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Moderne Trauerbewältigung - mit der Trauer Leben lernen

Geschrieben von Genu, in Evaluierung, Modern 24. Mai 2021 · 0 Aufrufe

Modern Evaluierung Test

Haftungsauschluss: Dies ist keine professionelle Beratung.
Es tut mir natürlich außerordentlich Leid meinen neuen Blog mit so einem düsteren, unerfreulichen Thema zu eröffnen, aber manche Themen müssen einfach angesprochen werden.
Dabei kommen wir um ein Grundmaß an Denglisch und MtG-Slang nicht herum - aber ich werde versuchen den verwendeten Slang möglichst nebenher zu erklären um den Artikel möglichst Einsteigerfreundlich zu verfassen. Kartennamen gibt es aus Gewohnheitsgründen meinerseits mit Ausnahme stilistischer Zwecke in Englisch. Für Einsteiger möchte ich dieses Nachschlagwerk referenzieren: https://mtg.fandom.c..._of_Magic_slang

 

Wer direkt zur Sache will kann zu Punkt 3. springen.

 

1. Phase des Nicht-wahrhaben Wollens

 

Trauer. Diese Irren Küstenzauberer schon wieder getan: Ein neuer Zyklus an Karten mit alternativen Kosten. Um den ganzen die Krone aufzusetzen, reden wir nicht nur von potentiell Mana-kostenfreien Zaubern, sondern von Kreaturen mit einem "Wenn ~ ins Spiel kommt" - Effekt (fortan als EtB).

 

Der Spoiler ist daher so unglaublich weil er gleich mehrere starke Aspekte vereint - Evoke - eine Mechanik welche sich mit Level 5 in der Mitte der Storm-Skala befindet (https://mtg.fandom.c...iki/Storm_Scale) - der letzten Stufe bevor der Wille eine Mechanik wiederzuverwenden beginnt abzunehmen - Evoke allein befindet sich nah genug am Rand der gefährlichen Mechaniken um interessant zu sein. Kombiniert mit alternativen Kosten einer Mechanik, die notorisch Schwer einzuschätzen ist ("Alternate costs, especially ones that don't use mana, are hard to balance." - https://magic.wizard...ocks-2018-06-11), haben wir hier ein potentielles Pulverfass.

 

Denn Evoke (Herbeirufen) ist eine Mechanik, die auf viele Arten und Weisen genutzt werden kann und wurde - angefangen mit kleinen Details wie den abweichenden Manakosten um Chalice of the Void zu umgehen, zusätzlichen Wert durch das Opfern über Karten wie Bridge from Below zu generieren, oder das Opfern per Aether Vial und Flickerwisp gänzlich zu umgehen. Dies ist v.a. so interessant, weil das Umgehen der Evoke Mechanik auch bedeutet, dass man neben dem EtB zeitgleich durch die Kreatur eine sog. Clock, also einen Weg zum Sieg der der dem Gegner nur eine bestimmte Anzahl an Zügen, sofern unbeantwortet, übrig lässt, erhält.

 

Damit ist einer der ersten Spoiler aus Modern Hozions 2 bereits wie ein Meteor eingeschlagen und sorgt für viele Hitzige Diskussionen und Brainstorming im Netz und nicht zuletzt diesen Eintrag.

 

Sehen wir uns das noch einmal genauer im Kontext von Modern an:

 

Grief {2} {B} {B}
Creature — Elemental Incarnation

 

Menace

 

When Grief enters the battlefield, target opponent reveals their hand. You choose a nonland card from it. That player discards that card.

 

Evoke—Exile a black card from your hand.

 

3/2

 

4 Mana 3/2 ist keine gute Rate, Menace ist ein akzeptables, aber nicht unbedingt sicheres Evasion-Keyword, d.h. Es ist nicht unbedingt einfach zu blocken, aber auch nicht wirklich schwierig. "Elemental" ist ein interessanter Kreaturentyp, der nutzbare "Tribal"-Synergien mit sich bringt. Mit "Tribals" werden Decks bezeichnet, bei dem die meisten Kreaturen den gleichen Kreaturen-Typ besitzen und es Bonus-Effekte für Kreaturen dieses Typs gibt.
Interessant ist der EtB - Eine beliebige Nicht-Land Karte abzuwerfen. Thoughtseize besitzt den gleichen Effekt für 1 Mana und 2 Lebenspunkte und ist eine der meistgespielten Schwarze Karten im Format, weil Sie es erlaubt den Plan des Gegners früh zu unterbrechen. 4 Mana ist aber nicht früh - Boggart Brute + Thoughtseize wäre ziemlich wahrscheinlich außerhalb des spielbaren Bereichs.

 

Die Spielbarkeit ist also Abhängig vom Schlüsselwort Evoke und dessen Kosten: Allein für {B} wäre die Karte für alle Decks ohne Lebenspunkt-Synergie wie Schatten eine strikte Verbesserung zu Thoughtseize, für insgesamt 2 Mana mit anderen Synergien wahrscheinlich nutzbar. Der Umstand dass diese Karte allerdings kein Mana, sondern eine Handkarte kostet, eröffnet sofort mehrere Einsatzgebiete.

 

In Legacy existiert bereits eine ähnliche Karte: Unmask.

 

2. Phase der Aufbrechenden Emotionen

 

Dass heißt wir haben eine Karte mit einem für die Kosten nachgewiesen Brauchbaren Effekt, und aus Legacy kennen wir bereits den bekannten Einsatzbereich - nämlich den üblichen für Discard: Prüfen, ob der Gegner meine Karten beantworten kann. Kein Mana zu kosten ist hier besonders Wertvoll, da es für Combo-Decks, bei denen Mana meist der Engpass für das ausspielen der Combo ist, bedeutet dass wir gleichzeitig prüfen können ob der Einsatz der Combo sicher ist und diese auch direkt direkt ausspielen können.

 

Die Karte kann exakt auf die gleiche Art in Modern verwendet werden - das ist bereits garantiert. Mich interessiert aber nicht dieser Mindestnutzen, obwohl er bereits so stark ist, dass wir die Karte früher oder später garantiert sehen werden. Mich interessiert, ob sich das Potential, dass Evoke hinzugefügt hat, brechen lässt. Ist das Aufregend!

 

Hier kommt Ephemerate ins Spiel:

 

Wenn wir Grief mit Evoke spielen, können wir zuerst den Evoke, dann den EtB Trigger stacken, sodass der EtB zuerst ausgelöst wird. Nachdem wir uns eine Karte ausgesucht und uns abgesichert haben dass Grief nicht zerschossen werden kann, können wir Ephemerate mit dem Evoke Trigger auf dem Stack mit Grief als Ziel spielen. Durch den Zonenwechsel kommt Grief als neues Objekt zurück - es gibt einen weiteren EtB-Trigger mit dem eine Handkarte abgeworfen werden kann, aber keinen Evoke trigger, da die Karte nicht von der Hand gespielt wurde. Der alte Evoke findet sein zugehöriges Objekt nicht - sodass dieser Wirkungslos verrechnet wird.

 

Wir Enden mit einer 3/2 Kreatur im Spiel und durftem dem Gegner 2 Handkarten wegnehmen - welches sich in unserer nächsten Versorgungsphase noch einmal wiederholen lässt. Damit stellt diese Interaktion ein 3 gegen 3 Abtausch dar - eine Handkarte die ins Exil geschickt wird und die beiden Karten Grief und Ephemerate die wir einsetzen gegen die 3 Handkarten welche wir durch den EtB wegnehmen dürfen - und wir mit einer Kreatur enden.

 

Selbst wenn der Gegner diese Interaktion unterbrechen kann - indem er 2 Removal auf der Hand hält, wir das erste mit dem EtB wegnehmen und der Gegner mit dem 2ten Grief in Reaktion auf Ephemerate abrüstet, hat der Gegner immer noch mind. 2 Karten für unsere 3 eingesetzt. Wir könnten aber auch Ephemerate zurückbehalten und später einsetzen.

 

Da sich der Plan existierender Decks wie Jund Midrange, oder Shadow - Disruption, Threat, Disruption - im Format langjährig als bewährt hat, was nichts anderes als 2-3x Discard, 1x Kreatur, 0-1x Removal bis Turn 3 ist, ist die These:

 

3 gezielte Discards + Threat in Turn 2 sind ausreichend stark um ein Spiel sofort zu entscheiden.

 

3. Phase des Suchens und Sich-Trennens

 

Um den Rahmen abzustecken suchen wir ein Deck, welches den Effekt von Evoke auf möglichst viele Arten umgehen kann - um den Nutzen von Grief nicht nur zu maximieren, sondern auch möglichst konstant zu machen.
Zur Hilfestellung wurden noch einmal ein paar Quellen zum konstanten Erfüllen der alternativen Kosten herangezogen (https://strategy.cha...ce-of-negation/) - glücklicherweise ist das kein Neues Thema. Wir suchen also eine Basis mit 15+ schwarzen Karten und vielen EtB Effekten die ausgenutzt werden können.

 

Leider war das nicht unbedingt ergiebig - die Listen welche die EtB's erfüllten waren Death & Taxes und Eldrazi & Taxes - beide aber mit wesentlich zu kleinem Anteil von Schwarz. Decks wiederum mit einem ausreichenden Anteil an Schwarz - z.B. Jund Shadow - hatten kaum Kreaturen mit EtB's. Bei Etwas mehr Recherche fand ich folgende Liste:

 

https://www.reddit.c...es_white_black/

 

 

welche zumindest 13 Schwarze Karten beinhaltete und entsprechend alt war. Aber die Strategie erlaubte es von dem frühen Abtauschen von Handkarten zu profitieren - indem man dem Gegner ziehen untersagt.
So wurde diese Liste mein Startpunkt und mit ein paar Update landete ich hier:

 

 

Hier sind wir bei 18 Schwarzen Karten für Grief und dem Spirit of the Labyrinth + Geier Reach Sanitarium Lock, zusätzlich den Chittering Rats + Eldrazi Displacer Lock.

 

Was mich zum Testrahmen bringt: Um herauszufinden was wie gut ist, wird das Deck gegen den Gauntlet gerannt - ein Deck aus jedem Archetyp. Aus Zeitgründen für dieses Wochenende musste ich mich allerdings entsprechend stark eingrenzen - statistisch relevante Ergebnisse wären eh nicht dabei runtergekommen, aber so kann man das nur noch doppelt betonen. Allerdings reicht es für erste Eindrücke:

 

Es wurden magere 6 Pre-Board Games gegen jedes Deck gespielt: Normale Mulligans, einfach Deck gegen Deck, jedes Deck 3 mal OtP. Damit sollte auch getestet werden, wie häufig die Kombination zum tragen kommt und wieviel Einfluss Sie damit auf ein Match nehmen kann.

 

Der Hindernislauf
1. Ramp - Tron https://www.mtggoldf...k/3966199#paper
2. Combo - Izzet Breach https://www.mtggoldf...k/3994153#paper
3. Midrange - Jund Shadow https://www.mtggoldf...k/3994150#paper
4. Control - Lurrus BTL https://www.mtggoldf...k/3966195#paper
5. Aggro - Blitz https://www.mtggoldf...k/3943189#paper
6. Graveyard - Dredge https://www.mtggoldf...k/3963719#paper

 

Ergebnisse:

 

1. 1-5 vs Tron

 

Ein ernüchterndes 1-5 für Tron. Die Grief / Ephemerate gab es 1x OtP. Über die verlorene Spiele gibt es nicht viel zu sagen - das Deck ist einfach zu langsam für Tron, die Kreaturen zu klein, zu wenig Druck um dem Topdeck entgegenzuwirken und weder Leonin Arbiter noch Ghost Quarter oder sonstiges um Tron entgegenzuwirken.
Der eine Sieg war aber auch OtP Grief + Ephemerate (pick Expedition Map, Sylvan Scrying, Oblivion Stone) gefolgt von T2 Spirit of the Labyrinth, wodurch die Stars und Sphere's tot waren und Tron nicht zeitig zusammenkam. Aber Tron hätte das 2-3 Runden lang mit dem Draw des fehlenden Landes noch kippen können.

 

2. 6-0 vs Izzet Breach

 

Ein extrem eindeutiges 6-0. 1x Grief / Ephemerate, OtD. Massenweise Discard, das Verhindern von Cantrippen ... die Combo kam nie zusammen. Das Ganze hat sich dermaßen brutal nach einem Anti-Deck angefühlt, dass man hier wenig Rückschlüsse auf den nutzen Ephemerate und Grief ziehen kann.

 

3. 2-4 vs Jund Shadow

 

Wiedermal ein ernüchterndes Ergebnis: 2-4. Was allerdings nett war: 3x starts mit Grief und Ephemerate - 1x OtP, 2x OtD. Interessant ist hier, dass Ephemerate und Grief hier nichts gebracht hat: Ist man in den Topdecks gegangen stand man mit kleinen 2/2 Kreaturen gegen dicke Topdecks, fiel man einmal hinten an ist man untergegangen. Die gewonnenen Spiele haben alle das gleiche Bild: Skyclave Apparation flickern. Die Spiele hätten anders ausgesehen wenn ich den Flicker nicht für den Discard und mehr als Antwort genutzt hätte.

 

4. 4-2 vs Control

 

Das Ergebnis dass mich nach dem Midrange-Matchup wirklich überrascht hat: 4-2. 2x Grief / Ephemerate, beide OtD. Die Grief / Ephemerate ist beide Male in einen Sieg übergegangen. Der große Unterschied zu Midrange sind die Kreaturen - ohne eine Möglichkeit dass ständige Reindrehen zu unterbinden nachdem die erste Hand geschreddert wurde wurden die Spiele sehr fix sehr kurz. bei den anderen Siegen kam der Spirit / Geier Reach Lock zum Tragen.

 

5. 1-5 vs Izzet Blitz

 

Die Kreaturen sind zu klein, Izzet hat keinen Stress das Board frei zu halten. 1x Ephemerate OtP. Die Grief / Ephemerate Combo war richtig gut um die Kurve zu zersägen - 1x Swiftspear 1x Stormwing Entity picken ließ den Gegner Drucklos darstehen. Allerdings hat sich Blitz per Expressive Iteration auch einfach wieder rausgezogen - Put into Hand geht auch am Spirit of the Labyrinth vorbei. Der eine Sieg wurde von Charming Prince + Ephemerate verfestigt, nachdem Blitz am kritischen Punkt den Drawstep gemisst hat. Die Spiele waren alle richtig lang, was vor allem daran Lag dass das DnT-Deck zu schlecht darin ist den Sack zu schließen.

 

6. 0-6 vs Dredge

 

Hat mich weniger überrascht, da es sich um Preboard-Spiele handelt. So einige male konnte das Spiel bis kurz vorm Decken des Dredge-Spielers gestallt werden - Skyclave Apparition mit Ephemerate ist eine ziemlich aktzeptable Antwort für die Kreaturen, Eldrazi Displacer blinkt die Token weg. In den Zustand zu kommen war aber unwahrscheinlich, und hat selbst dann eher nicht gereicht, da man nach Creeping Chill einfach mit Conflagrate ausgelöscht wurde.

 

Von der Idee eines Taxes-basierten Decks wird sich auf jeden Fall getrennt.

 

4. Phase des neuen Selbst- und Weltbezugs

 

14/36 Spiele wurden gewonnen. (~33.3%)
24/36 Spiele wurden verloren (~66.7%)
19/24 verlorenen Spielen wurden verloren weil die Follow-Ups zu schwach waren.
8/36 Spielen gab es T1 Grief / Ephemerate (~22.2%. Erwartungswert laut Multivariate Intersektion ~

14.5% bei 7-Karten Hand, exklusive Mulligans.)

3/8 T1 Grief / Ephemerate waren OtP
4/8 T1 Grief / Ephemerate hatten einen Sieg zur Folge (50%)
1/3 T1 Grief / Ephemerate OtP hatte einen Sieg zur Folge (~33.3%)
3/5 T1 Grief / Ephemerate OtD hatte einen Sieg zur Folge (60%)
4/14 Siegen wurden durch T1 Grief / Ephemerate eingeleitet (~28.6%)
Eine T1 geflickerte Grief hat im Schnitt 6 Schaden im Laufe des Spiels verursacht.

 

Das getestete Deck ist erstmal wenig beeindruckend - und ohne ein vollständiges Transkript lässt sich kaum beschreiben wie viele Runden Grief / Ephemerate die Decks teilweise zurückgesetzt hat. Es kauft schon verdammt viel Zeit, mit Ausnahme gegen Tron würde ich das als fast 1,5 Züge pro Karte verbalisieren weil man den kompletten Starthandplan zerpflücken kann, sodass die Abhängigkeit von den Topdecks wirklich groß ist.

 

Allerdings ist die These - 3 gezielte Discards + Threat in Turn 2 sind ausreichend stark um ein Spiel sofort zu entscheiden - definitiv widerlegt. Die Nachfolgenden Draws und das Follow-Up sind weiterhin entscheidend, auch wenn man einen guten Vorsprung erzielen kann, wenn das Deck darauf ausgelegt ist.

 

Was ich ebenfalls mit Sicherheit sagen kann ist, dass diese Art von Deck die ich zum Testen gewählt habe nicht ohne Grund im Meta nicht vorhanden ist - die Power ist in Relation zu den restlichen Decks aus dem Gauntlet - egal ob mit oder ohne Grief / Ephemerate - einfach nicht vorhanden. Midrange-Decks operieren nicht umsonst auf Kartenqualität - denn Discard als Strategie funktioniert nur wenn man sich sichergehen kann dass die eigenen Drawsteps besser sind und dem Gegner nicht zu viel Zeit gegeben wird - was in diesem Deck nicht der Fall ist.

 

Es gab folgende Eindrücke:

 

Gegen Ramp und Graveyard ist die Geschwindigkeit der Clock wichtiger und wenige gut gezielte Unterbrechungen gehen weiter als ungezielte raue Mengen.
Gegen Midrange ist die Kombination nur so gut wie dein Topdeck.
Gegen Control und A+B Combo werden große Lücken geschlagen, die sich selbst mit mäßigem Tempo ausnutzen lassen.

 

Für ein Midrange-Deck bedeutet das wenig Veränderung bei den schlechten Matchups, eine leichte Verbesserung eines akzeptablen Matchups (Control) und eine leichte Verbesserung eines bereits guten Matchups (A+B Combo).

 

Die Kombination Grief / Ephemerate hat allerdings im Gesamtanteil knapp ein Drittel der Siege eingeleitet. Kombiniert mit dem Deklassierungs-Problem dass meine Death and Taxes-Variante hatte, würde ich vermuten, dass ein stärkerer Deckkern noch weiter davon getragen wird. Zeitgleich würde ich daraus aber auch ableiten, dass die Kombination nur potenzierend wirkt - und es unwahrscheinlich ist dass sie alleinstehend problematisch wird.

 

Die Trauer wird uns also wesentlich wahrscheinlicher über ein Combo-Deck plagen, als über ein Value-Orientiertes Deck.






Danke für die Analyse :-) Der Link für die Izzet Breach Liste führt zu einer Tronliste.
    • Genu hat sich bedankt

Danke für den Hinweis, der Link wurde korrigiert.

Ich würde noch folgenden Gedankengang aus Legacy einbringen:
 
Im Legacy ist es Usus, dass Control- und Midrange-Decks 4 bis 6 Force-Effekte bereits Main spielen (4 Force of Will + 0-2 Force of Negation). In der Regel will bzw. muss man diese Karten auch manalos spielen und den Kartennachteil in Kauf nehmen.
Diese Decks versuchen dann allerdings, den Kartennachteil durch die alternativen Kosten sukzessive wieder aufzuholen. Entweder durch Karten, die eine Antwort darstellen/verlangen während sie sich selbst ersetzen oder andere Spells wiederverwerten (Baleful Strix, Ice-Fang Coatl, Teferi, Time Reveler mit der <-3>, Jace, the Mind Sculptor mit der <+0>, Snapcaster Mage, Ethereal Forager, Dreadhorde Arcanist als der noch legal war, ...) oder durch Karten, die mehr als eine Karte ziehen (Predict, seltener auch Night's Whisper oder Painful Truths) oder durch Karten, die von sich aus schon (mindestens) 2:1 abtauschen können (Hymn to Tourach, Terminus, Kolaghan's Command, ...).
 
Vielleicht lässt sich der Ansatz ja auch nach Modern übertragen. Anstatt zu versuchen, Grief maximal zu abusen und somit eine Shell zu bauen, welche viele Karten spielen muss, die für sich genommen eher mau sind (Ephemerate oder Charming Prince gewinnen allein nun mal keine Spiele) wäre vielleicht auch der Ansatz denkbar, Grief als "beschleunigtes Thoughtseize mit Mid-Game-Body" zu betrachten und in eine Shell zu werfen, die sich ansonsten eher auf Value-Grind versteht und Grief im frühen Spiel vor allem nutzen will, um gegen aggressive Decks etwas Druck herauszunehmen.
 
Ich bin zu wenig im Format, um direkt eine fertige Liste zu präsentieren, aber eine Shell in BGx bietet eigentlich in jede Richtung Potential.
    • Genu hat sich bedankt

(...)

Vielleicht lässt sich der Ansatz ja auch nach Modern übertragen.
(...)

 

Lässt er, und wird auch funktionieren. Das ist genau das was ich am Ende beschrieben habe - ein Deck dass auf den Topdeck ausgelegt ist und ggf. den Kartennachteil durch Qualität und Uptrades ausgleichen kann wird mit der Karte besser fahren. Man kann die Karte z.B. einfach in Jund oder Rakdos Midrange einsetzen und wird mindestens passable Ergebnisse damit erzielen.

grief ist doch dann broken wenn du interaktionslos den gegner totschießen kannst, du machst grief auf force of nega er macht schiebung weil du ihn dann umhelmst

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