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flamedragons

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#1639038 Terese Nielsen - TERF und andere Probleme

Geschrieben von flamedragons am 20. Juni 2020 - 14:28

Doch zum Beispiel: Ich habe hab mir die Argumente durchgelesen und bin zu der Erkenntnis gelangt, dass meine Ansichten verletzend sein können. Ich möchte hierfür um Entschuldigung bitten. Ferner habe ich alle Seiten entfolgt, die diese schrecklichen Meinungen weiter verbreiten. Falls ich eine Seite übersehen habe weist mich bitte daraufhin. Ich hoffe in der Zukunft weiterhin teil der Community zu bleiben.

 

-> Es ist dummes Geschwätz, dass man sich 1. Entschuldigen muss 2. es keine Möglichkeit gibt weiterhin von der Community anerkannt zu werden. Sie hat sich dafür entschieden ihre Meinung beizubehalten, dass ist halt okay, aber nicht wenn man als Unternehmen sagt wir wollen Diversität präsentieren aka sie muss gehen.

 

Aber genau das hab ich glaub ich schonmal hier im Thread geschrieben.

 

Achja der Twitter"mob", den muss man gar nicht so bezeichnen. Es sind Menschen denen ist was aufgefallen, andere Folgen ihnen. Freie Meinungsäußerung ist kein Mob. Mob ist es wenn sie mit Mistgabeln hinter ihr hergerannt wird.




#1638615 Terese Nielsen - TERF und andere Probleme

Geschrieben von flamedragons am 19. Juni 2020 - 07:18

1. Die kleine Twittermeute: 1. warum wertet ihr Menschen ab wenn sie ihre Meinung äußern, die euch nicht passt. 2. Woher wisst ihr das sie klein ist, seid ihr die Mehrheit, woher wisst ihr das?

2. Ihre AW nicht mehr zu unterstützen ist einfach richtig und passt zum längeren Plan v on Wizards Diversität zu zeigen, daraus abzuleiten das es nur ein PR Gag ist, ist fragwürdig.

3. Ihr  müsst echt langsam lernen, dass nur weil eine Partei etwas sagt und dieser ihr zustimmt, und ihr nicht dieser Meinung seid, das ihr dann nicht das Meinungsmonopol habt und die andere Person deswegen abwerten dürft.

4. Hexenjagd zu benutzen ist absolut schrecklich, weil Hexenjagd war quasi die Anklage einer Person aufgrund völlig herbeigezogener Argumente. Und das ist beiTierese einfach nicht der Fall, es gibt genug fragwürdiges was sie gemacht hat und was auf vorherigen Seiten zusammengetragen wurde.

5. Anscheinend wollten sie es klammheimlich machen mit der Nielsen, nur durch Nachfragen mussten sie groß Stellung beziehen. Noch ein Argument dagegen, dass sie es als PR Gag ausnutzen wollten.

 

"Diese Firma reagiert aber auch nur auf eine kleine schreiende Twittermeute... und somit darf eine private Firma wohl doch nicht ganz machen was sie will. ^^" - das sind Gedanken die sind einfach Banane. Als ob soziale Gerechtigkeit einfach schwachsinn ist und immer PR Gag. Und als ob sich jede Firma davon gängeln lässt - ja ich wünsche mir auch Zeiten wieder wo Frauen mit Frauengold in die Ecke gestellt wurden, das war noch richtig toll.




#1638105 WotC und Rassimus in der Auftragsvergabe

Geschrieben von flamedragons am 17. Juni 2020 - 12:53

"Ja, Studien wie diese Labor-Schießstudie machen nachdenklich und legen nahe, dass es gewisse rassistische Grundtendenzen gibt, die alle Menschen teilen. Wenn das jedoch tatsächlich etwas ist, das sich eben wie in seiner solchen Studie im Bereich von Millisekunden äußert, dann reden wir von Instinkten / Reflexen, also Biologie, nicht von etwas, das "sozial konstruiert" ist."

 

Es gibt zwei Formen des Gedächtnisses: Das Deklarative Gedächtnis und das Prozedurales Gedächtnis (Je nach Autor wird das Prozedurale als nicht-deklarativ unterschieden und weiter aufgefächert und das Deklarative Gedächtnis noch erweitert durch das episodische Gedächtnis).

Im Deklarativen Gedächtnis ruft man quasi das ab was man lernt: Nenn mir die Hauptstadt von Deutschland. Es ist ein bewusster Prozess.

Im Prozeduralen Gedächtnis läuft alles eher unterbewusst ab: Fahrrad fahren.

Aber: Sehr vieles im Prozeduralen Gedächtnis kommt durch das ständige Wiederholen und abrufen aus dem deklarativen Gedächtnis.

Magic Beispiel: Am Anfang,w enn man Magic lernt muss man sich immer wieder reindenken, ob man den Brainstorm T1 countert oder nicht. Nach X Spielen, nach X mal bewusst darüber nachdenken, gelangt die Entscheidung ins Prozedurale Gedächtnis aka muss nicht mehr bewusst nachgefragt werden - man lässt ihn halt resolven. (Fahrrad fahren ähnlich: Am Anfang muss man immer wieder erklären wie das Fahrrad fahren funktionieren, man muss scih bewusst darauf konzentrieren, bis es irgendwann im prozeduralen Gedächtnis übergegangen ist. Shuffeln des Deckes ebenso. Achja auch Gefühle sind so teilweise (schwieriges Feld) antrainiert[ansonsten würden ja Verhaltenstherapien nix bringen :)].)

Und so ist das auch mit Handlungen/Einstellungen gegenüber gewisse Personengruppe: Sie wurden einem deklarativ herangetragen, man hat es gelernt und irgendwann ging es ins prozeduralen Gedächtnis über: Aka Rassismus IST sozial antrainiert.

 

"In dem Fall wäre der Versuch, den Menschen innewohnenden Rassismus zu überwinden, genauso zum Scheitern verurteilt wie der Versuch, andere biologische Instinkte wie eine Vorliebe für hochkalorisches Essen oder den Sexualtrieb dauerhaft abzustellen. Alles, was wir zur Überwindung von Instinkten haben, ist Willenskraft. Die ist jedoch, wie alles andere auch, eine begrenzte Resource."

 

Es gibt zwei Möglichkeiten sein Verhalten zu ändern: Nach Dewey durch Reflexion und nach (leider fällt mir der Autor nicht ein) durch Reflektion.

Reflexion bedeutet nach Dewey das gedankliche Durchdringen eines Inhalts, seinen Kern zu verstehen und darauf hin sein Verhalten anzupassen. Beispiel: Sich stark in Rassismus einlesen, und daraus seine Einstellung reflektieren.

Reflektion bedeutet, nach einer getanen Handlung seine Handlung zu hinterfragen: War es wirklich sinnvoll, dass ich es so oder so gemacht habe, was kann ich ändern.

 

Beide Formen sind vielen Menschen zugänglich: Dewey ist aber deutlich schwerer. Im Kern aber: Verhalten, und darunter zählen "Reflexe" oder "das Bauchgefühl", kann man ändern. Beispiel: Kindern, die häusliche Gewalt erfahren, zucken häufig wenn man ruckhaft eine Hand bei ihnen bewegt. Das passiert reflexhaft - ist aber natürlich antrainiert. Durch gezieltes Training kann dieser Reflex abtrainiert werden. Durch Reflektion.

 

Rassimus ist aber multidimensional, durchdringt Sprache, motorische Praktiken und noch viel mehr, daher kann man es nur in kleinen Schritten angehen. Und das liegt daran, dass wir nicht einem "historisch leeren Raum" leben, sondern in einem "historisch gewachsenen". Unserere Eltern, hatten Eltern, die Eltern hatten und viele Praktiken wurden von Generation zu Generation weitergereicht - meist nicht reflektiert. Und daher kann man sagen, dass es einen "systematischen Rassismus" gibt, weil das Individuum von einer rassistischen historischen Umgebung umgeben ist.

 

Funfact: Autoritäre/Totaliräre Staaten nutzen aktiv das Bild des "historisch leeren Raumes" aka alles wie es ist war es schon immer (Nach Assmann: Kalte Geschichte), um Kritiker*innen mundtot zu machen. Beste Beispiel: Animal Farm, oder 1984, in der Realität: Kommunismus in der Sowjetunion oder das Naziregime. Unsere Geschichte ist gestaltbar, weil Menschen sich verändern können. Und das auf ALLEN Ebenen (bis auf vllt den Schluckreiz.. Atemreiz...)

 

 

Edit: Zum Beispiel mit den Radieschen, Mathe test etc. : Hier wird nicht die Willenskraft getestet, sondern die Datenverarbeitung im Hirn. Natürlich würde ich schlechter abschneiden, wenn ich neben dem Mathetest auch noch über etwas anderes Nachdenken muss - das besetzt meinen Hirnspeicher (chunks).  Deswegen soll man auch in einem Reizarmen Raum lernen und nichtvor einem PC oder so.




#1637863 WotC und Rassimus in der Auftragsvergabe

Geschrieben von flamedragons am 16. Juni 2020 - 19:18

... und laut Wiki Eintrag haben es auch viele Amerikaner selber nicht verstanden. Die Phrase an sich gibt das ja auch nicht her. Das zeigt schon wie Zerrissen die amer. Gesellschaft bei diesem Thema ist, wenn man für den Satz "Jedes Leben zählt" schon als Rassist beschimpft wird.

 

Zurecht wird man als Rassist beschimpft, weil man halt den Argumentation der Rassisten folgt. Noah Sow: " Die reflexhaften "Gegenvorwürfe", die im Gefolge rassistischer Straftaten entstehen, sind besonders verschlagen. [...] Die Tatsache, dass es  einige Gestrige als unerträglich empfinden, dass das, was sie selbst für sich jeden Tag ganz selbstverständlich beanspruchen, alle Menschen in diesem Land tun dürfen, ist zu der Kurbel am Leierkasten mutiert, der unzähliger Menschen Zeit, Nerven und Energie in lärmenden Scheindebatten bindet." (S. 252-253) Ausgehen von einem Beispiel über Gewalt an Schwarzen, welches abgetan wird es gibt auc Gewalt an Blondinen: "1. Darum ging es in der Diskussion gar nicht, denn wir wollen jetzt mal etwas gegen Rassismus tun [...]." (S. 252) (Deutschland Schwarz-Weiß)

Das unbenennen von Black Lives Matters zu All Lives Matter verschiebt den Schauplatz weg von Rassismus, hin zu einem anderen Thema und das Schreckliche: Das andere Thema unterstellt POC, dass sie gegen Weiße sind. Oder das die Schwarzen zu dumm seien, selbst auf die Idee zu kommen, dass alles leben Bedeutung hat.

 




#1637576 WotC und Rassimus in der Auftragsvergabe

Geschrieben von flamedragons am 16. Juni 2020 - 07:53

1. Was ist an einer gewissen Gruppe abscheulich? Alleine dass du mich so in ein Eck stellst zeigt schon deinen Charakter.

2. Wer sagt dass alle davon beleidigt sind? Ist es nicht rassistisch, wenn du gewisse Gedanken voraussetzt bei gewissen Menschen?

3. Wenn der Vergleich hinkt sagst du damit automatisch, dass das Schicksal eines einzelnen weniger wert ist, als das von vielen. Du schreibst zwar danach, dass ein jeder einen Bann fordern kann, jedoch müsste die Antwort aus deiner Sicht sein, dass Wizards auch auf jede Forderung eingehen muss. (Damit wäre dann vermutlich 70% des Spiels gebannt)

4. Warum gehst du auf mein Folter/Gewaltbeispiel nicht ein?

@Flamedragons

 

1. "Gewisse" Gruppe ist für mich abwertend: Erstens wird eingeteilt, obwohl ich eindeutig der Meinung bin, dass es nicht eine gruppe ist, die diese Forderungen stellt. Zweitens unterstellt das Wort Gewiss diese emotionale Labilität der Gruppe. Du hättest das Wort "Gewiss" nicht benutzt im Kontext deiner eigenen "Gruppe".

 

2. Ich sage nicht das alle davon beleigt sind, ich sage: Ich habe gelesen das Leute, viele Leute, davon beleidigt sind. Ich habe mir dann ihre Texte durchgelesen und für mich festgemacht: Ja das ist beleidigend ÜBER einem Maße das es zuträglich ist. Ich betone nochmals: Rassismus funktioniert nicht über Klarheit, sondern über verschlüsselte Symbole. Diese können manchmal plump sein wie das N-Wort zu benutzen. Oder halt in Form solcher Karten sehr verschlüsselt.

 

3. Wie gesagt: Es ist unwahrscheinlich, dass eine Karte gezielt gestaltet wurde um eine Person zu beleidigen. Mit den gebannten Karten wurden vielmehr Karten gestaltet die eine Idee unterstützen, die eine große Masse als beleidigend empfindet - und ich Stimme zu.

 

4. Dazu habe ich paar Seiten zuvor schon geschrieben, dass Gewalt etc. legitime Stilmittel sind, entsprechen die Darstellungen aber konkreten Situationen in der Realität oder bedienen problematische Codes, dann gehört sie gebanned. Ein Vampir darf sehr wohl rassistisch sein. Ist die Karte aber gestaltet like: Albert Heidrich WW Creature- Vampire When ~ etb:  All black creatures get exiled. Flavor: You have to kill the parasites to let the host survive. P/T: 1/4 Seriennummer 88. < Wäre diese Karte auch Ok? Offensichtlich nicht. Und so sind die Karten die gebanned wurden, nur nicht vllt für unser Auge so offensichtlich - aber offensichtlich für die Betroffenen, weswegen Wizards darauf gestoßen ist und sie verboten hat. (Die Karte oben in ok: Vampire Host WW When etb All other creatures get exiled. Flavor: A walzer is best to danced alone. 2/2 Serienummer: 54

 

 

 

 

WICHTIG: Die Diskussion von Black Lives Matter vs All lives Matter ist eine typische altright Taktik: Ablenken vom eigentliche Topic, wieder die Argumentationshoheit holen - kurz Diskursverschiebung. Es geht bei dem Problem gerade NICHT um Weiße. Sondern um POC. Den POC jetzt zu unterstellen, dass sie egoistisch seien, weil sie Black Lives Matter schreien, ist einfach schrecklich. Durch diesen Trick werden die POC, die konkret Opfer von Gewalt wurden, zu diskriminierenden Tätern, weil sie Weiße diskriminieren. Also bitte nicht auf diese billotaktik eingehen.

 




#1637454 WotC und Rassimus in der Auftragsvergabe

Geschrieben von flamedragons am 15. Juni 2020 - 17:08

Für mich wirft das alles noch mehr Fragen auf umso länger ich drüber nachdenke.

Jetzt wurden eine Handvoll Karten wegen Rassismus gebannt und entfernt. Einfach weil sich eben eine gewisse Gruppe von Menschen dadurch beleidigt fühlt.

Wie kann man es so schrecklich formulieren - eine "gewisse Gruppe" fühlt sich beleidigt. 40.000.000 potentielle Magic Spieler allein in den USA als " gewisse" Gruppe zu bezeichnen ist einfach abscheulich. Diese "gewisse" Gruppe hat das Recht nicht beleidigt zu werden. Diese "gewisse" Gruppe reagiert nicht über emotional oder ist gar irrational wenn sie diese Karte angemekelt hat. Diese "gewisse" Gruppe sollte dir nicht am Arsch vorbei gehen.

 

Der Vergleich 1 Person fühlt sich beleidigt bis zu 40.000.000 fühlt sich beleidigt hinkt schon ein wenig, oder? Und selbst wenn: Wenn die eine Person nachweisen kann, dass diese Karte diese Ähnlichkeiten aus einem niederen Motiv heraus hat, ja dann darf sie auch nach einem Bann fordern. Das selbe Recht hat auch jeder, der sich von etwas beleidigt fühlt.

 

Finde es auch spannend, wie hier nach der Objektivtätshoheit gegeifert wird: Was ist denn Objektiv? Für mich ist objektiv wenn es wissenschaftlich aktuell nicht besser zu bestimmen ist (Naturwissenschaftlich), oder die Argumentation für etwas sehr stichhaltig ist. Für mich hat Wizards also sehr wohl die objektiv richtige Entscheidung getroffen.

 

Und ich finde es sehr gut wenn ein Unternehmen sagt: Die moralische Grenze ist: Rassismus zu bekämpfen. Ich finde das akzeptabel - aber man merkt ja welcher Geist in einigen anderen Usern schlummert.

 


  • Avis hat sich bedankt


#1636298 WotC und Rassimus in der Auftragsvergabe

Geschrieben von flamedragons am 12. Juni 2020 - 12:00

"Die Mehrheit sagt es sei schwachsinn" Du kennst also alle Menschen die magic spielen und kannst deswegen die Mehrheitsverhältnisse benennen? Ferner: Die Mehrheit hat manchmal auch einfach unrecht. Wenn die Mehrheit sagt, die Erde ist ne Scheibe und einer sagt, sie ist ne Kugel... naja

 

Oh wenn Stone Throwing Devils nur eine Beleidigung ist, dann ist der bann "unfassbar lächerlich" - du verfi*ktes Ars*hloch Mondschwein, du verdrec*tes Ding hast echt ne besch*ssene Meinung. Ich hoffe du fühlst dich nicht angegriffen, weil Beleidigungen sind ja nicht schlimm, du *diot.

 

Spiele stehen immer wieder in der Kritik wegen ihres Rassismus. Geht man mal in die Geschichtsdidaktik gibt es so unfassbar viele Artikel über Spiele, Comics etc. und wie sie auseinander genommen werden, eben weil sie Rassismus beinhalten. Es ist quasi sogar eine Aufgabe von Geschichtsunterricht diese unreflektierten Rassismen den Schüler*innen aufzuzeigen, damit man ihnen die Augen öffnet, was da unterschwellig mit dem Deckmantelspiel mit vermittelt wird.

 

Und offensichtlich ist Zigeuner ein Schimpfwort,w eil es verschiedene kulturelle Gruppe vereinheitlicht und sie mit negativen Merkmalen besetzt. Es ist keine wertneutrale Beschreibung oder sogar eine selbstbezeichnung einer Gruppe von Menschen. Wenn jemand das Wort "Zigeuner" zu einer Person sagt, ist das IMMER eine Beleidigung IMMER Rassismus. 

 

 

Und die Farben in Magic haben für sich genommen keinen Bezug zur realen Welt - aber wenn das gesamt Design der Karte eine klare rassistische Richtung annimmt, wird sie auch Stilmerkmal, um die Wirkung zu verstärken - wie bei Cleanse.

 

Honor of the Pure ist genau so ein Fall. Das nur "weiße" Kreaturen gepumped werden ist per se kein Problem, wenn aber die Karte durch ihren Namen, durch ihr Bild, durch ihren Flavortext Bezug nehmen WÜRDE auf reale Nazigruppen, dann wird es ein Problem, weil sie dann als Gesamtpaket dieses Nazi denken unterstützt. Da es Honor of the Pure gerade nicht macht, ist ein sehr gutes Beispiel dafür, dass vor allem die GEGNER der Banns übertreiben mti dem Argument, dass sie immer weiter bannen würden "ohne" Sinn und Verstand.

 

Es ist so frustrierend hier zu lesen, dass für viele Menschen Beleidigungen Okay sind. Was vermittelt ihr denn mal euren Kindern? Ich komm da echt nicht hinter. Ist es so schwer zu verstehen wenn ein Wort beleidigend ist, es dann einfach NICHT mehr zu benutzen, egal in welchem Kontext? Ein Video, was ich mal vor längerer Zeit gesehen habe meint hierzu: Solche schrecklichen Wörter nicht mehr zu benutzen *erweitert" seine eigene Kompetenz und seinen Umgang mit Menschen. Seht es nicht als Einengung, sondern als Erweiterung.




#1635744 WotC und Rassimus in der Auftragsvergabe

Geschrieben von flamedragons am 11. Juni 2020 - 07:49

DU musst 27 Sachen annehmen, an 500 Stellen interpretieren etc. NICHT die betroffene Gruppe UND nicht die Gruppe, die solche Symbolik aktiv einsetzt, um die Minderheit zu demütigen. Daher ist es rassistisch, antisemtisch, diskriminierend.

 

Ich brauchte keine 3 Sekunden um die diskriminierende Wirkung von Stone throwing Devils zu verstehen, weil ich mich mit Antisemitismus auseinander gesetzt habe - kannst ja mal Netflix paar Serien/Filme über das jüdische Leben schauen, sind grad viele hochgeladen, da kommt sogar dieses Bild teilweise auf. Glaube einmal zumindest bei der Serie Unorthodox.




#1635741 WotC und Rassimus in der Auftragsvergabe

Geschrieben von flamedragons am 11. Juni 2020 - 07:46

Hier nochmal zu Cleanse: Schwarze wurden mit Bestien gleichgesetzt, weil sie ja nur Tiere seien. Ich habe "schöne" Kolonialbilder dazu, leider nur offline. Aber der Titel dieses Buches weist ja schonmal drauf hin: https://www.campus.d...efahr-2804.html

 

Einfach kategorisch zu sagen: Die Banns der Karte xyz ist dumm und ich erklär dir warum du dumm bist wenn du das verteidigst dem sage ich:

1. Du gehörst nicht zur betroffenen Gruppe und kennst daher nicht die Symbolik.

2. Erweitere deinen Horizont und frage dich: Warum ist die Karte gebannend, obwohl ich es nicht verstehe aka lies im Internet nach.

3. Nazis und andere KENNEN diese Symbole, sie verwenden sie aktiv - wenn du sie also auch kennst, kannst du einschreiten, es der Polizei melden etc.

 

Ich bin btw letztes mal Wandern gegangen und habe in einem Waldstück mehrere Silberplättchen gefunden mit der Odalrune. Ich habe das der Polizei gemeldet, würde vermuten da ist irgendwo nen Nazitreffpunkt.




#1635724 WotC und Rassimus in der Auftragsvergabe

Geschrieben von flamedragons am 11. Juni 2020 - 07:30

Stone-Throwing Devils ist nicht rassistisch sondern antisemtisch. Wer wirft denn in der Bibel die Steine, wer wird als Teufel bezeichnet - die Juden.

 

 

In der Kolonialsprache wurden Schwarze als Bestien bezeichnet - Englisch also Beast. Vor allem auch in Bezug auf ihr "Maneater" dasein.




#1635309 WotC und Rassimus in der Auftragsvergabe

Geschrieben von flamedragons am 10. Juni 2020 - 07:16

Weil kleine Ungerechtigkeiten, große Ungerechtigkeiten legitimieren, ihnen vorauseilen, sie einfach die Grundlage liefern. Wenn ein Kind aufwächst und Polizist wird und während seiner Sozialisierung nie in den Kontakt mit Rassimus kam (reinhyopthetisch) ist es quasi unmöglich das er rassistisch ist. Wenn ihm aber sein Umfeld zu jederzeit mitteilt, dass er in einer priviligierten Position ist und er einen Anspruch auf diese Position hat, weil sie in mannigfaltiger Weise dargeboten wird, dann muss dieses Umfeld sich ändern. Und dass sind dann diese ganzen Aufforderungen nach Änderung, wie hier an WotC.




#1635273 WotC und Rassimus in der Auftragsvergabe

Geschrieben von flamedragons am 09. Juni 2020 - 23:33

Ja, natürlich können das gewünschte Image eines Unternehmens mit den Handlungen eines Unternehmens divergieren - es ist dann die Aufgabe der Konsumenten auf diese Diskrepanz hinzuweisen, wenn sie aufgefallen ist und einem missfällt. Es ist eine verlorene Chance, strukturelle Probleme in der jetztigen Zeit nicht anzuzeigen, wenn alle Augen darauf gerichtet sind - dann kann sich mit höherer Wahrscheinlichkeit etwas ändern.

@Wrathberry es ist einfach ein solches Privileg in deiner Position zu sein, damit du andere als Snowflakes bezeichnen kannst. Denk ferner mal drüber nach, dass mit dem Verbot von häuslicher Gewalt, die Gewalterfahrung von Kindern drastisch abgenommen hat und damit auch dessen negativen Folgen, wie Angst, eigenes aggressives Verhalten, Bindungsstörungen etc.

Sowohl die Geschichte des Rassismus als auch die Geschichte des Antisemitismus sind laut Peter Hayes (Warum? Eine Geschichte des Holocausts, bei bpb zu finden) eng verbunden mit der Emanzipation der zu unterdrückende Gruppe in die Gesellschaft. Je höher die Emanzipation, desto krasser die Gewalt gegen diese Gruppe in Krisensituationen. Wir sind genau an diesem Punkt in den USA. Durch Barack Obama war die Emanzipation, zumindest auf der politischen Ebene, in einem singularen Fall, auf ihrem Höhepunkt. Es reagierte darauf in krasser Weise die Altright Bewegung, machte Obama zum Hasssymbol - und ermöglichte die Wahl von Trump. Trump sah die USA in einer Krisensituation und sah damit zum einen das Ausland, aber zum anderen auch die People of Color in den USA als Problem. Die sind ZU emanzipiert und sind damit eine Gefahr für die Weiße Position. Ähnlich war es nach dem ersten Weltkrieg bzw. eben während dieses Krieges, in welchen viele jüdische Soldaten für das Kaiserreich kämpften, damit sehr starke Emanzipation forderten - weswegen der Hieb auf sie äußerst massiv ausfiel (bitte mich nicht wegen der Monokausalität anmachen, kann halt ein komplettes Buch nicht in seiner Komplexität darstellen.) Wir müssen uns diesen Mechanismus, dieser Verkettung bewusst sein, um zu erkennen, dass Emanzipationsansprüche (bspw. die gleichwertige Beachtung bei der Jobvergabe von Schwarzen) nichts negatives sind, sondern ein Zeichen dafür, dass sich diese Minderheit dermaßen emanzipiert hat, dass sie jetzt vollständig anerkannt werden möchte. Daraus folgt, dass wir unsere Ansprüche als solche erkennen müssen, sie zurückstellen müssen um völlige Gleichstellung herzustellen - und nicht im Gegenteil, die Minderheit auf ihren Platz zurückzuverweisen. In Kurz: Willst du das alle geichberechtigt leben sollen, dann sind Anspruchsforderungen gut, denn erst sie zeigen die letzten Hindernisse im System an.




#1635177 WotC und Rassimus in der Auftragsvergabe

Geschrieben von flamedragons am 09. Juni 2020 - 17:37

"ch muss ehrlich sagen, mir erschließt sich diese Repräsentationslogik noch nicht so ganz. Inwiefern wird ein Unternehmen besser, indem es Menschen aus bestimmten Kategorien rekrutiert? Ich meine, nehmen wir an, ein Unternehmen sagt, wir wollen mindestens 20% einer bestimmenten Gruppe einstellen. Gesagt, getan. Dann werden sicherlich irgendwann Leute kommen, die sagen: "Das ist zu wenig." Dann geht man auf 50% hoch und setzt es um. Genau dann kommt die nächste Gruppe mit einem besimmten Merkmal, die sagt: "Wir wollen aber auch zu X% repräsentiert werden." Das nimmt doch kein Ende."

 

Dieses Argument schließt einfach die faktische Realität aus, dass es eine strukturelle Benachteiligung von vielerlei Gruppen gibt, einfach dadruch, dass sich die dominante Gruppe (Weiße, normal Männer) bevorzugt. Dadurch, dass diese bevorzugte Gruppe nunmal in den Machtpositionen (teilweise 100%) ist führt dies dazu, dass andere Gruppen nicht reinkommen. Aka 2 Bewerber ein Weißer ein Schwarzer - durch die indiviuellen Erfahrungen der Gruppe, die den Bewerber auswählt, kommt es häufig (ach fast immer, vor allem auf elitären Positionen) zur Auswahl der Weißen Person. Die "Auswähler" agieren nicht "bewusst rassistisch", aber der schwarze Bewerber hat einfach durch seine Hautfarbe bereits Nachteile, wegen der individuellen Erfahrung der Auswähler. Quoten sind nun ein probates Mittel, um 1. die Verhältnisse in den Machtpositionen zu ändern, sodass langfristig eine Bevorzugung entfällt und 2. sich seiner eigenen verinnerlichten Vorurteile und Rassismen bewusst zu machen.

Es ist bspw Haarsträubend, wenn Leute schreiben: Es gab vielleicht keine schwarzen Künstler*innen zur Auswahl. WTF? WotC wirbt manchmal direkt über DeviantArt und andere Plattformen und da gibt es hunderte von grandiosen schwarzen Künstler*innen.
Es ist auch hahnebüchend zu behaupten, dass schwarze Künstler*innen sich nicht bewerben würden für WotC - warum sollten sie es nicht tun? (Vor allem, weil sich Wotc so offen gibt.)

 

Quoten sind kurzfrisitig für alle Personen scheiße. Für den*die weiße Bewerber*in, weil er*sie denkt, der Job wurde nix, weil er*sie nicht schwarz war. Für die schwarzer Person ists scheiße, weil er*sie denkt, er*sie sei nur in die Position wegen der Hautfarbe gekommen. Für die Auswähler*innen, weil sie denken müssen, wir können nicht objektiv entscheiden sondern müssen uns an die Quote halten. Aber *langfristig* ist es ein gesamtgesellschaftlicher Gewinn und das Endresultat, dass wirklich objektiv entschieden werden kann.

Das bedeutet langfristig auch: Ja! Es werden viele Minderheiten hervorkommen, die Ansprüche äußern. Es ist wichtig sich diese Ansprüche anzusehen, für sich zu prüfen, ob sie gerechtfertigt sind.




#1616667 Pioneer - Chatthread

Geschrieben von flamedragons am 16. April 2020 - 13:31

Izzet ensoul... Also zumindest wenn ich die Preise grob überfliege :)




#1615114 Pioneer - Chatthread

Geschrieben von flamedragons am 12. April 2020 - 12:21

Du kannst auch Tome Scour holen um zu sammen mit Breach dich selbst zu millen, um genug Karten fürs Exilen zu haben.






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