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Geschichten aus dem Düsterwald


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11 Antworten in diesem Thema

#1 Zwiebelkönigin Geschrieben 03. November 2011 - 18:04

Zwiebelkönigin

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Hier werden alle Geschichten (Flavourtexte, PMs) aus den Werwolf-Spielen gesammelt.

Bitte immer die Nummer des Spiels, die Art des Spiels (Classic- oder Sonderrollenspiel), einen Link zu dem Spiel und wer es geschrieben hat, angeben. Pro Spiel sollte ein Beitrag genügen.

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Knallhart in der Oberstadt


#2 Zwiebelkönigin Geschrieben 03. November 2011 - 18:04

Zwiebelkönigin

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WvD 13: Classic
(geschrieben von: Helios (Lev, lukiluck, Fyren))


Einleitungstext
Auszug aus den Tagebüchern des Archibald von Graufels, Archivar der Gemeinde Düsterwald


15. September im Jahre des Herrn 1511

Ungewöhnlich kalt und nass ist es in diesen Tagen. Der Herbst kam über uns, ohne dass wir einen Sommer hatten. Die Ernte ist auf den Feldern verrottet, und das Brot wird knapp werden. Fraglich, ob wir es über den Sommer schaffen. Von den umliegenden Dörfern ist keine Hilfe zu erwarten. Sie sind mit ihren eigenen Problemen offensichtlich schon genug belastet, jedenfalls waren sie nicht zu Verhandlungen bereit. Einige unserer Boten sind nicht einmal zurückgekommen. Wir wissen nicht, ob sie Räubern zum Opfer fielen oder der jüngsten Wolfsplage.


22. September im Jahre des Herrn 1511

Ein Nebel ist aufgezogen, so dicht, dass er sich mit Messern schneiden ließe. Es wäre keine Erwähnung wert, hielte der Nebel sich nicht seit bereits vier Tagen. Die Tage sind selbst für diese Jahreszeit dunkler, als sie es sein sollten. Der Pfarrer wähnt dunkle Vorzeichen. Der Büttel sagt, dass in den umliegenden Dörfern immer mehr Seelen der Wolfsplage anheim fallen. Die Menschen werden unruhig, und wer sollte es ihnen verübeln? Wir alle hören das Heulen in der Nacht.


26. September im Jahre des Herrn 1511

Die Holzfäller haben im Wald zwei männliche Leichen gefunden. Wir wissen nicht, wer sie waren, oder welches Ziel ihre Reise hatte. Im Dunkeln liegt auch die Ursache ihres Todes, doch es dürfte klar sein, dass er grausam war. Ihnen fehlten mehrere Glieder. Irgendetwas hat sie gebissen. Auf den ersten Blick würde der Medicus die Wundmale einem Wolf zuordnen, und der Büttel teilt seine Einschätzung. Der Pfarrer widerspricht. Die Wunden seien zu groß. Sie entsprächen eher einem Bären. Doch Bären wurden in diesen Wäldern schon vor Jahrzehnten ausgerottet. Die beiden Männer hatten Gewehre bei sich, und Kugeln aus Silber. Freilich brachte ihre Bewaffnung ihnen keinen Schutz. Das Heulen in der Nacht hält an. Die Menschen geraten in Panik. Der Büttel möchte eine Bürgerwehr gründen und eine große Jagd starten. Ich bin wenig überzeugt. Wölfe reißen Schafe, und vielleicht gelegentlich ein Rind. Den Menschen bedrohen sie üblicherweise nicht. Ich habe die Leichen gesehen. Kein gewöhnlicher Wolf wäre dazu imstande. So bleibt uns vorerst nichts, als uns in Gottvertrauen zu üben und der Dinge zu harren, die da kommen....



Einige Spieler haben daraufhin auch kleine Einleitungstexte geschrieben:
Lev:
Die Sonne steht noch kaum am Himmel, als ich bereits wach im Bett liege und mich hin und her wälze. Tief durchatmend wische ich mir den Schweiß von der Stirn - in der Nacht plagten mich bösartige Träume, deren Erinnerungen bereits stark verblassen, nun, da ich erwacht bin. Klar im Kopf hängt mir nur noch ein markerschütterndes Heulen... Auf wackligen Beinen bekleide ich mich und finde den Weg zum Dorfzentrum. Ich scheine nicht der einzige gewesen zu sein, der eine unruhige Nacht verlebte.

lukiluck:
Mein alter Freund Lev kam sichtlich erschöpft zur Dorfmitte. Ganz offensichtlich blieb ihm, wie uns auch der erholsame Teil des Schlafes verwehrt. Und wir wussten alle, was das zu bedeuten hatte - Werwölfe! Sie waren, wieder einmal, unter uns. Doch wir hatten sie schon einmal abwehren können und auch aus entlegenen Gebieten dieses übergroßen Waldes drang nun des Öfteren die Kunde von besiegten Wölfen. Wir hatten letztes Mal großes Glück, denn wir hatten daran gedacht einen Kopf der Wölfe aufzuheben, bevor wir sie verbrannten. Mittels dieses Kopfes konnte nun der Jagdhund unseres noch schönen Dorfes die Witterung aufnehmen. Seltsamerweise ähnelte sein Gesicht erstaunlich dem von Lev, deswegen hatten wir ihn auch so genannt. Lev könnte uns diesmal retten.

Fyren:
Schweissgebadet schrecke ich aus dem Schlaf auf. Hinter mir liegt eine unruhige Nacht, eine Nacht voll seltsamer Träume. Im Schlaf sah ich Bilder von Klauen und Zähnen, von sich verwandelnden Menschen. Vor meinem Fenster schrien die Tiere mit heiserer Kehle, während sie auf blutigen Pfoten umherstreiften. Unter dem Sternenmeer suchten sie nach Beute.

Diese Träume können nichts gutes verheissen.

Hektisch kleide ich mich an und hetze zum Dorfplatz. Auf dem Dorfplatz angekommen bestätigt sich meine Befürchtung: heute Nacht wurde einer der unseren zerfetzt in seiner Wohnung aufgefunden. Sein Gesicht ist nicht mehr zu erkennen.

Die Wölfe sind unter uns.




Lynch von lukiluck
27. September im Jahre des Herrn 1511

Die Angst ist allgegenwärtig. Wir alle spüren sie. Heute gesellte sich der Zorn hinzu. lukiluck, ein junger Weber, hinzugezogen aus dem Westen, wurde beschuldigt, die Wolfsplage mit sich gebracht zu haben. Die Augen der Menschen glühten vor Wut. Am Abend wurde der Henker Walther Schwarzhand gerufen, um sein nötiges Werk zu verrichten. So fand die Wolfsplage indirekt ihr erstes Opfer in unserer kleinen Gemeinde. Beim Herrn, ich habe die wütende Menge gesehen. Nichts hätte vermocht sie umzustimmen. Einzig die Krähen sangen in der Ferne ein Klagelied.




NK von Bladewing
28. September im Jahre des Herrn 1511

Der Bauer Bladewing und sein Weib sind tot. In der Früh, noch in der nebligen Dämmerung, rief der Büttel das Dorf auf den Platz. Wer nicht kam, wurde gebracht, sei es einvernehmlich oder nicht. Alle sollten es sehen. Ihre Körper waren entstellt. In ihren Gesichtern sah man noch die Angst. Wieder die selben Wunden, so gleich einem Wolfe und doch so verschieden. In den vergangenen Tagen wurden Palisaden errichtet, die kein Wolf hätte überwinden kommen. Welch dunkles Wesen auch immer diese grausamen Dinge tut, es befindet unter uns.

Auf Geheiß des Pfarrers habe ich die Chroniken des Dorfes auf ähnliche Geschehen durchsucht. Ich fand Hinweise auf eine Tragödie vor ungefähr hundert Jahren. Unter ähnlich dunklen Vorzeichen fielen 17 Männer und Frauen einem Wesen zum Opfer, das Wolfsmensch genannt wird, oder auch Lykanthrop oder Werwolf. Der damalige Chronist beschrieb Abdrücke von tierischen Zähnen an den geschundenen Körpern, in der Form von Wölfen, in der Größe von Bären. Wenn solche Wesen unter uns sind, haben wir ein ernstes Problem. Bei Tage sind sie vom gewöhnlichen Menschen nicht zu unterscheiden. Bei Nacht, oder wenn sie sterben, wandeln sie in Gestalt eines riesigen Wolfs, getrieben von der Gier nach menschlichem Blut und Fleisch.

Ich beging den Fehler, den Pfarrer von meinen Funden zu unterrichten. Er berichtete dem Büttel, dieser dem ganzen Dorf. Erneut fielen Anschuldigungen, so schnell, dass es Angst macht. Niemand traut mehr einem anderen. Die Männer bedrohten einander mit ihren Gewehren. Ich bin sicher, noch heute wird jemand verurteilt, so unwissend wir auch sein mögen.




Lev:
In dieser Nacht schlief ich unruhig, noch unruhiger als in der vorherigen. Lange lag ich wach auf meinem Lager, versuchte zu schlafen, doch wann immer ich meine Augen schloss, suchten mich die Bilder der geschundenen Körper heim. Als schließlich doch die Müdigkeit über meinen Körper obsiegte und er in das Reich der Träume entglitt, war dies jedoch eher eine Qual als eine Erholung. Auch in meinen Träumen ließen die grausamen Vorstellungen mich nicht allein. Ich erwachte erneut, schweißgebadet, inmitten der Nacht - was waren das für Geräusche gewesen? Helles Mondlicht schien durch mein Fenster. Ein großer Vollmond, wie ich ihn lange nicht mehr gesehen hatte. Plötzlich schrie jemand. Es war so markerschütternd, dass ich beinahe vor Furcht gestorben wäre. Ich traute mich nicht, mich vom Fleck zu rühren und lag reglos in meinem Bett. Die Schrei mischten sich mit denen einer zweiten Person. Der Lärm hielt nicht lange an - nach kaum zwei Minuten war alles vorbei. Ich konnte mich keinen Zentimeter rühren. Schatten zeichneten sich auf dem Weg vor meinem Fenster ab - Schatten, wie sie von einem Mensch niemals geworfen würden. Sie kamen aus der Richtung der Hütte meines Freundes Bladewing. Dort, wie sie entlangschritten, schien der Weg sich verdunkelt zu haben. Ich war so lange vor Schock gelähmt, bis die Sonne am Horizont erschien. Die Schatten waren schon viele Stunden fort, und ich erkannte nun die Blutspuren auf der Straße. Tränen standen mir in den Augen; und ich spürte etwas in mir. Es war nicht mehr die Angst, nein, mit dieser hatte ich während der Nacht ausreichend Bekanntschaft gemacht. Sie schien sich zu verändern und zu verwandeln. Aus ihr wurden Wut und Zorn... Ich wollte Rache. Ich wollte meine gefundenen Freunde und unserer besudeltes Dorf rächen. Koste es, was es wolle - diese haarigen Ungeheuer würden einen grausamen Tod sterben.

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Knallhart in der Oberstadt


#3 Zwiebelkönigin Geschrieben 03. November 2011 - 18:05

Zwiebelkönigin

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WvD 18: Sonderspiel: Nur Dorfbewohner
(geschrieben von: Helios)



Einstiegsgeschichte
Unsere Geschichte beginnt im Lachenden Schwan, einer kleinen verdreckten, doch gemütlichen Kneipe für die örtliche Bevölkerung, durchreisende Abenteurer und solche, die sich dafür halten. In einem lichtarmen Eck des Städtchens Rotbach gelegen, wechselten hier nicht nur Münzen und Bier den Besitzer, auch Nachrichten aus aller Welt wurden hier ausgetauscht. Rotbach lag an der Grenze, die sich die Provinz Gavonia mit der Nachbarprovinz Kessig teilte, und erfreute sich daher einer stetigen Beliebtheit bei Durchreisenden, vor allem jetzt, da es Erntemond war.

An einem kleinen Tisch, der eigentlich ein Faßboden auf einem Baumstumpf war, saßen drei grimmig blickende Männer. Sie schwiegen lange Zeit, und nahmen gelegentlich einen kräftigen Schluck aus ihrem Krug, bis sich einer von ihnen entschied, die Stille zu durchbrechen.

"Ich kann gar nicht glauben, dass es ihn erwischt hat. Den armen Thorwald. So eine treue Seele. War der einzige echte Mann in Düsterwald. In ganz Kessig. Eine Schande ist das. Eine Schande, jawohl." Darren beendete seinen Satz mit einem erneuten kräftigen Schluck. Wallth nickte. "Möge er den Gesegneten Schlaf gefunden haben." und erhob seinen Humpen. Jopps lachte verbittert. "Hast du ihn gesehen? Ich habe es. Das verdammte Gesicht hat es ihm herunter gerissen. Von wegen friedlicher Tod. Vergiss es. Sie musste ihn einäschern, um... naja, du weißt schon. Ich kann verstehen, dass der Büttel patroullieren will." Darren schüttelte den Kopf. "Ich glaube nicht daran." "Woran glaubst du nicht?" Jopps wurde laut. "An Werwölfe? Thorwald glaubt daran, da kannst du sicher sein." "Ich glaube nicht daran, dass sie hier sind, hier bei uns. Nicht im Erntemond. Hier in Gavonia sind wir sicher." Wallth ergriff das Wort. "Ob du dran glaubst, oder nicht – du weißt, was das bedeutet. Für uns, meine ich." "Der Schatzmeister sagt, er kommt für alles auf.", sagte Darren. Jopps lachte erneute, weniger verbittert, aber keinesfalls von Herzen. "Ach? Schmiedet der Schatzmeister mir auch die Klingen, die ich verkaufen würde? Die Hufeisen? Die Ketten?". Er leerte seinen Krug und seufzte. "Und das gerade jetzt..."


Am nächsten Tag wurden alle Männer von Rotbach auf den Marktplatz gerufen. Der Büttel meinte es ernst mit der Gründung einer Bürgerwehr. Von der Armee war keine Hilfe zu erwarten, also musste das Dorf sich selbst helfen. Der Büttel räusperte sich und erhob die Stimme. In der Menge standen auch unsere drei Schmiede, und lauschten seinen Worten.

"Ich nehme an, ihr wisst, warum ihr hier seid. Ihr wisst, was in Düsterwald passiert ist. Das ist gerade einmal 10 Meilen von hier. Keine ganze Tagesreise. Ich will nicht, dass das auch hier passiert. Wer auch immer das Gerücht verbreitet, wir seien hier in Gavonia sicher, irrt. Werwölfe sind hirnlose Bestien. Sie interessieren sich nicht für Grenzen. Wir müssen eine Bürgerwehr gründen."

Darren rief dazwischen. "Was wird unsere Aufgabe sein?" "Na, was wohl? Was eine Bürgerwehr eben macht. Bürger... wehren. Ausschau halten, und so weiter. Die Bürger beschützen." Der Büttel war stolz, dass er doch noch die richtigen Worte gefunden hatte. "Zuerst werden wir alle Häuser durchsuchen nach verdächtigen Sachen. Nach Werwolfsachen." "Und wer führt uns an?", fragte Darren. Der Büttel war verwundert. "Na... ich, natürlich." "Wir wählen!", rief Wallth. "Das nennt man Deo... Domokra... das nennt man Wahl!"



Lynch von Pedro Kantor
Am Abend geschah das Unglaubliche. Pedro Kantor, ein bislang unbescholtener Bürger Rotbachs, wurde vom Büttel auf den Platz gezerrt. Niemand wusste so recht, was er sich hatte zu Schulden kommen lassen, doch wenn der Büttel jemanden auf den Marktplatz zerrte, dann gab es dafür einen guten Grund. Pedro Kantor war ein Werwolf, so hieß es. Das Dorf hatte entschieden. Es wollte einen Scheiterhaufen. So war es Tradition, und den Rotbachern war die Tradition sehr wichtig. Darren blieb skeptisch. Gar zu menschlich klangen die Schreie, als die Flammen an Pedros Körper entlang züngelten... doch wer hatte je einen Wolf verbrannt, um einen Vergleich zu haben?


NK von Oddsock
Als er am nächsten Morgen von Wallth und Jopps zum Marktplatz gerufen wurde, konnte auch Darren nicht mehr leugnen, dass Gefahr bestand. Auf dem Boden lag ein in eine Decke gewickeltes etwas, das sich erst bei näherer Betrachtung als ein menschlicher Körper herausstellte. Der Büttel riss die Decke weg. "Seht es euch an.", schrie der Büttel. "Schaut es euch an. Auch du, Darren. Willst du immer noch behaupten, dass uns keine Gefahr droht?" Darren kannte diesen Mann. Es war Oddsock, ein allseits geschätztes Mitglied der Gemeinde. Wer oder was auch immer dies getan hatte, war sehr brutal vorgegangen. Tiefe Wunden waren über den Körper verteilt, und die Gedärme quollen auf den Boden. In der Hand des Opfers befand sich noch ein Messer, mit dem es sich zu verteidigen versucht hatte. Darren wurde übel bei dem Anblick. Der Büttel sprach zur Menge. "Jeden von uns wird es erwischen, ich schwöre es euch. Jeden von uns. Wir müssen etwas tun, und zwar jetzt! Sonst wird es uns ergehen wie den Leuten in Düsterwald. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich für meinen Teil lebe gerne. Etwas muss getan werden." Darren nickte. Etwas musste getan werden.


Lynch von pseudodespot
Es war Abend, als Pseudodespot an den Pfahl gebunden wurde. Die Sonne tauchte die Wolken in rotes Licht, rot wie das Blut, das bald vergossen werden würde. Darren sah die nackte Angst in seinen Augen, und er fühlte mit ihm. Vieles deutete darauf hin, dass Pseudodespot schuldig war, und doch fühlte es sich falsch an. Sollte dieser Mann wirklich eine blutrünstige Bestie sein? Der Rauch vernebelte die Gegend, als Pseudodespot den Flammen anheim fiel, und ebenso vernebelt waren Darrens Gedanken.


NK von Fyren
Es war früh am Morgen, als Darren schlaftrunken und verwirrt von den jüngsten Ereignissen die Schmiede betrat. Die Sonne war kaum über den Horizont getreten und der Morgendunst lag noch in der Luft. Es ließ Darren keine Ruhe. Was trieb diese Bestien nach Gavonia, zu dieser Zeit? Werwölfe blieben während des Erntemonds für gewöhnlich in den ihnen angestammten Gefilden in Kessig. Irgendetwas musste sie aufgeschreckt haben, etwas noch dunkleres und bedrohlicheres. Darren sah ein, dass es einer Bürgerwehr bedurfte. Doch er musste auch sein täglich Brot verdienen, und so wollte er in der Früh eine Klinge schmieden, um sie zu verkaufen. Seine Schmiede war berühmt, über die Grenzen Rotbachs hinaus. Die schärfsten Klingen der Provinz gab es nur hier – zu einem gar füstlichen Preis. Diese Klingen schnitten tief, in den Körper des Gegners und in den Geldbeutel des Besitzers.

Erst, als er das Feuer entfachte und mit aller Kraft den Balg trat, bemerkte er die Unordnung in der Schmiede. Als das gleißende Feuer die Schmiede erhellte, wurde Darren übel. Riesige schwarze Flecken bedeckten den Boden. Darren kannte die Farbe. Altes, geronnenes Blut. Zwischen all den Flecken lagen Werkzeuge und Klingen, und in Mitten des ganzen Durcheinanders war Fyren, der junge Dorfbewohner. Tot, zerfleischt, wie Unrat bei Seite geworfen. Tiefe Wunden verteilten sich über den gesamten Körper. Darren geriet in Panik und wurde fast ohnmächtig. Zitternd schleppte er sich nach draußen und rief nach Hilfe. Sie würden sterben. Sie alle würden sterben. Düsterwald war hier.



Lynch von Nerezzar
Endlich hatten sie ihn. Sie hatten eine dieser Bestien erwischt, und das bei Tage, sodass sie ihrer Kräfte beraubt war und ihnen nichts anhaben konnte. Darren und Jopps zerrten Nerezzar aus seinem Haus. Es hatte Hinweise von anderen Rotbachern gegeben. Sehr merkwürdig sei sein Verhalten gewesen. Er war in letzter Zeit häufig noch nach der Abenddämmerung draußen gesehen worden, allein. Das allein war schon verdächtig, vor allem für einen frisch Zugewanderten. In den letzten Wochen war er größer und kräftiger geworden, so erzählte man es sich. Man hatte ihn sogar knurren hören. Dem Büttel genügte das, und selbst Darren war überzeugt. Es hatte einen seiner Schmiede erwischt, und er wollte alles tun, um sich zu rächen. Wer sich mit einem Schmied anlegte, legte sich mit allen an. Wer einen Schmied angriff, wurde seines Lebens nicht mehr froh. Wer einen Schmied tötete... durfte mit Konsequenzen rechnen.

Darren selbst war es, der das Feuer entfachte. Als Nerezzar an den Pfahl gefunden wurde, spuckte Darren ihm ins Gesicht. Die Tradition verhinderte, dass Darren ihn selbst töten durfte. Sein Leben sollte durch das Feuer genommen werden, nur so konnte er seine Seele reinigen und den Gesegneten Schlaf finden.

Darren empfand keine Genugtuung, als die Luft von dem Geruch vebrannten Menschenfleischs erfüllt wurde. Die Angst und die Wut blieben. Der Wunsch nach Rache vernebelte seine Gedanken. Alles in ihm verkrampfte sich, als er daran dachte, dass weitere Bestien noch immer da draußen waren.



Abschlussgeschichte
Die Bürgerwehr war unfähig. Dieser Haufen Idioten war niemals in der Lage, diese Bestien zur Strecke zu bringen. Nicht, so lange es dort nicht mehr seiner Sorte gab. Darren wollte es selbst in die Hand nehmen, auf eigene Faust auf die Jagd gehen. Er wäre erst zufrieden, wenn das Blut dieser Bestien über die Rinne seiner Klingen lief, wenn er ganze Haufen ihrer verderbten Körper aufschichtete. Er wollte sie nicht verbrennen. Er wollte sie langsam verrotten lassen. Er gönnte ihnen den Schlaf nicht. Nur den ewigen Schmerz. Schmerz. Schmerz. Es klang gut, dieses Wort. Darren brauchte neue Klingen, um Schmerz zu zu fügen. Um diese Bestien den Schmerz spüren zu lassen, der ihn verzehrte. Wie ein Wahnsinniger trat er auf den Balg, das Feuer hüllte die Schmiede in ein helles rotes Licht. Der Rauch zog durch den Raum, doch es störte ihn nicht. Der Rauch in seinen Lungen fühlte sich gut an. Es fühlte sich richtig an. Mit unbändiger Wut schlug Darren auf das Eisen, immer wieder. In einem rasenden Crescendo fachten sich die Rhythmen seines Herzens und seines Hammerschlag gegenseitig an. Diese Klinge sollte die schärfste sein, die er je geschmiedet hatte. Die schärfste Klinge, um das größtmögliche Leid zu verursachen.


Schließlich kam die Arbeit zu einem Ende. Doch sein Herz hämmerte weiter. Seine Haut kribbelte, als er die Klinge vor sich hielt. Ein Monument von einem Schwert. Das Kribbeln wurde stärker und stärker, bis es schmerzte unter seiner Haut. Als er an sich hinunter blickte, sah er Bewegungen unter seiner Haut. Was war das? Was zur Hölle war das? Was auch immer es war, es gehörte nicht unter seine Haut. Er geriet in Panik. Es musste weg, es musste dort weg. Er musste es heraus holen. Darren bemerkte, dass er das Schwert immer noch in seiner Hand hielt. Schreiend schnitt er in seine eigene Haut, wieder und wieder. Immer wieder stieß er in sich hinein, in der Hoffnung, diese Wesen unter seiner Haut zu erwischen. Doch es hörte nicht auf. Es hörte einfach nicht auf. Warum? Warum gerade er? Dieses Schwert war nutzlos. Mit den Händen riss er seine Wunden auf, immer wieder, bis er schließlich zusammen brach. Jeglicher Macht über seinen Körper beraubt, tat er seinen letzten Atemzug. Der Schmerz, er verging. Er wurde überdeckt von einem Gefühl, dass Darren noch nie gehabt hatte. Dieses Gefühl war das Nichts. Das unendliche Nichts. Darren wollte das nicht. Doch er spürte, dass er nichts ändern konnte. Seeliges Vergessen überkam Darren.


Einige Wochen später wurde das Dorf Rotbach von der gavonischen Armee umstellt. Berittene Boten berichteten von einer Epidemie des sogenannten Roten Zorns, einer hochansteckenden Krankheit. Die armen Seelen, die dieser Krankheit anheim fielen, wurden von grausamen Wahnvorstellungen geplagt. Sie zerfleischten ihren eigenen Körper mit allem, was sie fanden – notfalls mit dein eigenen Händen und Zähnen. Aufgrund der Nähe zu Kessig hatten die Machthaber Rotbachs diese Vorfälle fälschlicherweise den kessigschen Werwölfen zugeschrieben. So wurde wertvolle Zeit vergeudet, und die Armee hatte keine andere Wahl, als das Dorf nieder zu brennen, und mit ihm jeden, der sich in ihm befand.

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Knallhart in der Oberstadt


#4 Zwiebelkönigin Geschrieben 03. November 2011 - 18:06

Zwiebelkönigin

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WvD 20: Classic
(geschrieben von: Thoradin)

Die Texte beginnen erst mit dem NK, da Thoradin bis dahin mitgespielt hat


NK von pseudodespot
Gestern war ich viel zu schockiert, um etwas niederschreiben zu können. Denn... Ach, wo bleiben den meine Manieren? Trotz der besonderen, der traurigen Umstände sollte genug Zeit für Höflichkeiten bleiben. Nun, mein Name lautet Derius Argentum – aber sollten wir uns je begegnen kannst du mich einfach Derius nennen. Ich lebe in einem bescheiden Dörfchen, nicht weit von den Taral-Bergen. Dort, wo der große Wald beginnt, lebe ich. Ich lebe hier wirklich gerne und auch schon wirklich lange. Wie viele Winter sind es jetzt? Dreißig? Ich weiß es nicht mehr genau, irgendwann habe ich aufgehört zu zählen. Ich lebe wohl schon gut doppelt so lange. War ich früher ein Wanderer, ein Nomade ohne feste Heimatstätte, so hat die herzliche Gemeinschaft dieses schönen Ortes es doch geschafft mich zur Ruhe zu bringen. Die Ruhe ist ein kostbares Gut, du solltest sie schätzen lernen. Das habe ich erst viel zu spät begriffen. Ich befürchte, dass ich bis zum Ende meines Lebens wohl keine Ruhe mehr haben werde. Das ist auch der Anlass dafür, dass ich mich seit vielen Jahren erneut an der Kunst des Schreibens versuche. Ich möchte niederschreiben, was hier geschieht, auf das es Anderen als Warnung dient.
Vor zwei Tagen kamen unsere Jäger von einer langen Jagd wieder. Sie brachten reiche Beute mit – aber leider nicht nur das. Sie brachten auch Kunde von etwas Schrecklichem. Sie waren zu viert losgezogen, aber bloß drei sind wiedergekehrt. Sie berichteten vom letzten Abend ihrer Jagd, sie berichteten von dem Abend an dem Joseph, der Herr sei ihm gnädig, sein Leben ließ. Er hatte die erste Nachtwache übernehmen wollen und die anderen drei waren wohl schon fast eingeschlafen, da wurden sie von seinem Schrei wieder aus dem Schlaf gerissen. Das Feuer war schon fast erloschen, deswegen sahen sie es nur schemenhaft. Etwas, das aussah wie ein Menschenwolf, hatte ihn angefallen, als er ein paar Meter außerhalb des Lagers stand. Seine letzten Worte waren offenbar nicht mehr verständlich genug um sich sicher zu sein, was er ihnen mitteilen wollte, denn jeder drei erzählt es ein wenig anders. Doch sie sind sich einig, dass er voller Entsetzen den Namen eines Mitglieds unserer Gemeinde rief. Das Wesen konnten sie verjagen, doch sie vermochten nicht sein Leben zu retten.
Dies versetzte das gesamte Dorf in Aufruhr und Diskussion. Der Dorfälteste sorgte zunächst für Ruhe und verschwand lange in seiner Bibliothek. Als er wieder hervorkam war sein Gesicht eine Maske der Angst und er hatte ein Buch, die Chronik unserer Gemeinschaft, in der Hand, das wohl älter ist, als ich es bin. Er rief uns zusammen und berichtete von einem ähnlichen Vorfall, der in eben jenem Buch verzeichnet war. Dort war es auch zu Toten gekommen und nach einiger Zeit hatten unsere Vorfahren es geschafft ihre Mörder zu finden und zu verbrennen. Das ängstigende ist, dass in einer anderen Handschrift neben den ordentlichen Text ein einziges Wort geschrieben wurde. Werwölfe. Ich habe Angst. Wir alle haben Angst.
Gestern wurde beschlossen nach den Ungeheuern zu suchen und nach einem langen Tag wurde schließlich Thoradin, ein persönlicher Freund von mir, durch den Strang hingerichtet. Bevor er sterben musste wollte er noch Abschied von seinem Gewehr nehmen – es war ein Erbstück seiner verstorbenen Eltern, es bedeutete ihm immer sehr viel – und so wurde es ihm ungeladen gegeben. Es hatte wohl jemand versäumt es wirklich zu entladen. Er nutzte die Gelegenheit und riss ein weiteres Mitglied unserer Gemeinschaft, DSD-Steve, mit in den Tod. Der Schuss riss einen Knall in die bedrückte Stimmung und gleichzeitig wurde der Hebel umgelegt, der ihm das Leben nahm. So waren binnen eines Augenschlags zwei Freunde von mir gestorben.
Nach einer Ewigkeit des Schreckens ob dieser Tode wurden ihre Leichen untersucht. Aber man fand nichts an ihnen, dass so aussah, als ob sie des Nachts eine Wolfsgestalt annehmen würde. Verzeih die Flecken auf diesem Papier, aber ich habe Mühe meine Tränen der Furcht und Trauer zurückzuhalten...
Heute Morgen wurde ich nicht durch einen Hahn geweckt, sondern durch einen angstvollen Aufschrei. Jemand wollte sich Wasser aus dem Brunnen holen und entdeckte die aufgerissene und blutüberströmte Leiche von pseudodespot auf dem Dorfplatz liegen. Nur sein Gesicht wurde verschont – wir sahen die nackte Angst in ihm. Sie haben uns den Kampf angesagt. Ich habe Angst.



Lynch von Helios
Ich hatte also Recht. Mit der Ruhe, die ich hier so schätze, ist es vorbei. Es ist das erste Mal heute, dass ich nach dem Aufstehen Zeit habe meine alten und müden Glieder zu entspannen. Es war ein anstrengender und zermürbender Tag heute, und doch, trotz aller Anstrengungen, war er niederschmetternd. Und genau deswegen raffe ich mich auf niederzuschreiben, was ich erlebt habe – damit du daraus lernen kannst.
Nachdem heute Morgen pseudodespot entstellt vorgefunden wurde war auch der Letzte unter uns frei von Hoffnung und Zuversicht. Der Beweis lag vor uns – es gab jemanden oder auch mehrere von uns, die ein schreckliches Geheimnis mit sich trugen. Freunde, Verwandte, geschätzte Mitbürger, Leute denen lange Jahre Vertrauen entgegengebracht wurde waren in Wahrheit Bestien und Mörder. Alte Zwiste kamen wieder auf, das ganze Dorf versank in Streit und Misstrauen. Nebenbei wurde versucht den Alltagsgeschäften nachzugehen, aber diese Bemühungen waren zwecklos. Selbst die fleißigsten unter meinen Schülern waren heute so unkonzentriert wie noch nie. Aber ich kann es ihnen nicht verübeln, wer könnte das schon.
Ein paar Stunden, nachdem die Sonne ihren Zenit überschritten hatte versammelte der Älteste des Dorfes uns auf dem Brunnenplatz. Jeder machte einen großen Bogen, um die Stelle, an der die Leiche gelegen hatte. Noch immer sieht man Schlieren seines vergossenen Blutes. Er versuchte Ordnung und Ruhe unter uns zu bringen, es gelang ihm, wenn auch nur ein wenig. Er erklärte, dass die Werwölfe, diese Kreaturen der Hölle, zur Strecke gebracht werden müssten, wenn wir auch noch in einem Mondzyklus leben wollten. So wies er uns an bei unseren Nachbarn, bei unseren Bekannten, bei jedem, der uns über den Weg läuft nach Anzeichen für diese abscheuliche Krankheit zu suchen. Als er dies aussprach sackte ich innerlich zusammen. Er goss nur Öl in das Feuer des Misstrauens. Für einen Moment verlor ich jedwede Hoffnung, es bereitete mir Furcht den Mann, der mir sonst immer weise vorkam so etwas sagen zu hören. Doch ich beschloss mein Leben in seine Hände zu legen und ihm zu vertrauen. Das war ein Fehler
Ich tat, was ich kann um zu helfen, doch ich bin ein alter Mann. So überließ ich es den Anderen unser Dorf zu retten. Aber dennoch musste viel getan werden. Wo Väter und Mütter vor lauter Sorge vergießen sich um ihre Kinder zu kümmern half ich. Wo bekannte Gesichter vor Verzweiflung den Halt verloren und drohten Fehler zu begehen, sie nicht mehr rückgängig zu machen wären, versuchte ich zu helfen. Ich tat was ich konnte, damit der Geist unserer Gemeinschaft nicht endgültig starb.
Dann rückte der Abend näher und die Sonne verschwand hinter den Bergen. Die Dämmerung hatte eingesetzt, als wir uns erneut auf dem Brunnenplatz versammelten. Fackeln wurden aufgestellt und der Älteste kam, um zu reden und zu richten. Nach einigen Momenten bedrückten Schweigens berichtete er uns an diesem Tag viele von uns nach Hinweisen gefragt zu haben. Und das Ergebnis der gemeinsamen Bemühungen sollte nun vollstreckt werden. Wir wussten alle, dass nun jemand sterben würde. Wir alle hatten Angst vor dem, was da kommen wird. Das Dorf hatte entschieden Helios dem Feuer zu übergeben. Wir hörten vereinzeltes Aufschluchzen und ich bemerkte, wie sich Helios versuchte den Händen der Menge zu entgehen. Doch es war zwecklos. Er wurde ihrem Urteil zugeführt. Es war schrecklich. Ich hatte noch nie in meinem Leben solche Schmerzensschreie vernommen – es ließ mich stille Tränen der Trauer weinen. Als es vorbei war wurden die übrig gebliebenen Knochen untersucht. Wenige Momente später trugen die Stimme das Ältesten die traurige Erkenntnis zu uns. Ein weiterer Unschuldiger war gestorben. Ich bin am Ende. Ich bete, dass du aus unseren Fehlern lernen kannst.



NK von RastaGramsen
Ich lebe noch, heute durfte ich noch einmal das Aufgehen der Sonne beobachten, heute ist mir ein weiterer Tag meines Lebens geschenkt worden. Leider ist das auch alles an Erfreulichem, was ich dem heutigen Tag bisher abgewinnen konnte. Ich war schon erleichtert, als ich nicht wieder von einem Schrei des Entsetzens, sondern von dem morgendlichen Gruß der Sonne aus dem Schlaf geholt wurde. Doch diese Erleichterung war trügerisch. Es dauerte nicht lange, bis wir alle aus unseren Häusern traten, um zu sehen, ob wir alle die Nacht überlebt haben. Schnell merkte ich, dass etwas nicht so war, wie es sein sollte. Mein Nachbar, RastaGramsen, erschien nicht – auch nach einer guten Stunde fehlte von ihm jede Spur. So machte ich mich auf den Weg seinen Verbleib zu ergründen. Und schon als ich vor seiner Haustür stand war es Gewissheit. Ich sah Einkerbungen an eben jener Tür, die nur von den Werwölfen stammen könnte und die Tür hing nur noch schräg in ihren Angeln. Ängstlich trat ich ein – und drehte mich sofort wieder um, um meinen Mageninhalt nicht in sein Haus ergießen zu müssen. Es war ein grässlicher Anblick. Mit leeren Augen starrte er mich aus der Ecke seiner Bettstatt an. Sein weißes Laken war rot gefärbt von dem vielen Blut, unzählige Wunden bedeckten seinen Körper. In seiner Rechten hielt er eine gesplitterte Glaskugel, wie zum Hohn waren in die feinen Risse Rinnsale seines Blutes gelaufen. Er hielt seinen eigenen Tod in der Hand.
Dies wird ein anstrengender Tag werden.



Lynch von Fyren
Mir bleibt nicht mehr viel Zeit. Ich spüre es, sie sind da draußen. Und wir können sie nicht mehr aufhalten, wir sind nicht mehr genug, um uns ihnen zu stellen.
Der Tag heute war, wie ich befürchtete, sehr anstrengend und leider auch erfolglos. Nachdem wir RastaGramsen oder das was von ihm noch übrig war zu Grabe getragen hatten, war nichts mehr, wie es einmal war. Ich erlebte eine Seite von meinen Mitmenschen, die ich lieber nie kennengelernt hätte. Ich gäbe viel darum die Erinnerungen an heute aus meinem Gedächtnis löschen zu können, andererseits ist das jetzt auch egal – ich werde ohnehin nicht mehr lange leben. Doch dennoch werde ich niederschreiben, was heute passierte, auf das du daraus lernen kannst.
Wie ich schon schrieb begruben wir heute unsern ehemaligen Freund RastaGramsen. Es wurden viele Tränen geweint, doch was mich am traurigsten machte, war die Gewissheit, dass der Mörder hier unter uns stand und Trauer am Tod seines Opfers heuchelte. Es machte mich nicht nur traurig, nein, es ließ aus Zorn in mir aufwallen. Doch ich konnte nichts tun. Ich konnte nicht mehr tun, außer traurig und zornig zu sein – ich fühlte mich so schwach, so unendlich nutzlos. Im weiteren Verlauf des Tages kam es zu vielen Auseinandersetzungen. Liebende wiesen sich die Tür, Familien kannten kein Vertrauen mehr untereinander. Selbst Kinder trauten sich nicht mehr in die Nähe ihrer Spielkameraden. Auch ich erfuhr viel Abneigung. Doch, dennoch, hatten wir das gleiche Ziel. Wir wollten die Verräter unter uns finden und überleben. Ja, inzwischen war es ein Kampf um das nackte Überleben geworden.
So versammelten wir uns auch diesen Abend wieder vor dem Ort der Hinrichtungen. Dieses Mal dauerte es sehr viel länger, bis ein Opfer auserkoren wurde, waren wir uns doch längst nicht mehr einig. Doch schließlich viel die Wahl auf Fyren. Er schrie, er wehrte sich, er weinte, er beteuerte seine Unschuld – doch wir waren ohne Gnade. Hätten wir doch auf ihn gehört, wir waren blind und taub gegenüber der Wahrheit. So verbrannte er unter Qualen, die ich niemandem wünschen möchte, die niemand verdient hat. Und er hauchte sein Leben aus. Das Feuer brannte nieder und wir standen da und beobachteten, hoffnungsvoll, die Untersuchungen seiner Gebeine. Dann ertönte die Stimme des Ältesten – und enttäuschte uns. Wir hatten einen der Unsrigen zum Tode verurteilt - erneut. Es tut mir so unendlich Leid, bitte vergib mir. Ich weiß nicht, ob ich den nächsten morgen noch erleben werde.

Eben bin ich geweckt worden, von Schreien, viele Schreien. Sie sind hier, sie wüten unter uns. Der Mond steht voll, in all seiner Pracht, und sie waren gekommen uns zu töten. Ich höre sie. Sie befinden sich noch bei Doubter, er wohnt neben mir. Es wird nicht mehr lange dauern, bis sie bei mir sind. Ich werde jetzt sterben. Ein paar Minuten noch. Ich weiß nicht, ob du, wer auch immer du bist, diesen Brief jemals finden wirst. Doch, wenn er in deine Hände gerät, musst du der Welt erzählen, was hier passiert ist. Erzähle, dass es diese Ungeheuer wirklich gibt, es ist keine Schauergeschichte, es ist hier. Ich habe Angst vor dem Tod, so schreckliche Angst. Mein ganzer Körper zittert. Ich habe Angst. Ich will nicht sterben, ich will dem Leben nicht entrissen werden. Bitte. Hilfe. Ich... Ich höre sie an meiner Tür. Sie sind da.

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Knallhart in der Oberstadt


#5 Zwiebelkönigin Geschrieben 03. November 2011 - 18:06

Zwiebelkönigin

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WvD 21: Sonderrollenspiel
(geschrieben von: pseudodespot, Zwiebelkönigin)

Hier gab es keine Flavourtexte, aber der Seher pseudodespot und die Spielleitung Zwiebelkönigin lieferten sich schöne PMs, die hier nicht fehlen sollten:


PregamePeek

pseudodespot:
In demütiger Gebetshaltung erfrage ich unwichtiger Diener der Götter Ihren Rat zu dem Mitbürger den man in unserer Heimat als Doubter kennt. Möge ein Zeichen mir gegeben sein, dass mich über seine wahre Identität erleuchtet. Gnade uns Rechtgläubigen und Vernichtung aller Frevler.
Möge das Schicksal auf unseren Pfaden einherwandern.


Zwiebelkönigin:
Nach Stunden vollen Ausharrens regt sich endlich etwas in deiner Hütte. Eine der großen, kostbaren Gemüsezwiebeln, welche noch aus dem letzten Herbst stammt, scheint dich plötzlich anzuschauen. Die sonst so unschuldig aussehende Wurzel ähnelt erstaunlicherweise einem Mund, den Menschen zu ähnlich, und während du dich noch fragst, ob du nun vollends den Verstand verlierst, öffnet sich dieser Mund und spricht:

"Doubter, oh du durchaus wichtiger Diener der Götter, wurde mit einer Gabe geboren, die ihn, ähnlich eurer Gabe, vom Rest der anderen uns anbetenden Menschenwesen unterscheidet. Er besitzt eine nahezu unmenschliche Widerstandskraft, welche ihm ermöglicht, sollte er schon dem Tode näher sein als dem Leben, seine Flinte zu packen und auf einen beliebigen Mitbürger, sei er als Mensch geboren oder anders, zu schießen.
Nun wandelt weise mit diesen Wissen umher und verrichtet im Auftrag der Götter deren Willen.
Wenn ihr nicht mehr weiter wisst und verzweifeln scheint, so betet wieder voller Inbrust und Glauben und wir werden dir ein Zeichen senden."

Und im nächsten Augenblick beginnt diese schöne, pralle Zwiebel, zu welken und vor deinen Augen zu Staub zu zerfallen....



Nacht 1

pseudodespot:
Als die Zwiebel erneut zu murmeln begann wurde der Seher nervös. Schnell handelte er nicht, übereilt zu den Göttern sprechen war ein Frevel. Sie hatten Zeit, mehr als seine unwichtige Lebensspanne.
Als die Kerzen aufgereiht und entzündet waren, die Kugel absolut mittig in deren Kreis. Die Rauchkräuter duftend verkohlten begann der Seher sein Werk.
Er dankte den Göttern, dass sie ihm auch in dieser schweren Zeit beizustehen bereit waren. Er bat um Vergebung für alle die den unschuldigen Dorfbewohner The Spectre zu ihnen geschickt hatten, er hatte sich selber der Unsicherheit hingegeben und sich in der Abstimmung nahezu enthalten um seine Dienste an den Wesenheiten weiterhin ungestört durchführen zu können. Immerhin war nun ein bewaffneter Recke im Amt des Hauptmannes, ganz wie die Götter es ihm nahe gelegt hatten. Der Seher dankte ihnen auch dafür.
Die Früchte und Kräuter, die er den Göttern darbot waren diesmal anderer Natur als in der letzten Nacht. Sie waren nicht nur mehr sondern auch weitaus Rausch fördernd.
In dieser verstärkten Trance erbat sich der Seher Einblick in das Wesen von DSD-Steve um weitere Unklarheiten zu beseitigen und seine Mitbürger alsbald auf den wahren Pfad zurückführen zu können.

Geschafft sackte er hinten über und ergab sich seinen Träumen.


Zwiebelkönigin:
In der äußerst bizzaren Welt der Träume, war es nicht leicht für den Seher sich zurechtzufinden. Zu viele Farben drungen auf ihn ein, einem in einem Kaleidoskop gefangenem Regenbogen gleich. Er brauchte ein wenig Zeit (oder war es mehr?) um in diesem Rausch etwas herausfiltern zu können. Doch er erspähte nun eindeutig einen dunklen Fleck inmitten all der Farbenpracht. Als er darauf zuging, erkannte er etwas darin. Es schien ein Fenster in einen fremden Raum zu sein. Mit einem Blick in diesen wurde ihm klar, dass dies die Hütte seines Nachbarn Steve war, denn dieser lag in dem nahebei stehendem Bett. Steve lag dort selig schlafend, mit einem Gesichtsausdruck, als könnte nichts in der Welt diesen Schlaf stören. Da war sich der Seher sicher, dass dieser Mann keine wilde und gnadenlose Kreatur sein kann.
Plötzlich ertönt draussen vor dem Fenster ein lautes Heulen. Der Seher erschrickt, will um sein Leben rennen..... Und erwacht schweißgebadet zwischen seinem Räuchwerk. Durch das Fenster ist ein voller Mond zu erkennen.



Nacht 2

pseudodespot:
Nach langer Abwesenheit, die ein Spaziergang durch den Wald nötig macht, kehrte der Seher in das Dorf zurück, hoffend nun wieder mit klarem Verstand seine Wahl für die Befragung zu treffen. Er schritt jede Hütte ab, horchte auf sein innerstes, suchte nach einem Funken voll Zweifel, einem der stark genug war die Hütte zu entzünden und das unheilige Wesen gleich darin den Flammen zu übereignen.
Nein keine Regung seiner Seele wies darauf hin, einem Untier nahe zu sein, er kehrte, den Leichnam von blacklands seinem Sichtfeld entziehend, ohne Anhaltspunkt heim.
Sollte er die Anmaßung ergründen, die zwei seiner Mitbewohner getätigt hatten, und behaupteten von einem der Weisen geküsst worden zu sein?
Solle er den Anschuldigungen des vermeintlichen Heilers neuen Nährboden bereiten?

Die Wahl fiel ihn nicht leicht, er studierte die Schriften geflissentlich. Er unterbrach sich selbst mehrfach obwohl es nicht mehr nötig war seinen Status zu verbergen, nein er müsse nun offensiv vorgehen, das entschied er sodenn.
Er würde die Anschuldigung des Heilers überprüfen und die Götter nach dem Wesen Carls befragen. Mögen die von Amor gesegneten so denn sie es zu Unrecht behaupteten von eben jenem gestraft werden.

Mit neuem Mut griff er zu den Kerzen.


Zwiebelkönigin:
In der neuerlichen Sitzung mit den Göttern erschienen dem Seher diesmal keine bizzarren Lichter oder sprechendes Gemüse. Vielmehr wurde er Zeuge einer ungeheuerlichen Szene. Er befand sich in einem Schlafgemach. Einer seiner Mitbürger, welcher konnte er nicht erkennen, da ihn eine Art Nebel umgab, wollte sich grade zu Bett begeben, als hinter ihm ein Geräusch ertönt. Die Gestalt im Nebel will sich grade umdrehen, um den vermeintlichen Angreifer abzuwehren - doch zu spät. Carl beisst diesen Menschen! Dieser sinkt anschließend ohnmächtig zu Boden....
Und der Seher ist sich sicher Zeuge davon geworden zu sein, wie carl einen Menschen in einen Wolf verwandelt hat. Nun sollten also noch mehr dieser Bestien das Dorf tyrannisieren? Der Seher brach entkrräftet zusammen....



Nacht 3

pseudodespot:
Es war still geworden, keine panischen Ausrufe, keine Hysterie. Niemand zweifelte daran, was am Galgen hing.
Diese Widerlichkeiten existierten also wirklich, und es schien, dass die Gabe an einen weiteren Bürger gegeben wurde. Ganz wie in der letzten Prophezeiung zu erahnen war.

Der Seher war zufrieden,
Zufrieden, das sein Wort von den Bürgern als leitend angenommen wurde, zufrieden dass eine der Bestien Geschichte war, zufrieden, dass er das verzehrende Feuer entfachen durfte, dass den Leib verschlingen würde.
Zufrieden dass es das Oberhaupt der Plage erwischt hatte, zufrieden, dass sein ursprünglicher Gefährte enttarnt war.

Aber er war auch unglücklich,
Unglücklich dass das Morden weitergehen würde, unglücklich dass er erneut die Götter würde um Rat bitten müssen, unglücklich, dass so viele seiner Freunde von ihm gegangen waren, unglücklich dass seine vorhergehenden Eingebungen so wertlos erscheinen, unglücklich dass die Katze des Bäckers verstorben war.

Auch wenn sein Kerzenvorrat langsam nur Neige ging, ließ er es sich nicht nehmen das liebe Tier angemessen zu bestatten. Trotz der schwierigen Lage würde er einem alten Freund diese Bitte niemals ausschlagen.

Doch in ihm wanderte der Tod auf und ab, das spürte er. Nichts konnte ihm Gewissheit bringen, dass er den morgigen Tage erleben würde. Die Abscheulichkeiten waren sich nun seiner Qualitäten bewusst und er würde durchaus sein eigenes Ende zu prophezeien haben.
Wieder schritt er das Dorf am Abend ab, diesmal nicht um zu lauschen, zu spüren. Diesmal um lebt Wohl zu sagen. Er sprach es nicht aus, aber wer ihn sah, wagte nicht mehr als grüßend zu nicken.

Das Brot des Bäckers das er erhalten hatte, es war noch warm, diente sowohl als sein letztes Mahl als auch als Opfergabe an die Götter. Er würde alles daran setzen und dem Dorf am morgigen Tage, sollten sich seine Befürchtungen nicht bewahrheiten, noch einmal von Nutzen zu sein.
Die Zwiebeln fest im Blick begann er zu rezitieren, die selben Formeln der ersten verräterischen Nacht, denn er gedachte Doubter erneut zu untersuchen ob sich das unwirkliche Pack seiner Waffe bemächtigt hatten.

Draußen nieselte es.


Zwiebelkönigin:
Und wie der Seher seine Litanei wiederholte und wiederholte, die Zwiebel anstarrte und doch durch sie hindurchsah, verschwamm die Szenerie vor seinen Augen. Ob es von den Dämpfen der Zwiebel oder seinen verbrennenden Kräutern kam - er wusste es nicht - doch seine Augen waren voller Tränen.
Tränen der Trauer, des Abschieds, aber auch des Glücks, denn er war sicher, dass seine Freunde und Mitbürger auf dem rechten Weg waren.
Und wie er da so saß, erschien aus dem Nichts ein Licht. So rein und klar wie er noch nie ein Licht gesehen hatte. Es blendete ihn und er musste seine Augen schließen um nicht zu erblinden.
Doch schon kurz darauf erlosch das Licht hinter seinen Lidern und wie er die Augen wieder öffnete, stand vor ihm ein kleines Mädchen. Sie trug nichts als ein weißes Kleid und ihr Kopf schien von Flammen umgeben, denn sie hatte hellrotes Haar und ein Licht, welches aus ihr zu strömen schien, ließ diesen Eindruck entstehen. Er wusste, wäre jemand anderes mit ihm im Raum, dieser würde das Mädchen nicht sehen können, denn es war ein Zeichen nur für ihn, eine Gesandte der Götter um ihm beizustehen.
Sie lächelte ihn an und sprach: "Deine Gedanken sind richtig. Du bist uns ein guter Diener gewesen und mit deiner Hilfe wurde die schlimmste Bestie heute gehängt. Denke nicht in Trauer an deine Freunde, denn mit Götterehrfurcht und Weisheit werden sie deinen Worten folgen und die anderen Bestien aus dem Dorf vertreiben. Deine Befürchtungen um den Jäger Doubter haben sich leider bewahrheitet, aus ihm wurde ebenfalls eines dieser gottlosen Wesen. Nichts kann ihn mehr retten und diese Tat rückgängig machen."
Der Seher nickte traurig und sah zu Boden. Zu viel hatten die Werwölfe in seinem Dorf angerichtet, als dass er nochmal froh sein konnte. Da schritt das Mädchen auf ihn zu, nahm seine Hand und sagte: "Im Land des Sonnenuntergangs dauert ein Menschenleben nur einen Wimpernschlag. Dort findest du deine Freunde, die der Jagd nach den Wölfen schon zum Opfer gefallen sind. Dorthin werden auch diejenigen gelangen, welche zu Menschenzeit rechtschaffen und göttergläubig waren. Ihnen soll die Pforte nicht verwehrt bleiben, nur weil sie von diesen Geschöpfen zu ihresgleichen gemacht wurden." Noch immer lächelte sie. "Ihnen wird der Einlass nicht verwehrt. Du wirst den Jäger bald wiedersehen und er wird vergessen haben, was er dir antat. Und auch du kannst es vergessen. Wenn du es möchtest."
Fragend, mit gerunzelter Stirn, wollte er diese Gesandte fragen, was ihm denn angetan wurde, da hörte er hinter sich ein Geräusch und es wurde ihm schlagartig bewusst, was ihm nun angetan werden würde. Er wirbelte herum und sah eine riesige Gestalt, ein Wolf, ähnlich dem Rudelführer den er letzte Nacht sah, aber auch mit den Gesichtszügen seines Nachbarn Doubter, auf sich zulaufen. Doch statt zu Schreien, wegzulaufen oder sich anders zu verteidigen, suchte er den Blick des Mädchens. Noch immer lächelte sie, nun aufmunternder und sie winkte ihm zu. Er wusste, dass alles gut werden würde. Lächelnd sah er Doubter entgegen.

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Knallhart in der Oberstadt


#6 Zwiebelkönigin Geschrieben 03. November 2011 - 18:06

Zwiebelkönigin

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WvD 24: Classicspiel
(geschrieben von: DSD-Steve)


Einstiegsgeschichte

Wir schreiben das Jahr 1380 nach Christus. In einem kleinen Dorf lebten 14 Dorfbewohner. Eines Tages kam ein seltsamer reicher Wanderer durchs Dorf. Die Leute schauten ihn seltsam an, als er durch die Gassen ging. Wer war er? Was will er? Was hat er?
Nach einer Weile wollte er in der Gaststätter „Finisher“ sich stärken. Der Wirt The Finsiher meinte aber nur: „Wir bedienen hier keine Fremden.“
„Herr Wirt, mir geht es schlecht und ich brauche essen für meine Frau und meinem Kind“
„Wir geben hier keine Almosen! Verschwinde du Gesindel!“
„Du wählst dein Schicksal selbst“
Und so ging der Wanderer wieder. Kurz darauf ging er in das Ärztehaus. Er fragte den Mediziner Bladewing26: „Herr Mediziner, ich brauche dringend Heilkräuter für meine Frau und meinem Kind, sie werden sonst sterben“
„Hast du 100 Gulden?“
„Nein – aber bitte helfen sie mir, oder wollen sie, dass mein Kind stirbt?“
„Ich bin doch nicht die Wohlfahrt! Verschwinde!“
„Du wählst dein Schicksal selbst“
Als der Wanderer über den Dorfplatz ging, schauten die anderen Bewohner den Wanderer mit höhnischen Gelächter an. Sie hatten sein Amulett entdeckt und machten ihm deutlich, dass sie dieses haben wollen, wenn er das Dorf wieder verlassen will. Er erwiderte nur: „Bitte lasst mich gehen. Ich muss zu meinen Kind und meiner Frau. Ohne mein Amulett habe ich kein Geld um sie zu ernähren.“ Doch dies war dem Dorf egal, die ersten fingen an sich auf ihn zu stürzen: „Gib es her!“. Als er sich währte, steckte auf einmal ein Messer in seinem Bauch, doch anstatt ihm zu helfen, nahm man sein Amulett. Nachdem die Kette gebrochen war, stand er auf einmal auf und zog das Messer einfach aus seinem Bauch – ohne Blut. „Ihr habt alle euer Schicksal gewählt“ „Ihr seid alle verdammt!“ Nachdem er eine seltsame Formal vor sich her flößte, sagte er nur noch: „3 von euch sind nun Werwölfe. Jede Nacht werden die 3 sich verwandeln und müssen einen von euch auswählen und ihn töten. Ihr dürft aber auch jeden Abend eine Person töten. Nur die Seite die am Ende noch lebt, wird Erlösung finden. Falls ihr euch weigern solltet, zu töten, werde ich euch alle töten!“
Auf einmal war der Wanderer weg – einfach so.
Zunächst ignorierten sie es. Die Bewohner töten niemanden und auch die 3 Wölfe blieben einfach in ihren Hütten. Als sie am nächsten sich im Wirtshaus trafen, gingen auf einmal The Finisher und Bladewing26 in Flamen auf. Dabei entstand ein Schatten vom Wanderer. Und eine Stimme ertönte: „Ich habe es gesagt. Entweder ihr spielt ab jetzt mit oder morgen seid ihr alle tot!“
Die Bewohner wussten, ab jetzt werden sie mitspielen müssen…

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Knallhart in der Oberstadt


#7 Zwiebelkönigin Geschrieben 03. November 2011 - 18:07

Zwiebelkönigin

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Halloween-Sonderspiel: Jeder Spieler eine Sonderrolle
(geschrieben von: Zwiebelkönigin (pseudodespot))

Für dieses Spiel bekam jeder Spieler zu seiner Rolle auch eine kleine Geschichte über seine Rolle geschickt. Hier die Geschichten mit den Rollenbeschreibungen und PMs, die rumgingen.


Unicorn
Unicorn wurde als sechstes Kind einer mittellosen Familie aus Korbflechtern geboren, welche es schon mit. ihren fünf anderen Kindern schwer hatte, in dem kleinen Städtchen Finsterhain am Düsterwald ihre Existenz zu wahren. So hatte die kleine Nachzüglerin es immer schwer, denn ihre älteren und größeren Geschwister ließen nicht viel für sie übrig.
Doch nie beklagte sie sich, war sie doch, sei es einer ungesunden Lebensweise der Mutter oder mangelnden Zuwendung in frühester Kindheit verschuldet, mit einem schlichtem Gemüt gesegnet und verstand nicht viel von der Ungerechtigkeit, in welche sie hineingeboren ward.

Eines seltsamen Tages kam die Zwiebelkönigin, die Dorfälteste und Anführerin des kleinen Städtchens, zu Unicorns Familie und verlangte Unicorn zu sprechen. Sie erzählte Unicorn, dass schwere Zeiten bevorständen. Sie erzählte von Lügen, Morden und Wesen, über die Unicorn gar nicht erst nachdenken wollte. Sie erzählte auch, dass die Mitbürger vom Finsterhain dann auch zu jedem Sonnenuntergang einen der ihren auf den Scheiterhaufen bringen würden. Unicorn solle aber keine Angst haben, denn, sollte sie auf dem Scheiterhaufen landen, würden ihre Mitbürger kurz vorher erkennen, dass Unicorn mit ihrem schlichten Gemüt wohl kaum für das Chaos im Dorf verantwortlich sein könne. So würde sie den Lynch überleben. Allerdings würde sie zu diesem Zeitpunkt auch ihr Stimmrecht verlieren, da nunmal auch nicht viel um die Meinung einer minderbemittelten zu diesen Zeiten nicht viel gilt.
Zwar verstand Unicorn nicht, was die Dorfälteste da genau von ihr wollte; aber es machte ihr Freude, der Alten zuzuhören, deswegen machte sie sich keine Sorgen um die Zukunft...


Du bist die Schwachsinnige. Du spielst für das Dorf. Solltest du gelyncht werden, werde ich stattdessen deine Rolle bekanntgeben und du wirst nicht gelyncht. Es wird dann an diesem Abend keinen Lynch geben. Allerdings verlierst du dadurch dein Recht an weiteren Abstimmungen teilzunehmen. NK kannst du trotzdem werden.

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Doubter
Doubter wurde als erstes Kind einer mittellosen Familie von Korbflechtern in dem kleinen Städtchen Finsterhain beim Düsterwald geboren. Da er nicht nur das älteste, nein auch das stärkste der Kinder war, mangelte es ihm an nichts und er bekam stets was er begehrte. So wurde er ein beliebter Bürger der Stadt und der beste Kämpfer unter den Männern des kleinen Orts.

Eines Tages, es war kurz vor dem Tag der Toten, kam die Zwiebelkönigin, die Älteste von Finsterhain zu Doubter und setzte sich zu ihm. Sie erzählte, dass schwere Zeiten auf Finsterhain zukamen, von Wesen der Nacht, Mördern und seltsamen arkanen Dingen, von denen Doubter noch nie etwas gehört hatte. Da sagte sie ihm auch, dass er wohl durch seine außergewöhnliche Stärke und Kampfkraft den Überfall eines feindlichen Wesens überleben würde, sollte er sich ereignen. Allerdings käme der Tod dann in der nächsten Nacht, da er mit rein menschlicher Kraft nun doch nicht ganz gegen das Unheil gefeit wäre. Mit diesen Worten verliess die Älteste Doubter und wünschte ihm viel Glück für die kommenden Tage...


Du bist der Harte Kerl. Du spielst für das Dorf. Solltest du NK werden, stirbst du nicht sofort, sondern eine Nacht später. Dein Tod wird allerdings in der Nacht des Angriffs beschlossen, in der darauffolgenden Nacht könntest du nicht mehr geheilt oder gerettet werden. Auf den Lynch hat das keine Auswirkungen, dh du kannst trotzdem gelyncht werden.

Die PM, die Doubter zu seinem Angriff bekam:
In der Nacht nach dem Lynch des Heilers wurde Doubter überfallen. Die Gestalt schien aus dem Nichts zu kommen und mit schierer übermenschlicher Kraft riß sie Doubter zu Boden. Ein Heulen und Kreischen erklang und riesige Hauer wurden in Doubters Fleisch geschlagen, Er konnte sich dieser Kreatur, die komplett vermummt und in Schatten verhüllt war, aber dann doch noch erwehren. Aber zu schwer waren seine Wunden. Der Heiler war tot und Doubter wusste, dass diese Wunden nicht mit den normalen Mitteln behandelt werden könnten. So blieb ihm nichts übrig, als seine Schmerzen zu ertragen und zu versuchen den nächsten Tag zu überstehen....

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Iavra
Iavra war das einzige Kind des armen Kräutersammlers des Städtchens Finsterhain am Düsterwald. Seine Mutter starb bei seiner Geburt und sein Vater, ganz krank vor Kummer das einzige, was er hatte, verloren zu haben, gab er immer dem armen Iavra die Schuld an seinem Unglück. In seinem traurigen Lage wandte sich Iavra an die Bürger des Ortes und bat um Hilfe, doch nirgends fand er auch nur ein Wort des Trostes. So verbitterte er und hasste die Menschen. Er wusste, dass er sich irgendwie rächen musste.

Als er eines Abends die Zwiebelkönigin, die Älteste von Finsterhain, traf, sah sie in ganz merkwürdig an. Sie zog ihn zu sich und sagte ihm, dass er nur versuchen solle, an der Dorfgemeinschaft Rache zu üben. Dies sei sein Recht als Verlassener. Sie reichte ihm eine Klinge aus schönstem Silber sagte, dass er diese nur einmal benutzen könne, bevor sie zu Staub zerfallen würde. Abrupt ging sie weiter und machte den Anschein, als hätte diese Unterhaltung nie stattgefunden...


Du bist der Verlassene. Du spielst gegen das Dorf. Du darfst einmal jemanden in der Nacht töten. Du gewinnst, wenn dorffeindliche Rollen 50% des Dorfes ausmachen. Du darfst auch als Reaktion auf deinen Lynch jemanden meucheln. Solltest du NK werden, werde ich dich in der Nacht darüber informieren und du darfst dann ebenfalls noch deinen Mord begehen.

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Fyren
Fyren war der Enkel der Zwiebelkönigin, der Ältesten von Finsterhain am Düsterwald. An seine Eltern konnte er sich nicht mehr erinnern und das einzige, was er von ihnen hatte, war ein roter Mantel, den er gerne trug, wenn er seine Großmutter besuchen ging.
Eines Abends erzählte sie ihm bedrückt, dass schwere Zeiten auf Finsterhain zukämen. Morde, Lügen und unheimliche Wesen würden den Ort plagen. Doch sie hätte sich so gut es ginge um die Sicherheit Fyrens bemüht und den Jäger gebeten, ein Auge auf Fyren zu werfen. Sie sagte, Fyren brauche keine Angst zu haben, denn solange es den Jäger gäbe, so lange wäre er sicher.
Mit Tränen verabschiedete sie sich und Fyren hatte das Gefühl, dass er seine Großmutterwohl nicht wiedersehen würde.....


Du bist das Rotkäppchen. Du spielst für das Dorf. Solange der Jäger noch lebt kannst du nicht NK werden. Wenn du angegriffen wirst, findet der NK einfach nicht statt. Sollte der Jäger in der selben Nacht sterben, bist du allerdings nicht mehr geschützt.
Das hat keinen Einfluss auf den Lynch, dh du kannst trotzdem gelyncht werden.

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Thoradin
Thoradin war der Erstgeborene Sohn des Grafen von Finsterhain am Düsterwald. Als adliger und gutaussehender junger Mann war seine Gesellschaft den Damen im Ort aüßerst angenehm. Eines Abends lernte er eine junge, geheimnisvolle Frau im Gasthaus des Städtchens kennen, welche er dort noch nie gesehen hat. Sie umwarb Thoradin, was diesem mehr als unangenehm war und er zierte sich ihre Einladung in ihr Zelt zu folgen, anzunehmen.
Als die Frau jedoch merkte, dass der junge Mann kein Interesse an ihr zu haben schien, rief sie aus, dass er verflucht sein soll und der Tode ihm nun näher als das Leben wäre. Sie verschwand im dunklen und ließ einen ratlosen jungen Mann zurück. Was hatte das zu bedeuten?
Als am nächsten Tag die Zwiebelkönigin, die Älteste von Finsterhain, zu ihm kam, hatte er den Zwischenfall schon längst wieder vergessen. Doch mit trauriger Miene erzählte sie ihm, dass in der Nacht eine Hexe aus der Stadt geflohen sei, sie aber noch befragt werden konnte. Sie habe Thoradin verflucht und es gäbe nichts, was ihm noch helfen könnte.
Thoradin war schockiert. Er fragte, ob sie weiß, wieviel Zeit er noch habe und sie sagte, dass so ein Todesfluch meistens dann eintritt, wenn die Nacht beginnt, welche der Zahl der gefährlichen Wesen im Ort plus eins entspricht.
So wie nebenbei erwähnte sie, dass auch noch sehr schwierige Zeiten auf Finsterhain zukamen und der Ort von Mördern und alptraumhaften Wesen heimgesucht werden würde; so dass der Fluch Thoradins nur das geringste Übel ausmachen würde.
Doch Thoradin wusste nicht, was grade schlimmer sein konnte, als den Zeitpunkt des eigenen Todes zu kennen und nichts tun zu können....


Du bist der Verfluchte. Du spielst für das Dorf. Du stirbst in Nacht x, wobei x der Zahl der Dorffeindlichen Spieler plus 1 entspricht. Momentan gibt es derer 3. Also wirst du nach Stand der Dinge in Nacht 4 sterben. Sollten die Dorffeindlichen Spieler aber sterben, so verkürzt sich auch deine Lebenszeit.
Du kannst in der Nacht deines Todes nicht geheilt werden.

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Illia5
Illia5 war schon als Kind sehr rechtschaffen und verteidigte diejenigen, die sich nicht selbst verteidigten wollten oder konnten. Als mittleres Kind einer großen Familie von Schuhmachern in Finsterhain am Düsterwald wurde ihm der Gerechtigkeitssinn quasi in die Wiege gelegt. So war er bei seinen Mitbürgern stets beliebt und sein Rat hoch angesehen.

Eines Abends, kurz vor dem Tag der Toten, besuchte ihn die Zwiebelkönigin, die Älteste des Dorfes. Sie schien betrübt und erzählte ihm, dass schwere Zeiten auf die Bewohner Finsterhains zukamen. Sie erzählte von schrecklichen Monstern, Mördern und Lügnern, von wütenden Mobs, die durch den Ort ziehen und Unschuldige lynchen würden. Aber sie ermahnte Illia5 auch, auf seine Fähigkeiten zu vertrauen und nicht jeden Mord so hinzunehmen. Er solle, wenn er sich nicht sicher wäre, dass das Dorf den richtigen lyncht, sein leben offerieren um so einen anderen zu retten. Mit einem ermunterndem Lächeln verließ sie ihn wieder...


Du bist der Rechtschaffene. Du spielst für das Dorf. Du darfst jemanden vor dem Lynch bewahren, indem du dich selbst als Lynch anbietest.

--------------------

pseudodespot
pseudodespot war ein erfolgreicher Händler für Rüstungen in Finsterhain am Düsterwald. Als mittelloser Kaufmannssohn hatte er aus dem nichts ein gut laufendes Gewerbe erschaffen, mit der er seine Frau und sein Kind gut ernähren konnte. Er hatte alles, was sich ein junger mann in einer kleinen Stadt wünschen konnte.
Doch eines nachts wurde er in einer dunklen Gasse überfallen. Wie aus dem Schatten erschien ein hochgewachsener Mann vor ihm und schon lag er auf dem Boden, die Gestalt über ihm, seinen Mund nah an pseudodespots Hals gepresst.
Als pseudodespot am nächsten Morgen in seinem Bett erwachte, war nichts wie vorher. Seine Frau und seine kleine Tochter lagen tot und blutleer auf dem Boden vor dem Bett. Doch pseudodespot konnte keine Trauer fühlen. Er roch den Boten, der draussen vor dem Fenster vorbeiging. Er roch, was der Bote am vorherigen Tag gegessen hatte. Und wen er in der Nacht geküsst hatte. Was war geschehen? Was wird nun mit ihm passieren? Was soll er tun?

Da klopfte es plötzlich an der Tür. pseudodespot hatte nichts gerochen, also wer konnte es sein? Da stand vor ihm die Zwiebelkönigin, die Älteste von Finsterhain, und funkelte ihn an. Schnell trat sie ein, schloß die Tür hinter sich und sagte ihm, er sei zu einem Geschöpf der Nacht geworden. Er müsse nun vom Blut seiner Mitbürger leben, um überleben zu können. Derjenige, der ihm zu diesen Wesen gemacht hatte, war in der Nacht vorher gefasst und zu Staub gemacht worden. Weiter sagte sie, dass sie pseudodespot nun nicht dem anderen folgen lassen würde. Stattdessen solle er die Gelegenheit bekommen, sich zu beweisen, so wie sie ein jeder hat. Denn am Ende solle der stärkste überleben.... Mit diesen Worten ging sie.


Du bist der Vampir. Du spielst gegen das Dorf. Jede Nacht beißt du einen Mitspieler. Dieser Spieler wird dann allerdings erst gleichzeitig mit dem Lynch am nächsten Tag wegen Blutarmut sterben. Dieser Spieler könnte nur in der Nacht des Angriffs geheilt werden. Dieser Spieler kann auch gelyncht werden. Dieser Spieler erfährt nicht, dass er gebissen wurde, bis er stirbt. Du gewinnst, wenn Dorffeindliche Spieler 50 % der Spieler ausmachen.

Hier noch die PMs, die mit pseudodespot ausgetauscht wurden:

pseudodespot (nach der Rollen-PM):
Sie war fort.
Genauso schnell wie die Zwiebelkönigin aufgetaucht war so schnell war sie entschwunden.

Ein Wesen der Nacht? Das sollte ich sein?

Wäre man in dem Moment in dem Haus gewesen, hätte man eine bleiche Gestalt grübelt im Kreis gehen sehen, den Körper seines Kindes achtlos beiseite tretend, als der Rundgang an ihr war.
Plötzlich hielt die Gestalt inne.
War der Postbote noch einmal umgekehrt? Das klopfen an der Tür bestätigte den Verdacht. Panik kam auf und verschwand ebenso schnell wieder. Wie dies möglich sein fragte sich die Gestalt noch als sie die Tür öffnete, dem Boten nur einen Spalt breit Einblick in das Schlachtfest der letzten Nacht gewährend.

Ja?

Die Gestalt erinnerte sich nicht daran jemals so unfreundlich gewesen zu sein. Doch auch das schien egal. Der Bote lächelte.

Da hätte ich Sie doch beinahe vergessen.

Wie schaffte es der Knilch so ruhig zu bleiben, sogar zu Lächeln wage der Schuft! Draußen war es Tag und unerträglich. Wie konnte er es wagen die Gestalt zu stören? Wortlos griff diese zu dem kleinen Stapel aus Papier und stellte mit der gleichen Verwunderung wie der Bote fest, dass die Finger ihrer Hand noch immer blutig waren.

Oh, haben sie sich verletzt, Herr...?

Die Gestalt riss die Briefe an sich und schlug dem Boten die Tür ins Gesicht. Während sich jener noch wundernd abwendete, beschloss die Gestalt, dass der Ort wohl bald einen neuen Postboten benötigen würde.

Die Sonne bemühte sich draußen weiter zu Höchstleistungen, drinnen schlief die Gestalt. Traumlos in die Haut seiner ehemaligen Liebe gehüllt.


pseudodespot (nach dem ersten Lynch):
Die Gestalt hatte den Tumult aus den Schatten des Rathauses heraus beobachtet. Ihr kam zugute, dass sie auch früher eher für Zurückhaltung bekannt war. sie blickte sich um und versuchte den Gestank der Lebenden auszublenden. Angewidert wendete sie sich ab als der Heiler zum Strick geführt wurde.
Die Gestalt hatte bis zum Schluss für den Heilerlehrling gesprochen, wusste sie doch, dass der nach Kräutern riechende Knabe ein leichtes Opfer sein würde.

Die Entsetzensschreie im Rücken, mindestens zwei davon gespielt, selbst das konnten seine Sinne erfassen, betrat die Gestalt wieder ihr Haus. Sie würde sich überraschen lassen, wer für das andere Blutbad verantwortlich ist. Allerdings war ihr ein Bewohner zuwider. Dieser The Spectre oder wie sie ihn nannten.
Also ob es von Belang wäre wie bleich und ungesund man nach so einer Nacht aussehen würde. Nichts hatte der Kerl, der nach den Erinnerungen der Gestalt irgendwas mit der Jägerfamilie zu tun hatte, in der versammlung hervorzubringen außer Haltlose Anschuldigungen gegen jemanden der zu spät kam.
Über den wahren Grund konnte er ja nichts wissen. Der Arme. Er hätte einem Leid tun können, wenn man noch zu Emotionen fähig gewesen wäre.

Aber da war nur Hunger.

Allerdings, so traf es die Gestalt in ihren Gedanken, Jäger waren bekannt dafür Widerstand zu leisten. Wenn der neue Jäger auch diese lästige Eigenschaft seiner Brut zeigen würde, wäre es unklug sich jetzt schon mit ihm anzulegen. Schließlich war sie sich noch nicht ihrer vollen Starke überzeugt.
Also würde sie die lauteste Stimme verstummen lassen und des nachts dem Haus von Boneshredder einen blutigen Besuch abstatten.


Spielleitung:
Als er aus dem Haus des Mannes trat, welcher unter dem Namen Boneshredder bekannt war, wusste er, dass er richtig gehandelt hatte, diesen nicht direkt zu töten. Der Hunger wurde auch so gestillt und der Mann würde vielleicht den Tag noch erleben. So würde kein Verdacht auf die Gestalt fallen....

pseudodespot (nach dem zweiten Lynch):
Der Weg zurück zum Haus war beschwerlich. Jede Unruhe im Schlaf dieser minderen Wesen drang an ihr Ohr. Die Gestalt erschrak jedes Mal wenn sie eines Geräusches gewahr wurde das auf einen wachen Dörfler schließen ließ. Auch wenn sie zu ihrem Haus zurück von Boneshredder das halbe Dorf zu durchqueren hatte war dies doch früher in wenigen Augenblicken möglich gewesen. Einfach nur die Oststrasse hinauf oder hinunter. Diesmal dauerte es Ewigkeiten.
Zeit Gedanken neu zu ordnen.
Wer würde den morgigen Hunger stillen? Wer war entbehrlich?
Die Gestalt ging ihre Erinnerungen an die letzte Versammlung durch. Wer stand am Rande, wer hielt sich zurück? Je weniger die Person zu der Sache gesagt hatte desto weniger hatte sie über die Gestalt gesagt. Beste Weidegründe sozusagen.
Ein blutiges Lächeln.

Am Hause angekommen entschied die Gestalt sich. In der nächsten Nacht würde sie den weiten Weg nicht machen sondern die nur zwei Häuser entfernt wohnende Unicorn aussaugen.
Es konnte schließlich nicht schaden, den Vergleich zwischen Männlein und Weiblein auch auf die Inneren Werte auszudehnen. Mit Sicherheit würden einige Geschmacksunterschiede zu Tage treten.

Die Gestalt jedoch würde nicht zu Tage treten.


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Pedro Kantor
Pedro Kantor war der zweite Sohn einer Familie von Straßenmusikanten, welche von Ort zu Ort zog, um ihre Dienste anzubieten. Es war eine einfache und doch glückliche Kindheit, erfüllt von Musik und der Liebe seiner Familie.

Doch eines Tages passierte in Finsterhain am Düsterwald eine große Tragödie: Die ganze Familie des Pedro Kantors wurde erdolcht und ausgeraubt aufgefunden. Nur Pedro überlebte den Angriff, da er sich zu dem Zeitpunkt in einem Gasthaus aufhielt. Er schwor auf Rache, musste jedoch feststellen, dass die Obrigkeit in Finsterhain kein Bestreben zeigte, diese Morde aufzuklären. Vor Wut und Trauer setzte er sich hin und komponierte eine Melodie, welche jeden Bewohner Finsterhains verzaubern würde und durch welche er sich die anderen Menschen Untertan machen konnte.

So erfüllt von Eifer, diese Melodie auf seiner Laute zu üben, bemerkte er nicht, dass die Älteste Finsterhains, die Zwiebelkönigin, auf ihn zukam. Sie sagte, dass er die Gelegenheit zur Vergeltung haben dürfte, den sie könne ihn verstehen schließlich habe ein jeder das Recht seine Fähigkeiten zu seinem Nutzen zu verwenden. Mit diesen Worten verließ sie ihn wieder....


Du bist der Lautenspieler. Du spielst weder für, noch gegen das Dorf. Jede Nacht nennst du mir zwei Spieler, die du mit der Musik verzauberst. Diese Spieler werden darüber informiert, dass sie verzaubert wurden, aber nicht von wem. Du gewinnst, wenn alle noch lebenden Spieler verzaubert sind und du ebenfalls noch am Leben bist. Du darfst mit den Spielern nicht außerhalb des Spiels kommunizieren.

Die Spieler haben folgende PM bekommen, wenn sie verzaubert wurden:

In der Nacht hörte [Spielername] plötzlich eine Melodie, so lieblich, wie er noch nie Musik gehört hatte. Er versank im Lauschen dieser Musik und schien zu vergessen, was um ihn herum geschah. Er wusste nicht, wieviel Zeit vergangen war und was mit ihm passierte, als er wieder aufwachte. Er wusste nur, dass er, sollte er diese Melodie nochmals vernehmen, ihr ohne zu zögern folgern würde. Er war verzaubert....

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Mortiferus
Mortiferus war ein Waisenkind und wuchs in einem Waisenheim in Finsterhain am Düsterwald auf. Er war ein netter ruhiger Junge, hielt sich für nichts besonderes, und so war seine Freude groß, als sich eines Tages die Älteste von Finsterhain, die Zwiebelkönigin, für ihn zu interessieren schien. Sie besuchte ihn und nahm ihn mit, wenn sie mit ihrem Sohn auf Jagd in die umliegende Umgebung ging. Sie schien voller Zuneigung zu ihm und er erwiderte diese.
Noch als Kind nahm sie ihn eines Tages beiseite und führte ein langes Gespräch mit ihm. Sie habe bei ihm eine Fähigkeit gesehen, wie auch sie sie habe. Sie müsse nur ein Ritual durchführen, welche seine Fähigkeiten aktiviert. Allerdings sei dafür noch nicht die Zeit gekommen. Er würde es schon merken, wenn es soweit wäre.

An dieses Gespräch erinnerte sich Mortiferus viele Jahre später, als er bemerkte, wie besorgt und unruhig die Älteste in den letzten Tagen war. Es näherte sich der Tag der Toten und schwere Zeiten schienen sich anzubahnen. Die schwere konnte man gut an den Sorgenfalten der alten Frau ablesen und dies beunruhigte Mortiferus gleichermaßen. Er sprach sie darauf an und sie erklärte ihm, dass es nun bald soweit sei. Er solle sich keine Sorgen machen und die ihm gegebenen Fähigkeiten nutzen, um den Dorfbewohnern in der schwierigen Zeit zu helfen. Traurig schickte sie ihn weg und er war sich sicher, dass er sie wohl nie wieder sehen würde....


Du bist der Seher

Hier die Peek-PMs an Mortiferus

1. Nacht: Thoradin
In der Nacht vor dem Tag der Toten spürte Mortiferus plötzlich, dass etwas nicht stimmte. Er schrak aus einem wirren Traum hoch, in dem er seine alte Mentorin, die Dorfälteste, dabei beobachtete ein seltsames Ritual durchzuführen. Er wusste zwar, dass sie ihn nicht sehen konnte und doch hatte er das Gefühl, sie wisse um seine Anwesenheit und fordere ihn sogar auf, ihr zuzuschauen.
Sie hatte einen Drudenfuß aus Stroh und Kieseln um sich erichtet und sprach leise Worte in die Leere der Nacht. Mortiferus hatte das Gefühl, die Zeit verginge hier anders, denn es schienen Stunden zu vergehen, bis die Älteste nun laut sprach, dass dies das Ritual der Augen sei. Es wäre an der Zeit, ihre Fähigkeiten jemanden zu übergeben, der sie nun besser zu nutzen verstand. Sie sprach, er solle sich nicht grämen und die Gabe annehmen, die die Götter ihm geschenkt hatten....
So war es für ihn keine allzu große Überraschung, als die Alte am nächsten Tag tot aufgefunden wurde.

Den ganzen Tag über fühlte er sich schon leicht schummrig, als hätte er am Tage zuvor zu tief ins Glas geschaut. Er wollte dieses Gefühl endlich loswerden, denn für die Erfüllung seines neuen Amtes brauchte er einen klaren Kopf. So legte er sich alsbald schlafen, doch wirre Träume verfolgten ihn.
Vor sich sah er Thoradin, wie er grade mit der Ältesten sprach. Dies musste ein paar Tage zurück liegen.
Thoradin erfuhr grade, dass er verflucht wurde. Eine Hexe von weit her hatte dies zu verantworten. Sie wurde zwar gefasst und unschädlich gemacht, doch diesen Fluch vermochte nichts aufzuhalten.
Thoradin würde sterben, wenn die Nacht beginnt, welche der Zahl der gefährlichen Wesen im Ort plus eins entspricht....


2. Nacht: Iavra
In der kommenden Nacht schlief Mortiferus noch schlechter als in der vorherigen. Diesmal träumte er von Iavra. Dieser hatte in seinem Traum eine silberne Klinge in der Hand und wartete nur darauf, diese dem nächstbesten Dorfbewohner ins Herz zu rammen. Iavra war der Verlassene, ein Mörder, der Rache an Finsterhain verüben wollte. Eine dorffeindliche Rolle, die einmal jemanden töten kann....

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The Spectre
Spectre war der älteste Sohn des Jägers von Finsterhain beim Düsterwald. Der Jäger war ein liebender und fürsorglicher Mann, und er kümmerte sich gerne um seinen Sohn. Zusammen zogen die beiden durch die Wälder und nichts konnte ihnen einen Schrecken einjagen.
Umso erstaunlicher war es, dass Spectres Vater eines Tages nicht von der Jagd zurückkam. Eine ganze schlaflose Nacht wartete er auf das plötzliche Auftauchen seines Vaters, doch als am nächsten Tag noch immer kein Anzeichen gegeben war, ging Spectre zu der Ältesten Finsterhains, der Zwiebelkönigin. Diese schien zwar besorgt ob des Verbleib des alten Jägers, aber sie schien nicht allzu überrascht. Mitleidig erklärte sie Spectre, dass es Gerüchte um finstere Gestalten gegeben habe, die in der Nacht ihr Unwesen trieben. Schwere Zeiten stünden bevor, voller Lügen und Mord. Sie erklärte ihm, dass er lieber in der Sicherheit der Stadt bleiben solle und sie eine Wache auf die Suche nach seinem Vater schicken würde....


Du bist der Jäger

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Lev
Lev war der Sohn einer Alchemistin in Finsterhain am Düsterwald. Schon als Kind saß er lieber im Labor seiner Mutter und sah ihr zu und half, statt mit den anderen Kindern zu spielen. Zwar hänselten sie ihn oft aufgrund seiner mißgebildeten Gestalt (seine Mutter hatte in der Schwangerschaft nicht die Hände von ihren Reagenzien nehmen können), aber das störte ihn nicht. Er mochte es, die Wirkungen verschiedener Substanzen miteinander zu vergleichen und Experimente damit zu machen.
Als er älter wurde, konnte seine Mutter ihrer Arbeit nicht mehr nachkommen und verblieb traurig in ihrer Kammer. Nicht nur ihrer geliebten Arbeit, nein, auch ihrem Sohn genommen; denn dieser musste nun ja für ihrer beiden Verbleib sorgen.
Eines Tages, es war kurz vor dem Tag der Toten, fand er am Stadtrand ein Kraut, wie er es noch nie gesehen hatte. Er wusste, dass er zwar lieber keine unbekannten Kräuter für seine Arbeit verwenden solle, aber zu verlockend schien es, eine neue, noch unbekannte Wirkung auf verschiedene seiner Mixturen zu untersuchen.
Zurück in seinem Labor erwartete ihn die Zwiebelkönigin, die Älteste von Finsterhain, um nach einer Bestellung (ein Trank gegen Blasenschwäche; man merkte ihr ihr Alter nun doch langsam an) zu fragen. Schuldbewusst versteckte Lev das unbekannte Kraut und gab der alten ihren Trank. Diese sah ihn durchdringend an, als ob sie um sein schlechtes Gewissen wisse und erzählte ihm, dass harte Zeiten auf die Einwohner Finsterhains zukamen. Sie erzählte von alptraumhaften Wesen, Mördern und Lügnern und aufgebrachten Mobs, welche lynchend durch die Straße ziehen würde.
Lev beunruhigte dies zwar, aber in seinem Labor wäre er wohl sicher. Er ging sowieso nicht oft raus. Dies versicherte er der alten und schon sie nett, aber bestimmt, aus seinem Reich.
Endlich konnte er sich der Entdeckung widmen. Und er verbrachte tatsächlich mehrere Stunden mit der Extraktion und Verarbeitung dieser neuen Pflanze. Auf einmal, er hatte etwas dazugegeben, von dem er wusste, dass es das Bewusstsein erweitern könne, ging von dem Gemisch ein wohliger Geruch aus, der ihn schläfrig machte und zum niedersetzen anregte. Die Farben verschwammen vor seinen Augen.....


Du bist der Seher (Lev war eigentlich eine Dorffeindliche Rolle; nämlich der schizophrene Axtmörder. Seine Peeks wurden der Nightkill. Er wusste das nicht und erfuhr es erst mit der Auswertung)

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Boneshredder
Boneshredder war das einzige Kind des Lehrerpaars in Finsterhain am Düsterwald. Umsorgt und geliebt, stand ihm alles Wissen der Welt zur Verfügung, denn seine Eltern waren die gebildetsten Menschen des Ortes. So verschlang er Bücher über Bücher. Am liebsten waren ihm dabei Geschichten über berühmte Detektive und er wollte nichts lieber tun, als seinen Idolen nachzueifern.
Da Finsterhain nun ein ziemlich beschauliches Städtchen war, gab es für einen angehenden Detektiv nicht viel zu tun. Trotzdem wollte er seinen Traum nicht aufgeben und so beschloss er eines Tages, es war kurz vor dem Tag der Toten, die Älteste aufzusuchen und sie zu bitten, ihm doch jede Vorkommnis zu melden. Sein eigentlicher Beruf als Kürschner wäre zwar gut geeignet, seine Familie zu ernähren, jedoch biete sie nicht sehr viel Spannung. Die Älteste von Finsterhain, die Zwiebelkönigin, war zwar amüsiert, jedoch versprach sie ihm, auf ihn zuzukommen, wenn ungewöhnliche Ereignissen untersucht werden sollten. Dabei erzählte sie, dass derer Ereignisse wohl schon bald gehäuft auftreten könnten. Es gabe Gerüchte über alptraumhafte Wesen und Mörder und wenn sie nicht aufpassten, könnte es mehr zu untersuchen geben, als Boneshredder recht sein könnte. Ein wenig beunruhigt zog er von dannen....


Du bist der Detektiv. Du spielst für das Dorf. Du darfst insgesamt dreimal im Spiel nach einem NK folgende Frage an mich stellen: Ist Spieler x oder Spieler y für den Tod von Spieler z verantwortlich? Daraufhin werde ich mit Ja oder Nein antworten. Wenn ich mit ja antworte, ist halt entweder Spieler x oder Spieler y für den Tod von z verantwortlich; bei Nein keiner der beiden.

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tortilia
tortilia war der jüngste Sohn des Metzgers von Finsterhain beim Düsterwald und hatte ein sonniges Gemüt. Sein Vater wollte zwar gerne, dass alle seine Söhne in seine Fußstapfen treten, aber da tortilias ältere Brüder dieser Bitte nachkamen, konnte es sein Vater verkraften, dass tortilia lieber bei einem Arkanisten in die Lehre ging. Bei dieser Arbeit hatte er Freude und er erstellte fantastische Heiltränke, die im ganzen Land bekannt waren.
Diese waren auch der Grund für den plötzlichen und überraschenden Besuch der Zwiebelkönigin, der Ältesten von Finsterhain, bei tortilia. Sie vertraute ihm an, dass schwere und finstere Zeiten auf Finsterhain zukamen und erwähnte dabei übernatürliche Monster, fiese Mörder und Lügner und wütende Mobs, die durch die Straßen ziehen würden. Aufgrunddessen solle tortilia einen Heiltrank brauen, wie er noch nie einen gebraut hätte. Er nahm die Herausforderung an und bot ihr an, diesen sofort herzustellen. Dankbar nahm sie dies an und verschwand wieder....


Du bist der Heiler. Du spielst für das Dorf. ich teile dir in der Nacht den NK mit und du kannst entscheiden, ob du den Heiltrank einsetzen möchtest. Du kannst ihn nicht für einen Lynch oder dich selbst verwenden. Du hast nur einen Heiltrank.

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blacklands
blacklands war ein mittleres Kind in einer armen Familie von Korbflechtern in Finsterhain am Düsterwald. Er war immer ein nettes und ruhiges Kind, doch begann er schon früh, sich dem Okkultismus hinzugeben. Er freundete sich mit dem Kind eines Arkanisten an und verbrachte daraufhin die meiste Zeit im Haus seines Freundes. Schnell hatte er seinen Wunschberuf gewählt, so verlockend schien die Arbeit mit dem Übernatürlichen, was einen aus der Menge herausheben würde.
Er war ein guter Schüler, dem jedes Feld gut lag. Manchmal schoß er über das Ziel hinaus, konnte dies aber meist gut verbergen. So schaffte er es, einen Heiltrank zu brauen, welcher nicht nur heilen, sondern auch Tote wiederbeleben konnte.
Dies machte ihm Angst, denn was einmal tot ist, sollte normalweise aus tot bleiben. So ging er zur Ältesten von Finsterhain, der Zwiebelkönigin, und bat sie um Rat. Diese schien allerdings keineswegs beunruhigt aufgrund dieser Entdeckung; vielmehr sah sie darin die Möglichkeit dem Dorf zu helfen. Und so erzählte sie blacklands, dass schwere Zeiten bevorstünden. Sie erzählte von finsteren Kreaturen und Mördern und wütenden Mobs. Sie meinte, wenn blacklands die Möglichkeit hat, tote wiederzuholen, solle es auch nur eine Spiegelung der Erinnerung darstellen, solle er dies nutzen.....


Du bist der Geistbeschwörer. Du spielst für das Dorf. Du darfst einmal im Spiel einen Toten (Lynch oder NK) wieder zum Leben erwecken. Dieser wiedererweckte Spieler darf dann allerdings nur noch 10 Posts pro Tag machen und hat kein Stimmrecht mehr. Besondere Fähigkeiten verliert er.

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Oddsock
Oddsock wurde als Kind einer Lebedame in Finsterhain am Düsterwald geboren. In dieser ungewöhnlichen Gesellschaft lernte er schnell unauffällig durch die Häuser zu schlüpfen und niemanden aufzufallen. Als Kind war es nur praktisch und auch ein wenig belustigend, aber später fiel ihm auf, dass diese Fähigkeit keineswegs normal war. Da er nicht wusste, wo er sonst Rat finden sollte, wandte er sich an die Älteste Finsterhains, die Zwiebelkönigin.
Gerne war sie bereit ihm zu helfen und ihre große Lebenserfahrung sagte ihr auch gleich, was mit oddsock nicht stimmte. Er hatte die Fähigkeit, andere Fähigkeiten zu übernehmen, sofern er denn wolle. Wenn er diese nicht wolle, würde er einfach so normal und unauffällig bleiben wie er war.
Da die Alte gerne Gelegenheiten ergriff, wenn sie sich ihr boten, nutzte sie die Zeit, um Oddsock von der kommenden Gefahr für das Dorf zu unterrichten. Dabei erzählte sie von wütenden Mobs, hinterhältigen Mördern und beängstigenden Kreaturen. Oddsock solle die Gelegenheit nutzen und zeigen, wie nützlich er für Finsterhain sein könnte. Sie gab ihm zwei Tage Bedenkzeit....


Du bist der Klon. In der zweiten Nacht kannst du wählen, entweder niemandes Rolle zu klonen; dann bleibst du einfacher Dorfbewohner, oder die Rolle von jemanden zu klonen. Dabei nennst du einfach den Namen eines lebenden Spielers und ich sage, was dieser für Fähigkeiten hat. Du kämpfst dann auf der selben Seite wie derjenige und dessen Siegbedingungen werden deine. Sollte derjenige NK werden in dieser Nacht, kannst du kein Klon von ihm werden. Sobald du dich entschieden hast jemanden zu klonen, kannst du dich nicht wieder umentscheiden.

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Das Amulett
Das Amulett schützt vor dem Lynch und dem NK. Der Spieler, der von dir das Amulett bekommt, erfährt von wem er es bekommt. Er kann es dir nicht zurückgeben. Es gibt Varianten des Todes, vor dem das Amulett nicht schützen würde (Wenn der Spieler in der Nacht vorher von dem Vampi
Das Amulett wird morgens weitergegeben, dh, der NK kommt davor. Es würde also zB nicht einen geouteten Seher vor dem NK schützen.
Hat das Amulett einen Tod verhindert, wird es zerstört.

Hier die "Übergabe"-PMs

an blacklands
Kurz bevor blacklands wieder aufbrechen wollte, hielt ihn die Zwiebelkönigin auf. Sie sah ihn forschend an und musterte ihn von Kopf bis Fuß. Dann gab sie ihm ein Amulett. Sie erklärte, dass dieses Amulett vor dem Tod schützen solle, es aber nie länger als einen Tag bei der selben Person sein dürfte. Also müsste blacklands es am nächsten Morgen weiterreichen....

an Boneshredder
Als der Morgen dämmerte und Boneshredder seine Hütte verließ um zu schauen, was die Gründe für diese nächtliche Ruhestörung gewesen waren, stand plötzlich sein Nachbar blacklands vor ihm.
Dieser hielt ihm etwas hin, was Boneshredder nicht genau erkennen konnte. Blacklands sagte, er dürfe das Ding nur einen Tag lang haben und Boneshredder solle es nun nehmen. Er drückte es Boneshredder in die Hand und sagte, dieses Ding schütze vor dem Tod. Man müsse es jedoch jeden Morgen weiterreichen. Und nicht an die Person, von der man es bekommen hätte. Und schon ging blacklands eilig von dannen....


an Lev
Kurz vor seinem Tod konnte Boneshredder noch Lev etwas in die Hand drücken.
Er sagte, er dürfe das Ding nur einen Tag lang haben und Lev solle es nun nehmen. Es schütze vor dem Tod. Man müsse es jedoch jeden Morgen weiterreichen (oder kurz bevor man stirbt). Und nicht an die Person, von der man es bekommen hätte. Und schon ging Boneshredder eilig von dannen....


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Die Einstiegsgeschichte:
Der Tag der Toten war normalerweise, trotz des irreführenden Titels, ein Tag der Freude. Man gedachte seinen geliebten verstorbenen Verwandten, Bekannten und Freunde; denn, so dachte man sich, bei Musik und Tanz erinnert es sich am besten.
Als der Morgen eben jenes Tages dämmerte, die blutrot gefärbten Blätter das Sonnenlicht in Rubine aus Licht verwandelten, hätten nur die wenigstens Bewohner Finsterhains gedacht, dass das Schicksal einen Hohn mit ihnen trieb. Ein paar wenige waren beunruhigt: Nicht nur die Warnungen der Ältesten hatten sie noch im Gedächtnis, nein, es wurden auch Menschen vermisst. Der alte Jäger, eigentlich im Ruhestand, war nicht nach Hause wiedergekehrt. Zu allem Überfluss war in der letzten Nacht ein dichter Nebel aufgezogen, der einen die Hand vor den Augen nicht erkennen liess.
Nunja, doch die Dinge sollten ihrer Wege gehen und Geschäfte waren zu erledigen. Die Bewohner Finsterhains gingen ihrem Alltag nach. So dauerte es ein wenig bis Kinder auf dem alten Kürbisfeld, welches zur Zeit brach lag, einen grausigen Fund machten. Schnell wurde der Heiler gerufen, doch dieser konnte nichts mehr für sie tun: Die Dorfälteste lag tot in einem großen Drudenfuß aus Stroh und Kieseln. Um sie herum waren Kerzen aufgestellt, welche von alten, fauligen Überresten der einst hier wachsenden Kürbisse gehalten wurden.
Niemand konnte sich erklären, was hier vor sich gegangen war und somit beschlossen ein paar Bürger zusammen, dass es wohl das beste sei, den Boten in das nächstgelegene Fürstentum zu schicken, damit diese sich der Sache annehmen konnten. Immerhin war die Älteste gestorben und ohne deren Führung wussten sie nicht, was sonst zu tun sei.
Doch es schien, der Bote könne nirgendwo mehr Meldung machen. Er wurde in seiner Hütte gefunden. Sie hielten ihn zunächst für friedlich vor dem Kamin schlafend, doch war dieser längst ausgebrannt und der Bote ungewöhnlich blass. Auch hier wurde schnell ein Heiler herbeigerufen, doch auch hier konnte nichts mehr für den armen jungen Mann getan werden. Allerdings schien der Heiler hier um einiges beunruhigter. Dieser Mann war nicht friedlich im Schlaf gestorben. Es wurden Bisswunden gefunden, doch kein Tropfen Blut. Auch in dem Mann selbst schien keines mehr vorhanden zu sein.
Von Grauen gepackt, doch unschlüssig was zu tun sei, schließlich sollte eine Panik vermieden werden, machte der alte Heiler sich auf den Weg mit den Findern des Boten zu beratschlagen. Doch weit kam er nicht.
Ein entsetzter und aufgeregter Einwohner Finsterhains lief auf ihn zu, rief so laut aus, dass es jeder im Umkreis hören konnte: Der alte Jäger war gefunden worden. Zumindest das, was von ihm übrig blieb. Eigentlich erkenne man ihn nur an der kostbaren, reich verzierten Pfeife, die er immer bei sich trug. Übel zugerichtet lag er am Rande des Städtchens. Und alle waren sich sicher, dass dies die Tat eines Monsters sein musste. Kein Mensch wäre dazu in der Lage, einen anderen so hinzurichten....
Da konnte auch der sonst so gefasste alte Heiler nicht mehr an sich halten. Er verkündete, dass dies nicht der einzige grausige Fund dieses Tages sei. Nein, der Tag der Toten war zu einem wahren Tag der Toten geworden. Niemand dachte mehr ans Feiern, an Musik und Tanz.
Die Verantwortlichen für diese Taten mussten gefasst werden, und wenn niemand ins benachbarte Fürstentum reisen könne, müssste man sich eben selbst darum kümmern. So hallte der Ruf nach Rache und Vergeltung durch die Straßen, die meisten Finsterhainer blind vor Wut und Angst. Einige wenige besonnene, welche in den letzten Tagen schon ernste Gespräche mit der Ältesten geführt hatten, bemühten sich, Ordnung in das Chaos zu bringen und keine Panik aufkommen zu lassen. Sie forderten dazu auf, zunächst eine neue Führung für Finsterhain zu wählen. Später könnte man immer noch Vergeltung suchen.
Und so begannen die Dinge ihren Lauf zu nehmen.....


1. Lynch
Die wütenden Bewohner Finsterhains entschlossen sich, diesen Abend tortilia an Strang zu bringen. Dieser wehrte sich, versuchte seine Fesseln zu lösen, kämpfte gegen die Menge. Doch ohne Erfolg. Erbarmungslos zehrten sie ihn an den Galgen und schnell ward die Schlinge um seinen Hals gelegt.
So baumelte er schon, als aus der Menge laute Rufe ertönten. Der alte Heiler versuchte sich einen Weg durch die aufgebrachte Menge zu bahnen, doch es war zu spät. tortilia war tot, nichts könnte ihn noch retten. Der alte Heiler sank auf die Knie, vergrub sein Gesicht in seinen Händen und trauerte nun schon das vierte mal an diesem Tag. Er hatte seinen besten Schüler verloren. Nun mussten die Bewohner Finsterhains ohne diesen begabten Heiler auskommen....

Kurz darauf wurde abgestimmt, wer nun für die Belange Finsterhains verantwortlich wurde. Viele Stimmen bekam Mortiferus, und so wurde dieser zum neuen Hauptmann gewählt. Doch für Freuden war an diesen Tag kein Platz. Schnell waren die Einwohner Finsterhains wieder in ihren Hütten und scheuten sich vor der kommenden Nacht.....


1. Nacht
Die Nacht nach dem Lynch des Heilers war erfüllt von Schreien und Kreischen. Die Mütter hielten ihre weinenden Kinder und die Väter die geladenen Flinten oder gewetzten Messer.
Mit der Morgendämmerung kam die Ruhe und die ersten Bewohner wagten es, ihre Hütten zu verlassen. Und wie sie sich alle auf dem Marktplatz versammelten, fiel ihnen auf, dass zwar ein paar Männer äußerst mitgenommen aussahen, aber alle anwesend waren. In dieser Nacht schien niemand gestorben zu sein....


2. Lynch
Die Dorfgemeinschaft führte heute Illia5 an den Galgen. Stoisch ertrug er es, gefesselt aufgeknüpft zu werden. Seinen Tod ertrug er mit gefasster Miene, wissend, dass so wenigstens heute niemand durch den Galgen starb, der dem Dorf durch seine Fähigkeiten noch nützlich hätte sein können. Er war der Rechtschaffende, der sich für einen Lynch hätte opfern können. Er wirkte für das Dorf.


Unter den Anwesenden befand sich auch Doubter. Dieser stütze sich auf einen Stock und wurde von Stunde zu Stunde schwächer. Er wusste, es würde nicht mehr lange dauern. Zu tief waren die Wunden. Er brach mit Illia5s letzten aufbäumen zusammen. Die Menge versuchte zwar noch, ihm irgendwie zu helfen, doch starb er mit den letzten Sonnenstrahlen. Er war der Harte Kerl, der nach einem Angriff noch einen Tag überleben kann.


Im Schatten des Rathauses befand sich Boneshredder, und niemand erkannte sein Leiden. Schon den ganzen Tag fühlte er sich von Kopfschmerzen und Unwohlsein geplagt, doch wollte er in diesen Unruhen niemanden mit so etwas belästigen. Wäre er zu einem Heiler gegangen, hätte dieser Boneshredder wohl schockiert weggeschickt. Er war blass, so blass wie nur eine Leiche sein könnte. Bei einer Untersuchung hätte man die Male gesehen, welche sich geschickt am Hals versteckten, sogar unsichtbar für Boneshredder selbst. Niemand sah, wie Boneshredder zusammenbrach. Boneshredder hätte als Detektiv Fragen über nächtliche Opfer stellen und somit eine große Hilfe für das Dorf sein können. Doch es kam nie dazu. Nach einiger Zeit wurde sein blutleerer Körper gefunden und erneut durchlief eine Woge der Angst die Bewohner Finsterhains....


2. Nacht
Als die Bewohner Fiinsterhains sich am nächsten Morgen aus ihren Häusern trauten, fanden sie ein wahres Gemetzel mitten auf dem Marktplatz vor.

Der Jäger Spectre lag, mit einer Klinge im Bauch, sein Gewehr noch in den Händen, tot auf dem Platz. Er war der Jäger Finsterhains gewesen.

Am anderen Ende des Platzes fand man Unicorn, von einer Kugel getroffen. Sie hatte sich noch wegschleppen können, bevor auch sie starb. Sie war die Schwachsinnige, bei ihrem Lynch wäre dem Dorf ihre Rolle offenbart worden und es hätte keinen Lynch an diesem Abend gegeben. Sie spielte für das Dorf. An ihrem Hals allerdings fand man noch zwei Bissspuren, was darauf schließen ließ, dass sie wohl, ähnlich Boneshredder, am Abend gestorben wäre...

In einer dunklen Gasse, zerfetzt und zerstückelt, fand man Iavra. Dieser trug das Hefter für die Klinge, welche in Spectre steckte, noch bei sich. Er war der Verlassene, der gegen das Dorf spielte und einen Spieler töten konnte.


Als die Bewohner Finsterhains grade all dies entdecktt hatten, tauchte plötzlich mitten unter ihnen der Geis Boneshredders auf. Ein Geisterbeschwörer hatte ein Abbild seiner Seele heraufbeschworen, damit er dem Dorf noch helfen könne.
Er hat nun keine Fähigkeiten mehr, hat kein Abstimmrecht, zählt nicht in die 50%-Regelung der Spieler hinein und darf nur 10 Posts pro Tag machen, bis seine Energie für den Tag verbraucht ist....

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Knallhart in der Oberstadt


#8 Zwiebelkönigin Geschrieben 30. Dezember 2011 - 13:21

Zwiebelkönigin

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Weihnachts-Sonderspiel: Grinche vs Geschenke
geschrieben von: Pedro Kantor, Zwiebelkönigin



Rollen und Texte zu den Rollen:

Santa Clause
Santa spielt im Dorf und gewinnt mit dem Dorf.
Santa darf jede Nacht einem Spieler ein Geschenk aus einer Liste an Geschenken geben. Dieses wirkt sich auf die Rolle des Beschenkten aus. Dazu schreibt er dem Spielleiter eine PM. Der beschenkte Spieler muss sich entscheiden, ob er das Geschenk auspacken möchte.
Santa darf nur einmal pro Nacht ein Geschenk verteilen und auch im gesamten Spiel nur eines pro Spieler.
Er darf sich nicht selbst beschenken

Geschenkliste:
1. Engelsbrosche: Wenn sie angewendet wird, kann der Spieler einmal nicht NK werden
2. Zuckerstangengehstock: Wenn er angewendet wird, kann der Spieler einmal nicht gelyncht werden
3. Rosalie’s Perle: Der Spieler bekommt einen Peek
4. Fernglas: Der Spieler gibt einem anderem Spieler einen Tag lang den Lynch vor
5. Haselnusszweig: Eine Jägerausrüstung
6. Honigbräu: Der Spieler darf einen anderen Spieler bestimmen, welcher im Falle des Todes des Beschenkten, für diesen Spieler sterben würde
7. Mann im Spiegel: Der Spieler erfährt eine Rolle, muss aber diesen Spieler voten
8. Topf: Der Spieler erfährt wieviele negative Rollen es gibt
9. Rechenschieber: Der Spieler darf vier Namen sagen, dann wird von der Spielleitung gesagt ob die Anzahl der bösen gerade oder ungerade ist (sich selbst darf er nicht nennen)
10. Flasche Captain Morgan Sparrow: Der Spieler erhält einen Heiltrank, mit dem er einmal reaktiv den NK heilen kann
11. Amanda's Medallion: Der Spieler bekommt einen Peek
12. Lucia's Tiara: Der Spieler bekommt einen Peek


Du lebst schon seit du denken kannst in dem beschaulichen Städtchen Winterforst. Das Leben dort ist hart, aber doch glücklich. Das ganze Jahr über wird schwer gearbeitet, und jeder Bewohner der Stadt tut sein bestes sein Soll für die Gemeinschaft zu erfüllen.
Doch einmal im Jahr, im tiefen Winter, kann sich niemand in Winterforst auf seine Arbeit konzentrieren. Zu dieser Zeit ist die Luft erfüllt von dem süßen Geruch gebrannter Mandeln und frischgebackener Plätzchen, erfüllt von den lieblichen Klängen von Flötenmusik und Kinderchören, erfüllt von geschäftigen Treiben von Menschen, die ihre Liebsten mit Geschenken beglücken möchten. Die Rede ist natürlich von der Weihnachtszeit, und dein Herz schlägt schon bei dem bloßen Gedanken daran höher.
Denn all das, die Mandeln und Plätzchen, die Flöten und Chöre, ja, vorallem die Geschenke, wären ohne dich gar nicht möglich. Seitdem dir, es muss Jahrzehnte her sein, ein seltsamer, rotgekleideter Mann seinen Schlitten mitsamt Rentiergespann und einer Elfenschar vermacht hat, bist du für den Erhalt dieses Festes zuständig. Jedes Jahr verstaust du deine Alltagskleidung in schweren Kisten und ziehst deinen schweren roten Mantel, mit welchem dich jeder Bewohner Winterforsts nur nach als Santa Clause kennt. Dann belädst du deinen Schlitten mithilfe der fleissigen Elfen mit Geschenken, und verteilst sie an die Dorfbewohner.
Dies ist dein Lichtblick während des finsteren harten Jahres und du würdest jeden, der den Einwohnern deiner Stadt die Freude dieses Fests nehmen will, mit hohen Bogen aus der Stadt befördern. Dessen bist du Gewiss.






Bad Santa
Bad Santa spielt gegen das Dorf und gewinnt mit den Bösen.
Bad Santa darf jede Nacht einem Spieler ein Geschenk aus einer Liste an Geschenken geben. Dieses wirkt sich auf die Rolle des Beschenkten aus. Dazu schreibt er dem Spielleiter eine PM. Der beschenkte Spieler muss sich entscheiden, ob er das Geschenk auspacken möchte.
Bad Santa darf nur einmal pro Nacht ein Geschenk verteilen und auch im gesamten Spiel nur eines pro Spieler.
Er darf sich nicht selbst beschenken

Geschenkliste:
1. Krankes Rentierbaby: Der Spieler darf an dem Tag nach dem Öffnen nur 10 Posts machen
2. Jugendsprache-Duden: Um sich an die moderne Jugendsprache anzupassen muss der Spieler mindestens in jedem zweiten Satz die folgenden Wörter verwenden: "Alta", "ey" sowie "voll fett". Des Weiteren muss er jedes "ch" zu einem "sch" umschreiben. Ein Beispiel hierzu wäre, dass "ich" zu "isch" werden würde.
3. Hässlicher Hut: Der Spieler bekommt an diesem Tag 2 automatische Lynchstimmen auf sich
4. Glühwein: Der Spieler muss einen zufällig bestimmten Spieler voten an einem Tag
5. Verfluchtes Juwel: Der Besitzer stirbt, nachdem es zweimal weitergegeben wurde. Kann nur durch Heiltrank verhindert werden
6. KO-Tropfen: Ein anderer Spieler verliebt sich in den beschenkten
7. Morphiumtabletten: Der Spieler darf einen Tag lang nicht voten
8. Tüte: Der Spieler darf einen tag keine Namen nennen dürfen ausser in Votes und auch nur einen Vote pro Post
9. Quecksilberspiegel: Der Spieler bekommt einen falschen Peek, denkt aber, es wäre ein echter
10. Magischer Gedichtband: Der Spieler muss einen tag in Reimen sprechen
11. Schneekugel: Der Spieler muss in jedem Post eines der Wörter „Weihnachten“, „Weihnachtsmann“, „Tannenbaum“, „Plätzchen“, „Geschenk“, „Schneemann“ nennen
12. Zwergenmütze: Jeder Post dieses Spielers darf an einem Tag nicht länger als 2 Sätze sein.


Vor langer Zeit warst du der Helfer des Santa Claus' von Winterforst, und du liebtest diese Arbeit. Die Freude auf den Gesichtern der Mensch war dir das schönste was du sehen konntest und das Gefühl Geschenke zu verteilen brachte dir mehr Freude als alles, was es sonst auf der Erde gab.
Es war immer klar für dich, dass du, sollte Santa in den wohlverdienten Ruhestand gehen, die Arbeit an seiner statt fortführen würdest.
Doch dann kam es natürlich, wie es so oft im Leben ist, anders.
Santa vermachte nicht dir seinen Schlitten, sein Rentiergespann und seine Elfenschar, nein, er vermachte sie irgendeinem dahergelaufenem Einwohner Winterforsts, obwohl du doch all die Jahre seine rechte Hand warst.
Die Wut packte dich, und du fasstest den Plan, es diesem neuen Santa heimzuzahlen. Du würdest ihm Weihnachten vermiesen, so dass er verschwinden würde, und du der neue Santa werden würdest, so wie du es verdientest.
Dazu brauchst du nur einen Haufen Geschenke, die dem beschenkten Bewohner wohl nicht so gut gefallen würden.
Und so sollen Dorfbewohner Winterforsts die Freude an Weihnachten verlieren, damit du sie ihnen schlussendlich wiedergeben kannst. Dies ist dein Plan, und nichts kann dich davon abhalten....







Grinch
Der Grinch spielt gegen das Dorf und gewinnt mit den Bösen oder durch seine spezielle Siegbedingung.
Der Grinch steigt nachts in Häuser ein und findet er in den Häusern Geschenke, nimmt er diese mit in seine Höhle und lässt den Bewohner des Hauses ansonsten in Frieden. Findet er jedoch keine Geschenke, so wird er rasend vor Wut und tötet den Bewohner des Hauses.
Der Grinch hat noch eine spezielle zusätzliche Siegesbedingung, die es ihm ermöglicht alleine zu gewinnen. Sobald der Grinch 4 Geschenke in seinem Hort hat, hat er den Dorfbewohnern Weihnachten komplett verdorben und dadurch gewonnen. Jeder Grinch zählt hierfür nur seine eigenen gestohlenen Geschenke. Geschenke die er von den Santas erhält zählen hier jedoch nicht dazu.
Wenn der Grinch ein Geschenk von einem Santa bekommt und öffnet, gilt dieses für ihn genauso wie es für einen Dorfbewohner gegolten hätte.
Wenn zwei Grinche in derselben Nacht das selbe Haus besuchen wird ausgelost wer das Geschenk bekommt. Der Bewohner wird aber nicht getötet, da der leer ausgegangene Grinch von dem Kampf mit dem anderem Grinch völlig erschöpft ist.


Du und dein Bruder haben schon immer Weihnachten gehasst. Ihr beide konntet dieses übertriebene Getue um diese wenigen Tage im Jahr noch nie verstehen, und so habt ihr euch schon immer einen Spaß daraus gemacht, eurer Mutter möglichst schockierende Weihnachtsgeschenke zu machen. Doch auch diese Art des Beschenkens war euch zuwider, und so fingt ihr an, Geschenke anderer zu stehlen. Daraus machtet ihr schließlich einen Wettstreit, und dieses Jahr habt ihr euch zur Aufgabe gemacht, den Bewohnern Winterforsts Weihnachten so richtig zu vermiesen....






Bäcker
Der Bäcker spielt im Dorf und gewinnt auch mit dem Dorf.
Der Bäcker hat zur Weihnachtszeit viel zu tun, weshalb er nicht an allen Versammlungen teilnehmen kann. Er hat ein Postlimit von 15 Posts. Er ist bei den Dorfbewohnern sehr beliebt, weshalb das Dorf, sollte es ihn lynchen, so bestürzt ist, dass es am nächsten Abend aus Trauer niemanden lyncht, sondern einen Trauergottesdienst abhält. Sollte ein Grinch ihn jedoch töten, so plündert er noch seine Backstube und überfrisst sich dabei dermaßen, dass er in der nächsten Nacht seinen Hort nicht verlassen kann.


Wie der Großteil des Städtchens Winterforst, so freust auch du dich auf die Weihnachtszeit, in welcher die Luft erfüllt ist von dem süßen Geruch gebrannter Mandeln und frischgebackener Plätzchen, erfüllt von den lieblichen Klängen von Flötenmusik und Kinderchören, erfüllt von geschäftigen Treiben von Menschen, die ihre Liebsten mit Geschenken beglücken möchten.
Und nichts erfüllt dich mit größerem Stolz als zu wissen, dass du für einen kleinen, doch wichtigen Teil dessen verantwortlich bist....






PMs zu Geschenken, die in der Nacht vor Spielbeginn verteilt wurden:

  • Rosalie's Perle an Unicorn:
    Als du an diesem Morgen aufstehst, fällst du mit deinen ersten Schritten fast auf die Nase. Denn vor deinem Bett steht ein großes Paket, eingepackt in rotes, glänzendes Papier. Eine goldene Schleife umfasst es und hält das Papier zusammen.
    Du bist neugierig, aber auch vorsichtig. Wer könnte das Paket hierhin gestellt haben?
    Dann siehst du deinen Namen auf einem Schild, direkt an der Schleife befestigt, stehen....
    -----
    Am Abend setzt du dich endlich, nach einem harten Tag der Suche nach dem Bösewicht, auf dein Bett und beginnst das Geschenk zu öffnen.
    Unter der großen Schachtel verbirgt sich eine weitere, und auch in dieser Schachtel stecken noch viele mehr.
    So siehst du schlussendlich unter all den Schachteln ein sehr sehr kleines Päckchen mit einer Notiz daran.

    Es beinhaltet ein Schmuckstück, an welchem ein Zettel mit den Worten "Benutze dies bei Mitternacht in einer Vollmondnacht in einer Holzschale gefüllt mit Brunnenwasser" befestigt war.
    Zufällig war dies eine Vollmondnacht, eine Holzschale hast du natürlich auch im Haus und die Karaffe mit Brunnenwasser ist noch halb voll. Schnell gibst du das Wasser in die Schale und hälst den Schmuck darüber.... Was du wohl zu sehen bekommst?
    -----
    Nachdem du das Schmuckstück in die Holzschale geworfen hast, und dabei ganz fest an deinen Nachbarn Mortiferus denkst, erscheint in dem Wasser plötzlich das Bild von ihm. Er lächelt dich an. Doch plötzlich wird aus seinem Gesicht eine Fratze, und er sieht aus wie ein Grinch! Erschrocken wirfst du die Schale um, und Wasser verteilt sich über den ganzen Teppich...
    (den Peek gab es erst in der ersten Nacht)
  • Jugendsprache-Duden an DSD-Steve:
    Als du am Mittag dieses Tages aus dem Haus gehen willst, stolperst du vor deiner Tür über etwas, was auf dem Boden liegt. Etwas, was dort nicht hingehört.
    Dort steht doch tatsächlich ein Geschenk, hübsch verpackt in lila-goldenes Papier, mit einer großen goldenen Schleife verziert.
    An dem Päckchen hängt ein Zettel auf dem dein Name steht. Es ist also eindeutig für dich, aber wer sollte dir ein Päckchen einfach so vor die Tür stellen? Du bist hin und her gerissen zwischen Neugier und Vorsicht.





Einstiegsgeschichte
Es ist 6 Tage vor Weihnachten in dem beschaulichen Städtchen Winterforst. Während des ganzen Jahres ist das Leben dort hart und es wird viel gearbeitet. Felder müssen bestellt und abgeerntet, Verträge geschlossen und wieder gebrochen, Aufgaben gestellt und abgefragt oder wieder vergessen, Bestellungen betätigt und wiederholt, und generell allerlei Tätigkeiten ausgeführt werden.
Doch einmal im Jahr, im tiefen Winter, kann sich kaum jemand in Winterforst auf seine Arbeit konzentrieren. Die Luft ist dann erfüllt von dem süßen Geruch gebrannter Mandeln, frischgebackener Plätzchen und eben erst geschlagener Tannen, sie ist erfüllt von den lieblichen Klängen von Weihnachtsmusik und von dem geschäftigen Treiben von Menschen, die ihren Familien und Freunden noch auf die schnelle einen Herzenswunsch erfüllen möchten.
Voll freudiger Erwartungen blicken sie den kommenden Tagen entgegen und sehnen sich nach ruhigen und beschaulichen Festtagen.

Doch an diesem Morgen kommt alles anders.
Die große Tanne auf dem Marktplatz wurde in der Nacht umgeworfen und die kleinen Geschenke die gestern noch daran hingen (eine Aufmerksamkeit der regierenden Stadtverwaltung Winterforsts an die jüngsten Bewohner des Ortes - auch sie würden einmal Wähler werden), waren verschwunden. Die glitzernden roten und goldenen und blauen und silbernen und grünen und rosanen und (...) Kugeln und Sterne und Figürchen und Limettasteifen waren zertrampelt und über den ganzen Platz verteilt. Die magischen Immerbrennenden Kerzen lagen immernoch brennend dazwischen. Der Lebkuchenbaumschmuck schien aufgegessen worden zu sein (es lagen Krümel über den ganzen Platz verteilt; und wer es genau wissen wollte, konnte in etwas Entfernung auch noch andere unschöne Überreste der Lebkuchen finden: Es hingen schließlich viele Lebkuchen an dem Baum, und alle waren "verschwunden") und das schlimmste: Die Geschenke waren gestohlen!
Wer würde soetwas nur tun?
Winterforst war in heller Aufregung und ein jeder war darauf erpicht den oder die Missetäter zu finden.....






1. Lynch
Die aufgebrachten Bewohner Winterforsts haben den ganzen langen Tag versucht, den Schuldigen zu finden, und viele Verdächtigungen wurden vorgebracht. Der Dorfbewohner DSD-Steve, der sowieso lieber einen digitalen Weihnachtsbaum am Marktplatz gesehen hätte, wurde schnell die Zielscheibe der Anschuldigungen. Er versuchte noch sich zu retten, doch ein Großteil des Pöbels hatte seinen Tod bereits beschlossen.
So wurde auf dem Marktplatz, wo unter dem wieder aufgestellten Baum eine große Guilloitine aus dem Boden heraufgefahren werden konnte, schon alles vorbereitet, um diesem unweihnachtlichen Treiben ein Ende zu setzen.
Mit der üblichen Präzision dieses Bestrafungsinstruments wurde das Urteil des Mobs an Steve vollzogen.

Um nun herauszufinden, ob er wirklich für dieses Chaos zumindest mitverantwortlich war, wurde anschließend seine Behausung aufgesucht. Außer vielerlei Weihnachtsdekoration und einem in schönen rottönen geschmückten Weihnachtsbaum fand man ein Päckchen, noch unausgepackt, mit Steves Namen auf einem Zettel daran befestigt.
Die Einwohner Winterforsts verbrannten dieses Weihnachtspaket zusammen mit Steves Überresten, in dem Wissen, dass Steve wohl nicht für die Verwüstungen verantwortlich war....







PMs der ersten Nacht:

  • Krankes Rentierbaby an Unicorn
    An diesem Abend findest du ein zweites Päckchen vor deinem Bett stehen. Auch dieses ist in hübsches, glänzendes Papier gewickelt und hat deinen Namen auf einem Schild stehen.
    -----
    Schnell sammelst du die Schale und das Schmuckstück ein, und wendest dich dich diesem neuerlichen Geschenk zu.
    Eilig packst du es aus. Allerdings ist dieses Geschenk ein wenig anders verpackt. Nur die oberste Verpackungsschicht sah hübsch aus. Darunter schien es lieblos mit Fetzen verpackt und mit Kaugummiähnlicher Masse zusammengehalten.... Voller Ekel reißt du das letzte Papier herunter (Wer dir sowas wohl schenkt!?) und siehst darunter ein Plüschtier. Es ist voller Flecken und Löcher und riecht nach einer Mischung aus Wildschweindung und Hundefurz, und doch zieht es dich in seinen Bann. Du beginnst es zu flicken und merkst gar nicht, wie die Zeit vergeht....

  • Fernglas an Boneshredder
    Als du an diesem Abend ins Bett gehen möchtest, fällst du dabei fast auf die Nase. Denn vor deinem Bett steht ein großes Paket, eingepackt in rotes, glänzendes Papier. Eine goldene Schleife umfasst es und hält das Papier zusammen.
    Du bist neugierig, aber auch vorsichtig. Wer könnte das Paket hierhin gestellt haben?
    Dann siehst du deinen Namen auf einem Schild, direkt an der Schleife befestigt, stehen....
    Möchtest du es öffnen?
    -----
    "Hm, lieber nicht, ist ja noch nicht Heiligabend."^^
    ------
    Als du am nächsten Morgen aufstehst, kannst du deinen Augen kaum trauen: Dein Wohnzimmer ist völlig verwüstet. Der Weihnachtsbaum liegt auf dem Boden, die Dekoration ist zerstört und liegt im ganzen Zimmer verteilt. Alle Plätzchen sind weg. Aber das schlimmste: Das ungeöffnete Paket ist verschwunden...

  • blacklands stiehlt Boneshredders Geschenk
    Du hast dich entschlossen, bei Boneshredder nach einem Geschenk zu suchen.
    Leise schleicht du dich nachts durch die Gassen, darauf bedacht nicht gesehen zu werden.... Öffnest ein Fenster um durch es hindurchzusteigen, mitten in Boneshredders Wohnzimmer hinein.
    Und dort, als sei es mit einem Strahler erleuchtet, thront auf dem Tisch inmitten des Zimmers, neben einem wiederlich geschmückten Weihnachtsbaum, doch tatsächlich ein Paket.
    Schnell schnappst du es dir, trittst nochmal gegen diesen blöden Baum, lässt eine Ladung Plätzchen in deinen Taschen verschwinden (Plätzchen kann man nie genug haben, seien sie noch so eklig dekoriert) und suchst das Weite...

  • Mortiferus tötet Lev
    Leise schleichst du dich durch die Gassen, auf dem Weg zu Lev. Du springst von Schatten zu Schatten, immer darauf bedacht, nicht bei deinem schändlichen Tun erwischt zu werden.
    So gelangst du schließlich zu dem Haus von Lev. Durch eine schlecht verschlossene Kellertüre gelangst du zunächst, naja, wie zu erwarten, in den Keller. Dort ist es furchtbar dunkel und du wirfst allerlei Kram herunter, der laut scheppert, als er auf den Boden schlägt.
    So gelangst du in das Wohnzimmer, wo zwar ein eklig geschmückter Tannenbaum, Platten mit hässlichen Plätzchen und ein wirklich grauenvoller künstlicher Schneemann stehen, aber kein einziges Geschenk!
    Wütend suchst du den ganzen Raum ab, aber wirklich: Dieser Mensch hat noch keinerlei Geschenk!

    Voller Enttäuschun wirfst du diesen Baum um, und die ekelerregenden lilanen Kugeln kullern durch das ganze Zimmer. Plötzlich hörst du hinter dir ein Gräusch.... Lev steht vor dir, in einem Pyjama mit Rentieren bedruckt, und sieht dich verwirrt an.
    Da schnappst du den Baum, packst ihn oben und unten am Stamm, und haust ihn Lev um die Ohren. Erst hat der kein Geschenk und dann will er dich noch dabei stören diesen blöden Weihnachtskram hier zu beseitigen.
    Dieser wird von der Last des Baumes erschlagen und unter ihm begraben. Du schaust nach, ob er nun wirklich Ruhe gibt und haust ihm mit einem rumstehenden Porzellan-Rentier lieber nochmal auf den Kopf.

    Anschließen zertrümmerst du noch alles, was irgendwie an dieses widerliche Fest erinnert, und stürmst genervt von dannen. Was für eine verschwendete Nacht!





NK-Bekanntgabe Tag 2:
Noch in der Dämmerung, zu Beginn des nächsten Tages, ging eine junge Bewohnerin Winterforsts zu ihrem Nachbarn, um zu schauen ob dort alles in Ordnung war. Es war dort eben ziemlich laut gewesen und für eine Party schien es doch ein wenig zu früh. Oder zu spät, je nach Standpunkt.
So sah sie, dass seine Tür offen stand, und trat in das Haus ein.

Dort lag, inmitten von zerschlagenen Porzellanfiguren, umherrollenden lilanen Kugeln, Tannenzweigen, Mistelbüschen, den Überresten eines künstlichen Schneemannes und reichlich bestickten Strümpfen, noch im mit Rentieren bedruckten Pyjama, der Dorfbewohner Lev, in einer kleinen Blutlache. Er sah völlig demoliert aus, als sei er erst verprügelt (mit dem Tannenbaum der neben ihm liegt?) und dann nochmal erschlagen (mit der Porzellanfigur die neben ihm liegt?) worden.

Schnell lief das Mädchen hinaus und schrie nach Hilfe....






2. Lynch:
Auf Anraten einer jungen Bewohnerin Winterforsts hin, wird an diesem Abend Mortiferus auf die große Guillotine gelegt. Dieser beteuert zwar seine Unschuld und verweist auf seine wichtige Rolle als Bewahrer des abendlichen weihnachtlichen Friedens, doch die Meute ist herzlos und grausam.

Mit Mortiferus' Kopf im Schlepptau machen sich die Menschen auf den Weg zu seiner Hütte, um zu schauen, ob sie dort Hinweise auf dessen schändliches Tun finden. Und wie sie die Türe öffnen, sehen sie schon das Grauen.
Die Hütte ist voller zerrissener und zerstörter Geschenke von dem großen Weihnachtsbaum, der einst auf dem Marktplatz stand. Die Krümel tausender vertilgter Plätzchen führen auf dem Boden schon fast ein eigenständiges Leben. An den Wänden hängen Bilder von Weihnachtsmännern, denen man die Köpfe oder andere Gliedmaßen unsanft entfernt hat, und von Rentieren, die unsittliche Dinge mit kleinen Elfen tun.

Die Bewohner Winterforsts sind sich sicher: Dies ist die Hütte eines Grinchs....







PMs der zweiten Nacht:

  • Verfluchtes Juwel an pseudodespot
    (Der Text kommt noch)
  • Zuckerstangengehstock an blacklands + blacklands stiehlt Unicorns Geschenk
    Als du endlich wieder nach Hause kommst, kannst du es gar nicht glauben: Mitten in deinem Wohnzimmer steht auf einmal ein Weihnachtsbaum, der wunderschön geschmückt ist. Du wirst natürlich sofort wütend, und willst den Weihnachtsbaum komplett verwüsten, jedoch fällt dir dann ein wunderschönes großes Geschenk vor dem Baum auf, welches auch noch an dich adressiert ist. Aber wer sollte dir, einem Grinch, denn etwas schenken?
    Jedoch freust du dich trotzdem, dass auch dich mal endlich jemand beachtet hat an Weihnachten, und stellst dir jetzt die Frage: Willst du das Geschenk öffnen?
    -----
    Nach dem nächtlichen Beutezug bei Unicorn (welcher erfolgreich war; du konntest nicht nur ein Geschenk erbeuten, sondern auch noch einen Teller Lebkuchen mitnehmen, einige hässliche Dekoartikel mit Theaterblut beschmieren und den rosa-golden geschmückten Weihnachtsbaum in den noch schwelenden Kamin stellen, Santa zum Gruße), kamst du guter Dinge zurück nach Hause.
    -----
    Das gefundene Paket umfasst eine weitere Schachtel, welche ebenfalls wunderschön (und ekelhaft hässlich in deinen Augen) eingepackt ist. Dies wiederholt sich noch ein paar mal, bis zuletzt ein Haufen Süßigkeiten darin zu finden sind.
    Du willst schon wütend aufschreien, dass du ja genug eigene Süßigkeiten hast, doch dann entdeckst du einen Zettel in dem klebrigen Gewusel ''Besänftigt wütende Menschen. Einfach an den aufgebrachten Mob verteilen und abhauen''. Dir wird klar, wie wertvoll dieses Geschenk noch sein könnte, und verschwindest voller Hochstimmung in deinem Schlafzimmer, um dort noch ein paar Schokoladennikoläusen den Kopf abzubeißen.....

  • Unicorns Geschenk wird gestohlen
    Als du an diesen Morgen in dein Wohnzimmer betrittst, kannst du deinen Augen kaum trauen: Dieses ist völlig verwüstet. Die ganze Weihnachtsdeko ist mit Blut übersät (bei näherer Betrachtung sieht es eher wie Ketchup aus), der Weihnachtsbaum steht halb verkohlt im Kamin, die Lebkuchen sind verschwunden und, was wohl das schlimmste ist: Das fertig reparierte Stofftier, welches du gestern abend wieder fein säuberlich in ein Paket gebettet hast, ist verschwunden.
    Die ganze Arbeit soll nun umsonst gewesen sein? Du merkst wie zornig du wirst.....






NK-Bekanntgabe 3. Tag:
Als die Bewohner Winterforsts an diesem Morgen schlaftrunken aus ihren Häusern stolpern, tun sie dies in der festen Überzeugung wieder von irgendwo Schreie zu vernehmen, die das unsanfte Ableben eines Mitbürgers verkünden...

Doch diese bleiben aus.







3. Lynch:
Als die Dorfgemeinschaft abends wieder am großen Weihnachtsbaum zusammenkam und untereinander Informationen ausgetauscht wurden, erfuhren die meisten erst, was letzte Nacht passierte nachdem der Grinch Mortiferus getötet wurde. Die meisten waren ziemlich bestürzt, dass das Haus von Unicorn verwüstet wurde. Also unterhielten sie sich darüber, wer denn noch Weihnachten vermiesen wollen könnte, und als die Gemüter schließlich hochkochten, wurde der Dorfbäcker buckeT zu der neuen Guillotine geschleppt und kurzerhand enthauptet, immerhin wurden jedes Mal überall die Plätzchen vertilgt, und der Bäcker nascht ja immer gerne von seinen Plätzchen, was kein großes Geheimnis ist und auch sonst hat er sich ja ziemlich seltsam verhalten.
Anschließend zieht die wütende Meute zur Backstube los, um sich ihre Geschenke wiederzuholen, jedoch finden sie die Backstube wunderschön dekoriert vor, überall sind Lamettaschlangen und Christbaumkugeln aufgehängt. Als dem Mob klar wird, dass sie einen schrecklichen Fehler begangen haben, macht sich Trauer breit, und es wird ein Trauergottesdienst auf den nächsten Abend angesetzt.







PMs der dritten Nacht:

  • Quecksilberspiegel und Haselnusszweig an The Spectre
    Als du am Morgen schlaftrunken aus deinem Bett fällst, staunst du nicht schlecht, als du dort 2 Pakete findest. Eines rechts neben dir, das andere auf der linken Seite.
    Beide sind in grün-goldenes Paket gewickelt und werden von goldenen Schleifen gekrönt.
    Auf Zetteln neben den Schleifen steht dein Name in silbernen Lettern.
    Es stehen keine Absender auf den Paketen, und du wunderst dich, wer dir denn heimlich zwei Geschenke schenkt?
    Du überlegst, ob du sie öffnen sollst....
    ----
    Du beginnst sogleich, das linke Geschenk zu öffnen. Unter einem Karton, welcher mit grünen Rentieren bedruckt ist, findest du eine Flinte und einen grünen Hut, wie ihn Jäger zu tragen pflegen. Dies wundert dich zwar ein bisschen (zu Weihnachten Waffen verschenken ist etwas dass du nicht gutheißt), aber im Prinzip kann man ja zu der heutigen Zeit nichtt geschützt genug sein...

    So fängst du auch sofort, auch das zweite Geschenk zu öffnen. In diesem Paket befindet sich ein weiteres Paket, und auch darunter findet sich ein Paket. Schließlich findest du einen Spigel, der silbrig glänzt, aber anders als ein normaler Spiegel aussieht. Als sei das Silber unter dem Glas noch flüssig...
    An einer Ecke ist ein Zettel befestigt welcher besagt: ''An eine Person denken und gleichzeitig einen Lichtstrahl einfangen''...
    Was hat das nun wieder zu bedeuten?
    ----
    Der Spiegel zeigt dir zunächst den normalen Dorfbewohner pseudodespot, doch mit Auftreffen des Lichtstrahls siehst du ihn als Grinch. Der Spiegel zerspringt...

  • blacklands stiehlt pseudodespots Geschenk
    Durch die Terrassentür schlüpfst du in pseudodespots Wohnzimmer. Dort steht, schön präsentiert mitten auf dem Tisch, ein sehr seltsam rot-golden-türkis-gelbes Geschenk, was du natürlich sofort einsteckst.
    Den Blau-Silber geschmückten Weihnachtsbaum reißt du kurzerhand aus dem Ständer und stellst ihn verkehrtherum in eine Ecke. Blöder, hässlicher Baum: So sieht er schon viel besser aus.
    Die heruntergefallenen Kugeln verteilst du mit Tritten im ganzen Haus.
    Dominosteine auf einem Teller wirfst du auf den Boden und trampelst auf ihnen herum; die mag doch sowieso niemand.
    Die abgrundtief hässlichen Pappsterne an den Wänden knickst du nur schnell ab, bevor du dir eine Handvoll Plätzchen schnappst und aus dem Haus verschwindest. Besser dich erwischt keiner...

  • pseudodespots Geschenk wird gestohlen
    Als du am nächsten Morgen als erstes in der Küche deinen täglichen Kaffee machst, siehst du auf einmal eine Spur aus Kekskrümeln, die aus dem Wohnzimmer kommt, und durch die Küche Richtung Terassentür verläuft. Diese ist nur angelehnt, aber du bist dir sicher sie am Abend fest verschlossen zu haben...

    Ein Blick ins Wohnzimmer bestätigt deinen Verdacht. Zu allererst fällt dir der Weihnachtsbaum auf, der nicht an seinem angestammten Platz steht, sondern in der Ecke lehnt, mit der Spitze nach unten zeigend, als zeige er auf den Ursprungsort seines Peinigers. Die blauen und silbernen Kugeln die einst daran hingen, liegen dermaßen verstreut im Zimmer verteilt, dass sie fast nicht zufällig dorthin gekugelt sein können.
    Die Dominosteine sind zu einer einzigen Masse plattgetreten worden.
    Die zusammengesteckten Sterne, die an der Wand hingen, waren verbogen und abgeknickt.
    Das seltsam verpackte Geschenk ist verschwunden.

    Du schaust überall nach, doch kannst es nicht finden. Zwar wolltest du es nicht öffnen, aber es war immerhin deines, und niemand hat das Recht dir dein rechtmässig angetrautes Geschenk zu stehlen. Du wirst sehr ärgerlich und stürmst aus dem Haus....






NK-Bekanntgabe 4. Tag:
Als sich die Bewohner Winterforst am nächsten Morgen versammeln, um die Trauerfeier für den Abend zu planen, fällt ihnen erst nach einer Stunde des Grübelns aus, dass alle Bürger anwesend sind... Auch in dieser Nacht scheint es keine Toten gegeben zu haben.
Erleichtert führen die Bewohner ihre Überlegungen fort....





Während des 4. Tages:

"Also ich sehe alle als wertvolle Mitbürger an und weitere Lynche vermiesen Weihnachten noch mehr, also lasset uns friedlich Weihnachten feiern ;)"

"Also ich sehe alle als wertvolle Mitbürger an und weitere Lynchs vermiesen Weihnachten noch mehr, also lasset uns friedlich Weihnachten feiern ;) "

Wütend über das editieren von pseudodespot machte sich Robosanta vom Pluto aus dem wasweißichnichtwievielsten Jahrhundert aus dem Futurama Paralleluniversum auf den Weg zur Erde, um dort besagten pseudodespot mit einer verfrühten Ladung Blei, einigen Tonnen Napalm, und der ein oder anderen Bombe zu beglücken. Danach verließ er diese Sphäre wieder

Da die Hütte von pseudo immernoch brennt wird sich der Rest der Dorfgemeinschaft damit begnügen müssen, zu warten bis das Feuer erloschen ist. Das sollte in etwa zur Zeit des Trauergottesdienstes eintreten...

Ich seh grad nur friedliche Dorfbewohner hier und finde, wir sollten uns alle an die Hände fassen und ringelreihn tanzen. Vielleicht ist morgen dann der ganze Spuk vorüber und wir kriegen alle pünktlich unsere Weihnachtsgeschenke. :>

"Also ich sehe alle als wertvolle Mitbürger an und weitere Lynchs vermiesen Weihnachten noch mehr, also lasset uns friedlich Weihnachten feiern."

"Also ich sehe alle als wertvolle Mitbürger an und weitere Lynchs vermiesen Weihnachten noch mehr, also lasset uns friedlich Weihnachten feiern."

Ohne Lynches ist Weihnachten viel besser, außerdem glaube ich ganz fest daran, dass alle meine Mitbürger liebe Dorfbewohner sind. :)

Vereint euch und feiert Weihnachten, ich vote niemanden.

Zum Fest der Liebe und Besinnlichkeit haben wir uns alle darauf besonnen, uns ganz doll lieb zu haben. Das muß doch was wert sein. :>







"4. Lynch":

Nach dem schweren Schicksalsschlag gestern fühlten sich die Bewohner Winterforsts heute traurig und demotiviert.
Was sollte man tun an solch einem Tag, der so kurz vor Weihnachten von Frieden und Freude erfüllt sein sollte, der aber der Tag für eine Trauerfreier sein würde?
Sie überlegten zu draften, doch der Magicladen hatte geschlossen.
Sie überlegten Plätzchen zu essen, doch der Bäcker war tot.
Sie überlegten jemanden zu lynchen, doch der erhängte sich schon selbst.
Sie überlegten die Hütte des Selbstmörders anzuzünden, doch ein weihnachtlich gekleideter humanoider Roboter warf eine Bombe auf das Haus.
Sie überlegten Weihnachtslieder zu singen, doch der Rauch ließ sie husten.
Sie überlegten nach der Trauerfeier in eine Taverne zu gehen, um sich dort völlig zu betrinken.

Das taten sie dann auch.
Nach einigen Krügen erhitzten, hochprozentigen und mit Gewürzen versetzten Weines wurde es den sonst so sittlichen Bürgern ganz warm und kuschelig, und nach zwei Stunden Gruppenkuscheln konnte man Männlein von Weiblein kaum mehr auseinanderhalten.

Sie vergaßen fast in den Überresten von pseudodespots Wohnung nach Anzeichen für widerweihnachtliches Verhalten zu suchen, doch ein paar wenige machten sich notgedrungen schließlich auf den Weg, dies zu tun. Und wie es das Schicksal so will, fanden sie keinerlei Hinweise darauf, dass hier etwas auch nur grinchähnliches gelebt haben könnte, was wiederrum darauf schließen ließ, dass er einer der ihren gewesen war....







PMs der 4. Nacht waren aufgrund Verzügerungen und Zeitmangel leider nur sehr dürftig :/

  • KO-Tropfen an DonDiggy
    Du bekommst übrigens heute Nacht ein Geschenk. Tut mir leid, dass das nun nicht in tollem Flavour kommt, aber muss wieder weg :/

    Drin wäre ein Liebestrank, mit dem du dich in einen anderen Spieler verlieben dürftest. Allerdings wird dir das tolle Ding direkt wieder vor der Nase weggeklaut....
  • ? an Illia5
    Am Morgen findest du vor deinem Bett ein Päkchen. Zunächst denkst du, einer deiner Gehilselfen hat eines deiner Geschenke auf Versehen hierhin gebracht, doch dann siehst du deinen Namen neben der türkisen Schleife, welche grünes Papier umschließt.

    Warum zum Teufel schickt DIR jemand Geschenke? Du solltest sie verteilen, nicht bekommen...
    Du überlegst es zu öffnen....

  • blacklands stiehlt DonDiggys Geschenk
    Du steigst heute nacht also in das Haus von Diggy ein, und findest dort, wider Erwarten, ein Geschenk vor.
    Vor Jubel wirfst du den Weihnachtsbaum durch das nächstgelegene Fenster und führst einen Freudentanz auf.






Auflösung an Tag 5:
Als also die Bewohner Winterforsts diesen "Morgen" für die Tür treten, finden sie Diggy völlig aufgelöst weinend auf dem Marktplatz vor.
Dieser wurde in der Nacht bestohlen. Ja, sein grade erst erhaltenes Geschenk wurde ihm vom bösartigen Grinch gestohlen...
Aufgrund dieses weiteren Diebstahls sind die Dorfbewohner dermaßen niedergeschlagen, dass dieses Jahr Weihnachten abgesagt wird.

Da ertönt ein Jubelschrei hinter ihnen und der Grinch blacklands führt, seine 4 gestohlenen Geschenke bei sich, einen Freudentanz auf.

Ebenfalls nicht unglücklich ist der böse Weihnachtsmann "Bad Santa"-Illia5, der nun darauf hoffen kann, dass der echte Weihnachtsmann "Santa Clause"-lukiluck, endlich abgesetzt wird.

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Knallhart in der Oberstadt


#9 The Spectre Geschrieben 30. Dezember 2011 - 16:53

The Spectre

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Ich hasse unvollendete Geschichten, deswegen übernehme ich deine Aufgabe: Der gefrustete TS hat den tanzenden Grinch erschossen und den gemeinen Bad-Santa mit seiner Flinte erschlagen, da ihm dieser nicht den Gedichtband gebracht hat, welchen er sich seid Kindheitstagen gewünscht hat.
Auch wenn er danach immernoch nicht glücklich war hatte das Dorf ein frohes Weihnachtsfest - allerdings war es sich der Gefahren gewahr, die das neue Jahr mit sich bringen könnte...

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23.05.2014 - The End Of An Era: Verkauft - Über 20 Jahre Magic sind vorbei.


#10 Zwiebelkönigin Geschrieben 22. November 2012 - 15:04

Zwiebelkönigin

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Halloween-Spiel 2012: Bewohner vs. Besucher
geschrieben von: Zwiebelkönigin, (Lev)

Die drei Bewohner kannten einander, durften sich aber nicht außerhalb des Spiels absprechen.

Jede Nacht wurden die Besucher random auf Etagen aufgeteilt und konnten sich anhand der Etage ein Zimmer aussuchen. Ausgenommen waren dabei Räume, in denen sie schon waren, oder die abgesprochen waren (um es den Bewohnern nicht zu einfach zu machen; das wussten diese auch)

Die Bewohner töteten die Besucher, mit denen sie nachts auf einem Zimmer waren. Waren zwei Besucher im selben Zimmer, sahen sie sich nicht (der eine ging halt rein kurz nachdem der andere raus ging^^)

Die Bewohner waren nicht Etagengebunden. Jeder durfte jeden Raum nur jeweils einmal besuchen.

Zudem wurde jeder Tote automatisch zum Geist, der Fragen von den Mitspielern beantworten durfte, welche in den "Raum in dem blacklands starb" gingen.

Erdgeschoss:
  • Küche (bewaffnet sich mit Messer -> wenn er Lynch werden würde, kann er stattdessen jemand anderen lynchen lassen)
  • Esszimmer (Muss in jedem Post aus einem Buch/Songtext/Gedicht zitieren)
  • Bibliothek (Erhält Übersicht wer diese Nacht in welchem Raum ist)
  • Kaminzimmer (Der Spieler postet am nächsten Tag max 10 Posts)
  • Trophäenzimmer (Der Spieler postet am nächsten Tag mind. 50 Posts)
1. Stock:
  • Katzenzimmer (Man muss am nächsten Tag dafür sorgen gelyncht zu werden, diesen Lynch würde man überleben)
  • Kinderzimmer (Darf keine Namen und Orte nennen, also auch nicht voten)
  • Krankenzimmer (Muss pro Zeile mind. 3 Rechtschreibfehler machen)
  • Badezimmer (darf nur in Hauptsätzen posten und max. 8 Wörter pro Satz)
  • Schlafzimmer (treffen sich hier zwei Spieler, verlieben sie sich. Ist ein Spieler alleine im Raum, muss er einen Mitspieler überzeugen in der nächsten Nacht ins Schlafzimmer zu gehen)
2. Stock:
  • Zimmer in dem bl starb (man darf jedem bisher gestorbenen 5 Fragen stellen)
  • Spiegelzimmer (man muss in jedem Post den letzten Satz des Vorposters wiederholen)
  • Puppenzimmer (bekommt Puppe- kann weder gelyncht noch NK werden für den nächsten Tag)
  • Gummizelle (man muss in einer Fremdsprache schreiben)
  • Metzgerzimmer (Man bekommt zwei Spieler genannt, davon einer Besucher und einer Bewohner)
Eröffnungstext

Großes Werwolf-im-MTGF-Forentreffen bei Zwiebelkönigin!
Die Königin lädt zum gemeinsamen Real-Life-Werwolfspielen zu sich nach Hause ein. Jeder ist willkommen, es gibt reichlich Platz, kulinarische Genüsse und Spaß ^^


Diese frohe Botschaft hat euch verlockt dem Aufruf zu folgen und die weite Reise ins Heim der Zwiebelkönigin anzutreten.

Es ist bereits dunkel, als eure Autokolonne den Wald verlässt, durch welchen ihr nun seit geraumer Zeit fahrt. Da erscheint plötzlich eine majestätische Villa vor euch und steigert eure Vorfreude auf die kommende Zeit. Dabei scheint es, als würde die Villa von Strahlern im Boden beleuchtet werden, was im Zusammenspiel mit dem circa vier Meter hohen Zaun, welcher das Grundstück umgibt, ein wenig bedrohlich wirkt.

Verstärkt wird dieser Eindruck nur von der im Zaun eingelassenen Pforte, welche mit lautem Quietschen automatisch schließt, nachdem der letzte Wagen der Kolonne das Tor passiert.
Ihr wisst es natürlich nicht, aber nahezu zeitgleich bemerkt daraufhin in jedem Auto ein Forenmitglied, dass es hier wohl keinen Empfang zu geben scheint. Naja, Internet wird es ja wohl geben, wird daraufhin gewitzelt. Im Hintergrund zieht ein Sturm auf.
So parken schlussendlich die Fahrer ihre Wagen vor der großen Eingangstür, ihr steigt aus und erwartet, dass ihr in jeden Augenblick nun endlich hineingelassen werdet.
Daher bemerkt niemand, dass plötzlich ein euch unbekannter Mann hinter euch steht, dessen süffisantes „Herzlich Willkommen meine Lieben!“ euch dementsprechend erschreckt. Wie einen Mann Ende Fünfzig, mit Halbglatze, mindestens drei Kinnen, Knollennase und hundertzwanzig Kilogramm Körpergewicht habt ihr euch die Zwiebelkönigin eigentlich nicht vorgestellt. Der Mann mit den blutunterlaufenden Augen und hängenden Lidern bemerkt eure Verwunderung augenscheinlich und stößt ein abgehacktes, bellendes Lachen aus. „Habt ihr noch nie gehört dass man im Internet nicht allem glauben darf?“ fragen die amüsierten glasigen Augen. Es antwortet ihm verhaltenes Gelächter von einigen von euch. „Naja, von derlei Äußerlichkeiten und Nichtigkeiten lassen wir uns nicht abhalten, nicht wahr? Ihr dürft mich auch Zwiebelkönig nennen, wenn ihr wollt!“ Wieder sein Lachen, schwer einzuordnen. Lacht er mit euch, oder über euch?
So wird sich reihum vorgestellt, und anschließend nun endlich die Villa betreten.
Der Mann, den ihr Zwiebelkönig nennt, erzählt euch, dass er der einzige Bewohner der Villa sei, und auch normalerweise in einer kleinen Wohnung in der Stadt lebe. Aber für ihre Zwecke, ein beschauliches Werwolfspiel, mal nicht online, sei die alte Villa doch ideal. Es gäbe drei Gästezimmer, auf jeder Etage eines, welche ihr euch aufteilen sollt, denn ein Rundgang zu dieser späten Stunde wäre doch beschwerlich.
Mit „Ich wünsche euch allen eine geruhsame Nacht! Auf dass ihr hier viel Spaß haben möget!“ verlässt euch nach diesem Gespräch der skurrile Gastgeber.
Obwohl ihr zwar auch müde von der Reise seid, wird noch lebhaft diskutiert. Ob man hier wirklich bleiben wolle, fragt der eine. Jetzt noch zurückzufahren ist zu spät, sagt ein anderer. Es sind sich zwar alle einig, dass euer Gastgeber etwas unheimliches, aber vor allem bedrohliches ausstrahlt, aber einige von euch haben schon ein paarmal mit „Zwiebelkönigin“ gechattet, und aus dem kurzen Gespräch beim Kennenlernen gibt es keinen Zweifel, dass dies wirklich die Zwiebelkönigin ist. Was einige natürlich nicht minder unruhig stimmt, andere jedoch beruhigt.
Letztendlich beschließt ihr, es drauf ankommen zu lassen und ein bisschen abenteuerlustig zu sein. Immerhin seid ihr vierzehn Leute, und was soll ein alter, fetter Mann schon gegen euch ausrichten?
So wird sich zur ersten Nacht schlafen gelegt.
Es ist eine unruhige Nacht. Der Sturm tobt um das Dach und rüttelt an den Ziegeln. Die alte Villa knarzt und quiekt wie man es sonst nur aus Gruselfilmen kennt. Sogar Schreie scheint es zu imitieren. Ein paar von euch werden zwar wach, aber niemand wagt es, das Zimmer zu verlassen. Immerhin ist dies ein großes und verwinkeltes Haus, und zu groß ist die Gefahr sich zu verlaufen.
Der nächste Morgen kommt zu früh. Schlaftrunken und mit dicken Rändern unter den Augen versammelt ihr euch in der Eingangshalle. Keiner hatt gut geschlafen. Wer aufgrund der Geräusche nicht wach gelegen hat, war von Alpträumen geplagt worden.
Diejenigen von euch, die mit blacklands auf dem Zimmer gelegen hatten, waren aber noch beunruhigter. Keiner von ihnen hatte ihn gehen sehen oder hören, und doch war er morgens nicht im Zimmer gewesen. Auch kein anderer hatte etwas von ihm gesehen.
Dies ist aber die die einzige Person die fehlt. Euer Gastgeber, der Zwiebelkönig, hat euch eine Nachricht an die Eingangstür gehängt. Der Strom sei aufgrund des Stroms ausgefallen und er müsse schauen woran es liegt. Ihr sollt in der Zeit ins Esszimmer gehen (das Zimmer am nächsten zur Tür) und es euch gemütlich machen.

Das Esszimmer ist ein großer Raum mit einer langen Tafel aus dunklem Holz. Darauf stehen Kerzenhalter, von denen vor langer Zeit Wachs auf das Holz getropft ist. Dreizehn große, schwere Stühle aus demselben dunkeln Holz stehen um den Tisch herum. An den Wänden hängen Bilder von Schriftstellern, Poeten, Philosophen, Liedermachern, aus Zeitungen ausgeschnitten oder herausgerissen und mit Tesafilm an die Wand geheftet. Einige Bilder rollen sich an den Seiten auf und sind schon an den Rändern vergilbt. Einige dieser Personen sind mit rotem Stift umrandet, oder aber durchgestrichen.
Dies verbessert eure Unruhe nicht grade. Hier ist es unheimlich und kalt, und auch nach Stunden des Wartens taucht blacklands nicht wieder auf.
So beschließt ihr nun endlich, euch im Haus einfach ein wenig umzusehen und ihn zu suchen.

Direkt neben dem Esszimmer befindet sich die Küche. Es ist ein kleiner und dreckiger Raum. Die Schränke und Oberflächen sind mit Staub und Dreck überzogen, welcher wie eine Mischung aus Kleintierexkrementen und Speiseresten aussieht. Ein Blick in die Schränke offenbart: Leere. Bis auf ein einziges Messer in einer Schublade befindet sich nichts im Mobiliar.
Noch wird gewitzelt "Wir wollen also jeden Tag Pizza bestellen, auch nett.“

Ebenfalls im Erdgeschoss, neben dem Gästezimmer, befindet sich eine Bibliothek. Hier stapeln sich die verschiedensten Bücher nicht nur in Regalen, sondern auch auf dem Boden und auf einem in der Mitte des Raumes stehenden Schreibtisch. Sogar auf jedem Stuhl liegen Bücher.
Sofort machen sich einige von euch ans Werk die Exemplare zu sichten, aber das herrschende Chaos und die Sorge um blacklands drängen euch weiter.

Gegenüber der Küche befindet sich ein Kaminzimmer. Dies ist der erste ansprechend wirkende Raum den ihr findet. In dem großen Kamin lodert ein Feuer, und ein großes, weiches, altes Sofa davor lädt zum Verweilen ein. Darum herum stehen einige Ohrensessel, und auf ein jedem liegt eine Decke aus Wolle. Auf kleinen Beistelltischen stehen Gläser und verschiedene Getränke und an den Wänden hängen Bilder von verschiedenen Landschaftsaufnahmen.
Wieso ihr nicht in diesen Raum gebeten wurdet, fragt ihr euch. Aber das kann auch später diskutiert werden, denn auch dieser Raum ist leer.

Das letzte Zimmer im Erdgeschoss scheint ein Trophäenzimmer zu sein. In der Mitte des Raumes stehen Vitrinen aus Glas, in denen merkwürdig geformte Steine, Schmuck, alte Landkarten und ähnliches aufbewahrt werden. An der einen Wand hängen die Köpfe von toten, vermutlich im hiesigen Wald geschossener, Tiere. Reh, Wildschwein, Hirsch, Hase, auch ein Hund und andere Kleintiere sind zu erkennen. Die hintere Wand muss ein Scherz des Gastgebers sein: Bei näherer Betrachtung erkennt ihr menschliche Köpfe, auf Holzplatten und wie die Tiere an der Wand befestigt. Grotesk angstverzehrte Gesichter von Frauen, Männern und Kindern verschiedener Abstammung lassen euch das Blut in den Adern gefrieren.
Wer bewahrt so etwas in seinem Haus auf?
Keiner von euch will sich das genauer ansehen und so geht ihr sehr zügig die Treppe hinauf in den ersten Stock.

Neben dem zweiten Gästezimmer befindet sich ein Badezimmer, welches ihr schon am Vorabend gesehen habt. Außer einer mit goldenen Schnörkeln versehenen Badewanne findet ihr hier nichts Furchteinflößendes. Bei genauerer Überlegung findet ihr sogar gar nichts. Hier befindet sich kein Schrank, kein Regal. Nichts um etwas aufzubewahren
.
Nebenan kommt ihr in einen Raum, der euch glauben macht ihr wäret in einem Krankenzimmer. Während alle anderen Räume eher dazu tendieren schmutzig zu sein, wirkt dieser Raum sauber und rein, ja sogar steril. Ein Bett mit Klappen an den Seiten, hochgestellter Matratze und Haltegurt darüber steht inmitten des Raums. Die Bettwäsche auf dem Bett strahlt so weiß wie die Wände des Raums und liegt ordentlich gefaltet darauf. Ein Ständer für Infusionen steht direkt daneben. Auf einem Tisch an der Wand stehen und liegen ordentlich sortiert Nierenschalen, Griffe von Skalpellen, Mullbinden, Einwegspritzen, Dosen mit verschiedensten Medikamenten. Auf einem Tisch gegenüber befinden sich, auf einem Tablett angeordnet, unterschiedliche chirurgische Hilfsmittel sowie eine Packung mit Einmalhandschuhen. Ein Kittel hängt an einem Hacken neben der Tür.
Aber auch hier befindet sich niemand im Zimmer.

Im Zimmer nebenan liegt wieder auf allem die vertraute Staubschicht. An der Seite steht ein circa ein Meter langes Bett, mit Holzgittern umrandet. Auf dem Boden verstreut, aus Kisten herausquellend, auf Regalen liegend und stehend und in Schränken, befinden sich lauter Spielsachen. Es herrscht ein muffiger Geruch und die Spielsachen sehen aus, als seien sie zwanzig Jahre alt. Die Tapete schält sich langsam von der Wand, an einigen Stellen erkennt man noch das ursprüngliche Muster aus gelben und roten Blumen.
Aber der gesuchte ist auch nicht ins Kinderzimmer gegangen.

Genauso alt scheint der nächste Raum, ein Schlafzimmer, zu sein. Die Bettwäsche auf dem großen Doppelbett sieht aus wie aus den Achtziger Jahren, und der marode aussehende Kleiderschrank hätte eher auf den Sperrmüll als in eine große Villa gepasst. Ein großes Bild hängt gegenüber des Betts, es zeigt eine gemalte Familie mit Mutter, Vater und drei Kindern, die lächelnd den Maler ansehen.
Vorsichtshalber wird zwar mal in den Schrank geschaut, aber außer muffigen Kleidungsstücken findet sich hier nichts. Zumindest kein blacklands.
So ist die Hoffnung groß, zumindest im letzten Zimmer auf dieser Etage etwas zu finden. Aber der Fund wird dann etwas anders als erwartet.

Ihr öffnet die Tür und sofort schlägt euch ein süßlicher, brechreiz-erzeugender Geruch in die Nase. Ihr kommt in einen abgedunkelten Raum, welcher mal ein Kinderzimmer gewesen sein muss. Zumindest erkennt ihr ein Bett, einen Schreibtisch und Bilder mit kindlichen Motiven an den Wänden. Allerdings liegen im Zimmer, zwischen Kotresten und Urinflecken, Tierkadaver in unterschiedlichen Zuständen. Während einige bis auf die Knochen abgenagt scheinen, sind einige mit einem schimmeligen Flaum überzogen, und nur schwach kann man das stumpfe Fell darunter erkennen. Es scheint sich um tote Katzen zu handeln, auch wenn ihr euch nicht sicher seid, ob nicht noch andere Tiere hier ihr Ende fanden. Auf einem Tisch neben der Tür findet ihr die am besten erhaltene Leiche. Es ist eine Katze, die noch nicht lange tot scheint. Sie sieht aus als sei sie verhungert, denn man sieht nicht nur jede Rippe an ihr, auch sind ihr Schwanz und ihre Hinterläufe abgenagt, als habe sie in letzter Kraft versucht doch noch am Leben zu bleiben. Doch ihr mageres Fleisch und die sich entzündenden und eiternden Stümpfe ließen ihr keine Chance. So nennt ihr diesen Raum das Katzenzimmer.
Niemand verübelt es denen, die bei dem Anblick das Essen vom Vortag nicht bei sich behalten können. Und doch müsst ihr alle Kraft aufbringen um auch noch das oberste Stockwerk zu durchsuchen.

Im zweiten Stock findet ihr wieder ein sauberes Zimmer. In dem Puppenzimmer könnt ihr keine einzige Wand sehen, denn er ist von unten bis oben mit Regalen gefüllt, auf denen wiederrum Puppen aller Art sitzen und liegen und euch mit leerem Blick ansehen. Völlig Kreuz und quer befinden sich hier Porzellanpuppen, Holzpuppen, Stoffpuppen, Plastikpuppen, sogar eine aus Metall. Sie sind blond, brünett, rot- und schwarzhaarig, Männlein wie Weiblein, dunkel und hellhäutig und alle ohne Kleidung. Einige Puppen sind augenscheinlich für ihr nacktes Dasein nicht geschaffen, denn sie zeigen Körper, die nicht zu Köpfen und Extremitäten passen.
Auch hier hat es eindeutig keine lebendige Gestalt hingezogen.

Der nächste Raum ist eindeutig eine Weichzelle. Boden und Wände sind mit Schaumstoff abgepolstert und mit durchsichtigem Kunststoff überzogen, was den Raum schmutzig wirken lässt. Auch gibt es kein Schloss im inneren des Raums. Wer einmal darin eingesperrt ist, muss auf Hilfe von Außerhalb hoffen.

Wie der eine Raum weich ist, so ist der nächste Raum hart. Hier sind Wände und Boden gefliest und in der Mitte des Raums befindet sich ein Abfluss. An der Decke hängen große und lange Haken, anscheinend um etwas aufzuhängen. Ansonsten ist der Raum leer. „Hier sieht aus wie im Schlachthaus“ flüstert einer von euch. Ihr nennt es das Schlachtzimmer.

Als ihr die Tür zum nächsten Zimmer öffnet, blendet es euch. Ihr könnt kaum in den Raum blicken, ohne die Reflektion eines Lichtstrahls, der durch das Fenster dringt, ins Auge zu bekommen. Denn im Zimmer sind, neben Bett, Tisch und Stuhl, alle drei mitten im Zimmer, an jeder Wand unzählige Spiegel angebracht. Einige sind zerbrochen, aber die Splitter blenden nicht weniger als die intakten Spiegel. Sogar der Boden besteht aus Spiegeln, und diese knirschen gefährlich, als ihr durch das Spiegelzimmer darüber geht.

Nun steht ihr vor dem letzten Raum. Eure Anspannung ist so groß, dass sie schon fast greifbar ist. Einer von euch öffnet die Tür. Und obwohl ihr alle zwar gehofft habt blacklands endlich zu finden, wusstet ihr doch schon unbewusst, dass ihr ihn gar nicht finden wollt. Nicht in diesem Haus. Nicht nachdem er stundenlang nicht aufgetaucht ist. Nicht nach allem was ihr gefunden habt. Und doch öffnet ihr die Tür.
Ihr findet den Besucher blacklands in einem ansonsten völlig leeren Raum auf dem Boden liegend. Euch fallen sofort seine verkrampften blutigen Finger auf, in denen er etwas hält. Blutig, und doch weiß, wisst ihr sofort was es ist, als ihr in sein Gesicht schaut und die leeren Augenhöhlen seht. Was hat er gesehen, dass er sich die Augen herausreißen musste, um es nicht mehr erblicken zu müssen?
Diejenigen, die noch nicht das Essen vom Vortag im Stockwerk tiefer gelassen haben, schaffen es kaum aus dem Raum heraus. Diejenigen, die den Anblick noch ein wenig ertragen können, sehen nicht nur Kratzwunden auf blacklands, die so tief sind, dass seine Innereien herausquellen. Sie sehen auch, dass mit Blut etwas an die Wand geschrieben wurde:
> Ihr seid eingeschlossen. Ihr kommt nur raus wenn ihr gegen die Bewohner gewinnt. Jeden Abend müsst ihr einen von euch lynchen. Viel Spaß beim Halloweenspiel! <




PM Nacht 1
In der folgenden Nacht kann wirklich niemand von euch schlafen. War die letzte Nacht laut, so ist sie diesmal still. Eine abwartende Stille, wie die Ruhe vor dem Sturm. Doch ein plötzlicher Schrei zerreißt die Lautlosigkeit. Ihr könnt nicht einfach in den Gästezimmern bleiben, ihr müsst nachsehen ob ihr nicht helfen könnt!

PM Nacht 2
In der heutigen Nacht schlaft ihr etwas beruhigter. Ihr wisst dass zumindest einer, den ihr für euren Verbündetet hieltet, keiner war. Dies gibt zumindest etwas Gewissheit, dass eure Aufgabe nicht unlösbar ist.
Doch hindert dies das Haus auch in dieser Nacht nicht, auf sich aufmerksam zu machen. Ein Schrei erweckt dich aus deinem seichtem Schlaf. Was passiert da grade?


Bibliothek: Besucher (Nacht 1)
Als du die Bibliothek betrittst, siehst du sofort, dass sich hier nicht die Ursache für den Schrei befindet.
Doch kannst du es nicht lassen, dir die an der hintersten Wand befindlichen schweren Bücher einmal genauer anzusehen. So alte und seltene Bücher sollten doch nicht in so einem Haus vor sich hin rotten...

Doch plötzlich spürst du eine Bewegung neben dir, und bevor du weist was passiert, spürst du nur einen kurzen Schmerz in der Brust. Ganz kurz will Panik in dir aufsteigen, als du siehst wie dort jemand dein blutiges Herz in den Händen hält, doch zu schnell wird dir schwarz vor Augen und du sinkst auf den Boden....

Bibliothek: Bewohner (Nacht 1)
In der Bibliothek siehst du, wie schon Thoradin und Tchakar einige Bücher untersuchen. Doch das dürfen sie nicht, denn es sind deine Bücher!
Du wirst unglaublich wütend, und bevor sie überhaupt mitbekommen, dass du im Raum bist, stehst du auch schon bei ihnen. Es bereitet dir keine Mühe, mit deinen Händen in sie einzudringen, und ihr minderwertiges Herz herauszureißen. Sie sind so schwach, doch denken sie euch wirklich aufhalten zu können! Du wirst sie eines besseren belehren....

Du nimmst das Buch an dich, welches aufgeschlagen auf einem Bücherstapel mitten im Raum liegt. Es ist "Der Prozeß" von Franz Kafka. Doch die Seiten sind leer. Bis auf die letzte Seite. Hier kannst du, in fein säuberlicher Schrift, etwas aufgelistet sehen:

Bibliothek: Doubter, Thoradin, Tchakar
Badezimmer: The Spectre
Raum in dem blacklands starb: pseudodespot, Lev
Trophäenzimmer: Boneshredder
Küche: Oddsock
Krankenzimmer: Dervun
Spiegelzimmer: Macros
Puppenzimmer: Drakulix

Du legst das Buch wieder zurück.

Bibliothek: Bewohner (Nacht 2)
Die Bibliothek sieht zwar aus, wie du sie zurückgelassen hast, doch zieht es dich aus unerfindlichen Grund in die Mitte des Raums, wo ein Buch aufgeschlagen auf einem Stapel anderer Bücher liegt.
Du nimmst das Buch an dich. Es ist "Der Prozeß" von Franz Kafka. Doch die Seiten sind, bis auf die letzte, leer. Hier kannst du, in fein säuberlicher Schrift, etwas aufgelistet sehen:

Bibliothek: Macros
Badezimmer: Oddsock
Raum in dem blacklands starb: Boneshredder, The Spectre
Küche: Dervun
Kaminzimmer: Lev
Kinderzimmer: Drakulix

Du legst das Buch wieder zurück.


Raum in dem blacklands starb: Besucher (Nacht 1)
Als du den Raum betrittst, wo wenige Stunden zuvor noch blacklands Leiche lag, siehst du: Nichts.
Der Raum ist völlig sauber, kein Blut befindet sich auf dem Boden oder der Wand. Als du zu der Stelle trittst, wo blacklands gelegen haben muss, siehst du plötzlich wie sich, völiig lautlos, Hände von hinter dir auf deinen Bauch legen. Du willst herumwirbeln um zu sehen, wer dich umschlingt, doch der Angreifer hält dich so fest, du kannst ihn nicht erkennen.
Dein Blick fällt auf die Hände, und du siehst wie die Finger mit langen Fingernägeln sich langsam in deinen Bauch schieben. Der Schmerz lässt dich fast wahnsinnig werden, doch kannst du den Angreifer einfach nicht abschütteln. Du sinkst zu Boden...

Raum in dem blacklands starb: Bewohner (Nacht 1)
Als du den Raum betrittst, siehst du, wie pseudodespot schon da ist und sich über blacklands Leiche beugt. Dir fällt es nicht schwer ihn anzugreifen, deine Händen von hinten auf seinen Bauch zu legen, ihn trotz wehren und zappeln festzuhalten und mit deinen langen Fingernägeln langsam seinen Bauch aufzuschlitzen.... Es tut gut diese minderwertigen Kreaturen dezimiert zu haben, und nur schwer kannst du dich von seiner Leiche lösen, um wieder zu den anderen zurückzukehren...

Auf dem Weg nach draußen siehst du plötzlich eine silbrige Gestalt... ist dies ein Geist? Du beschließt später noch einmal zurückzukehren um dir die Stelle nochmal genauer anzusehen.

Raum in dem blacklands starb: Besucher (Nacht 2)
Bei Betreten des Raums fällt dir sofort eine silbrige Struktur auf, die in einer Ecke des Raums schimmert. Während blacklands und pseudodespots Leichen noch genauso da liegen, wie den Tag zuvor, ist dies neu. Neugierig näherst du dich dem flackerndem Licht, als du plötzlich Stimmen hörst. Sie scheinen weit entfernt, und wie von einem Tonband abgespielt.... Kommen sie dir nicht bekannt vor? Das hört sich doch an wie Thoradins Stimme? Und pseudodespots?
Konnte es sein, dass sich aus irgendeinem Grund die Präsenz der Toten hier eingefunden hat?
Du beschließt im Laufe des Tages nochmal wieder zu kommen....

Spiegelzimmer: Bewohner (Nacht 1)
Deine Wahl fällt auf das Spiegelzimmer. Früher, es scheint ein anderes Leben gewesen zu sein, war dies dein Zimmer. Spiegel und Reflektionen haben dich schon immer fasziniert. Nur schwer konntest du dir abgewöhnen in deine Schlafzimmer unzählige Spiegel aufzuhängen... und wie du dort stehst und dein Spiegelbild im Spiegelbild im Spiegelbild im Spiegelbild betrachtest, wächst diese Faszination wieder, und wieder bekommst du das Bedürfniss alles zu reflektieren....

Krankenzimmer: Besucher (Nacht 1)
Als du das Krankenzimmer betrittst, merkst du sofort, dass hier nicht die Ursache für den Schrei liegt. Du siehst dich ein wenig um, doch wie du so alleine durch das Zimmer gehst, bekommst du plötzlich Kopfschmerzen. Doch auch deine Glieder und dein Rücken beginnen sehr stark wehzutun. Die krampfartigen Schmerzwellen lassen dich zusammenkrümmen und vor Schmerz aufstöhnen, doch du schaffst, es das Zimmer noch aus eigener Kraft zu verlassen.... Außerhalb des Raums wird es zwar etwas besser, aber trotzdem fühlst du dich matt und kaputt, als ob du um 60 Jahre gealtert wärst...

Küche: Besucher (Nacht 1+2)
Die leere Küche zeigt dir, dass hier nicht die Ursache des Schreies liegt.
Du denkst dir, dass es ja nicht schaden kann, das Messer mal an dich zu nehmen. Wer weiß was noch passiert? Aber vielleicht möchte ja jemand anderes lieber das Messer an sich nehmen? Du fühlst dich hin und her gerissen und beschließt schlussendlich, das Messer nur für einen Tag mitzunehmen. Vielleicht wollen die anderen dich ja lynchen, so wie sie es mit dem armen Illia5 gemacht haben... So fühlst du dich sicherer....

Badezimmer: Besucher (Nacht 1+2)
Du betrittst das Badezimmer, und sofort siehst du, dass es völlig anders aussieht als nur wenige Stunden zuvor. An den Wänden sind blutige Spuren, als sei jemand mit blutverschmierten Fingern die Kacheln entlanggefahren. In der Badewanne ist noch mehr Blut, so als habe sich jemand ein Bad einlassen wollen....
Als du nachschauen willst, ob sich nicht in dem Blutbad etwas befindet, siehst du plötzlich eine Bewegung im Augenwinkel, gefolgt von einem Geräusch, dass wie das schnelle Schließen einer Schere klingt. Voller Adrenalin drehst du dich um - aber dort ist niemand.
Doch ein Schritt auf den Spiegel zu, verrät dir, was du gesehen und gehörst hast: Im Spiegelbild siehst du zwar dich selbst, aber auch zwei Gestalten, nur unscharf zu erkennen. Sie stehen hinter dir, mit Nagelscheren in den Händen und betrachten dich.... sie beginnen dein Haar anzufassen und abzuschneiden. Doch dies passiert nur im Spiegel.
Deine Lunge zieht sich zusammen, du bekommst Panik, denkst du hast einen Herzinfarkt, doch kannst deinen Blick vom Spiegel abwenden. Kurz wird dir schwarz vor Augen, doch wenige Sekunden später ist die Welt wieder klar.
Kein Blut ist mehr zu sehen und auch der Spiegel zeigt dir nur dich selbst.
Doch du bist furchtbar kurzatmig, bekommst kaum Luft. Das werden dir die anderen niemals glauben....

Tröphäenzimmer: Besucher (Nacht 1)
Du betrittst das Trophäenzimmer, aber erkennst sofort, dass hier nicht die Ursache für den Schrei liegt... Doch wenn du schonmal hier bist, kannst du dir direkt die ausgestellten Gegenstände genauer ansehen. So wanderst du durch die ausgestellten Steine, Schmuckstücke, Tierköpfe, und so langsam kommt dir der Gedanke, dass du doch auch deine gesammelten Gegenstände ausstellen könntest. Wenn so ein minderwertiger Mensch wie der Villenbesitzer eine Art Museum aufbauen könntest, könntest du dies doch schon längst! Du stellst dir vor wie die Leute in Staunen und Neid versetzt werden würden, könnten sie deine Trophäen bewundern.... Und so läufst du gedankenverloren und träumend durch das Zimmer, und fühlst dich immer wichtiger und bedeutender...

Puppenzimmer: Besucher (Nacht 1)
Als du das Puppenzimmer betrittst, weißt du sofort dass hier nicht die Ursache für den Schrei liegt. Außer die Puppen könnten plötzlich sprechen. Da sticht dir eine Puppe ins Auge, von der du meinst dass sie bei vorherigem Besuch des Raums noch nicht dagewesen wäre...
Denn im Gegensatz zu den anderen Puppen trägt sie ein blaues Kleidchen, und ihre großen Kulleraugen scheinen deinen Schritten zu folgen. Du gehst auf sie zu, um sie genauer zu betrachten, da blinzelt sie plötzlich. Erschrocken springst du einen Schritt zurück.
Die kleine Mädchengestalt mit den braunen Locken beginnt zu lachen und öffnet den Porzellanmund. Ihre Stimme klingt piepsig als sie sagt "Na Na, vor mir brauchst du hier am wenigsten Angst haben." Sie kichert. "Du gefällst mir. Die Bewohner gefallen mir gar nicht. Ich kann dir helfen." Du bist zu verwundert um etwas außer einem verwirrten Laut von dir zu geben. Wieder kichert sie. "Nimm mich einfach einen Tag lang mit. Und wenn dir etwas passieren würde, rette ich dich!" Sie zwinkert dich und ihr Gesicht wird wieder leblos wie das der anderen Puppen.
Du denkst du seist verrückt geworden, und stupst die Puppe an, in dem Glauben, sie würde sich vielleicht nochmal bewegen. Doch nichts passiert. Dein Gedanke ist, dass es zwar albern ist, und es vermutlich nur eine Halluzination aufgrund von Stress und Angst gewesen war, doch schaden kann es sicher auch nicht. Du steckst die Porzellanpuppe ein.

Kinderzimmer: Besucher (Nacht 2)
Das Kinderzimmer ist wie die Tage zuvor verlassen und verstaubt. Wie du dich auf einen kleinen Hocker neben die Spielsachen setzt, kommen Erinnerungen an deine Kindertage herauf. Du schaust dir die verschieden Stofftiere, Klötze und Autos an, und du wünscht dir, wieder so jung zu sein, dass es einen nur interessiert, wie welches Stofftier heißt und welches Auto schneller fahren kann. Weit ab von gestörten Menschen in noch gestörteren Villen. Aber auch weit ab vom Alltagsstress, von der Uni, von allem was dich belastet. Gedankenverloren beginnst du, die Autos in einer Reihe aufzustellen, kleine Plastikhäuser drumherum aufzubauen, die Stofftiere sich unterhalten zu lassen. Und so spielst du fast die ganze Nacht hindurch und endlich fühlst du dich wieder frei, aber vorallem auch Sorgenfrei. Kein Gedanke an deine Mitgefangenen quält dich mehr....

Kaminzimmer: Bewohner (Nacht 2)
Das Kaminzimmer ist wie immer warm und gemütlich. Obwohl du um den Charakter des Zimmers weißt, legst du dich auf das große gemütliche Sofa, um ein wenig dem Feuer beim Knistern zuzuschauen. So geht es sehr schnell, dass du in tiefen Schlaf fällst.... aus dem du dich nur mit Mühe reißen kannst. Immerhin musst du zu den anderen zurückkehren.... Doch nun bist du soo müde, du beschließt dich noch fünf Minuten hinzulegen....


Fragen der Spieler an die Geister:
Hast du noch irgendwelche Informationen, die uns helfen, die Bewohner ausfindig zu machen bekommen?
Welche Räume hattest du zur Auswahl?
Wodurch bist du gestorben?
Was genau gab es in der Bibliothek bzw. was genau ist dort passiert?
Hast du nach deinem Tod noch weitere Informationen über das Spiel erhalten die du weitergeben darfst?
Wen hälst du für den Bösen?
Von wem glaubst du, dass es die Bösen sind? Am besten mit Ranking.


Lev's Siegestext:
Geisterstundeeee

In dieser Nacht verhält sich das Haus unverhältnismäßig ruhig - vielleicht in der geringen Anzahl der noch lebendigen Insassen begründet. Der Vollmond steht hoch am Himmel und strahlt helles Licht durch die hohen Fenster der Villa, wirft dabei lange Schatten. Einer dieser Schatten sieht fast menschlich aus, aber auch nur fast. Ein wenig bestialischer. Und dieser bewegt sich nun über die Treppe in den ersten Stock. Geräuschlos schleicht er von Tür zu oder auf dem Flur, horchend, ob jemand sich darin befindet. Vorm Katzenzimmer hält der Schatten inne - Geräusche sind zu vernehmen, eindeutig befindet sich darin jemand und krautet herum. Lautlos öffnet Lev die Tür und stürzt sich von hinten auf Boneshredder, reißt ihm mit seinen Klauen tiefe Wunden in die Brust.

Nachdem nun alle Eindringlinge entsorgt und auch die zwei anderen Mitbewohner, Doubter und Macros, die mit ihm zusammen vom Zwiebelkönig verflucht worden waren, nicht mehr da sind, bleibt Lev nur noch eines zu tun, um die Villa für sich zu haben. Er lauert dem Zwiebelkönig auf, der sich nachts vergewissern kommt, wer gestorben sei. Brutal und wild nimmt er seine Rache für das, was ihm der Zwiebelkönig angetan hatte, und hängt ihn danach zu theatralischen Zwecken zu den anderen in die Eingangshalle.

Mit dem wohligen Gefühl des Triumphs begibt Lev sich dann in die Weichzelle und lässt die Tür hinter sich zufallen...

Bearbeitet von Zwiebelkönigin, 22. November 2012 - 22:38.

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Knallhart in der Oberstadt


#11 Arathal Geschrieben 14. Oktober 2016 - 20:52

Arathal

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Spiel 143, Classic, Texte von meiner bescheidenen Wenigkeit.

Link: http://www.mtg-forum...vd-143-classic/

Spoiler

Kartoffelsalatpüree.

 


#12 Rakulz Geschrieben 16. November 2016 - 22:36

Rakulz

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Spiel 145, Ergebnis des Dreierfinales, Author: Rakulz

 

Und es geschah in eben jenem Moment, da die Füße des soeben verstorbenen das letzte Mal zuckten, dass die Wolkendecke aufbrach und der Vollmond den Galgen in weißes, kaltes Licht tauchte. Es herrschte absolute Stille als sich Alexandroz sichtlich erleichtert dem letzten seiner verbliebenen Nachbarn zuwendete. Rakulz hatte die Arme vor der Brust verschränkt und den Kopf in den Nacken gelegt. Seine Augen waren geschlossen und er lächelte zufrieden als der die kalte Abendluft einatmete, dass sich seine Nasenflügel blähten. "Endlich ist dieser Albtraum vor..." Alexandroz machte einen Schritt auf ihn zu doch hielt gleich wieder inne als er ein lautes Knacken vernahm, dass in der Stille wiederzuhallen schien. Verwundert sah er zu Boden. War er auf einen Zweig getreten? Doch dort war nichts. Wie auch, denn im Dorf selbst gab es keinerlei Bäume. Dann noch ein Knacken. Nicht ganz so laut wie das Erste. Und noch eins. Als er wieder zu Rakulz aufsah weiteten sich seine Augen vor Schreck. Rakulz' Lächeln war zu einem breiten Grinsen geworden. Doch viel auffälliger war seine Kleidung, da sie ihm plötzlich viel zu klein schien. Der Stoff spannte sich über Muskelberge, die noch immer weiter wuchsen. Nun begriff Alexandroz, dass das Knacken von Rakulz ausging.

Und es hörte nicht auf. Im Gegenteil, immer häufiger vernahm er das Knacken von Knochen und Gelenken, die scheinbar ebenfalls anwuchsen und sich ihren Platz suchten um sich dem neuen Körpermassen anzupassen. Die Haut in seinem Gesicht begann sich dort schwarz zu färben wo sie vom hellen Mond beschienen wurde. Nur um kurz darauf von dichtem Fell überdeckt zu werden. Panisch taumelte Alexandroz zurück und stürzte. Er konnte den Blick einfach nicht von der Gestalt abwenden, die sich direkt vor seinen Augen verwandelte. Die Finger der Kreatur krümmten sich um die Oberarme und aus den Fingernägeln bildeten sich Klauen die den Stoff der Ärmel zerrissen. Mit einem Ruck dreht Rakulz den Kopf seinem nächsten Opfer zu. Noch immer breit grinsend waren die gewaltigen Reißzähne zu sehen, die sich in dem langsam immer länger werdenden Maul aufreihten. Ohne Vorwarnung und mit einem Satz sprang das Ungetüm auf Alexandroz los und war über ihm. Und das letzte was dieser sah waren die stahlblauen Augen, in denen die ersten roten Schlieren ihre Bahnen zogen...

 

... das warme Blut seines letzten Opfers dampfte noch in der klirrenden Abendluft als Rakulz bereits wieder in dem alten knorrigen Gehölz verschwunden war, das bei den Einheimischen nur als Düsterwald bekannt war. Auf der Suche nach einem neuen Rudel. Aber vor allem auf der Suche nach neuer Beute…






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