschen.

 

Anschließend spielte ich zweieinhalb Games mit Sneak and Show (halb gepimpt, scheiß Rich Kid!). Die Karten waren mir zuwider, genauso die Haptik der doppelten Sleeves (scheiß Rich Kid!) in meinen ungewohnt sauberen Händen und das aufrechte Sitzen am Tisch, also underbergte ich gegen meinen Ekel an und hatte bereits ein gutes Tempo auf'm Tacho als mein Gegner den Judge rief, weil ich beim textless Ponder (scheiß Rich Kid!) erst zog und dann shuffelte. Der Judge meinte, das wäre "Drawing Extra Cards" also stand ich auf, ballte die Fäuste und sagte, ich würde appealen, an der Kreuzung sei ein Penny. Statt mir mein gottgegebenes Recht auf einen vernünftigen Appeal zu gewähren, faselten die Typen irgendwas von wegen "Disqualifikation", "wiederkommen, wenn ich mein Alkoholproblem im Griff hätte" und "beim nächsten Mal die Polizei rufen" und warfen mich aus dem Laden.
John muss etwas geahnt haben, denn kaum war ich 10 Schritte getorkelt stand er neben mir und sagte "Du gehörst da nicht mehr hin...". Ich ging anschließend nur noch ein weiteres mal in den Laden und zerriss vor den Augen der Rich Kids meine Thalia, Protettrice di Thraben um ihnen zu zeigen, was ich von ihrem ganzen Pimp-Gehabe hielt. Sie lachten nur. "Die ist ja nicht mal Englisch!" Sie verstanden nix. Einer bewarf mich noch mit Guru Lands und Beta Duals während ich zum letzten Mal aus dem Laden rausging, der mir früher so wichtig gewesen war. Mir war's gleichgültig, ich brauchte das alles nicht mehr.

 

Was ich hingegen brauchte war mehr Verhandlungspower bei Judge Calls. Mein monatliches Budget war ohnehin schon knapp bemessen und meine Underberg-Toleranz und damit auch meine Underberg-Ausgaben wuchsen schnell, daher hatte ich keine Kohle für's richtige Gym. Also ging ich zu Morten, dem Reanimator-Spieler vom Anfang der Geschichte. Ich hatte mal mitgehört, wie er von seinem Home-Gym im Keller erzählte und fragte ihn daher, ob ich seinen Hantelkeller nutzen könnte. Ich gab ihm dafür nach und nach meine Gasi-Staples. Der Typ hätte bei seiner Statur gut Bridger werden können, vom Spirit her niemals. Was für'n Opfer... wenn auch ein zugegeben nützliches Opfer.

 

Ich tauschte also Vials, Karakas und Foil Mothers gegen brachiale Gainz. Die wiederum halfen mir, unter den Bridgern schnell aufzusteigen und meine ersten Turniere zu gewinnen. Mir wurde die Ehre zuteil, Dave seinen letzten Zahn auszuschlagen, als er einen Gegner mit Foudre killte und sich anschließend weigerte, die Karte den spontanen Bannings entsprechend gegen mich aus seinem Deck zu entfernen. Den Foudre haben wir dann mit Daves Zahn als Mahnmal an eine große Eiche getackert, wo er noch heute hängt.
Die Szene ist schnell gewachsen und ich bin mittlerweile Floor Judge für Frank, wenn wir zu viele werden. Ich habe eine overall Appeal-Bilanz von 23:4 - nur Frank's ist noch besser. Außerdem bin ich Seelenfänger und rekrutiere Dropper für unsere Sache, so wie John mich einst rekrutiert hat.

 

Der nächste Rekrut ist immer nur einen Drop entfernt. Also, vielleicht sehen wir uns ja bald... B-)






Ich musste kurz weinen, waren aber sehr männliche Tränen.

 

Eine Regelfrage: Ist Bier aus Glasflaschen erlaubt? Alles außer Plasteflaschen ist doch etwas dekadent und sollte dementsprechend sanktioniert werden.

Arme Olga... hätte Sie bloß Nein gesagt!

Werde auf jeden Fall zur nächsten MKM Series ne Box Underberg mitbringen.

Dafuq did I just read?!
Ich kann nur an den foil LED denken ^¬

Was für einen seltsamen Text habe ich da gerade gelesen? 

Ich verspüre jetzt auf einmal das dringende Bedürfnis Bridger zu werden und den Olgas dieser Welt dabei zu helfen, ihre Träume zu verwirklichen oder wenigstens wohlverdiente Ablenkung von ihrem Struggle zu bieten.

 

Aber sag mal wie talkst du eigentlich du Appealer?

Lass mal bei Penny klären und ich zeige dir, wer besser splashen kann.

 

10/5

 

You rich, you loose!

Weltklasse. Von mir aus kann man das Internet nun endgültig ausschalten, ich habe alles gelesen was ich lesen wollte.

Exakt das ist der Grund wieso ich vor Jahren mal zu einem Modern Turnier wie folgt aufgetaucht bin:

 

- Deck bestand aus den ranzigsten Karten, teilweise zuvor noch mit dem Schleifpapier bearbeitet.

- Gespielt wurde ohne Hüllen, die Rückseiten waren so durch, dass der Judge meinte die Karten wären zwar marked, aber es sei eh egal, weil ich nicht wüsste was was ist.

- Keine Playmate, Würfel etc. dabei.

 

Das Deck war GW Turbofog, Kosten gefühlt 5 Euro. Ich bin damit 3:2 gegangen (Scheiß Burn XD). 

 

Meine Gegner waren entsetzt.

Extrem atmosphärisch geschrieben; du bringst die Stimmung gekonnt rüber! Man verliert sich richtig in der Geschichte. Besonders Anfang und Mitte sind stark. Ich bin auch extrem begeistert von diesem Eintrag - wüsste nicht, was das noch toppen soll! Der Humor ist sehr pointiert und clever (mit am besten fand ich das mit dem Nebenhund). Der Spannungsbogen = top ... auch wenn das Ende dann etwas hastig kommt. Weitere Kritik wäre die Rechtschreibung; da musste ich einige Male zusammenzucken, weil reichlich Kommata fehlen. Egal!

 

Danke dafür. Ich wünsche mir, das würdest du in einem Kurzfilm verwursten. Die Szenen sind wie gemacht für eine filmische Umsetzung. Sehr bildstark. Sehr deutlich. Mit den richtigen Schauspielern und Co. bestimmt ein Megaspaß. :)

 

Bridger = Kult. Werde das irgendwie in meine Sig einbauen.

@All: Danke für's Feedback und freut mich, dass ich euch mit diesem Blödsinn erheitern konnte. :)

@Dämonenpinguin: Wenn man es bei Penny kaufen kann, ist es legal. Außerdem gibt's meines Wissens beispielsweise Oettinger gar nicht in PET.

@Urathil: Du hast definitiv den Spirit zum Bridger! B-)

@Deck-Art Cain: Vielen Dank für das ausführliche Feedback. Kommata setze ich aus'm Bauch heraus und im Zweifel lieber eins zu wenig als zu viel.

Und beim etwas schnellen Ende stimme ich dir zu, aber der Text hatte bereits eine gute Länge und ich wollte ihn nicht überstrecken. Gleichzeitig wollte ich aber auch den Blog nicht splitten, weil der Witz ja quasi erzählt ist und Teil 2 dann nur noch ein Aufguss wäre... vermutlich sogar ein sehr dünner, denn viel mehr Stoff bietet die Story nicht. Vielleicht gibt's nochmal ein Spin-Off zu Olga's Background-Story oder so. :D

Ich wäre auch bereit, ein T-Shirt zu kaufen ... auf dem die Charaktere und Szenen zu sehen sind - in epischer Manier (Star Wars like).

 

Du musst den Stoff dringend zu Geld machen. Haha.

Starke Geschichte. Ich denke man kann sich allgemein sehr gut mit Bridgern identifizieren da so gut wie jeder einmal ohne Hüllen genau mit diesen Random haufen angefangen hat.

 

Sind wir also nicht alle tief innen drin ein wenig Bridger?

Hatten letztens auch mal "alte" orignial Ravnica-Themendecks zusammengekramt und damit Schulhof-Magic gespielt. Ohne Hüllen iwo, Marken waren ct-Münzen, zu viert jeder gegen jeden, mit "Ramsch-Karten". Hat gebockt wie sonstwas. Karten werden natürlich noch in den alten genauso veranzten Papp-Kartenboxen gelagert in denen man sie damals als Jung von Oma geschenkt bekommen hat.

Ahaha, Urathil, klasse (Beitrag hab ich noch nicht gelesen, nur die Kommentare bisher... wird aber noch nachgeholt!), sowas in der Art hab ich auch mal gebracht und ich bin ebenfalls 3-2 geendet (nach 3-0 Start und gegen Naya Zoo auch nur verloren, weil mein Treasure Hunt direkt als erste Karte Zombie Infestation aufdeckte...). Allerdings mit Treasure Hunt. Ohne Hüllen, alle Basics maximal durcheinander und Treasure Hunt war natürlich Full Art Promo. Hab die Karten allerdings nicht absichtlich zuvor zerstört. Sowas bring ich nicht übers Herz. Aber Respekt dafür.

@ Dem Schneiderlein: Respekt! Also um die Geschichte etwas auszuufern: Mir ging im hiesigen Laden eine Spielgruppe total auf den Senkel, weil diese eben absolute "Rich Kids" waren. Es kamen dauernd Kommentare wie "Alter wieso zockst du kein Scalding Tarn? Mire ist suboptimal, egal ob das Teil 4 mal so viel kostet. Ohne Optimum reißt du nix!". Oder eben "Ich kauf nix auf MKM, was nicht direkt vom Booster mit Samthandschuhen in die Hülle gepackt wurde" etc. Also etwas überspitzt: Die 0815 Kommentare der Leute die MTG etwas zu ernst nehmen und sich eventuell sogar das Selbstwertgefühl daraus ziehen. 

Aus genau diesem Grund kam bei mir damals der Wunsch auf mal aus diesem Bullshit auszubrechen und zurück zum "wahren" Magic zu finden: Das Game dass ich damals in der Pause am Schulhof gezockt habe. Ohne Hüllen (Kannte keiner), random Haufen, ohne Staples oder Optimum. Trotzdem wollte ich etwas reißen und so hab ich eben Turbofog im Modern gezockt. Aber als ich die Karten in der Hand hatte war mir das Deck zu sauber, daher die absichtliche Schmirgelpapier Aktion. Es sollte sich einfach abgegriffen anfühlen, so wie die halbzergkaute Phage, the Untouchable, die damals mein ganzer Stolz war.

 

Und Ja, sowohl mein Statement als auch der Spaß waren klar. 

Ihr Schweine! Irgendwie hab ich jetzt Bock, mir ein "retro"-Deck zusammenzustellen mit Karten aus den 90ern, welches ich dann unsleeved zocke. Spiel erst seit 2 Jahren. :(

 

Mal die spröde Pappe richtig an den Händen spüren ... beim Schuffeln schön mit den ausgefransten Ecken zusammenstoßen ... Kellergeruch inhalieren ... das Leben an seinen verfilzten Hurenharen packen. Irgendwo da draußen schallt ein Weckruf unter einer Brücke hervor.

Kann man das Format auch auf abgeranzten Katzen zocken? Hunde laufen hier weniger rum. Zum Deckhüllen Tipp: Ihr könnt euer Deck auch in einer Plastuktüte parken, vom Penny zum Gemüseeinpackrn. Die sind gratis! Richtig geil!

Klar gehen Katzen auch. Solange sie sich draußen befinden jedenfalls.

Denke, alles was Zecken hat sollte klar gehen (:

Genialer Text. Grandios geschrieben, trifft die Stimmung, und ich habe keine Sekunde vom Lesen bereut. Vielleicht, weil in mir auch ein kleiner Bridger wohnt. Weshalb sonst sollte ich in meinem Auto, in einer alten Gammelpackung, ein ungesleevtes Boros-Deck für Notfälle rumliegen haben, das halbkaputt ist, und, mein Glanzstück der Bridgerseele, das ich nie hergeben würde, meine "Tormented Angels", ein Haufen weißer Karten in einem echt grausamen Zustand mit verknickten, halbverfütterten Engeln und jede Menge sinnlosem Commonschrott. Bis jetzt wusste ich nicht, wofür es gut war ;)

 

Manchmal muss man einfach an die gute alte Zeit zurückdenke, wo der eine Kumpel, gefragt, ob er eine bestimmte Karte hätte, nach Auskippen des Umzugskartons im Fußraum seines Wagens das Teil mit Original-Fussabdruck rausholte und auf (damals schon) entsetzte Gesichter meinte: "Hey, das ist ne SPIELKARTE! Stück Pappe, Mann!"

 

Danke für diesen Beitrag und: Auf die Bridger! *hebt einen Schnaps*

 

PS: Bonuspunkte für Olga und die Pommes!

Juli 2019

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