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Wertentwicklung von Booster Displays / Magic-Karten als "Anlage"


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36 Antworten in diesem Thema

#1 Jubeldibub Geschrieben 04. Februar 2019 - 20:08

Jubeldibub

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Hallo, 

 

wie im anderen Thread schon geschrieben ist meine aktive Spielerzeit eigentlich schon lange vorbei, allerdings bin ich durch die Katalogisierung meiner Sammlung nun doch wieder ein wenig auf den Geschmack gekommen. Spielend, aber auch sammelnd bzw. "handelnd". Dabei hat sich für mich die ein oder andere Frage ergeben. 

 

Zunächst hätte ich eine generelle Frage zum Kauf von Displays und deren Wert (bzw. deren Wertentwicklung): Sofern man versuchen möchte langfristig einen Gewinn aus Magic-Karten zu erzielen (also sie als eine Art "Anlage" betrachtet), ergibt es dann Sinn, ein Display zu kaufen, dies einige Jahre OVP zu lassen und dann wieder zu verkaufen? Oder ist es voraussichtlich lukrativer, wenn man die Karten auspackt und einigermaßen glücklich zieht, um sie dann als Einzelkarten zu verkaufen? Oder gibt es eurer Meinung nach eine ganz andere, effektivere Methode, um in Magic Geld zu investieren? 

 

Ich frage, weil ich vor ein paar Jahren zufällig mitbekommen habe, zu was für horrenden Preisen ein OVP-Display von Urzas Saga gehandelt wurde (es waren mehrere Hundert Euro). Die Edition gehörte zu denen, bei denen ich damals sehr spielaktiv war (und die Displays zu einem vergleichsweise "Schnapperpreis" zu haben waren). Kann man diese Wertentwicklung der Displays (wenn auch in kleinerer Form) bei allen Editionen beobachten oder ist Urzas Saga eine absolute Ausnahme? 

Um mal ein aktuelles Beispiel zu nehmen: Dominaria soll (soweit ich bisher gelesen habe) eine sehr starke Edition sein. Ich habe Preislisten gesehen, die das scheinbar bestätigen (Gesamtwert der Dominaria-Karten ca. doppelt so hoch wie z.B. bei Düstermond oder Schatten über Innistrad). Würde es sich bei dieser Edition lohnen Displays zu kaufen und im Schrank diverse Jahre "reifen" zu lassen? Oder ist das wahrscheinlich aussichtslos? 

Ich kam auch darauf, weil ich es auffällig fand, dass Displays von Editionen, die Out-of-Print waren, schlagartig mit 20-50% mehr gehandelt wurden. Der Preissprung ist ja so gesehen schon enorm. 

 

 

Schon mal vielen Dank für eure Antworten und Meinungen! 

 

P.S.: Das Ganze ist bei mir eher Theorie als Strategie. Ob ein OVP-Display tatsächlich so lange bei mir im Schrank überleben würde, halte ich noch für fraglich. Booster Drafts im Freundeskreis machen dafür doch viel zu viel Spaß  :lol:

 



#2 Octopus Crash Geschrieben 04. Februar 2019 - 20:26

Octopus Crash

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Also ich machs kurz, da du dich nicht auszukennen scheinst.
Hier im Forum ist es nicht gern gesehen wenn jemand versucht, Geld aus Magic rauszuholen und Dinge zu kaufen um sie später teurer zu verkaufen.
Der Punkt ist, dass es ein Spiel ist, und dieses auch bleiben soll. Jeder der Karten mit dem Ziel aufkauft dass er später Geld damit heraus holt, tut das effektiv auf Kosten der Spieler. Woher soll das Geld im Endeffekt auch kommen.

Es gibt viele alte Karten die nur so teuer sind, weil sie von gierigen Leuten aufgekauft werden, die damit ihren Reibach machen wollen. Das Ende vom Lied ist, dass man alleine für die Manabase seines Legacy Decks inzwischen einen Kleinwagen bekäme.
Preissteigerung von alten Karten die nicht nocheinmal geprintet werden ist zwar prinzipiell normal und absehbar, aber es ist ekelhaft dass Leute die Karten konkret mit dem Ziel vom Markt nehmen, dass die Karten dann eben für andere nicht mehr erreichbar sind. Und so machen diese Leute im Endeffekt das Sammelkartenspiel kaputt.

Und dessen musst du dir bewusst sein was du tust.

Nun ist es aber auch so, dass es dabei jede Menge Graustufen gibt. Wenn ich in der Spoilerseason sehe dass eine super starke Karte gerade noch überhaupt nicht als solche erkannt wurde, dann kaufe ich mir auch gleich mein playset zusammen, damit ich später nicht viel dafür bezahlen muss. Aber das tue ich zB nur für mich selbst. Aber so leicht ist es auch nicht. Jede weitere Kopie davon die ich dann zB aus einem Booster ziehe, kann ich nun zum teureren Preis verkaufen - weil ich mir mein playset schon günstig erworben hatte. Deshalb ist es schwer zu sagen, wo das anfängt und wo es aufhört.
Der nächste Schritt sind das Displays. Der übernächste Schritt von mir aus, Reserved List Karten zu kaufen. Und überall gibt es Graustufen.
Du sollst aber wissen dass es scheiße ist, Karten aus einem Sammelkartenspiel künstlich teurer zu machen indem du sie vom Markt nimmst um sie später zum höheren Preis zu verkaufen.

Und deshalb wird es auch Leute geben, die dich dabei (mMn zurecht) anraunzen werden, wenn du soetwas tust.

Und als letzten Punkt kann ich dir nur mitgeben, dass es viele Leute gibt die dir gegenüber offensichtlich einen großen Wissensvorsprung haben. Wenn du also noch fragen musst ob sich dieses oder jenes lohnt um daraus Geld zu machen, ist das offensichtlich nicht dein Metier. Gäbe es eine Geldquelle zu der man hingehen kann und sich einfach Geld abzapfen kann, würden wir es vmtl alle tun. Aber alles hat seinen Preis. Einige Dinge nur moralische, oder wenigstens Risiko, aber ich kann dich nur darin unterstützen zwar gerne zu sammeln, aber nicht zu versuchen dir irgendwie einen Reibach aus Magic zu machen. Solche Leute gehören gesteinigt. Das Spiel ist schon teuer genug.

 

LG


"Versagen der beste Lehrer ist."

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#3 Haakon, Geißel der anderen Geschrieben 04. Februar 2019 - 20:55

Haakon, Geißel der anderen

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Um auf deine Frage einzugehen:

 

Displays werden nur dann langfristig teuer, wenn die darin enthaltenen Karten auch wertstabil sind. Das Alter hat damit wenig zu tun. Hier ein paar Beispiele.

 

Innistrad Display ca 400€

Avacyn Restored ca 240€

New Phyrexia ca 500€

Meister von Kamigawa ca 300€

Retter von Kamigawa ca 80€

 

In aktuellen Editionen definiert größtenteils Standard die Preise, diese können sich durch die Rotation stark ändern. Auch Reprints spielen hier stark rein, Baneslayer Angel hat zu seinen besten Zeiten mehr als 25 Euro gekostet, Bonfire of the Damned das gleiche.

 

Da es schwer abzusehen ist welche Karten wertstabil bleiben und ob/wann der Reprint kommt sind Displays eher risikobelastet als Anlage. Zum Spass einfach 3-4 holen und dann mal rupfen wenn die Preisentwicklung nicht die gewünschte Richtung einschlägt tut sicher nicht weh.

 

Aber als Anlage sehe ich Magic als zu unreguliert. Wizard kann jederzeit durch unternehmerische Entscheidungen wie Bannings oder Reprints Kartenpreise immens beeinflussen. Dieses Auf und Ab ist schwer/gar nicht vorhersehbar. Zudem ist der Sekundärmarkt ziemlich unreguliert, sprich vor allem bei älteren Karten mit geringer Auflage (Reserved List) können 1-2 Parteien den Markt leer kaufen und erheblich teurer wieder abstossen. 

 


Bearbeitet von Haakon, Geißel der anderen, 04. Februar 2019 - 20:56.

gehirnevr9.png

 

Does anyone know that classical song that goes duh du du du du du du du duh du du du du du du du Duh du du du du du du du BWWEEEOOOOWWW BWWEEEOOOOWWW

 

 


#4 Schlaubi Geschrieben 04. Februar 2019 - 20:56

Schlaubi

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1. Ja der Urza Block war eines der stärksten Editionen von Power Level her in der Magic Geschichte.

2. Nein, das kann Dir keiner sagen, ob Dominaria eine ähnliche Entwicklung machen wird.

Was aber fest steht ist, dass die Auflagen der jüngsten Editionen weit aus höher sind als die von vor 15-20 Jahren. Wenn du ne Anlage suchst, dann Kauf alte Displays, wobei sich der Wert hier aber sicher nicht so schnell verdoppeln wird.

Generell bin ich aber auch der Meinung dass Spekulationen der Spielerschaft Schaden.

Bearbeitet von Schlaubi, 04. Februar 2019 - 20:58.


#5 Jubeldibub Geschrieben 04. Februar 2019 - 22:28

Jubeldibub

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@ Haakon und Schlaubi: Danke für die informativen Beiträge. Ich hätte dazu eine Nachfrage, da ich nie wirklich in der Turnierszene unterwegs war (wir haben Magic vor ca. 15-20 Jahren vor allem im Freundes- und Bekanntenkreis gespielt und teilweise intensiv gesammelt). Was ist mit "Rotationen" im Standard-Format gemeint und inwiefern sorgt dies für schwankende/ungewisse Kartenpreise? 

Die Preisinstabilität der Karten war mir bisher gar nicht so aufgefallen. Ich hatte über die Jahre immer mal wieder Kartenpreise geprüft (z.B. wenn mal wieder ein Kumpel seine alte Sammlung aufgelöst hat, weil er den Keller ausgemistet hat) und dabei waren die wertvollen Klassiker (z.B. Gaeas Schoß, Akademie von Tolaria, Sonnenring, Doppelländer) entweder relativ stabil (und hoch) oder sogar stetig steigend. Auch das Wizard die Karten (gezielt?) durch Reprints entwertet, wusste ich nicht. Bisher nahm ich an, dass dort auch ein Interesse besteht, den Wert der Karten zu erhalten, statt den Markt mit Reprints zu fluten. Oder war der Eingriff in die Preise durch Reprints eher ein theoretisches Szenario? 

 

@ Octopus: Ziemlich grausiger Post  :(  Aber jeder muss selbst wissen, was er für Moral hält und was er jemandem unterstellt, den er nicht mal kennt. 

Magic ist ein Sammelkartenspiel, das hast du schön geschrieben (und sogar unterstrichen). Allein dem Wort nach stecken da mindestens zwei Verwendungsarten drin ("Sammeln" und "Spielen"). Du scheinst aktiv zu spielen, was schön für dich ist. Aber deshalb müssen doch nicht alle anderen Menschen, die sich für Magic interessieren, primär ans Spielen denken. 

Wo fängt denn bitte für dich sammeln an und wen brandmarkst du als "Horter", der "künstlich" den Preis anheben will? Oder sind alle Sammler, die nicht (mehr) spielen (von denen ich allein schon ein halbes Dutzend aus der Jugend kenne) für dich pauschal verabscheuungswürdige, geldgeile Zerstörer von Magic ohne jedwede Moral, weil ihre Alben den aktiven Spielern die Karten "stehlen"? Die meisten Sammler, die ich kenne, erfreuen sich daran, wenn ihre Karten an Wert gewinnen. Oder sie besonders seltene Karten in ihre Sammlung mit aufnehmen können, selbst wenn sie sie selbst nicht für Decks nutzen. Ist das für dich wirklich so verwerflich? Ich kenne auch jemanden, der noch das ein oder andere alte Booster Display aufgehoben hat, einfach damit er sagen kann: "Schau mal, das ist irgendwann das letzte ungeöffnete XY-Display auf der Welt". Klingt vielleicht seltsam, aber ich kenne nicht wenige Sammler (seien es nun Magic-Karten, Briefmarken, Münzen oder Comics), die etwas speziell sind  :rolleyes:  

Und wenn er das Ding dann irgendwann verkauft und "einen Reibach" daraus macht, ist es doch ebenso in Ordnung wie der "Spieler", der 20 Decks aus alten Karten zusammengehalten hat und sie irgendwann zu unglaublich hohen Preisen auf den Markt entlassen kann. 

Bei den Printauflagen der neueren Editionen kann ich mir kaum vorstellen, dass jemand mit "normalen" Mitteln den Preis der Karten auch nur im Ansatz gezielt beeinflussen kann, selbst wenn er ein paar Monatsgehälter in Booster Displays versenkt und die im Schrank verstauben lässt. Ist aber nur meine Vermutung. 

Wie dem auch sei: Deine Haltung finde ich persönlich schwach begründet, pauschalisierend und irgendwie auch am Thema vorbei. Eigentlich hatte ich auf eine freundliche, unvoreingenommene Diskussion über solche Gedankenspiele gehofft, ohne Kreuzzug-Charakter (für welche Fraktion auch immer). Meine Frage zielte nicht auf Marktbeeinflussung ab (die hielt ich wie gesagt durch einen Privatmann gar nicht für möglich), sondern darauf, wie die Wertentwicklung ist, wieso sie sich so verhält und ob sie planbar nutzbar ist (weil z.B. alle alten Displays sprunghaft an Wert gewinnen, einfach weil sie Out-of-Print sind). Weniger weil ich zukünftig großer Display-Aktionär werden will, sondern weil ich durch einen Beitrag darauf gestoßen wurde und mich das System dahinter interessierte. 

Das mancher Sammler Magic als eine Art Anlage versteht ist nun wirklich nichts Neues (und für mich auch nichts Schlimmes). Genauso wie der Comic-Sammler, der nach X Jahren seine Lieblinge doch noch zu Geld macht und damit einen Kleinwagen kauft (oder bestenfalls ein Haus  :lol:  ). 

 

"aber nicht zu versuchen dir irgendwie einen Reibach aus Magic zu machen. Solche Leute gehören gesteinigt."

 

Ernsthaft? Mal davon abgesehen, dass so eine Aussage moralisch mehr als fragwürdig ist: Die Händler, von denen du dir vermutlich deine Einzelkarten kaufst, um deine Decks zu bauen, machen "einen Reibach aus Magic". Wenn du sie alle steinigst, wird das vermutlich nicht unbedingt förderlich für deine Möglichkeiten sein, schlagkräftige Decks zu konstruieren.  

 

Und nun hoffe ich auf ein Gespräch auf sachlicherer Ebene...  :|



#6 Vistella Geschrieben 05. Februar 2019 - 08:11

Vistella

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Wo fängt denn bitte für dich sammeln an und wen brandmarkst du als "Horter", der "künstlich" den Preis anheben will?

 

Du willst die Karten einkaufen und später für einen höheren Preis verkaufen. Das ist das Handeln eines Horters, der den Preis anheben will.

 

Ein Sammler will seine Karten nicht verkaufen, ihm ist der Wert egal

 

wenn du unbedingt in irgendwas anlegen willst, dann mach in Aktien. und Wertpapiere. Die haben eh einen höheren Investmentreturn als Magickarten


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#7 Nekrataal der 2. Geschrieben 05. Februar 2019 - 08:45

Nekrataal der 2.

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Das Standardformat ist ein rotierendes Format aus dem Karten nach gewisser Zeit ausscheiden und die Spielbarkeit bzw. Formatlegalität hat Einfluss auf den Preis. Was jegliche Spekulation am Magic Markt voraussetzt sind äusserst gute Kenntnisse über Editionen, Karten, Legalität etc. Diese erwirbt man nur indem man ständig dabei ist.Ich wage zu behaupten, dass der Gewinn dabei eher gering ist im Vergleich zu anderen Anlageformen, allerdings wenn Magic eh schon Hobby ist, bekommt man viel Wissen über die Zeit automatisch. Da du im Prinzip nach absoluten Basics fragst (Rotation, Reprints usw.), kann ich dir nur empfehlen, Dich mit den Formaten und der Reprint Policy von WotC usw. intensiver zu beschäftigen. Dafür bist du hier im Forum goldrichtig. Schaue dazu einfach in die unterschiedlichen Bereiche.

Zu einer Stelle in Deinen Posts möchte ich noch Stellung beziehen. Wizards hat hohes Interesse am Werterhalt der Karten, was sie durch verschiedene Massnahmen bekräftigen wie z.B. die Reserved List. Das heisst aber auch spielstarke Karten neu aufzulegen, damit sie nicht so teuer werden, dass Turniermagic für viele unerschwinglich wird. Diese Balance aufrechtzuerhalten und eine wertstabile aber auch spielfreundliche Umgebung zu schaffen ist Aufgabe von WotC. Denn ohne Spieler würden die Karten wieder an Wert verlieren, denn dieser beruht am Ende auf Popularität des Produkts selbst. Da WotC das Aufrechterhalten der besagten Balance in der Vergangenheit weniger gut beherrscht hat und daran fast gescheitert wäre, gibt es u.a. die Reserved List. Die Karten, die du nanntest sind fast ausschliesslich von dieser Liste, wo eine Wertsteigerung unvermeidbar ist. Der Zug günstig aufzuspringen ist hier aber so gut wie abgefahren. Für alle anderen Karten gilt das nicht. Du kannst die Schlagwörter von mir im Text am besten hier im Forum suchen oder googlen. Die Details sind umfangreich und vielschichtig.

#8 Octopus Crash Geschrieben 05. Februar 2019 - 08:50

Octopus Crash

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@Jubeldidub mein Beitrag war auf der Sachebene, wenn du dich durch meinen freundlich formulierten Beitrag angegriffen fühlst, dann stellt sich für dich die Frage, ob das Unterhalten im Internet nicht etwas zu rauh für dich ist.
Tatsächlich habe ich dich mit meinem ausführlichen Beitrag beschützt. Ich weiß nämlich dass es hier im Forum einige Leute gibt, die dir das weitaus weniger verständnisvoll an den Kopf geballert hätten. Deshalb habe ich versucht dem ganzen Spaß zuvor zu kommen, damit sich diejenigen entspannen können und wissen dass in diesem Thread bereits "die richtige Meinung" vertreten wird. Vorallem habe ich dich mit keiner Zeile angegriffen, sondern dir nur aufgezeigt, zu welcher Gruppe von Menschen du gehören würdest, wenn du damit anfängst Displays zu horten.

Was ich geschrieben habe bleibt nunmal so, und je mehr du hier anfängst das auf die persönliche Ebene zu ziehen oder nicht zu verstehen, desto mehr Leute wird es geben die sich hier einschalten und dir erklären, dass es einen großen Unterschied gibt zwischen "ah nice, mein Lieblings Wald in foil. Den will ich haben! :wub: " und "ah nice, old border foil basics, gleich mehrere auf einmal, die nehm ich alle weg, dann kann ich die für teurer reinstellen" oder "ah nice, Displays mit fetchländern, die wollen Leute in ein paar Jahren umso mehr haben, die kaufe ich jetzt damit ich sie in 5 Jahren mit 50% Rendite verkaufen kann."
Sobald du vorhast, es mit Gewinn zu verkaufen, bist du ein Spekulant. Wenn du auf Kosten anderer spekulieren willst, gehe an die Börse, aber lass das auf dem Magicmarkt sein, hier machst du es nämlich auf Kosten der gesamten community. Und diesen Punkt musst du verstehen, sonst wirst du mit deinem Verhalten an allen Ecken und Enden in der Community an Leute geraten, die dir das weitaus weniger sensibel erklären.

 

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#9 merhans Geschrieben 05. Februar 2019 - 10:06

merhans

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Ich bin so einer. 

Magic ist ein Spiel, daher muss wizard Karten entwerten, weil Spieler nicht Sammlerpreise zahlen. Darf aber zeitgleich auch nicht alles reprinten, weil sonst die Sammler amok laufen.

Da niemand genaue Zahlen hat, wie das Verhältnis zwischen Sammlern und Spielern ist und niemand absehen kann, wie stark die Digitalisierung des Spieles den Sekundärmarkt (WTF, warum sollte Wizard einen Fuck darauf geben, dass Karten nur im Wert ansteigen, anstatt einfach selbst die Karten zu drucken und über Booster zu verkaufen) beeinflusst, rate ich jedem aktuell folgendes:

Willst du Sammeln und kannst dir einen Wertverlust der Sammlung nicht leisten, dann ist Magic sammeln nichts für dich.

Willst du dennoch Sammeln, dann kaufe Karten nur zu dem Preis, zu dem du sie für immer behalten willst.

 

Willst du Geld anlegen um fette Rendite zu machen, ohne Ahnung von der Materie zu haben (seriously, vor 15-20 Jahren Turnierspieler, seit dem hat sich viel getan und oftmals sind Marktbewegungen für Normalos nicht nachzuvollziehen und Kartenwerte schwanken viel mehr, da die Reichweite von Turnierergebnissen, etc. dank Internet sehr viel größer ist).

 

Willst du Verständnis von Nutzern eines Forum, die zum Großteil Spieler sind? Dann hast du die Konsequenzen deines Vorhabens nicht verstanden.

 

 

Ah btw. "Macht es Sinn Sachen zu kaufen und sie etwas später mit Gewinn zu verkaufen", ist nicht wirklich das, was man unter sammeln versteht, dann brauchst du auch nicht mit deinen Erfahrungen mit anderen Sammlern kommen, die du hast, die Sachen so lange sammeln, bis sie mit Gewinn verkauft werden können.

 

Und auch richtig geil, ist seine privat veranlasste Sammelleidenschaft mit dem Geschäftsbetrieb von gewerblichen Händlern zu vergleichen. Hier hat niemand was dagegen, wenn man mit Magic Geld verdienen möchte (solange es nicht zu viel ist, ich meine dich bösen LGS Besitzer, der 25€ für ein Prerelease will, schäme dich du Judas), solange er das in der Form von Turnieren oder Handel mit MTG Produkten etc tut. Ein gewerblicher Händler legt sich nicht 50 Display Cases in den Keller, damit es in 5-10 Jahren einen möglichen Gewinn geben kann, weil das wenig Sinnvoll ist, sondern die Meisten wollen die Ware schnell umschlagen, weil gebundenes Kapital unproduktiv ist... bla bla bla

 

 

 

 

 

 


 


#10 Jubeldibub Geschrieben 05. Februar 2019 - 17:21

Jubeldibub

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@Jubeldidub mein Beitrag war auf der Sachebene, wenn du dich durch meinen freundlich formulierten Beitrag angegriffen fühlst, dann stellt sich für dich die Frage, ob das Unterhalten im Internet nicht etwas zu rauh für dich ist.

Entschuldige, ich muss das Knigge-Kapitel vergessen haben, wo das Steinigen von Menschen mit anderen Vorstellungen erläutert wurde  :rolleyes:  Aber nein, nicht zu rau. Habe selbst ein Forum, das ich betreibe (nicht Magic, ganz anderer Bereich), bin daher einiges gewöhnt und habe viel Erfahrung mit unterschiedlichsten Usertypen. Doch ich muss ehrlich sein: Solche Sprüche würde ich dort nicht tolerieren (bzw. die Mods würden es direkt anmahnen). Nicht von Neulingen, nicht von 2000-Beiträge-Vielschreiber. Sorry, ist für mich einfach daneben, egal wie man es wendet.

Sonst aber danke für die Erläuterung. Als meinen Schutzengel habe ich dich nicht gesehen, aber ich weiß ja auch noch nicht, was kommt. Vielleicht bist du ja am Ende tatsächlich der freundlichste Diskussionspartner. Ich hoffe es nicht.

 

Sobald du vorhast, es mit Gewinn zu verkaufen, bist du ein Spekulant. Wenn du auf Kosten anderer spekulieren willst, gehe an die Börse, aber lass das auf dem Magicmarkt sein, hier machst du es nämlich auf Kosten der gesamten community. Und diesen Punkt musst du verstehen, sonst wirst du mit deinem Verhalten an allen Ecken und Enden in der Community an Leute geraten, die dir das weitaus weniger sensibel erklären.

Finde ich interessant. Auch die für mich höchstens als Illusion vorhandene Grenze vom "Sammler" und "Horter". Wenn ich mir den Beitrag hier anschaue...

Du willst die Karten einkaufen und später für einen höheren Preis verkaufen. Das ist das Handeln eines Horters, der den Preis anheben will. Ein Sammler will seine Karten nicht verkaufen, ihm ist der Wert egal

...stellt sich mir die Frage, ob das nicht eine sehr blauäugige, romantische Vorstellung des Sammlers und der Entwicklung von Menschen ist. Fakt ist, nach dieser Definition von "Sammler" oder "Horter", dass sie beide vorerst Unmengen Karten vom Markt nehmen und in ihren Alben verschwinden lassen. Unerreichbar für jeden anderen. Ich würde mal behaupten, das ist ein entscheidender Punkt bei der Frage, wer das Spiel für die Spielerschaft unerschwinglich machen könnte.

Der Unterschied, der die Beiden nach der Definition angeblich ausmacht, ist die Intention bei der Beschaffung der Karten. Der eine erhöht ihren Wert vorsätzlich, der andere erhöht ihn (vermeintlich) zufällig. Ist das wirklich so? Ich kenne jemanden, der ganz versessen auf Gaeas Schoß ist. Fanatischer Elfendeckspieler (in der "alten Zeit"), er war begeistert von dem Ding, seitdem er es das erste Mal sah. Er "bunkert" davon diverse (genaue Anzahl kenne ich nicht, aber definitiv mehr als zwei Seiten im Album, also mehr als 18). Dazu diverse andere Karten aus seinen alten Decks.

Dieser Mensch sammelt sehr gerne Magic-Karten, aber wir sind Menschen. Ich würde ihn als Sammler sehen, denn er prüft weder ständig den Wert seiner Karten, noch kalkuliert er in irgendeiner Form aktiv deren Wertzuwachs. Aber er ist auch nicht dämlich. Natürlich weiß er, dass er da auf 1000+ Euros sitzt.

Der Punkt ist doch: Meistens hält nichts ewig. Was auch immer im Leben geschieht, Sammlungen können aufgelöst werden. Selbst wenn ein Mensch bis zum letzten Atemzug treuer Sammler war, am Ende landet die Sammlung in Händen eines Nichtkenners, der sie verscherbelt.

Das Resultat ist für mich (nach euren Ausführungen) bei "Hortern" und "Sammlern" dasselbe. Sie blockieren lange seltene Karten für die Spielerschaft, um sie dann am Ende deutlich teurer auf den Markt zu entlassen. Der Unterschied wird hier daran festgemacht, dass man glaubt die Intention des jeweiligen Menschen bestimmen zu können. Intentionen, die sich bei Menschen problemlos von einem Moment auf den anderen ändern können (aus welchem Anlass auch immer).

Nur so ein Gedanke. Ehrlich gesagt sehe ich mich in keiner der beiden Kategorien, ich würde da gar keine Kategorie aufmachen. Es gibt die Spieler mit Karten und die, die nicht (mehr) spielen und weiter Karten haben. Der Rest ist (für mich) Kaffeesatzleserei, Unterstellung und das Aufbauen von Feindbildern. Nur meine bescheidene Meinung.

 

 

Du willst die Karten einkaufen und später für einen höheren Preis verkaufen.

Vielleicht bleiben wir bei dem, was wir voneinander wissen. Und du weißt ganz sicher nicht, was ich will. Woher auch. Ebensowenig wie ich etwas Genaueres von dir weiß.

Wenn das nicht deutlich wurde: Der Eingangspost war eine Frage aus Interesse, um eine Aussage zu prüfen, über die ich gestolpert war. Ich habe nicht damit gerechnet, dass es einfach ist oder überhaupt in der Form Sinn ergibt, wie es dort skizziert ist. Die Zahlen und Daten die ich kannte, haben mich verwundert und mein Interesse geweckt. Denn wenn es wirklich so einfach wäre wie oben skizziert, Renditen von 20-50% nach kürzester Zeit zu erzielen, würden wohl verdammt viele Aktien-Spekulanten auf Magic umschwenken. Mir ging es hier in erster Linie um das Verstehen und Hinterfragen. Der Beitrag sollte keine Kreuzzüge und auch keine Verteidigungsreflexe auslösen. Womöglich bin ich zu naiv herangegangen. Es ging mir einfach um den Austausch von Meinungen, Wissen und Gedankenspielen.

 

Hierzu auch noch einmal ein Zitat von zuvor:
 

Innistrad Display ca 400€

Avacyn Restored ca 240€

New Phyrexia ca 500€

Meister von Kamigawa ca 300€

Retter von Kamigawa ca 80€

Was mir auffällt: Keines dieser Beispiele kostet unter 80 Euro (was ich mal als groben Standardpreis von einem neu gekauften In-Print-Display ansetzen möchte - korrigiert mich, wenn ich daneben liege). D.h. es gibt entweder ein Nullsummenspiel oder eine z.T. beträchtliche Steigerung? Gibt es keine alten OVP-Displays, die im Gegensatz zu ihrem ursprünglichen Kaufwert an Wiederverkaufswert verlieren? Denn falls nicht, ist das ja schon eine beachtliche Stabilität (bis Wertsteigerung).

 

Willst du Verständnis von Nutzern eines Forum, die zum Großteil Spieler sind?

Auch das "will" ich nicht. Wie gesagt: Freier Meinungsaustausch ohne Vorverurteilung und Unterstellung würde mir schon genügen. Hier werden unglaublich viele Leute sein, die von Magic, Kartenwert und dem Hintergrund des Kartenmarktes viel mehr Ahnung haben als ich. Und eigentlich wollte ich mich einfach mit diesen austauschen.

 

Und auch richtig geil, ist seine privat veranlasste Sammelleidenschaft mit dem Geschäftsbetrieb von gewerblichen Händlern zu vergleichen.

Das war eigentlich nicht mein Punkt. Mein Punkt war, dass Magic nicht nur "Sammelkarten" und ein "Kartenspiel" ist, sondern das "der Reibach" auch eine Facette davon ist. Ich habe in Frage gestellt, dass ein "Magic-Spekulant" wirklich niederträchtigere Intentionen hat, als ein (offizieller) Magic-Händler. Beide wollen mit der Sache Geld verdienen. Wenn einem das an sich nicht schmeckt, kann einem keiner von beiden schmecken. Das ist einfach nur eine These.

Nehmen wir Trader als Beispiel. Ankauf einer Karte für 400 Euro, Verkauf derselben Karte für 1200 Euro. Das ist eine ganz nette Spanne. Mal davon abgesehen, dass ich stark davon ausgehe, dass diverse Online-Händler wirklich große Bestände der Karten horten und den Preis damit womöglich tatsächlich regulieren können. Da hätte ich erwartet, dass ein privater "Spekulant" kaum gegen ins Gewicht fällt.

Sind denn die Magic-Händler(häuser) hier im Forum ebenfalls verschrien? Sind sie ein notwendiges Übel? Oder werden sie vielleicht sogar positiv gewertet?

 

@Big Furry Monster: Danke für die Erläuterungen und die Lesetipps. Werde ich beherzigen. Besonders dieser "Zwiepalt" (und die bisherigen Fehler) von Wizard bei der gezielten Entwertung, um es sowohl Sammlern als auch Spielern recht zu machen, finde ich spannend.


Bearbeitet von Jubeldibub, 05. Februar 2019 - 17:27.


#11 Haakon, Geißel der anderen Geschrieben 05. Februar 2019 - 17:50

Haakon, Geißel der anderen

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Was mir auffällt: Keines dieser Beispiele kostet unter 80 Euro (was ich mal als groben Standardpreis von einem neu gekauften In-Print-Display ansetzen möchte - korrigiert mich, wenn ich daneben liege). D.h. es gibt entweder ein Nullsummenspiel oder eine z.T. beträchtliche Steigerung? Gibt es keine alten OVP-Displays, die im Gegensatz zu ihrem ursprünglichen Kaufwert an Wiederverkaufswert verlieren? Denn falls nicht, ist das ja schon eine beachtliche Stabilität (bis Wertsteigerung).

 

 

Neue Displays kosten so 75 Euro online wenn es sich nicht um limitierte Produkte/Sonderauflagen wie die Masters-Serie handelt. Von daher sind die Displays auf den ersten Blick recht wertstabil.

Wenn man sich bei cardmarket.de die Verkaufsstatistik anschaut, sieht man aber auch, dass zwischen den Verkäufen teils Monate liegen und die Verkaufszahlen allgemein sehr überschaubar sind.

 

Je nachdem wie eilig man es hat die Displays loszuwerden verkauft man diese auch für deutlich weniger oder wartet ein halbes Jahr bis jemand mal Bock auf nen Draft mit dieser Edition hat.

 

Sind denn die Magic-Händler(häuser) hier im Forum ebenfalls verschrien? Sind sie ein notwendiges Übel? Oder werden sie vielleicht sogar positiv gewertet?

 

 

 

Meinem persönlichen Erfahrungen/Empfinden nach sind Magicspieler ziemliche Pfennigfuchser. Ich höre regelmäßig, dass sich ein Prerelease/Draft rechnet oder die Hoffnung darauf. Das weckt bei mir den Eindruck, dass ein Spieleabend nur dann als Erfolg/erstrebenswert gilt wenn man mindestens das investierte Geld wieder einholt.

 

Damit geht auch einher, dass regelmäßig Preisstruktur/Eintrittsgelder harsch kritisiert werden und dabei die Perspektive des Veranstalters kaum bis gar nicht berücksichtigt wird.

 

Sicher ist das dem Handelsaspekt des Spiels geschuldet, scheint mir aber den potentiellen Spass den man dabei haben kann zu schmälern.

 

Damit möchte ich nicht jeden Spieler dieses Verhalten unterstellen, es handelt sich nur um meinen persönlichen Eindruck den ich in den letzten 15 Jahren aktiven Spielens gewonnen habe.


Bearbeitet von Haakon, Geißel der anderen, 05. Februar 2019 - 17:51.

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Does anyone know that classical song that goes duh du du du du du du du duh du du du du du du du Duh du du du du du du du BWWEEEOOOOWWW BWWEEEOOOOWWW

 

 


#12 Vistella Geschrieben 05. Februar 2019 - 17:56

Vistella

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Die Tatsache, dass du versuchst dein Handeln schön zu reden zeigt doch, dass du ein Spekulant bist und alles bisher gesagt demnach zutrifft


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#13 V3N@R!S Geschrieben 05. Februar 2019 - 18:07

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@Judeldibub

 

Entschuldige, aber ma ehrlich... -.- Hier wird ein Thread mit dem Titel erstellt "bla bla bla - Magic als (Wert-)Anlage", mit diversen Fragen zum effektiven finanziellen Nutzen eines solchen Vorhabens. "Wie macht man das am besten, und lohnt es sich ueberhaupt?".

Und dann später -> "Du weisst doch gar nicht was ich machen will"... : also entweder du hasst zu viel Zeit und meldest dich randomly in Foren an um einfach so mal hier mal da Threads zu erstellen, oder du willst dich konkret mit dem Thema auseinander setzen und das auch in die Tat umsetzen.

 

Klar kann man sich auch hinter Wortnuancen verstecken. Wir sind doch aber alle mehr oder weniger erwachsen, und wissen doch was zwischen den Zeilen vermittelt und gesagt wird. Ob man dir das nun nachweisen kann oder nicht, ist nicht relevant. Wir sind hier nicht vor Gericht.

 

Die Nuance zwischen Horter und Sammler liegt in der Tat da, wo du sie schon selbst auch beschrieben hast: "bei der Intention hinter dem Vorhaben". Und da du deine schon erwähnt hast, ist die Kategorie auch klar (in der du dich IM MOMENT befindest). "Magic als Wertanlage" -> wo will man denn da noch lange herumreden?@_@? Klar kann das aendern, bei dir, bei deinem Gaea's Cradle-Freund, oder sonst einem random Beispiel. Das ändert aber nichts am AKTUELLEN Tatbestand.

 

mfG V3N@R!S

 

 


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Helios: Wer castet denn bitte Oloro? Der liegt gemütlich in der Commandzone und triggert sich einen.

Calavera: Weissagekreisel des Senseis, jener welche mir unzaehlige Minuten meines Lebens stahl, ohne das Spiel auch nur minimal voranzubringen, er, Bringer unendlicher Langeweile und enttaeuschter Hoffnungen!


#14 Jubeldibub Geschrieben 05. Februar 2019 - 19:07

Jubeldibub

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Die Tatsache, dass du versuchst dein Handeln schön zu reden zeigt doch, dass du ein Spekulant bist und alles bisher gesagt demnach zutrifft

 

Ich glaube einem "verruchten Spekulanten" wäre schnurzegal, was Leute wie du von ihm denken. Entsprechend würde er sich nicht rechtfertigen, sondern einfach drüber lachen und sonst die Zeit zum Geldmachen nutzen. Das ich versuche richtig zu stellen, statt die Achseln zu zucken, kannst du als Indiz dafür ansehen, dass mir mehr an der gemeinsamen Diskussion liegt, als an Geldmacherei. Denn was verdiene ich von dir überführter Spekulant denn an einer Diskussion mit dir? 

Ganz genau  :rolleyes:

 

also entweder du hasst zu viel Zeit und meldest dich randomly in Foren an um einfach so mal hier mal da Threads zu erstellen, oder du willst dich konkret mit dem Thema auseinander setzen und das auch in die Tat umsetzen.

Nein, viel Zeit habe ich nicht. Deswegen schau ich hier auch nicht den ganzen Tag rein, sondern nur dann, wenn es gerade klappt. Heißt auch: Wenn ich also mal nicht sofort antworte liegt das definitiv nicht an Abneigung oder Desinteresse. 

Und na klar will ich mich konkret zu dem Thema austauschen (sonst hätte ich die Frage nicht aufgeworfen). Und nein, das heißt noch sehr, sehr lange nicht, dass ich irgendwas in die Tat umsetzen will. Tust du alles, was du sagst, androhst, diskutierst, denkst, erwägst oder wofür du dich interessierst? Falls dem so wäre, wäre Octopus bereits ein steinigender Massenmörder (was ich nicht glaube). Ich hoffe, es ist deutlich, was ich meine. Verwechselt hier nicht Interesse und Irritation bezüglich eines Themas mit Vorsatz. Seien wir ehrlich... würde ich es dann so öffentlich hinterfragen!? Naja... Hater finden wohl auch dafür die passende Begründung. 

 

Ich dachte dieser Satz im Eingangspost macht meine Haltung mehr als deutlich...

P.S.: Das Ganze ist bei mir eher Theorie als Strategie. Ob ein OVP-Display tatsächlich so lange bei mir im Schrank überleben würde, halte ich noch für fraglich. Booster Drafts im Freundeskreis machen dafür doch viel zu viel Spaß   :lol:

Ich bezweifele sehr, dass ich jemals wirklich mit Displays oder Karten spekuliere. Da ich aber über die Aussage, dass das viele "Sammler" tun, schon ein paar mal gestolpert bin, war ich interessiert, auf welcher Grundlage sowas überhaupt möglich ist. Eine oberflächliche Recherche später hatte ich dann konkrete Fragen, die ich mal mit Leuten diskutieren wollte, die sich sehr gut mit dem Gesamtumfeld auskennen. Wie gesagt... das war kein Aufruf zu Kreuzzügen und Steinigungen, nur zum Gespräch. 

 

Und da du deine schon erwähnt hast, ist die Kategorie auch klar (in der du dich IM MOMENT befindest). "Magic als Wertanlage" -> wo will man denn da noch lange herumreden?@_@? Klar kann das aendern, bei dir, bei deinem Gaea's Cradle-Freund, oder sonst einem random Beispiel. Das ändert aber nichts am AKTUELLEN Tatbestand.

 

Witzigerweise hatte ich nach dem "Magic als Wertanlage" in der Überschrift des Threads zunächst ein "?". Kann nicht mal sagen, warum ich es vorm Posten weggenommen habe, fand es wohl einfach unnötig. Ich finde es ziemlich erstaunlich wie schnell man hier in Schubladen landet und vermeintlich "aktuelle Tatbestände" erkannt werden. Umso mehr, da man hier nach deiner Aussage "nicht vor Gericht" steht. 

Sorry, ist meines Erachtens einfach unnötig. Statt Unterstellungen herauszuhauen und sich manch einer hier darin sonnt vermeintlich Gedankenleser zu sein, wäre es doch nett, wenn man einfach mal über das Thema spricht. 

 

 

Neue Displays kosten so 75 Euro online wenn es sich nicht um limitierte Produkte/Sonderauflagen wie die Masters-Serie handelt. Von daher sind die Displays auf den ersten Blick recht wertstabil.

 

 

Ja okay, so erschien es mir auch. 

 

Wenn man sich bei cardmarket.de die Verkaufsstatistik anschaut, sieht man aber auch, dass zwischen den Verkäufen teils Monate liegen und die Verkaufszahlen allgemein sehr überschaubar sind.

Okay, das klingt nach kaum Bewegung in der Richtung. Ich weiß jetzt nicht, wie eBay hier angesehen ist und ob es als typische Verkaufsplattform akzeptiert / respektiert wird. Wenn ich mir dort die verkauften OVP-Displays des letzten Monats anschaue, finde ich alleine ein Dutzend Displays, die um die 170-350 Euro verkauft wurden (Ultimate Masters, Homeland, Fifth Dawn, Eventide, Betrayers of Kamigawa), manche mit angenommenen Preisvorschlag von jeweils vermutlich über 500-1500 Euro (z.B. Weltenerwachen, Blick in die Zukunft, Urzas Vermächtnis). 

Ist das repräsentativ oder muss man hier generell etwas beachten? Selbst habe ich bisher immer nur Einzelkarten auf eBay gekauft und verkauft (und das ist schon mehr als 10 Jahre her, seitdem hat sich der Marktplatz dort sehr gewandelt). 

 



#15 Haakon, Geißel der anderen Geschrieben 05. Februar 2019 - 19:19

Haakon, Geißel der anderen

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Ebay ist als Handelsplatz für Einzelkarten komplett aus der Mode, da dort die Provision höher als bei cardmarket ist, man von Geboten abhängig ist, und diese zeitlich begrenzt sind.

 

Auch Displays kriegt man dank vieler Händler auf cardmarket äußerst günstig. 

 

Preisvorschläge bei ebay sind meist Luftschlösser, einfach nach beendeten Auktionen suchen um tatsächlich gezahlte Preise herauszufinden. Durch die zeitliche Begrenzung schwanken die erzielbaren Preise erheblich. Wenn gerade niemand nach einem Innistraddisplay sucht wird es günstig verkauft, die nächste Auktion kann bei mehreren Interessenten durch die Decke gehen.

 

Je höherpreisiger die Produkte desto eher werden diese auch über Facebookgruppen gehandelt wo hochpreisige Karten/Magicprodukte angeboten werden.


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Does anyone know that classical song that goes duh du du du du du du du duh du du du du du du du Duh du du du du du du du BWWEEEOOOOWWW BWWEEEOOOOWWW

 

 


#16 Schlaubi Geschrieben 05. Februar 2019 - 20:01

Schlaubi

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Zur Info: Ultimate Masters ist ein limitiertes (Premium) Sonderprodukt, was eine UPV um die 330 EUR hatte. Tatsächlich wurde es für 240-260 EUR verkauft. Erschienen ist es am 07.12. deshalb auch die vielen Verkäufe im letzten Monat.

Alte Displays werden genau aus 2-3 Gründen gekauft.

1. Emotionaler, Nostalgie Grund. Ne Gruppe hat Bock das Set der alten Zeiten Willen zu draften, legen zusammen und kaufen sich eins.
2. Eine oder mehrere Einzelkarten aus dem Set spiken (steigen sprunghaft im Wert) und daher lohnt es sich das Set zu kaufen und aufzureißen um an besagte Karten zu kommen
(3. Spekulanten meinen es sei eine Wertanlage und kaufen Displays um sie langfristig zu horten)

Man sieht sehr gut, dass diese Gründe nicht wirklich zu einer konstanten/hohen Nachfrage führen.

Bearbeitet von Schlaubi, 05. Februar 2019 - 20:08.


#17 Robbenklatscher Geschrieben 05. Februar 2019 - 21:21

Robbenklatscher

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Hallo Jubeldibub,
 
Finde den Handelsaspekt auch sehr interessant bei MtG. Zu Displays wurde ja schon einiges gesagt, aber hier mal noch so etwas wie mein persönlicher Bewertungskatalog.
Dazu ein Beispiel:

 

Kaladesh Block:
1.) Flavour: Hoch. Indisch-Orientalischer Steampunk ist ein ziemliches Alleinstellungsmerkmal. Dazu das Artefakt-Thema, was in der Vergangenheit auch recht beliebt war.
2.) Spielstärke: Ebenfalls hoch würde ich sagen. Gleich mehrere Karten sind unter den Standard-Banhammer gefallen und ansonsten hat die Edition für fast alle Geschmäcker etwas zu bieten. Vom Commander Kombo-Piece, über das Eternal-Removal bis hin zum Fastland-Cycle.
3.) Spielspaß (Beliebtheit): Soweit ich weiß war der Block recht beliebt und zumindest mir hat auch die Limited Umgebung sehr viel Spaß gemacht.
4.) Verfügbarkeit: Hier kommt nun einer der Knackpunkte. Vor knapp einem Jahr wurden die ersten Challenger Decks vorgestellt, die viele der teuersten Karten enthalten haben. Die Wahrscheinlichkeit, dass dort eine Knappheit entsteht, ist entsprechend eher gering. Daher sind größeren Preissprünge nicht allzu wahrscheinlich.

5.) Besonderheiten: Hier nun aber noch ein fetter Pluspunkt: Masterpieces. Die Dinger sind teuer und in einer von 6 Boxen enthalten. Gibt immer wieder Leute, die gerne ihr Glück versuchen möchten. In diesem Block wurde außerdem noch ein neuer Kartentyp vorgestellt: Vehicle.

6.) Sonstiges: Aktuell wird viel über ein Modern 2.0 spekuliert. Sollte ein solches Format kommen und sollte der Kaladesh-Block dazugehören, dürften auch die Preise wieder etwas ansteigen. Aber nicht umsonst steht dort zwei mal "sollte". ;)

 

Du kannst ja mal versuchen so etwas für den Amonkhet-Block, oder für Core 2019 anzufertigen und zu vergleichen. Dazu wäre es natürlich nötig, sich näher mit der Materie auseinanderzusetzen. Angefangen mit: Was ist das "Standard-Format"?

 

Dass sich grundsätzlich mit Displays ein Reibach machen lässt - eher unwahrscheinlich. Bessere Möglichkeiten bieten da Einzelkarten. Dazu muss man aber häufig extrem gut informiert sein und Kombos erkennen können, noch bevor der Spike eintritt. Mein persönlicher Favorit für ein bisschen Spekulation sind jedoch Masterpieces. Sie sind selten, hochpreisig, beliebt und es tut absolut niemandem weh, wenn man davon mal eine Handvoll über ein paar Jahre im Schrank wegschließt. Da kann sich nicht mal ein Octopus Crash ernsthaft drüber echauffieren.

 

Gruß



#18 König Salomon Geschrieben 05. Februar 2019 - 23:21

König Salomon

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Ein bissl Spekulation gehört einfach zum Spiel wie alles andere auch!
Ich selbst verkaufe ja auch ungenütztes Zeug wenn es gerade hoch ist und wieder ein, wenn der Preis wieder unten ist.
Außerdem reguliert sich der Markt bei für das Leben sinnlosen Dingen eh von selbst. Siehe old school. Die Preise sind derzeit für vieles zu hoch. Entsprechend wenig wechselt den Besitzer. Die Preise sinken wieder. Also auch Reserved List schlecht zum Anlegen.
Etwas neues spezielles sind keine schlechte Idee. So wie Masterpieces.
Aber mit der Phyrexian Elesh Norn sah man dass auch das in die Hose gehen kann.

"We made tempestuous winds obedient to Solomon . . . And many of the devils We also made obedient to him."The Qur'an, 21:81

 

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#19 HaVoC Geschrieben 06. Februar 2019 - 07:02

HaVoC

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Ja, aber letztlich kaufst du die Sachen nicht mit dem Hintergedanken sie nie zu spielen und dich damit an der Community zu bereichern. Das passiert halt beim TE schon, wenn er OVP Displays zur Wertsteigerung bunkern will. Da braucht er sich nichts in ellenlangen Posts schönzureden.

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#20 König Salomon Geschrieben 06. Februar 2019 - 07:06

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Wobei Displays kaufen und Bunkern letztendlich auch dem Spiel hilft, denn wenn er 100 neue Displays kauft und die fehlen dann, dann druckt Wizards 100 neue nach und freut sich.
Vereinfacht runter gebrochen.

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Früher King Suleiman





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