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GoblinBasar

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#1767890 Fragen zu Augusta, Dean of Order

Geschrieben von GoblinBasar am 08. September 2021 - 09:15

Ich verstehe bei Augusta, Dean of Order mehr als eine Sache nicht:
 
1) Was bringt es, dass getappte Kreaturen +1/+0 haben? Weil sie können ja nicht angreifen?

Du kannst ungetappte Kreaturen als Angreifer deklarieren; dabei werden sie getappt (wenn sie nicht Wachsamkeit/Vigilance haben), und jetzt kriegen sie den Bonus.
 

2) Bei "Whenever you attack, untap each creature you control, then tap any number of creatures you control." sind es zwei Dinge, die ich nicht ganz nachvollziehen kann:
a) Wenn ich angreife und die Kreaturen entappe, können sie dann an diesem Angriff teilnehmen?

Eine angreifende Kreatur wird nicht aus dem Kampf entfernt, wenn sie zufällig irgendwie enttappt wird; Du kannst Twiddle nicht benutzen, um einen Angreifer aus dem Kampf zu entfernen. Also ja, eine Kreatur, die einmal "angreifend" ist, nimmt auch dann weiter am Kampf teil, wenn sie enttappt wird.
 

b) Was soll der zweite Teil des Effektes, das mit dem das ich Kreaturen unter meiner Kontrolle tappen soll? Ist das ein Ausgleich weil der erste Teil des Effektes stärker ist als ich wahrnehme?

Was "das soll" wirst Du wohl die Designer fragen müssen. Aber zumindest gibt Dir die Fähigkeit die Wahl, ob Du Deine Kreaturen lieber stärker angreifen lassen willst (tappen, +1/+0), oder ob Du sie lieber ungetappt läßt, so daß sie (weil sie ungetappt sind) im Zug Deines Gegners wieder als Blocker zur Verfügung stehen und/oder bessere Chancen haben zu überleben, wenn sie geblockt werden (weil sie ja +0/+2 haben).




#1761762 Shatterskull Smashing im Grave / Fireflux Squad trigger

Geschrieben von GoblinBasar am 18. August 2021 - 17:53

Eine weitere Frage habe ich zu Fireflux Squad, wenn ich diese Karte spiele und in den Combat-Step gehe und noch z.B. einen Goblin-Pöbeltreiber oder einen Kriegsboss der Legion draußen habe, kann ich dann als aktiver Spieler sagen: Trigger Goblin-Pöbeltreiber oder trigger Kriegsboss der Legion, bekomme dann den Token und kann den dann in den Fireflux Squad reinopfern?
Quasi wenn man noch keine Token hat und die Trigger richtig steppt, dass man dann halt den Fireflux Squad nutzen kann.

Ich will die Frage nochmal etwas ausführlicher beantworten, als The Fang es getan hat.

 

Mit den Karten in Deinem Beispiel funktioniert das, weil Goblin-Pöbeltreiber und Kriegsboss der Legion zu einem früheren Zeitpunkt triggern als Fireflux Squad. Beide Beispielkarten triggern im Beginning-of-Combat-Step (und werden also auch in diesem Step verrechnet); Fireflux Squad adgegen triggert, wenn er als Angreifer deklariert wird, also erst im Angreifer-Deklarieren-Step. Wenn der Trigger des Fireflux Squad auf den Stack geht, mußt Du das Ziel, also eine "andere angreifende Kreatur" festlegen. Da die Tokens vom Kriegsboss und vom Pöbeltreiber bereits vor dem Angreifer-Deklarieren-Step ins Spiel gekommen sind (und Haste haben), können sie zusammen mit Fireflux Squad als Angreifer deklariert werden, und damit hast Du in dem Moment, in dem der Squad-Trigger auf den Stack geht, ein legales Ziel für den Trigger.

 

Anders sieht es aus, wenn der Token-erzeugende Trigger auch erst beim Angreifen ausgelöst wird, wie z.B. bei Geist of Saint Traft. Hier lösen der Geist- und der Squad-Trigger gleichzeitig aus, und egal wierum Du sie auf den Stack legst, der Engel-Token ist noch nicht im Spiel, wenn Du ein Ziel für den Squad-Trigger festlegen mußt. (Klar, in diesem Fall könntest Du den Geist selbst als Ziel nehmen, aber halt nicht den Engel-Token.)




#1759706 [Spoiler] Brudiclad, Telchor Engineer Token Kopien Exile?

Geschrieben von GoblinBasar am 10. August 2021 - 17:52

Firecat Blitz sagt: Exile them at the beginning of the next end step. Das wird auf alle anderen Token mitkopiert.

Twinflame sagt: Exile those tokens at the beginning of the next end step. Das wird nicht kopiert?

Ich verstehe da nicht den Unterschied.

Wie sieht es denn mit Hate Mirage aus? Da steht ja exile them at the beginning of the next end step. Nach dem Wortlaut müssten die dann auch alle exiled werden?

Feldon of the Third Path Und bei dem? Ich bin verwirrt...

Es gibt keinen Unterschied, die Tokens von Firecat Blitz, Twinflame, Hate Mirage und Feldon of the Third Path verhalten sich absolut identisch.

 

Alle Karten sagen identisch "erzeuge ein paar Tokens und schicke die Tokens, die Du eben erzeugt hast, im nächsten End-Step ins Exil". Das "Exile them at the beginning of the next end step." ist eine delayed triggered ability, die während der Verrechnung von Firecat Blitz, Twinflame, Hate Mirage bzw. der Fähigkeit von Feldon of the Third Path erzeugt wird, und die einfach exisitiert und auf ihren großen Moment wartet, die aber nicht Teil der Tokens ist.
 
Ergebnis:
Wenn Du die Tokens von einer dieser vier Karten zu einer Kopie von etwas anderem machst, mußt Du die Tokens trotzdem ins Exil schicken, weil der delayed trigger immer noch existiert und es ihm egal ist, wie die Tokens aussehen.
Wenn Du etwas anderes zu einer Kopie eines Tokens von einer dieser vier Karten machst, mußt Du dieses andere Ding nicht ins Exil schicken, weil der delayed trigger sich nur für diejenigen Tokens interessiert, die die Karten selber selber erzeugt haben.




#1759702 Maddening Hex im 1v1

Geschrieben von GoblinBasar am 10. August 2021 - 17:30

Was passiert den in einer Multiplayer Runde wenn der verzauberte Spieler stirbt? Geht sie dann weiter oder geht sie in den Friedhof?

Mett von Schleck hat ja schon die Frage beantwortet, was passiert, wenn Maddening Hex den verzauberten Spieler tötet.

 

Im Fall, daß der verzauberte Spieler auf andere Weise stirbt, passiert genau das, was Du vermutest: der verzauberte Spieler verläßt das Spiel, Maddening Hex verzeubert jetzt nichts mehr, also wird es als State-based Action abgeräumt und in den Friedhof gelegt.




#1747179 yidris, Meister des Mahlstroms und Cascade

Geschrieben von GoblinBasar am 22. Juni 2021 - 10:57

so ähnlich, wie eine Kreatur ja auch nicht zweimal Flugfähigkeit haben kann?

Eine Kreatur kann durchaus mehrfach Flugfähigkeit haben, das hat einfach nur keine andere Auswirkung, als wenn sie sie nur einmal hat.
 

Grundsätzlich gilt: wenn ein Effekt sagt "Kreatur X hat/kriegt Fähigkeit Y", dann kriegt sie die Fähigkeit - egal, ob oder wie oft sie sie schon hat. Ob das Vorhandensein mehrerer Instanzen identischer Fähigkeiten einen Mehrwert gegenüber einer einzelnen Instanz hat, hängt dann von der jeweiligen Fähigkeit ab.

Mehrfache Instanzen einer aktivierten Fähigkeiten sind redundant. Man kann ohnehin immer nur eine gleichzeitig aktivieren, und wenn man die Kosten mehrfach bezahlen kann, macht es keinen Unterschied, ob man eien Fähigkeit mehrfach oder mehrere identische Fähigkeit einmal aktiviert. (Außer natürlich, wenn die Fähigkeit einen Zusatz "diese Fähigkeit kann nur einmal pro Zug aktiviert werden" o.ä. hat, wie z.B. Basking Rootwalla.)

Bei statischen Fähigkeiten hängt es vom Effekt der Fähigkeit ab, ob mehrere Instanzen redundant sind oder nicht. Bei Sachen wie Flugfähigkeit oder Erstschlag ist nur relevant, ob die Fähigkeit vorhanden ist, aber nicht wie oft. Bei Effekten wie "kriegt +2/+2" summieren sich die Effekte.

Bei ausgelösten Fähigkeiten gilt, daß jede Instanz der Fähigkeit separat ausgelöst wird, wenn das Triggerereignis eintritt. Ob das aber kumulierte Effekte hat, hängt dann wie bei statischen Fähigkeiten wieder vom konkreten Effekt der jeweiligen Fähigkeit ab. "When ~this~ attacks, it gains flying." wird beim Angreifen zwar dreimal ausgelöst, und gibt der Kreatur dann dreimal Flying, gibt aber keinen Mehrwert gegnüber nur einer Instanz des Triggers. "Wenn Dein Gegner in der Nase bohrt, kannst Du {U} zahlen. Falls Du das tust, ziehe eine Karte." wird dreimal ausgelöst, und für jede instanz, die verrechnet wird, kannst {U} zahlen und eine Karte ziehen. "Wenn Dein Gegner in der Nase bohrt, kannst Du ~dies~ opfern. Falls Du das tust, ziehe eine Karte." wird auch dreimal ausgelöst, aber da Du die Kosten "opfern" maximal einmal zahlen kannst, kannst Du maximal eine Karte ziehen.

 

Also, Zusammenfassung:

* Ein Objekt kann jede Fähigkeit mehrfach haben.

* Mehrfache Instanzen von aktivierten Fähigkeit sind (normalerweise) redundant.

* Mehrfache Instanzen von ausgelösten Fähigkeiten lösen immer alle aus.

* Ob mehrfache Instanzen von statischen und von ausgelösten Fähigkeiten redundant oder kumulativ sind, hängt vom Effekt der jeweiligen Fähigkeit ab. Wenn Du Dir unsicher bist, ob mehrere Instanzen einer Fähigkeit einen Mehrwert gegenüber einer einzelnen Instanz bringen, versuch mal, im Kopf das "hm, das ist ja die gleiche Fähigkeit" auszuschalten, und wende einfach beide Fähigkeiten an, dann wirst Du in aller Regel erkennen, ob zwei Instanzen mehr bringen als eine.




#1745918 P/T von Duplicant mit Imprint Territorial Kavu

Geschrieben von GoblinBasar am 17. Juni 2021 - 11:48

Hier möchte ich nochmal einhaken, weil die Antwort von eine andere mglw. mißverständlich ist.

 

ich kontrolliere einen 5/5 Territorial Kavu. Mein Gegner spielt Duplicant und imprintet Kavu. Mein Gegner kontrolliert keine Basics.

Wie groß ist sein Duplicant?

Der Territorial Kavu zählt, wenn er im Spiel ist, immer die Landtypen seines Controllers, und wenn er nicht im Spiel ist, die seines Besitzers.

 

Ohne weitere Informationen würde in Deinem Szenario davon ausgehen, daß Du der Besitzer des Kavu bist, also wird er auch im Exil Deine Länder zählen. Daß Dein Gegner Deinen Kavu ins Exil geschickt hat, spiel dabei keine Rolle; Du bist der Besitzer, also zählt der Standardlandtypen bei Deinen Ländern.

Der Kavu ist also auch im Exil weiterhin 5/5, und damit der Duplicant auch.
 

Anders wäre es, wenn Du den Kavu irgendwie von Deinem Gegner geklaut hättest (Control Magic oder Bribery). In diesem Fall würde der Kavu im Spiel Deine Standardlandtypen zählen, und im Exil dann wieder die seines Besitzers, also die Deines Gegners.




#1730840 Ninjutsu und Priorität

Geschrieben von GoblinBasar am 24. April 2021 - 22:35

Meine fliegende ungeblockte Kreatur wird mittels Ninjutsu vom Ninja of the Deep Hours abgelöst. Bekommt der Gegner noch Priorität bevor der Schaden verrechnet wird?

Ja.
 
Nachdem ein Spruch oder eine Fähigkeit verrechnet wird, bekommen immer beide Spieler nochmal Priorität, und eine Phase oder ein Segment endet erst, wenn bei leerem Stapel beide Spieler nacheinander Priorität passen. Und der Kampfschaden wird erst im Kampfschadensegment zugefügt (aber nicht verrechnet; das passiert seit 12 Jahren nicht mehr), also nach einem Segmentwechsel.
 

Ja, bekommt er, du aktivierst die Fähigkeit, nimmst als Teil der Kosten die Kreatur auf die Hand und dann bekommt der Gegner Priorität, er kann z.B. Ninjutsu stiflen, sobald Ninjutsu resolved ist kann er den Kamfschaden aber nicht mehr verhindern.

Doch, kann er.

Nachdem Ninjutsu verrechnet wurde und der Ninja im Spiel ist, bekommen beide Spieler nochmal Priorität, bevor das Spiel ins Kampfschadensegment wechseln kann, und der Gegner hat noch die Möglichkeit, den Ninja mit einem Instant-Removal zu entsorgen oder anderweitig unschädlich zu machen.




#1726109 cast a copy vs. cast a spell

Geschrieben von GoblinBasar am 09. April 2021 - 20:12

Mag sein, aber die Antwort ist schon etwas unbefriedigend bei einem Spiel, wo das exacte wording den entscheidenden Unterschied machen kann. Aber die Erklärung ist trotzdem plausibel.

Aber die Formulierung ist doch sehr präzise.

Wenn Du etwas kopierst, entsteht die Kopie in derselben Zone, in der sich das Original befindet (das steht zwar, glaube ich, nirgends so explizit in den Regeln, aber das ist die geltende Interpretation, und die einzige, die Sinn ergibt, und mit der alles so funktioniert, wie es funktioniert). D.h., wenn Du einen Spruch kopierst, entsteht die Kopie ebenfalls auf dem Stapel; aus diesem Grund brauchst Du die Kopie eines Spruchs nicht zu wirken und kannst es nichtmal. Eine Kopie einer Karte, die sich z.B. im Exil befindet, entsteht ebenfalls im Exil. Da sie sich nicht auf dem Stapel befindet, ist sie kein Spruch und muß erst gewirkt werden, damit sie auf den Stapel kommt und zum Spruch wird - genau wie jede andere Karte auch, die Du als Spruch wirkst.

 

Shark Typhoon triggert, wenn Du einen Nicht-Kreaturen-Spruch wirkst. Ob der Spruch von einer Karte repräsentiert wird oder von einer Kopie einer Karte, ist dabei völlig unerheblich. Es ist in beiden Fällen ein Spruch, und er wird gewirkt. Das ist alles, was Shark Typhoon interessiert.
 




#1723277 Adarkar Valkyrie und Commander

Geschrieben von GoblinBasar am 31. März 2021 - 16:14

Ungestüm und The Fang haben recht.
 
"Offene" oder "versteckte" Zone ist hier nicht relevant, und Banishing Light funktioniert nach der Commander-Regeländerung auch nicht mehr.
 
Mit Adarkar Valkyrie passiert folgendes:

  • Die Fähigkeit der Walküre wird aktiviert und verrechnet; sie erzeugt einen "delayed trigger", der mit dem Sterben des angezielten Commanders ausgelöst wird.
  • Der Commander stirbt (d.h. geht in den Friedhof); dabei wird der "delayed trigger" der Walküre ausgelöst, geht aber noch nicht auf den Stapel.
  • SBAs werden ausgeführt; die sehen, daß ein Commander neu in den Friedhof gekommen ist, und geben seinem Besitzer die Möglichkeit, ihn in die Command-Zone zu legen.
  • Der Besitzer entscheidet sich, das zu tun. Hierbei wird die Commander-Karte (durch den Zonenwechsel) zu einem neuen Objekt, das keinerlei Verbindung mit der bis eben im Friedhof liegenden Commander-Karte hat.
  • Jetzt geht der "delayed trigger" der Walküre auf den Stapel und wird irgendwann verrechnet. Dabei versucht er, die Commander-Karte, die er in den Friedhof hat gehen sehen, ins Spiel zurückzubringen, das klappt aber nicht, weil es diese Commander-Karte nicht mehr gibt (denn sie ist durch den Zonenwechsel in die Command-Zone zu einem neuen Objekt geworden).

Wo ist denn der Unterschied bei dem Beispiel vor und nach der Regeländerung?

Bei der Walküre liegt der Unterschied in der Detailbegründung, warum es nicht funktioniert, aber sie hat vor der Änderung auch nicht funktioniert.

Vorher war das In-die-Command-Zone-Legen ein Ersatzeffekt, d.h. der Commander wurde in die Command-Zone gelegt, anstatt in den Friedhof gelegt zu werden. Da der "delayed trigger" der Walküre auf "when that creature dies" triggert, also explizit, wenn die Kreatur vom Spiel in den Friedhof gelegt wird, und der Commander aber niemals in den Friedhof gelegt wurde, wurde der delayed trigger auch nicht ausgelöst. Jetzt wird er zwar ausgelöst, aber findet die Commander-Karte nicht mehr, weil sie inzwischen in eine andere Zone gewechselt ist. Das ist genau derselbe Fall, wie wenn Dein Gegner die Kreatur, die der Trigger der Walküre zurückholen will, als Reaktion auf den delayed Trigger selber wieder reanimiert oder ins Exil schickt. Auch in diesem Fall existiert das Objekt, das der Walküren-Trigger zurückbringen will, nämlich die Karte im Friedhof, nicht mehr.

 

Banishing Light hat vorher funktioniert. Es versucht, de angezielte Karte ins Exil zu legen; wenn der Commander aber stattdessen in die Command-Zone gelegt wird, kriegt Banishing Light das mit und kann ihn später auch von da wieder zurückbringen. Mit der jetzigen Regel funktioniert das nicht mehr; jetzt legt Banishing Light den Commander erfolgreich ins Exil, und kurz danach verschwindet er einfach aus dem Exil. Daß unmittelbar nach diesem Verschwinden eine Commander-Karte in der Command-Zone auftaucht, die der eben aus dem Exil verschwundenen Karte verdächtig ähnlich sieht, bemerkt Banishing Light nicht.

 

Effekte kriegen Zonenwechsel, die aufgrund von Ersatzeffekten anders sind als eigentlich erwartet, mit und können dann auch in der Zone suchen, in die das Objekt tatsächlich gewechselt ist. Sie kriegen aber keine Zonenwechsel mit, die nicht von ihnen selber veranlaßt werden.




#1721819 Ardenn, furchtloser Archäologe Kampf / Kampfphase

Geschrieben von GoblinBasar am 26. März 2021 - 14:44

Ich meine das auch mal im Zusammenhang mit Eureka gelesen zu haben:

 

702.16c A permanent or player with protection can’t be enchanted by Auras that have the stated quality.

Such Auras attached to the permanent or player with protection will be put into their owners’ graveyards as a state-based action. (See rule 704, “State-Based Actions.”)

 

Demnach müsste es doch diesen einen kurzen Moment geben, in welchem das Permanent mit Protection enchanted ist, bevor die SBA zuschlagen.

 

Der zweite Satz der zitierten Regel bezieht sich auf den von Fallen Azrael angesprochenen Fall, in dem etwas bereits verzaubert ist und dann erst Schutz vor der Aura erhält. In diesem Fall entsteht der illegale Zustand, daß ein Objekt mit Schutz von einer Aura verzaubert ist, die gar nicht an das Objekt angelegt sein darf, und das muß "aufgeräumt" werden, und dafür gibt es eine SBA.

Der erste Satz ist für die hier besprochene Situation der wichtige. "A permanent with protection can't be enchanted." heißt "Ein Permanent mit Schutz kann nicht verzaubert sein oder werden". Ich stimme allerdings jedem zu, daß es nicht geschadet hätte, wenn in dieser Regel "can't be enchanted and can't become enchanted" oder etwas Ähnliches stünde; nicht, weil es inhaltlich einen Unterschied machen würde, aber weil es klarer wäre.

 

Zudem gibt es bei den Aura-Regeln noch die folgenden beiden Regeln, die den Zur- und den Ardenn-Fall ebenfalls abdecken:

CompRules

303.4i. If an effect attempts to put an Aura onto the battlefield attached to an object or player it can't legally enchant, the Aura remains in its current zone, unless that zone is the stack. In that case, the Aura is put into its owner's graveyard instead of entering the battlefield. If the Aura is a token, it isn't created.
303.4j. If an effect attempts to attach an Aura on the battlefield to an object or player it can't legally enchant, the Aura doesn't move.

Die sind nicht nötig, um 702.16c zu "unterfüttern", aber sie können als Untermauerung meiner Interpretation von 702.16c dienen.

 

Als letztes Indiz noch eine weitere Unterregel der Protection-Regeln:

 

CompRules

702.16p. One Aura (Benevolent Blessing) gives the enchanted creature protection from a quality and says the effect doesn't remove certain permanents that are "already attached to" that creature. This means that, when the protection effect starts to apply, any objects with the stated quality that are already attached to that creature (including the Aura giving that creature protection) will not be put into their owners' graveyards as a state-based action. Other permanents with the stated quality can't become attached to the creature. If the creature has other instances of protection from the same quality, those instances affect attached permanents as normal.


Der hervorgehobene Satz ergibt überhaupt nur dann Sinn, bzw. ist nur dann überhaupt korrekt, wenn 702.16c so interpretiert wird, daß "can't be enchanted" sowohl "verzaubert sein" als auch "verzaubert werden" bedeutet.

 

Wie gesagt, ja, ein Halbsatz mehr in 702.16c hätte da viel Klarheit bringen können; unglücklicherweise gilt das auch an vielen anderen Stellen.




#1721508 Interaktion von Vraska, Golgari Queen und Golgari Thug

Geschrieben von GoblinBasar am 25. März 2021 - 18:04

wenn Vraskas Fähigkeit resolved, dann opferst du eine Kreatur, ziehst eine Karte und bekommst ein Leben. Erst dann triggert die Fähigkeit vom Thug

Korinthenkackermodus:
Die Fähigkeit des Golgari Thug triggert in dem Moment, in dem er geopfert wird, also mitten während der Verrechnung der +2-Fähigkeit von Vraska, Golgari Queen; er geht aber erst auf den Stapel, nachdem Vraskas Fähigkeit komplett abgearbeitet ist.

 

Ist ein Detail, was in diesem Beispiel keine Rolle spielt, in anderen Szenarien aber der Schlüssel zum Verständnis sein kann.

 

(Ich bin mir recht sicher, daß Du das weißt, aber m.M.n. ist präzise Formulierung bei Magic wichtig.)




#1714030 Absorb Identity und The Bears of Littjara

Geschrieben von GoblinBasar am 25. Februar 2021 - 15:13

Hallo.

Angenommen meine Gestaltwandler wurden mit The Bears of Littjara bereits zu 4/4. Wenn ich sie später mit Absorb Identity zu Kopien einer anderen Kreatur werden lasse, werden sie am Ende des Zuges wieder zu 4/4ern oder haben sie dann wieder ihre normalen Werte?

Ich habe auch schon gehört dass sich ihr 4/4 Wert durch Absorb Identity gar nicht ändern würde wenn sie vom zweiten Effekt der Sage betroffen sind. Stimmt das?

Letzteres stimmt. Deine Shapeshifter bleiben 4/4, auch dann, wenn sie durch Absorb Entity zu einer Kopie von etwas anderem werden.

 

Warum ist das so?

The Bears of Littjara erzeugt einen Effekt, der die Grundwerte Deiner Shapeshifter auf 4/4 setzt. Absorb Identity erzeugt einen Effekt, der sie zu einer Kopie von etwas werden läßt.

Um festzulegen, wie mehrere dauerhafte Effekte, die gleichzeitig aktiv sind, miteinander wirken und interagieren, gibt es das sog. Layersystem. Alle Effekte werden, je nachdem, was sie genau tun, in ein oder mehrere Layer eingeordnet, und dann werden sie dieser Einteilung folgend der Reihe nach angewendet. (Das ist jetzt etwas vereinfacht gesagt; es gibt schon noch ein paar Details, aber an dieser Stelle ist das hinreichend, denke ich.)

 

Kopiereffekte (wie der von Absorb Identity) liegen in Layer 1. Effekte, die Stärke und Widerstandskraft betreffen, liegen in Layer 7.

 

Jetzt wenden wir die Effeket in Layerreihenfolge an:

  • Layer 1: Hier werden die Shapeshifter zu Kopien von was-auch-immer.
  • Layer 2-6: Hier passiert nichts.
  • Layer 7: Jetzt wird der Effekt von The Bears of Littjara angewandt, und die Shapeshifter kriegen ihre Grundwerte auf 4/4 gesetzt.

Jetzt sind alle Effekte angewandt, und das Endergebnis snid Shapeshifter-Kopien-von-was-auch-immer mit Grundwerten von 4/4.

 

Am Ende der Runde endet der Effekt von Absorb Identity, d.h. ab jetzt passiert in Layer 1 auch nichts mehr. Aber der 4/4-Effekt ist weiterhin da, also bleiben Deine Shapeshifter auch weiter 4/4.




#1710799 Rebound

Geschrieben von GoblinBasar am 14. Februar 2021 - 22:46

Laut diesem Verständnis ist die Leyline of the Void unter der gegnerischen Kontrolle aber doch nicht ganz irrelevant. Wenn ich jetzt einen Lightning Bolt (mit Rebound) caste, dann kann ich mir - wenn ich das korrekt verstanden habe - aussuchen, ob der Bolt durch die Leyline ins Exil geschickt wird oder ob ich den Spell durch den rebound-Effekt ins Exil schicke (es gibt ja spells, bei denen das ein Unterschied macht).

Korrekt.

Wenn Leyline of the Void und Rebound auf einen Spruch wirken, mußt (oder darfst) Du entscheiden, welcher der beiden Effekte Deinen Spruch ins Exil legt. Wenn Du Dich für den der Leyline entscheidest, kommt die Karte einfach ins Exil, und Rebound "verpufft", und Du darfst die Karte nicht nochmal wirken. Wenn Du Dich für Rebound entscheidest, darfst Du die Karte in Deinem mächsten Upkeep wieder wirken.

Dieselbe Logik gilt für alle anderen Effekte ganz genauso, die in irgendeiner Form sagen "anstatt den Spruch in den Friedhof zu legen, mache xyz" oder "wenn eine Karte in den Friedhof gelegt werden würde, mache stattdessen xyz".
 

Ich hatte Buyback ursprünglich mit spells wie Pulse of the Grid (oder so) verglichen. Wenn meine Spells also Rebound haben, dann kann ich mir bei Buyback aussuchen, ob der Spell auf meine Hand geht oder gereboundet wird und bei Pulse of the Grid (angenommen der Gegner hat mehr Karten als ich) kommt der Spell immer zurück auf die Hand - ohne dass ich es mir aussuchen kann? Korrekt verstanden?

Korrekt.




#1710782 Rebound

Geschrieben von GoblinBasar am 14. Februar 2021 - 20:33

Wo ist denn regeltechnisch der Unterschied zwischen Buyback und einem Spell, der sich z.B. von "sich aus" ins Exil verabschiedet (z.B. Temporal Mastery)? In beiden Fällen landet der Spell nicht im Graveyard, sondern woanders (einmal auf der Hand, einmal im Exil). Warum reboundet der Spell mit Buyback, aber nicht der, der im Exil landet?

Rebound sagt:

CompRules
702.87a. Rebound appears on some instants and sorceries. It represents a static ability that functions while the spell is on the stack and may create a delayed triggered ability. "Rebound" means "If this spell was cast from your hand, instead of putting it into your graveyard as it resolves, exile it and, at the beginning of your next upkeep, you may cast this card from exile without paying its mana cost."

Rebound macht also nur dann etwas, wenn der Spruch versucht, während seiner Verrechnung (also als letzter Schritt der Verrechnung, nachdem der Text des Spruchs abgearbeitet ist) in den Friedhof zu gehen.
Die normale Verrechnung eines Spruchs passiert gewissermaßen in zwei Schritten:

  • Es werden alle Anweisungen des Spruchtexts.
  • Nachdem der Spruch vollständig abgearbeitet ist, wird er in den Friedhof gelegt.

Rebound greift in Punkt 2 ein und sagt "anstatt daß der Spruch jetzt in den Friedhof gelegt wird, kommt er ins Exil, und Du darfst ihn in Deinem nächsten Upkeep nochmal wirken". (*)
 
Temporal Mastery kommt aber niemals zu Punkt 2, weil es sich selber schon in Punkt 1 ins Exil schiebt. Und weil es niemals einen Punkt gibt, an dem Temporal Mastery in den Friedhof gehen würde, kann Rebound auch nicht greifen.
 
Buyback heißt "If the buyback cost was paid, put this spell into its owner's hand instead of into that player's graveyard as it resolves.", hat also sozusagen dieselbe Technik wie Rebound. Ein Spruch mit Buyback kommt ganz normal bis zu Punkt 2, und dann greift Buyback ein und sagt, "anstatt daß der Spruch jetzt in den Friedhof gelegt wird, kommt er stattdessen auf Deine Hand zurück".

Wenn ein Spruch jetzt Buyback und Rebound hat, gibt es zwei Ersatzeffekte, die verändern wollen, was anstatt des In-den-Friedhof-Gehens passiert, und wenn zwei Ersatzeffekte dasselbe Ereignis verändern wollen, entscheidet der Controller des betroffenen Objekts, welcher der beiden (zuerst) darf. Wenn der andere Ersatzeffekt auf das neue Ereignis immer noch paßt, wird er auch noch angewandt, wenn nicht, dann halt nicht. Da sowohl Buyback als Rebound sagen "anstatt in den Friedhof geht der Spruch da-und-da hin", kann in diesem Fall nur einer angewandt werden, weil der andere danach nicht mehr paßt, weil der Spruch nach Anwenden des ersten Ersatzeffekts ja nicht mehr in den Friedhof geht. Du kannst also entscheiden, ob Du den Buyback- oder den Rebound-Effekt haben willst.
 

(*) Rebound würde auch schon in Schritt 1 greifen, wenn Du es irgendwie schaffst, daß der Spruch hier schon in den Friedhof gehen soll. Das macht aber keine Karte von sich aus (dann müßte nämlich sowas draufstehen wie "Lege diesen Spruch in den Friedhof."), und ich glaube auch nicht, daß Du das mit fiesen Ketten von Ersatzeffekten hinkriegst. Aber wenn doch, dann greift Rebound auch schon in Schritt 1.




#1689816 Shark Typhoon - Cycle Countern

Geschrieben von GoblinBasar am 08. Dezember 2020 - 16:28

Nein, das funktioniert nicht.
 

Shark Typhoon hat ja, wenn ich den Cycle 2 Trigger. Einmal den Cycle Trigger und einmal den Create a X/X Shark trigger.

Kann ich nun den Cycle Trigger countern (bspw. mit Tale's End) um zu verhindern dass der gegnerische Shark ins Spiel kommt? Theoretisch sagt ja nun der Shark trigger "If you cycle this create a X/X Shark". Wenn nun kein Cycle trigger mehr da ist, wird dann auch der Shark nicht mehr erstellt?

Cycling ist kein Trigger sondern eine aktivierte Fähigkeit, erkennbar am Format [Kosten] : [Effekt].

 

Wenn Du diese Fähigkeit aktivierst, "cyclest" Du die Karte, und die ausgelöste "wenn Du diese Karte cyclest"-Fähigkeit wird ausgelöst und geht oberhalb der eben aktivierten Cycling-Fähigkeit auf den Stapel.

 

Jetzt kannst Du zwar die aktivierte Cycling-Fähigkeit countern, das ändert aber nichts daran, daß die Karte "gecyclet" wurde und der Hai-Trigger bereits ausgelöst wurde und schon auf dem Stapel liegt.

 

Wenn Du nicht willst, daß Dein Gegner einen Hai bekommt, mußt Du den Hai-Trigger direkt countern, dann darf er aber wegen der aktivierten Cycling-Fähigkeit eine Karte ziehen. Beides kannst Du mit Tale's End nicht verhindern.






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