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02.12.18 RPTQ Frankfurt bei JK - Diskussion über Ansprüche an einen RPTQ Veranstalter


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14 Antworten in diesem Thema

#1 baronbounty Geschrieben 04. Dezember 2018 - 17:43

baronbounty

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Hallo Zusammen,

 

da es gestern ja schon in den Statusmeldungen diskutiert wurde, hier noch mal ein Thread für die erweiterte Diskussion.

 

Wir haben am vergangenen Sonntag mit vier Personen das RPTQ Event in Frankfurt besucht. Wir waren alle vor der Location dermaßen geschockt, dass ich das hier einfach mal zur Diskussion stellen möchte. Vielleicht sind meine Ansprüche an einen RPTQ - das Qualifikationsturnier für eine Pro Tour - einfach zu hoch.

 

Meine Erwartungshaltung allgemein an RPTQs:

Die Chancen einen 40 Personen PPTQ zu gewinnen liegen beim Start bei 2,5%. Wenn man es dann schafft das Turnier zu gewinnen - ist das an sich schon einmal ein Grund zur Freude. PPTQ-Locations sind wie gewohnt überall in Deutschland verteilt und so kann man Glück haben und in einem angenehmen Laden das Turnier gewinnen oder in einem runtergerockten Comicladen. Hier habe ich an sich noch kein Problem mit, da es sich um ein PPTQ handelt. Wenn man es dann schafft mit einer Chance von 2,5% das Turnier zu gewinnen hat man schon einen Anspruch an das kommende Turnier.

 

Konkret sind meine Erwartungen hier:

- Garderobe

- Genug freier Platz am Tisch und um einen rum

- Toiletten in passender Anzahl und Sauberkeit

- funktionierende Heizung

- angemessene Tische und Bestuhlung

- was zu Trinken / Essen in der Nähe

 

Was wir beim RPTQ bei JK vorgefunden habe:

- allerlei Tische und Stühle kombiniert, auch Bierzeltgarnituren

- 8 Spieler an Bierzeltgarnituren, die nicht einmal Platz hatten eine Playmat quer hinzulegen

- Keine bis sehr kleine Zwischenräume zwischen den Stühlen / Bänken zum Hintermann. Wenn jemand raus musste, mussten teilweise mehrere Personen aufstehen

- Durch die Lage im Industriegebiet absolut nichts zu Essen in der Nähe, dafür aber Süßigkeiten und Getränke vor Ort zu Ladenpreis

- Zwei vollgepisste Toiletten, auf die man nach Runde 4 kaum noch gehen konnte für 120 Spieler

- Keine Garderoben oder auch nur Platz für die Jacken. Die konnte man dann im Lager hinten auf die Kartons werfen, was natürlich wieder schwer fiel, da zwischen den Tischen und Bänken nur einige Zentimeter Platz war

- Heizung funktionierte, Raum war aber gänzlich unbelüftet

- sehr beschädigtes Mobiliar, wie die zerbrochenen Plastikstühle

 

Insgesamt sah es so aus, als hätten sie 120 Spieler zugelassen, obwohl es Platz für 60 Spieler gab. Das führte zu einem katastrophalen Turnier.

 

Wir sind insgesamt vier Stunden nach Frankfurt angereist und haben die Nacht vorher im Hotel geschlafen. Daher hatten wir Sonntag einfach Bock zu zocken.

Schon nach der dritten Runde hatten wir so wenig Bock, dass wir überlegt haben direkt zu fahren. Eine Runde haben wir dann noch über uns ergehen lassen und dann sind wir gedroppt und 5,5 Stunden nach Hause gefahren.

 

So wurde aus einem lang ersehnten Event der totale Reinfall. Es hätte für uns (mit 2-2) durchaus noch Sinn gemacht weiter zu spielen um in die Preise zu kommen und einfach auf einer hohen Ebene Spaß zu haben. Das war hier leider unmöglich.

 

Fragen an euch:

Wie seht ihr das ganze? Was habt ihr für Erfahrungen und für Ansprüche an RPTQs oder an Turnier und Veranstalter allgemein?

 

Viele Grüße

 

PS: Jemand hat in der Kommentarspalte ja schon einige Fotos hinzugefügt. Diese zeigen jedoch entweder die Premiumtische vorne oder nur 40 der 120 Spieler in der Lokation

 


 
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#2 Baldude Geschrieben 05. Dezember 2018 - 03:41

Baldude

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Punkt 1, weils einfach maximal lustig ist: Garderobe als Grundvorraussetzung bitte was? Die Events, bei denen ich war bei denen es eine Garderobe gab, lässt sich an einer Hand abzählen, und darunter sind ca. 50% aller GPs in Europa der letzten 5 Jahre.

 

Punkt 2: man kann viel verlangen wenn der Tag lang ist, aber wenn Wizards Deutschland 0€ Startgebühr vorgibt (was der Fall war, entgegen der internationalen Ankündigung, dass jetzt Eintrittsgebühren genommen werden dürfen, wenn man dem TO glauben darf - und den Sinn, in dem Punkt zu lügen, sehe ich nciht, da dank der Promo und den durch die Dokumente garantierten Preisen, auch problemlos 25€+ Eintritt verlangt werden könnten ohne dass das irgendjemanden vom kommen abgehalten hätte), dann beschränkt das die Optionen des TOs.

 

That said, ich bin ebenfalls der Meinung, dass der Aufstockung auf 120 von 106 Spielern ein Fehler war, mit 106 wären nämlich 3 Partien auf den Biertischen ganz hinten möglich gewesen.Die Situation haben wir Judges ja sobald genügend Drops vorhanden waren auch entschlackt.

 

Viele deiner Punkte sind Valide, deine maßlose nutzung des Stilmittels der Übertreibung macht es allerdings schwer, dich ernst zu nehmen, insbesondere in Kombination. Ich versuche es trotzdem.

 

Zunächst: Dadurch, dass du einen PPTQ gewonnen hast, hast du keinen Anspruch auf gar nichts, außer des Recht, bei einem RPTQ deiner Wahl mitzuspielen.

Vielleicht führt das bereits zu einer völlig falschen Grundvorstellung - das weiß ich nicht.

Der RPTQ ist keine Pro Tour. Es gibt ein sehr begrenztes Budget, welches von Wizards gestellt wird, und das auch nur in Produkt, und von dem alles bezahlt werden muss - inklusive der auszuschüttende Preise, Judgekompensation - welches das Einfliegen und Hotel eines L3 beinhaltet, welcher als HJ vorraussetzung ist und sich nicht in der Nähe befindet (die Alternativen sind BeNeLux, Hamburg, Wien, und igendwo in der Schweiz) - und alle weiteren Kosten. Wenn der Profit (ohne Einzelkarten/Getränke etc) für den Laden für den Tag bei über 500€ lag, vor Steuern, würde mich das sehr schwer wundern.

 

Abgesehen von den 4-Partien-Biertischen gab es am Tisch definitiv genügend Platz - nicht weniger als auf dem durchschnittlichen GP, abgesehen von Day2, wo dieser erhöht ist.

Die Zwischenräume zwischen den Reihen war definitiv mindestens grenzwertig, gerade auch als Judge lässt sich das bestätigen. Dazu ist aber auch zu sagen, dass dies häufig nicht zuletzt durch Spieler verschärft ist, die sich gerne 50+ cm vom Tisch weg auf die Stühle fletzen. Klar ist das gemütlich, aber nötig ist das auch nicht.

 

Das Mimimi, dass die Stühle und Tische nicht homogen und alle die gleichen waren, verstehe ich zugegebenermaßen nicht...who fucking cares? Über Biertische beschweren, absolut nachvollziehbar, aber das die Stühle nicht alle gleich sind? wtf....

 

Für die Lage kann der TO wenig. Eine externe Halle mieten ist bei dem von Wizards normalerweise gestellten Budget in Frankfurt absolutes No Go, nicht nur wegen den Mietkosten, sondern auch weil das weitere Kosten mitzieht (Transport, Auf&Abbau u.a.). Das es dort kein Essen in der Nähe gab ist korrekt, der TO hat aber für die Spieler extern bestelltes Essen angenommen, sodass diese Problemlos bestellen konnten. Es lagen sogar für alle frei einsehbar verschiedene Bestellkarten aus, man musste also sich nicht einmal selbst drum kümmern, woher man was zu essen bekommen kann, wenn man das nicht wollte. Fürs Turnier kann man durchaus argumentieren, dass das sogar eh die bessere Alternative ist, denn um extern Essen zu gehen hat man während dem Turnier eh keine Zeit.

 

Vollgepisste Toiletten ist wohl auch ne maßlose Übertreibung. Das ne Toilette bei durchgehender Benutzung nicht perfekt sauber bleibt, sollte wohl jedem klar sein, dafür sind Menschen einfach zu sehr unfähig oder unwillig, sinnvoll auf Klo zu gehen. Die Mülleimer hätten ruhig häufiger geleert werden können, aber ich zumindest hatte kein größeres Problem mit der Sauberkeit der Toiletten selbst am Ende des Tages als ich das in anderen öffentlichen, nicht-bezahl-WCs wie am Flughafen o.ä. hätte, abgesehen wie gesagt davon, das die Mülleimer über den Tag anscheinend nicht oder nicht oft genug geleert wurden. 2 WCs waren auch zu wenig für 120 Spieler, aber leider ist die Anzahl auch etwas, an der so spontan nichts zu machen ist - außer vielleicht n Dixiklo nach draußen zu bestellen, aber das kostet auch wieder Geld, und angenehmer als n Dixiklo waren die Toiletten immer noch 10 mal.

 

Zu dem "sehr beschädigten Mobiliar" kann ich wenig Aussage machen, vielleicht ist da während dem Turnier etwas zu Bruch gegangen - am Morgen bevor die Spieler kamen waren ca. die Hälfte der Stühle (die mit Polstern und Metallrahmen) jedoch einwandfrei, und die andere (die Plastikstühle mit Plastiklehne) teilweise an der Lehne angerissen, aber zumindest soweit ich das sehen konnte an keiner Stelle in der Funktionalität zerstört. Aber ich habe die obv nicht durchgetestet, von daher kann und will ich da Probleme, die über die Optik hinausgehen, offensichtlich nicht ausschließen.

 

Belüfungssituation:

Mit allem nötigen Respekt....die Aussage "gänzlich unbelüftet" ist schlicht und ergreifend eine Lüge und leider nichts weiteres.

Sowohl die doppelflügel-fronttür, als auch die Fenster auf beiden Seiten des Ladens, welche, grob aus der Erinnerung geschätzt, ~33% der Fensterbreite und ~33% der Fensterhöhe ausmachen, waren mehr offen als das sie geschlossen waren. Wenn diese geschlossen wurden, dann von Spielern, die an diesen Fenstern gespielt haben. Eine gute Durchlüftung steht nun mal in einer Spannungsbeziehung mit der Raumtemperatur im Spätherbst/Winter, daran lässt sich außerhalb von einem kompletten Klimasystem wenig bis gar nichts ändern.

Auch hier frage ich mich, was dein Anspruch ist. Ja, wenn über 100 Menschen auf engem Raum sitzen, wird das die Luftqualität über Zeit verringern, gerade und besonders auch im Winter in Heizungsluft, insbesondere bei Events wie einem Magicturnier, da gerade auch die persönliche Hygiene, wie die Nutzung von Deo, vieler Magicspieler leider....ich nenne es mal Ausbaufähig....ist.

Für ein Magicturnier und vor allem auch in Anbetracht des Plazes gegenüber der Menschenzahl und der äußeren klimatischen Umstände war die Luft noch sehr akzeptabel, meiner Meinung nach. Da habe ich schon deutlich schlimmeres erlebt, sowohl auf kleineren als auch auf größeren Events wie GPs.

 

 

 

TL;DR:

Du bringst einige sinnvolle Kritikpunkte. Wie du diese kommunizierst und formulierst lässt deinen Post aber leider hauptsächlich nach viel "MIMIMIMI ich bin WICHTIG und mir wurde nicht alles auf nem Goldtablett geliefert" aussehen.

Vor allem scheint deine Perspektive sehr ich-konzentriert, da in keiner Silbe erwähnt wird, wie sich dies ohne hohe finanzielle Aufwendungen lösen ließe. Den finanziellen Aspekt dieses Turnieres _ohne Anmeldegebühr_ ignorierst du vollständig.

 

Fazit: Brandpost, aus dem sich so nur schwer gute Schlussfolgerungen zum besser machen ziehen lassen.

Gutes Feedback geht anders.


Bearbeitet von Baldude, 05. Dezember 2018 - 03:44.


#3 noneedfornicks Geschrieben 05. Dezember 2018 - 03:57

noneedfornicks

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Also ich denke ich habe genauso viel Erfahrung mit RPTQs wie du, da ich genau einen gespielt habe.

Nämlich den in Frankfurt vergangenen Sonntag.

 

 

Was erwarte ich mir von einem Turnier und insbesondere von einem RPTQ?

 

- Spielfläche

- klare Kommunikation seitens des TOs vor und während der Veranstaltung bezüglich organisatorischen Themen

- kompetente Judges

- funktionierende Toiletten

- die Möglichkeit Supply zu kaufen (Deckcheck führt dazu das ich neue Hüllen brauche, ich habe meine wichtige Sideboardkarte daheim vergessen, etc.)

- angenehmes Klima

 

Was gab es davon in der Gwinnerstraße?

 

- die Spielfläche war an den ersten 40-50 Tischen angenehm. Wer irgendwann dann zu 2 stand musste teilweise auf den Bierbänken spielen, nicht ideal aber das war der Kompromiss des Veranstalters, damit nochmal 16 Leute mehr Platz hatten, die einen PPTQ gewonnen hatten und somit mitspielen konnten, statt ihrem Invite hinterher zu weinen und trotz PPTQ Win nichts bekommen hätten. (An dieser Stelle sei angemerkt, dass es weder Eintritt gekostet hat, noch das der TO sich einfach quergestellt hat und gesagt hat "Hey wir hatten die Anmeldung seit dem 1.11. offen und ihr habt es einfach verschlafen" hat sich dieser um mehr Plätze gekümmert) 

 

- Kommunikation lief auch gut, wenn ich was vom TO wissen wollte hat mir dieser sehr zeitnah und den Umständen entsprechend sehr detailliert Auskunft geben können, was los ist.

 

- der Judgestaff war sehr gut, wir hatten nur sehr wenig Verzögerungen und ich hatte nie das Gefühl, das Partei ergriffen wurde oder Rulings verzockt wurden

 

- Toiletten waren da und ich durfte sogar Zeuge werden, wie der TO selbst nochmal sauber gemacht hat zwischendurch, der Mann hat sich da wirklich ins Zeug gelegt, wenn man über den JK meckern möchte, dann doch eher das es zu wenig Personal vor Ort gab.

 

- Supply gabs zu Hauf

 

- die Judges haben zwischendurch immer mal wieder stoß gelüftet wenn es zu stickig wurde. Einmal alle Fenster auf und dann ging es wieder, war angenehm.

 

Ich verstehe tatsächlich nicht, wie unsere Blickwinkel so unterschiedlich sein können.

Insbesondere da vorne beim TO auch Flyer zu finden waren von unterschiedlichen Lieferservices die man einfach erfragen konnte.

 

Einen RPTQ auszurichten bringt einem Store quasi nichts an Gewinn.

WotC stellt die Preise/Promos/Goodies und Kompensation für die Judges, das wars.
Dem TO steht es dann frei ob er eine Startgebühr erhebt - was jeder andere RPTQ TO diese Season getan hat außer JK afaik.

 

Das mit Abstand wichtigste was ich IMMER einpacke, wenn ich mich auf mache zum magic spielen egal wo, ist erstmal eine große Flasche Wasser einzupacken. 


  • Sim hat sich bedankt

SCHOKOLAAAAAAADE!!!!

L2 Judge


#4 Sim Geschrieben 05. Dezember 2018 - 14:55

Sim

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Einen RPTQ auszurichten bringt einem Store quasi nichts an Gewinn.

WotC stellt die Preise/Promos/Goodies und Kompensation für die Judges, das wars.
Dem TO steht es dann frei ob er eine Startgebühr erhebt - was jeder andere RPTQ TO diese Season getan hat außer JK afaik.

 

TCG Warehouse in Leipzig nimmt/nahm auch kein Geld  :).

 

Der Team-RPTQ war halt teilweise schon arg teuer ... und Preise gab es dafür trotzdem nur die normalen, die Wizards ausgibt .. sprich der komplette Eintritt - Hallenmiete war Gewinn für die Veranstalter.

(ich war in Stettin und da war es zumindest so ... die Halle sah jetzt nicht so aus als hätte sie für den einen Tag die 7-8.000€ gekostet, die eingenommen wurden)


Bearbeitet von Sim, 05. Dezember 2018 - 14:56.


#5 baronbounty Geschrieben 05. Dezember 2018 - 17:34

baronbounty

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Danke schonmal für eure Antworten. Für mich war es nicht der erste RPTQ sondern der zweite. Ich kann eure Kritikpunkte an mich durchaus verstehen.

 

Die Ansprüche an so eine Veranstaltung sind auf jeden Fall sehr unterschiedlich und auch die Wahrnehmung ist von Person zu Person subjektiv.

 

Was der eine noch als legitime Toilette ansieht, stellt für einen anderen schon eine "vollgepisste" Toilette dar.

 

Ich kann mich auf jeden Fall noch meinen Vorrednern anschließen und bestätigen, dass ich das Personal und Judgeteam sehr gut fand.

 

Dennoch sitzt mein Eindruck vom Event einfach und die Leute aus meinem Auto sehen es ja auch so. Von daher wird uns das Event so im Kopf bleiben.

 

Wenn man in den ersten beiden Runden mit 8 Personen auf einer Bierzeltgarnitur spielen muss und dabei immer gestört wird, kann das bei einem Event - in dem man mindestens 6:1 gehen muss schon ausreichen, damit man rausfliegt. (Kleiner Anmerkung, bevor mir das als Mimimi ausgelegt wird. Ich war davon nicht betroffen von der 8 Personen Bierzeltgarnitur).

 

Was kann man in Zukunft machen?

- Keine RPTQs mehr anbieten, wenn man sie nicht im angenehmen Rahmen ausrichten kann

- Eintritt verlangen und so eine angenehme Atmosphäre für alle schaffen

- Als Besucher die Erwartungen auf 0 runterschrauben


 
2003_large.png
 
 

#6 DaFlippi Geschrieben 06. Dezember 2018 - 15:29

DaFlippi

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Ich möchte ein paar Punkte aus meiner Sicht als TO des RPTQ ansprechen:

 

Spielercap von 120:
Die vergangenen Jahre hatten stets 40-70 Spieler zum RPTQ in Deutschland. Daher ging ich als TO bei der Planung auch von einer ähnlichen Teilnehmerzahl aus.

Eine Woche vor dem Eventdatum wurde klar, dass diese Teilnehmerzahl stark im Vergleich zu vergangenen RPTQs wächst. Mit einem RPTQ größer als selbst die historischen italienischen RPTQs konnte man aber selbst jetzt noch nicht rechnen. Typischerweise verlaufen Anmeldezahlen degressiv. Im Verlaufe der Anmeldeperiode würden sich stets weniger neue Teilnehmer pro Zeiteinheit anmelden, d.h. wenn sich nach der Hälfte des Anmeldezeitraums 50 Spieler anmelden, kann man mit 80-90 Spielern im Event rechnen. Bei diesem Event war es andersherum. In der letzten Woche gab es noch 60 neue Onlineanmeldungen. Dort entstand dann auch, verständlicherweise die Ankündigung "bei 104 Spielern ist Schluss". Der Andrang war dennoch weiter groß. Täglich erreichten uns mehrere Anrufe, eMails und facebook Anfragen. Meine Antwort darauf: Sollten Spieler nicht erscheinen, die sich angemeldet hatten, habe ich Platz für dich, ansonsten kann ich nichts versprechen. 
Spätestens zum LCQ am Samstag wurde klar, dass einige Spieler nichts von einer Voranmeldung wussten, oder es ignoriert haben. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, über Nacht noch weitere Tische und Stühle zu besorgen. Das waren drei Tische mit jeweils 4 Stühlen. Gleichzeitig wurde die Featurematch in Tisch 1+2 umgenannt, um weitere vier Spieler unterbringen zu können.

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Warum habe ich nicht einfach noch mehr Stühle und Tische platziert? Sämtliche Fluchtwege müssen stets freibleiben. Deswegen war die Flucht zu beiden Ausgängen stets mit 3 Meter frei von Möbilar. Weiter wollte ich sicherstellen, das die Judges den exzellenten Customer Service bringen konnten, den sie gebracht haben. Dazu ist jede zweite Reihe zum entspannten Durchgehen geeignet. Man kommt an jeden Tisch ohne Probleme. Während der Runde ist es sehr unüblich dass sich ständig Spieler an einen anderen Tisch setzen möchten.

Catering:
120 Spieler haben natürlich Durst. Nicht jeder Spieler bereitet sich ordentlich vor und bringt sich 1-2 Wasserflaschen mit. Deswegen ist der Kühlschrank mit Wasser, Apfelsaft und Softdrinks prall gefüllt. Da das Event nur 7 Runden geht war definitiv keine Mittagspause eingeplant. Für Spieler die dennoch auf "mehr" hungrig sind liegen im Eingangsbereich Flyer der nächsten Pizzeria aus. Diese liefert innerhalb 20 Minuten. Alternativ kann man auch von BurgerKing bestellen, oder zur benachbarten Tankstelle laufen oder fahren. Die Angebote wurden von einigen Spielern genutzt, aber auch nicht von allen die mich danach fragten. 

Toiletten:
Regelmäßig wurden beide Toiletten überprüft. Zwischen Runde 1 und 2 war der Zustand etwas problematisch, da ein Großteil der Spieler morgens mit dem Auto angereist ist, und dann "muss man" halt. Wie es dazu kommt dass nach Runde 2 ein Haufen Grünpapier neben dem Mülleimer liegt, aber der Mülleimer noch komplett leer, kann ich mir nicht erklären, wurde aber bei einem solchen Kontrollgang gelöst. Zu In Runde 5 wurden die Toiletten dann auch ordentlich gereinigt. Den Boden habe ich dabei nicht gründlich durchgewischt sondern nur einmal drüber und gut. Es blieb ggf. nass. 

 

Heizung und Lüftung:
Die Heizung und Lüften waren äußerst gut. Draussen ist es kälter als drinnen. Nasse Jacken produzieren Luftfeuchtigkeit.

 

Fazit:
Ich bin mit der Durchführung des RPTQs voll zufrieden. Ich musste keinen angereisten Spieler wieder heimschicken. Die große Mehrzahl an Spielern ist sehr zufrieden mit der Location. Das von mir an anderen Orten als mtg-forum eingeholte Feedback beschreibt die Location als "nicht optimal, aber gut" und das sehe ich weiter so. Dementsprechend wird sich an meiner Planung und Entscheidungsfindung nicht viel ändern. Die Lage des RPTQs parallel zum GP Liverpool war Hauptgrund für die leichte Beengung, da dadurch Rekorde der Spielerzahl gebrochen wurden. Mit 120 Spielern ist der RPTQ größer als alle andern RPTQs Ravnica Allegiance bisher. Das kam überraschend, ich würde dennoch wieder lieber 16 zusätzliche Tische in die Location legen, solange ich mit meiner Spieler-, Judge- und TO-Erfahrung das Gefühl habe a) stets zu jedem Tisch kommen zu können und b) stets die Sicherheit aller Teilnehmer gewährleistet ist. Hier war es nun die Entscheidung zwischen 16 "richtig traurigen RPTQ Qualifizierten aus Russland, Frankreich, Türkei und Deutschland" oder "3 Runden 8-er Bierbänke ab Tisch 50 von 60".
Ich finde das Feedback des OP unverhältnismäßig, und wie es bereits von anderen Nutzern erklärt wurde bringen die Übertreibungen leider nicht viel konstruktive Verbesserungsvorschläge. 


Bearbeitet von DaFlippi, 06. Dezember 2018 - 15:43.


#7 Dem Schneiderlein Geschrieben 06. Dezember 2018 - 18:01

Dem Schneiderlein

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Ich seh grad: Nichtmal die Fliesen waren einheitlich. 8[


Ehemals JulienneASMR.

 

Legacy:                                                                                             {U} {W} {B} Esper Control Varianten {B} {W} {U}

Modern:                                                                                                       {U} {W} {B} Esper Gifts {B} {W} {U}

Pauper:                                                                                                          {U} {B} UB Teachings {B} {U}

Old School:                                                                                                      {W} {B} BW Control {B} {W}

Frontier:                                                                                                    {U} {W} {B} Esper Control {B} {W} {U}

 

Cube beste.

Casual und Preconstructed Decks machen auch Spaß.


#8 DaFlippi Geschrieben 06. Dezember 2018 - 19:27

DaFlippi

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Ich seh grad: Nichtmal die Fliesen waren einheitlich. 8[

 

Zudem ist der Boden absolut verdreckt.

 

47573852_207450277594pdiyd.jpg



#9 baronbounty Geschrieben 06. Dezember 2018 - 20:26

baronbounty

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Hallo Zusammen,

 

@DaFlippi: Danke, dass du dich hier auch nochmal ausführlicher geäußert hast. Das hilft mir auf jeden Fall einen anderen Blickwinkel auf das Event zu bekommen. Die Entscheidungen, die du getroffen hast, kann ich auch zum großen Teil gut nachvollziehen.

 

Mit dem Hintergrund muss ich sagen, dass mir meine teils unsachliche Kritik, nun leid tut und einige Stellen vielleicht echt nicht ganz fair sind. 

Für mich bleibt natürlich weiterhin der Fakt, dass der Rahmen des Events für mich so nicht wirklich spaßig oder angenehm war. 

Ich habe aber festgestellt, dass sich der Inhalt meiner Kritik nicht umbedingt an dich richtet, sondern der Kern dahinter der mangelnde Support seitens WotC ist.

 

Danke, dass ihr euch Zeit genommen habt, mir noch einmal zu Antworten und meine Meinung so teilweise zu ändern.

 

 

Habe aus meiner Salty-Kritik-Version noch einmal eine fairere Version gemacht. So würde ich es jetzt mit dem Hintergrundwissen und etwas Abstand bewerten.

 

Faire-Version: Was wir beim RPTQ bei JK vorgefunden habe :

- allerlei Tische und Stühle kombiniert, auch Bierzeltgarnituren

    - Grund dafür war der hohen Anzahl der Spieler geschuldet, kann ich verstehen

- 8 Spieler an Bierzeltgarnituren, die nicht einmal Platz hatten eine Playmat quer hinzulegen

   - Für mich weiterhin ein NoGo bei so einem wichtigen Turnier. Gerade kombiniert mit dem geringern Platz zwischen den Bierzeltgarnituren

- Keine bis sehr kleine Zwischenräume zwischen den Stühlen / Bänken zum Hintermann. Wenn jemand raus musste, mussten teilweise mehrere Personen aufstehen

    - s.o.

- Durch die Lage im Industriegebiet absolut nichts zu Essen in der Nähe, dafür aber Süßigkeiten und Getränke vor Ort zu Ladenpreis

    - Mein Versäumnis, da ich die Kommunikation dieser Möglichkeit nicht mitbekommen hatte oder es nicht kommuniziert wurde?

- Zwei vollgepisste Toiletten, auf die man nach Runde 4 kaum noch gehen konnte für 120 Spieler

    - Das halte ich weiterhin für sehr unschön als Besucher

- Keine Garderoben oder auch nur Platz für die Jacken. Die konnte man dann im Lager hinten auf die Kartons werfen, was natürlich wieder schwer fiel, da zwischen den Tischen und Bänken nur einige Zentimeter Platz war

    - Hätte man mehr Platz an den Tischen gehabt, hätte man seine Jacken auch über den Stuhl hängen können

- Heizung funktionierte, Raum war aber gänzlich für meinen Geschmack nicht genug unbelüftet

    - Macht halt tatsächlich einen Unterschied, ob 60 Leute in einem Raum die Luft verbrauchen oder 120

sehr teils beschädigtes Mobiliar, wie die zerbrochenen Plastikstühle

    - Ist einzeln kein großes Problem, hat für mich kombiniert mit dem Platzmangel aber zu einer unkomfortablen Situation geführt

 

Insgesamt sah es so aus, als hätten sie 120 Spieler zugelassen, obwohl es Platz für 60 Spieler gab. 

    - Das hat sich tatsächlich als Wahr rausgestellt, habe nun aber die Gründe dafür erfahren

 

Das führte zu einem katastrophalen  wirklich unschönen Turnier für mich und meine drei Mitfahrer.


Bearbeitet von baronbounty, 06. Dezember 2018 - 20:42.

 
2003_large.png
 
 

#10 Wrathberry Geschrieben 07. Dezember 2018 - 07:56

Wrathberry

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Who said there are no assurances in life? I assure you this is going to hurt.


#11 Michael W Geschrieben 07. Dezember 2018 - 09:13

Michael W

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TCG Warehouse in Leipzig nimmt/nahm auch kein Geld  :).

 

Was wohl daran lag, das beim letzten RPTQ wohl noch die allgemein Regel gab, das RPTQs kein Eintritt verlangen dürften bzw. das es diese Regel zumindest in DE galt und gilt.


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#12 Sim Geschrieben 07. Dezember 2018 - 12:55

Sim

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Was wohl daran lag, das beim letzten RPTQ wohl noch die allgemein Regel gab, das RPTQs kein Eintritt verlangen dürften bzw. das es diese Regel zumindest in DE galt und gilt.

 

Die Regel, dass RPTQ's Eintritt verlangen dürfen ist seit 12.08.2017 in Effekt.

Quelle: https://wpn.wizards....le/updates-rptq

 

Der RPTQ in Leipzig war am 08.04.2018, also ein halbes Jahr nach Inkrafttreten der Regel bzw 1 Jahr nach Ankündigung dieser (13.04.2017).

Wenn der Veranstalter gewollt hätte, hätte er auch Geld verlangen können .. wollte er aber scheinbar nicht :)

 

Dieser RPTQ war auch der meiner Meinung nach beste, den ich bisher gespielt habe .. sowohl organisatorisch, als auch bezüglich der Location.



#13 Michael W Geschrieben 07. Dezember 2018 - 13:15

Michael W

    Evil Twin

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Ok, dann nochmal langsam. Anscheinend gilt diese Regel in DE noch immer, zumindest wenn man den TO vom Frankfurt glauben darf.


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#14 Sim Geschrieben 07. Dezember 2018 - 13:33

Sim

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Ok, dann nochmal langsam. Anscheinend gilt diese Regel in DE noch immer, zumindest wenn man dem TO vom Frankfurt glauben darf.

 

Sorry, da habe ich dich falsch verstanden.

Dachte du meintest, dass diese Regel in Leipzig noch nicht gültig war.

 

Aber du meinst sie sei selbst jetzt in DE noch nicht umgesetzt. (sprich RPTQ-Veranstalter dürfen in DE keinen Eintritt verlangen?)


Bearbeitet von Sim, 07. Dezember 2018 - 13:34.


#15 Michael W Geschrieben 07. Dezember 2018 - 13:50

Michael W

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Ich meine das nicht, sondern das wurde hier im Thread schon geschrieben.

 

 

 

...aber wenn Wizards Deutschland 0€ Startgebühr vorgibt (was der Fall war, entgegen der internationalen Ankündigung, dass jetzt Eintrittsgebühren genommen werden dürfen, wenn man dem TO glauben darf...

 


  • Sim hat sich bedankt

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