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Einen neuen Spieler an Magic heran führen


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39 Antworten in diesem Thema

#1 kaiyne Geschrieben 12. März 2023 - 13:32

kaiyne

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Hi ho,

 

kürzlich habe ich durch ein kleines Geschäft mt Magic Karten einen neuen Spieler kennen gelernt. Wir hatten uns persönlich getroffen und vorher bereits ein wenig hin- und her geschrieben. Als er dann für das geschäftliche vorbei kam haben wir uns noch ein wenig Zeit genommen um zu reden. Es stellte sich heraus dass er ursprünglich Yu-Gi-Oh Spieler war, damit auf hören wollte und nun Magic kennen lernen wollte.

 

Nachdem wir uns auf Anhieb sysmphatisch waren, habe ich mir die Zeit genommen und wir haben ein paar Runden gespielt. Natürlich keine richtigen ganzen Duelle im eigentlichen Sinne. Da er nichts wusste haben wir von Null angefangen und ich habe ihm erstmal die Grundzüge des Spiels erklärt, also sprich: wie beginnt man das Spiel, welche Phasen werden abgehandelt, wie funktionieren die Kämpfe und so weiter.

 

Ich habe natürlich nur begrenzt Decks zur Verfügung, also haben wir die genommen die da waren und ich habe ihm auch zumindest schon mal die einfachsten selbsterklärenden Effekte wie z.B. Fliegen, Erstschlag, Wachsamkeit, Trampeln oder ähnliche erklärt. Also was eben in den Decks so an Möglichkeiten verbaut gewesen ist. Natürlich sind wir wie oben bereits beschrieben auch darauf eingegangen, wann er welche Zauber wirken kann, also sprich wann wirkt ein Spontanzauber, oder wann eine Hexerei, welche Zauber wirken permanent und solche Dinge. Also er hat sich soweit sehr gut angestelt und relativ schnell das meiste begriffen und umsetzen können.

 

 

Meine Frage wäre jetzt die folgende:

 

ich hatte mir vorgenommen, da er sich anhand der Decks relativ früh damit anfing sich für bestimmt Kreaturentypen zu interessieren vorgenommen, ihm das nächste Mal erst mal auf die Eigenarten und Vorzüge der verschiedenen Farben aufmerksam zu machen. Ich hatte ihm zwar bereit ein bis zwei Sätze zu den Farben gesagt, aber das war in der Kürze der Zeit auch bei weitem nicht genug und auch noch nicht aussagekräftig genug. Ich frage mch ob es sinnvoll ist dem neuen die Vor- und Nachteile der einzelnen Farben zu erklären oder ob es mehr Sinn macht wenn er sich seine Karten erst mal selbst anschauen tut und selbst heraus findet was ihm gefällt oder nicht gefällt.

 

Ich will ihn nicht beeinflussen eine bestimmte Farbe bzw. Farbkombination zu spielen oder nicht zu spielen. Soll ich ihm so wie von anderen Leuten hier im Forum bereits in anderen Threads vorgeschlagen, anraten sich ein Starterdeck zu kaufen ? Vielleicht wird es ihm nicht gefallen.

 

 

Meine nächste Sorge:

 

Nun, ich habe den neuen Mitspieler gefunden und hoffe das daraus evtl. ne länger anhaltende Freundschaft wird. Vor allem da er aus der direkten Nachbarschaft kommt. Mein Vorschlag war der gewesen ihn beim nächsten Draft mit ein zu binden und dort entweder direkt mit draften zu lassen damit er sich mit unserer Hilfe sein erstes Deck bauen kann, oder ihn zumindest erst mal mit einem geliehenen 60 Karten Deck mit spielen zu lassen. Einer meiner Kumpels will aber dass er beim Commander mitspielt und das Spiel darüber besser kennen lernt.

 

Meine Sorge ist aber dass unsere kleine Runde den neuen aber zu sehr für das Commander vereinnahmen wird. Daran habe ich persönlich aber kein Interesse, da ich darauf hoffe jemanden in die Runde zu bekommen der mehr mit mir zusammen mit 60 Karten Decks spielt.

 

ich würde mich mal über eine paar Tipps freuen, wie ich ihm am besten beim Deckbau helfen kann bzw. wie ich ihm eine Orientierungshilfe geben kann um aus zu loten, wie sein erstes Deck am besten aussehen könnte. Und zwar am besten ohne ihn direktem Wege zum Commander zu führen, da dies wie geschrieben nicht in meinem Interesse ist. Werde auch meiner Runde Bescheid geben, dass es nicht möchte das er dafür vereinnahmt wird.


Bearbeitet von kaiyne, 12. März 2023 - 13:33.


#2 Fallen Azrael Geschrieben 12. März 2023 - 13:37

Fallen Azrael

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ich hatte mir vorgenommen, da er sich anhand der Decks relativ früh damit anfing sich für bestimmt Kreaturentypen zu interessieren vorgenommen, ihm das nächste Mal erst mal auf die Eigenarten und Vorzüge der verschiedenen Farben aufmerksam zu machen. Ich hatte ihm zwar bereit ein bis zwei Sätze zu den Farben gesagt, aber das war in der Kürze der Zeit auch bei weitem nicht genug und auch noch nicht aussagekräftig genug. Ich frage mch ob es sinnvoll ist dem neuen die Vor- und Nachteile der einzelnen Farben zu erklären oder ob es mehr Sinn macht wenn er sich seine Karten erst mal selbst anschauen tut und selbst heraus findet was ihm gefällt oder nicht gefällt.


Bitte nicht! Bring ihm als erstes bei, dass Kreaturentypen für'n Arsch sind. Danach gib ihm Karten und eine Beschreibung vom Color Pie aus dem Netz, und lass ihn lernen.

Mit freundlichen Grüßen,
Fallen Azrael

____________________________________________________
"Über 'besorgte Bürger' wusste er Bescheid. Wo auch immer sie sich aufhielten: Sie sprachen immer die gleiche private Sprache, in der 'traditionelle Werte' und ähnliche Ausdrücke auf 'jemanden lynchen' hinausliefen."
- Terry Pratchett (*1948 †2015), Die volle Wahrheit, 2000                                     

 


#3 Kalli Geschrieben 12. März 2023 - 13:42

Kalli

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Mittlerweile kann eh jede Farbe alles, sodass der Übergang sowieso eher fließend ist.
Im Groben kannst du den Unterschied zwischen Aggro, Control, Combo und Midrange geben, wobei auch hier die Grenzen wieder fließend sind

#4 Comanche RAH-66 Geschrieben 12. März 2023 - 14:33

Comanche RAH-66

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Wenn er jetzt so an Tribals interessiert ist könntet ihr euch z.B. die Duel Decks "Knights vs. Dragons" oder "Elves vs. Goblins" besorgen.
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#5 Lolth the Spiderqueen Geschrieben 12. März 2023 - 16:32

Lolth the Spiderqueen

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Ich find's nicht für'n Arsch aber darum geht's hier ja nicht.

Ich hoffe du lässt deinen zukünftigen Freund selbst entscheiden was er mag und was nicht. Ich verstehe deinen Wunsch einen neuen Spieler für 60er Decks zu bekommen; nur ein Freund drängt einen nicht.

Draften würde ich auch nicht gleich. Als Anfänger selbst ein Deck bauen ist vielleicht zu stressig.

Was für den Anfang gut klingt sind die Jumpstart-Booster. Ihr kauft ein Paar; setzt euch hin, mischst jeweils zwei zusammen und legt los.

Bearbeitet von Lolth the Spiderqueen, 12. März 2023 - 16:33.


#6 kaiyne Geschrieben 12. März 2023 - 18:15

kaiyne

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@Lolth the Spiderqueen

 

Du hast da was missverstanden. Ich habe ihn momentan noch zu gar nix gedrängt und werde das auch nicht tun. Er ja noch nicht mal sein erstes Deck gebaut bzw. gekauft, da er ja erst Mal Zeit finden soll sich zu orientieren bzw. zu üben. Ich sagte lediglich dass ich nicht möchte dass er von den anderen fürs Commander vereinnahmt wird. Und die anderen hat er auch noch nicht kennen gelernt. Ich werde ihn nicht beeinflussen, aber ich werde Commander auch vorläufig nicht freiwillig erwähnen sondern ihm erstmal helfen sich ein 60 Karten Deck zu bauen.

 

Ich werde ihm wahrscheinlich auch zu nem Starterdeck raten. Er fand aber lustigerweise auch mein Orkdeck bzw. das Fledermausdeck interessant. Er tendiert schon in Richtung zu Kreaturenlastigen Decks.


Bearbeitet von kaiyne, 12. März 2023 - 18:20.


#7 Kalli Geschrieben 12. März 2023 - 18:32

Kalli

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Als Neuling ist man meistens Timmy und ist von großen Kreaturen beeindruckt. Später realisiert man dann, dass die gar nicht so toll sind, wenn man die erst spät im Spiel spielen kann, man aber schon Turn 4 umgeboxt wird



#8 kaiyne Geschrieben 12. März 2023 - 20:00

kaiyne

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@Kalli

 

keine Sorge, wie das mit dem Mana ausgeben funktioniert habe ich ihm erklärt und auch mit auf dem Weg gegeben dass er lernen muss wie eine vernünftige Manabase funktioniert. Er weiß also bereits das er nicht X Kreaturen die Unsummen an Mana verschlingen in sein Deck packen kann.



#9 Sco Geschrieben 13. März 2023 - 08:15

Sco

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Ich habe es meiner Partnerin über Commander beigebracht. Dafür sind die Starter Commander richtig gut geeignet da sie gut aufeinander abgestimmt sind. (Empfinde ich zumindest) dadurch hatte sie sofort viele verschiedene Karten mit verschiedenen Fähigkeiten und darüber gelernt.
Jetzt will sie von sich aus in 60 Decks rein schauen, da ich sie mit Pioneer ein wenig angesteckt habe.

Sie hatte mir ihre farbwünsche genannt, und ich habe geschaut was ich bauen kann was nicht zu komplex am Anfang ist. Nun spielt sie izzet Tokens.

Sie selbst hat schon gesagt das es leichter ist da ja jede Karte mehrmals vorhanden ist und man sich dadurch viel leichter die Taktik merken kann.

Aber am Ende muss dein Freund es selber wissen worauf er mehr Lust hat. Ihm die verschiedenen Sachen zu zeigen ist nicht falsch, so kann er dann entscheiden was ihm mehr liegt.

#10 Biber Geschrieben 13. März 2023 - 09:28

Biber

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Ich dachte der Dude hat vorher Yu-Gi-Oh gespielt...
Der sollte mit der Komplexität, Spieltiefe etc. doch umgehen können??

Würde dem jetzt nicht irgendwelche 2/2 Vanillas andrehen?


Beaverlicious ist ein echter Gewinn für den Commfred <3 der gibt mir immer gute Laune.

Spiel Rotation Rumble oder fahr zur Hölle!
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#11 Kalli Geschrieben 13. März 2023 - 11:04

Kalli

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Könnte man hier bitte aufhören zu spammen, das wär ganz toll.

Danke

#12 Quentin Coldman Geschrieben 13. März 2023 - 13:07

Quentin Coldman

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Ich sagte lediglich dass ich nicht möchte dass er von den anderen fürs Commander vereinnahmt wird. Und die anderen hat er auch noch nicht kennen gelernt. Ich werde ihn nicht beeinflussen, aber ich werde Commander auch vorläufig nicht freiwillig erwähnen sondern ihm erstmal helfen sich ein 60 Karten Deck zu bauen.


Ziemlich egoistischer Move. Gerade als Neuling hat man doch mehr Spaß in großen Runden und ob er ein Commanderdeck bauen will oder nicht ist doch seine Entscheidung, aber ihn bewusst auszugrenzen ist maximal Kindergarten.

#13 Comanche RAH-66 Geschrieben 13. März 2023 - 13:20

Comanche RAH-66

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Ich denke er will ihn nur nicht gleich überfordern indem er mit mehr als einem Gegner und vielen verschiedenen Mechaniken konfrontiert wird.
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#14 Quentin Coldman Geschrieben 13. März 2023 - 13:26

Quentin Coldman

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Ich denke er will einen Spielpartner für 1 vs 1 haben und hält ihn daher bewusst aus seiner bisherigen Spielerunde raus aus Angst, dass sein neuer Kumpel mehr Bock auf Multiplayerrunden hat.

Bearbeitet von Nekrataal der 2., 13. März 2023 - 16:43.
Unnötiger Fullquote des Vorgängerposts


#15 Rotband Geschrieben 13. März 2023 - 13:34

Rotband

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Denke auch, das eine Reduktion anfangs sinnvoll ist, weil man sonst neue Spieler eher erschlägt und überfordert. Vor allem weil man in etablierten Commander-Runden sicherlich ganz schnell feststellt was der Spaß am Ende kostet und das ist, wenn man noch ganz am Anfang steht, extrem abschreckend. 


Mit welcher Leichtigkeit wir heute hunderte Euros für Pappe über die Theke schieben ist uns nicht in die Wiege gelegt, sondern ein langer Weg.


ehemals Otters Kroxa


#16 kaiyne Geschrieben 15. März 2023 - 20:15

kaiyne

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Also noch mal zum Thema Commander:

 

Von mir aus kann er sich gern irgendwann mal nen Commander Deck bauen. In unserer Runde wird er sowieso früher oder später auf dieses Thema stoßen. Ich frage mich nur wieso mir hier nen Vorwurf gemacht wird, wenn ich jemanden suche der mit mir auch mit den 60 Karten Decks im 1 vs 1 spielt. Wenn es hier im Forum Leute geben sollte die meinetwegen ausschließlich Commander spielen, und ein neuer kommt in die Runde, dann werden diejenigen dem neuen das Spiel wohl auch so beibringen. Ich habe den Jungen kennen gelernt und wenn wir uns anfreunden sollten ist er zunächst mal mein Kumpel und nicht der von anderen. So, und wenn in unserer Runde die anderen kaum noch 60 Karten Decks spielen und man die schon dazu motivieren muss, die auch mal wieder zu benutzen, lasse ich mir hier keinerlei Vorwürfe machen und keinen Strick daraus drehen, dass ich ihn zunächst mal versuche für meine Interessen zu begeistern. Das heisst ja nicht dass er sich nicht trotzdem nen Commander Deck bauen kann.

 

Und vielleicht macht es das Spiel für ihn zu Beginn vielleicht eh erst mal interessanter, wenn er sich zunächst mal ein Deck bauen kann, in dem er Karten als Playsets spielen darf. Das wird man sehen.



#17 Strato Incendus Geschrieben 19. März 2023 - 11:12

Strato Incendus

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Also:

 

Kreaturentypen sind alles andere als generell “für’n A****”. Wenn jemand Tribal-Decks mag, ist das legitim — egal ob im Casual 60-Karten-Format oder Commander. Manche Tribes sind ja sogar im Modern oder Legacy kompetitiv, wie etwa Meervolk oder Elfen.

 

Wenn dein Freund sich also für Kreaturentypen interessiert, würde ich ihn nicht über die Color Pie belehren, sondern stattdessen an dieses Interesse anknüpfen und ihm Tribal-Decks zeigen: Elfen gegen Goblins, Meervolk gegen Zombies, probiert’s aus! Gerade dazu hat man ruck-zuck ein paar 60-Karten-Decks zusammengeworfen (oder es gibt auch geeignete Precons). Und ansonsten kann man das Ganze natürlich auch leicht auf Commander übertragen.

 

Der Grund, warum viele Richtung Commander “drängeln”, ist die leidliche Erkenntnis, dass 60-Karten-Casual als Format mehr oder weniger tot ist. Klar, man kann immer noch am Küchentisch spielen wie früher. Aber auch früher, als wir in Local Game Stores noch 60-Karten-Casual gespielt haben, hatten wir bereits das Problem, dass es keine Regulierung des Power Levels gab: Fürs Casual gibt es nicht nur keine Banlist, es gab auch keine Power Level-Einschätzung von 1 bis 10, wie sie heutzutage für Commander existiert. Theoretisch könntest du sogar die Power Nine viermal spielen im Casual.

 

Commander ist letztendlich das Format, das 60-Karten-Casual abgelöst hat — es ist das Format, auf das man sich verlassen kann: Endlich mal ein Casual-Format, das reguliert ist.

Wenn man in einen Local Game Store geht und sein Commander-Deck dabei hat, kann man damit am ehesten spontan mit Fremden spielen. Es gibt eine Banlist, die ist allen Commander-Spielern bekannt, man muss jede Karte nur einmal haben, weil man sie eh nur einmal spielen darf (trifft sich gut, wenn man im Local Game Store zwischendurch mal ein Booster aufreißt — da ist ja meistens auch alles nur einmal drin, und wenn eine der Karten direkt ins eigene Commander-Deck passt, rein damit und die nächste Runde spielen).

 

Bei anderen Formaten ist das unwahrscheinlich: Modern ist so teuer geworden (Legacy war es schon lange), dass man nicht davon ausgehen kann, dass man unbedingt einen anderen Spieler für das Format trifft, wenn man zu einer beliebigen Zeit in einen Local Game Store geht. Pioneer geht vielleicht noch am ehesten, vor allem weil viele Läden die Pioneer Challenger Decks auf dem Tresen haben, so wie früher die Event Decks für Standard. Dann kann man zumindest direkt losspielen, wenn man gerade nichts Passendes für dieses Format dabei hat. (Allerdings sind die Pioneer Challenger Decks doppelt so teuer wie früher die Standard Event-Decks — obwohl die Event Decks damals auch Dinge drin hatten wie 2x Stoneforge Mystic, oder mal eben random eine Verdant Catacombs ins mono-schwarze Vampirdeck reingeschmissen.)

 

Der Hauptgrund, warum ich jemanden nicht zu früh an Commander heranführen würde, ist die erhöhte Komplexität — und dadurch die Gefahr der Überforderung. Gerade durch die Singleton-Regel müssen sich neue Spieler jede Karte einzeln durchlesen. Wenn man 60-Karten-Casual spielt, wird man die meisten Karten mehrfach spielen (wenngleich man sie auch nicht alle direkt viermal haben wird, wenn man anfängt). Dann kommt zumindest ab und zu eine Karte auf den Tisch, die man schon kennt, und die man sich nicht neu durchlesen muss — im Commander gilt das im Grunde nur für Basic Lands und Sol Ring :D .

 

Beim Draften hat man ein ähnliches Problem, wenn dem Neuling das Set noch unbekannt ist — da muss er sich auch beim Booster-Öffnen jede Karte einzeln durchlesen und hält damit alle anderen auf. Und wenn jemand anderes seinen Cube mitbringt, braucht der Neuling zwar keine eigenen Karten, aber hier haben wir erneut das Singleton-Problem: Jede Karte im Cube gibt es nur einmal, die Zusammensetzung des Cubes ist als Set dem Neuling auf jeden Fall unbekannt, und wieder einmal muss er sich alles durchlesen.

 

 

Im Großen und Ganzen finde ich, dass die Duel Decks die Tribal-Spiele mit am besten umgesetzt haben. Ja, in JumpStart gibt es auch Tribal Themes, aber als jemand, der gerade sowohl von JumpStart 2020 als auch JumpStart 2022 je ein Display aufgerissen hat, kann ich sagen: Die Tribal Themes sind oft unterversorgt. Dann kriegst du vielleicht als Theme “Elfen”, hast aber mindestens die Hälfte an Karten drin, die keine Elfen sind, sondern irgendwelche Bestien oder andere Sachen, die nicht mit Elfen synergieren (und nein, damit meine ich nicht den Craterhoof Behemoth; der ist natürlich eine sehr willkommene Ergänzung zum Elfen-Theme in JumpStart 2020 ;) ).

 

Gerade Elfen und Goblins gab es in den Duel Decks ja mehrfach (Elves vs. Goblins, Goblins vs. Merfolk, Elves vs. Inventors). Das Elves vs. Goblins war das allererste Duel Deck, das wird man kaum noch zu vernünftigem Preis bekommen (es sei denn, man gönnt sich die Duel Deck Anthology, aber das ist dann auch wieder eine Stange Geld, weil man direkt 8 Decks bekommt).

 

Allerdings ist das auch eine gute Gelegenheit, dem Neuling zu zeigen, wie man sein eigenes Deck baut: Mach ihn einfach kurz vertraut mit der Bedienung von Scryfall, dann kann er sich seine Elfen / Goblins / Zombies etc. selbst zusammensuchen und auf MKM zusammenkaufen.

 

Allein damit hätte er schon ein großes Stück Selbstständigkeit als Magic-Spieler erreicht. Hilfe zur Selbsthilfe. :) Erzeugt schnell ein Kompetenzgefühl, und das motiviert, dabei zu bleiben.


"Jetzt lege ich ein Dschwar-Eisel-Refjudschie, ßoughtsiese dich und lasse dich dein Mass-Removal discarden, damit nicht nächste Runde das Board gewraaßed wird."

"Dann greife ich dich mit meinem Baddscher of the Horde und meinem Körser of Kruphix an. Und in response auf dein Abrupppt Decay bounce ich meinen Ellie auf meine Hand zurück, damit ich nächste Runde noch einen ETB trigger habe. Sät's Wellju!"

--> korrekte Aussprache ist keine Magie; dict.cc is your friend ;)


#18 Biber Geschrieben 19. März 2023 - 13:00

Biber

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Leute... der Typ hat Yu-Gi-Oh gespielt... kennt also TCGs und wie sie funktionieren

Wieso sollte der von Texten auf Magic-Karten "überfordert" sein??
Card Advantage, Tribals, Discard und was weiss ich wird's da wohl auch alles geben?? 

Der soll sich einfach nen Deck zergeln 5-Minuten das Arena-Tutorial machen und losdengeln, der Rest geht von alleine.
Man kann auch echt von allem einen machen. 


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#19 Kalli Geschrieben 19. März 2023 - 14:21

Kalli

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Was ist das denn für eine Wall of Text of Blödsinn? Na sicher kann man auch für Casual Decks Ban Listen und Formate angeben. Modernlegal, Legacylegal usw. Und selbst mit einem Black Lotus im Deck ists noch kein Weltuntergang, wenn man damit nur einen random CMC 3 Spell castet. Ein ausgetechtes Legacy Deck ist gegen einen Küchentisch Haufen natürlich besser aufgestellt, das ist richtig. Da muss man sich halt vorher drauf einigen, so wie bei Commander 1 bis 10 halt auch

#20 The Fang Geschrieben 19. März 2023 - 16:45

The Fang

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Nur warum sich irgendwelche Banlisten für den Küchentisch zusammenbasteln wenn das Commander-Format das bereits bietet? Zeitverschwendung.

 

Ein weiterer großer Vorteil von Commander ist auch dass es als Casual-Format dafür mittlerweile auch Raum gibt. Vor Corona wurde bei uns im Laden nur Standard und Modern gespielt. Als Casual/Anfänger war man da einfach nicht erwünscht. 

Wäre mir nie eingefallen an sowas teilzunehmen.

Jetzt gibt es zweimal die Woche Commander-Events (hat Standard ersetzt) an denen ich gern teilnehme. Und die auch gut besucht sind. Kann da natürlich nur für meinen Laden sprechen. Vielleicht ist der ja eine Ausnahme. 

 


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