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Nekrataal der 2.

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Erstellte Themen

Spoiler Innistrad Midnight Hunt

07. September 2021 - 08:50

Bis jetzt ist nichts dabei, was ich ehrlich gesagt mal sehr entspannend finde, nachdem MH2 das Metagame immer noch umformt. Oder habt ihr schon Spielbares gesichtet?


GW Depths

07. August 2021 - 20:49

GW Depth ist ein aus der Maverick Shell auf die Dark Depth Combo fokussiertes Midrange Deck mit Combofinish. Der Vorteil gegenüber anderen Dark Depth Combo Varianten, die vorangig mit B funktionieren, ist, dass es nicht allein linear auf die Combo ausgelegt ist, sondern mit GSZ eine reiche Toolbox an weiteren Kreaturen wie Knight, Ouphe oder Teeg spielt und damit sehr flexibel ist. Die Anfänge von GW Depth reichen in die W6 Ära zurück, wo Giver of Runes und Tomik, Distinguished Advokist einen neuen Ansatz für ein Depth Combo Deck boten, welcher insb. im Mirror vs. die zahlreichen GB Varianten die Nase vorne hatte. Besonders Giver of Runes besticht dadurch, dass er nicht nur vor farbigen, sondern auch vor farblosen Quellen Schutz gewähren kann, ergo Karakas, Maze of Ith usw. Nun hat das Deck durch MH2 reichlich Aufwind erfahren, was auch der Grund dafür ist, dass es einen eigenen Startthread erhält.

Die aus meiner Sicht wesentliche Karte dabei ist Yavimaya, Cradle of Growth. Die Karte macht gleich zwei Dinge besser in GW Depth. Zum einen wird das Mana wesentlich stabiler, zum anderen erhält die Combo nun die Geschwindigkeit, die zuvor den GB Varianten dank Urborg vorbehalten war, mit der Ausnahme, dass es noch keinen grünen Hexmage gibt. Zwei weitere Karten bereichern das Deck ebenfalls sehr: Endurance und Prismatic Ending. Über das weisse Abrupt Decay muss man wohl nicht viele Worte verlieren. Endurance dagegen fixed eine Schwäche des Decks zumindest teilweise, nämlich die gegen Combodecks. Selbst GB Depth ist unter Combodeck im Durschnitt als langsam einzustufen. GW Depth ist trotz Yavimaya immer noch einen weiteren Turn langsamer. Das Deck kann Endurance super supporten und hat damit zumindest gegen GY Strategien und Millstrategien (Painter / Grindstone) eine Möglichkeit sich über Wasser zu halten. Die letzte neue MH2 bietet dem Deck einen völlig neuen Weg zu grinden und stellt damit auch Controldecks vor Probleme, die für Maverick und Depth Buiilds schwierige Matchups darstellen: Urza's Saga. Die Karte fungiert als weitere Toolbox für Artefakte, produziert Angreifer oder Blocker, aber das Wichtigste was sie tut ist, dass man mit Thespian Stage die Stage 2 Eigenschaft der Saga dauerhaft erben kann und somit endlos Token spammen kann.

Hier mal eine aktuelle Deckliste:



Wer sich weiter für das Deck interessiert, findet hier einen umfangreichen, englischen Primer mit vielen Referenzen und Videolinks: https://greensunszen...n-white-depths/

Jeskai Monkeystill

04. August 2021 - 21:36

In den letzten Jahren haben sich Legacy-Spieler darauf eingestellt, dass jedes neue Set voller mächtiger Karten ist, die das Format beeinflussen. Naja, oder vllt auch nicht, aber manchmal ist es eben so, wenn mal wieder viel Feuer im Design ist. Modern Horizons 2 war da - wie erwartet - keine Ausnahme und hat Legacy eine ganze Menge Power hinzugefügt. Es ist also keine Überraschung zu sehen, dass Karten wie Ragavan und Murktide Regent in einer Vielzahl von aggressiven, blauen Midrange-Decks auftauchen, da diese Karten von einer traditionellen blauen Tempo Shell profitieren. Urza‘s Saga ist jedoch ein Beispiel für eine Karte, deren Auswirkungen noch garnicht abzusehen sind. Sobald eine Karte die Schwelle von "Archetyp Stapel" zu "Cross-Archetyp All-Star" überschreitet, ist klar, dass die Karte Brokeness tut. Monkeystill macht eigentlich nur eins: Alle diese genannten Karten erfolgreich in ein Deck quetschen! Zusätzlich bekommt das Deck noch einen coolen Namen wie „Jeskai Monkeystill“ (wer verliert schon gerne gegen einen Affen?) und gewinnt eine Online Challenge, um es bekannt zu machen. So verdient man sich einen Startthread beim mtg-forum.
 
Vom Wesen her handelt es sich bei Monkeystill um eine Midrange-Delver-Shell, die mit potenten Modern Horizons 2-Karten gefüllt ist. Die bekannte Disruption- und Removalsuite gepaart mit Ragavan ist derzeit einer der besten Pläne in Legacy. Im Anschluss an die rohe Kraft, die Urza's Saga bietet, da es oft ein Paar von 3/3s produziert und damit eine erhebliche Bordpräsenz generiert, ist es auch noch ein Tutor für die beste matchbezogene Karte aus dem 1 Mana Tutor Target Arsenal. Falls dieses schnelle Tempospiel nicht den Sieg nach Hause trägt, kann man sich auf Murktide Regent oder True-Name Nemesis als Endgegner verlassen.
 
Werfen wir aber zunächst einen Blick auf die Karten, die dieses Deck zum Laufen bringen. Ragavan ist wohl die am meisten gehypte Karte für Legacy und hat seinen Platz im Topdeck des Legacy-Metagames eingenommen, UR-Delver. Ähnlich wie zuvor Dreadhorde Arcanist, wird das Unterstützen dieser Karte garantiert einen Vorteil bringen. Auch wenn man mit dem Affen keine Karte noch einmal spielen kann, ist die Manabeschleunigung in vielen Matchups entscheidend. Während Ragavan einige Schwächen hat (unter anderem als Blocker), wird dieser Nachteil in einem Deck wie Monkeystill stark gemildert. Es gibt mehr als genug Removal, um den Weg freizumachen, und in gewisser Weise ist alleine die mögliche Bedrohung durch einen gedashten Ragavan wichtiger als seine 2 Schaden, da Gegner möglicherweise Karten wie Tarmogoyf zum Blocken zurücklassen. Es ist ziemlich bezeichnend, dass diese von Delver Decks entlehnte Shell die namensgebende Karte gar nicht erst spielt. Dieses ist vergleichbar mit der Midrange Pokimoki Variante von Rug Delver in der "prä MH2, prä Arcanist Ban" - Ära. Stifle gibt diesem Vergleich recht als auch dem Deck ein traditionelles Delver-Feeling und unterstützt den schnellen Construct Token Plan bestens.
 
Murktide Regent ist eine massive, schwer zu tötende Bedrohung. Diese Art von Top-End ist sehr effektiv, da der Gegner schon ziemlich viel Ressourcen aufbringen muss, sich zuvor mit Ragavan und Urzas Saga Constructs herum zu ärgern. Regent beendet das Spiel sehr schnell und ermöglicht es, einen Großteil dessen zu ignorieren, was der Gegner tut. True-Name Nemesis wird immer einen Platz in Legacy haben. Es gibt nicht viele Karten, die so widerstandsfähig sind wie er und wenn das Aufbrechen von Bordstalls notwendig ist, ist er der Beater der es tut. Es ist schon lustig (oder traurig je nach Standpunkt), dass man von einer Diskussion darum, ob Delver zu stark in einer Delver Shell ist nun erklären muss, dass er  bisweilen gar nicht mehr gespielt wird.
 
Das Deck spielt i.d.R. nur wenige Kopien der namesgebenden Karte Standstill. Es wirkt fast etwas zufällig, da die Karte zunächst wirklich gut in diese Strategie zu passen scheint. Zwischen einer starken Ein-Mana-Bedrohung wie dem Affen, die eine Antwort erfordert und einem Land, dass das Spiel zu dominieren droht, ist Stillstand hier eine ausgezeichnete Wahl im 2 mana Slot. In vielen Situationen ist sie jedoch leider unspielbar, weshalb es kein Playset gibt.
 
Ebenfalls mit von der Partie im MHs Potpurrie ist die Karte Prismatic Ending. Was soll man über ein weisses, counterbares Abrupt Decay noch verlieren, ausser dass es super gut ist?
 
Bei den Tutorzielen für Urza’s Saga gibt es einige interessante Kandidaten: Retrofitter Foundry bietet eine starke Manasenke, die beginnen kann, Spiele gegen interaktive Decks zu übernehmen. Pithing Needle ist ein All-Star, was das Abschalten gegnerische Permanents angeht wie Jace oder auch Thespian Stage. Die Laterne ist in Zeiten von Uro und vielen GY Interaktionen ebenfalls fast ein Maindeck Staple in Urza’s Saga Decks geworden und zusätzlich gibt es zahlreiche SB Optionen, die man je nach erwartetem Meta auch maindecken kann. Im Spice Corner steht zusätzlich noch Phyrexian Dreadnought , früher ein dominierendes Deck im Legacy Metagame, heute maximal noch ein überraschender Druckmacher mit geringer Lebenserwartung.
 
Bei sieben Nicht-Standardländern, die kein farbiges Mana machen (Saga, Wasteland), ist es wichtig, dass die farbigen Quellen so konsistent wie möglich sind. Daher besteht die Manabasis ausschließlich aus Duals. Ragavan stellt auch Treasure Token her, die nicht nur die Konstrukte stärken, sondern es auch ermöglichen, mehr Mana in den Saga-Zügen zu halten bzw. das Wegbrechen des Landes nach dem dritten Chapter zu kompensieren. Dies kombiniert mit Stifle, Wasteland ist nicht nur ein fester Bestandteil von Decks im MonkeyStyle, sondern auch der Standstill-Decks alter Schule.

Ohne weitere Umschweife komme ich nun zu eine aktuellen Beispielliste meines Gustos:


 
Am Ende noch ein paar Lehrvideos zum Deck:
 


 

.. und zum guten Schluss noch ein englischer Primer für das Deck, der auch Pate für diesen Startpost stand, weswegen ich diesen gerne auch als Quelle anführen möchte.


Jund Madness

03. August 2021 - 11:58

In Ermangelung eines Startposts für dieses Deck, gibt es von mir diesen Mini Primer, um entsprechende Diskussionen zu fokussieren und ggf. auch DTB / DTW Aktionen zukünftig auf diesem Thread auszuführen.

 

Jund Madness ist ein Deck. welches mit MH2 und dem Druck eines weiteren Sets an Rootwallas namentlich Blazing Rootwalla richtig Schub bekommen hat. Schon zuvor war mit Anje's Ravager eine sehr gute Karte für dieses Archtyp erschienen, aber erst die 0 Kosten der Rootwalla ermöglichen einige Vintage-like Starts zusammen mit Vengevines und Hollow Ones.

 

Der Grundgedanke des Decks ist, T1 möglichst viel Power auf den Tisch zu knallen und über i.d.R 2 -3 Turns zu töten. Die besten Enabler für kranke T1 Plays mit Madness sind dabei LED und Putrid Imps. Zusätzlich spielt das Deck Burning Inquiry, welches a) den Gegner upfucked, aber b) auch für einen selbst Madness mit 3 zusätzlichen Karten enabled. Leider trifft es nicht immer, was man möchte. Der schwächste Enabler im Deck ist Faithless Looting. Die Payoff Karten sind die ganzen Madness Tiere allen voran die 8 Rootwallas, aber auch Vengevine und Hollow One.

 

Eine Starthand aus Badlands, Putrid Imp, Vengevine, 2 Rootwallas, Anger und Hollow One, greift T1 für 11 an und macht T2 den Sack zu.

 

Darüber hinaus gibt es die Karten wie Anje's Ravager, Ox of Agonas oder auch Looting Flashback, die im Midgame bzw. wenn die Hand nahezu leer ist, Discard Trigger erzeugen und nachladen. Dieses Nachladen kann dabei ähnlich explosiv enden wie ein Startturn.

 

Des Weiteren werden noch Gamble und/oder OuaT gespielt. Ersteres ist ein Tutor T1 für brokene Starts z.B. auf LED oder Imp bzw. Midgame für eine Madness Kreatur oder einen Ochsen. Zweiteres dient dazu im frühen Spiel Landdrops zu haben bzw. seine Starthand zu verbessern. Sofern man es weglässt (solche Listen gibt es auch) ist der Landcount entsprechend zu erhöhen.

 

Das Deck lebt wie gesagt von seiner Geschwindigkeit bzw. davon, dass mehrere Kreaturen früh angreifen. Damit ist Spotremoval meist nicht genug, um es aufzuhalten und faire Decks sind ein i.d.R. gutes Matchup. Problematisch wird es, wenn ein Deck schneller ist, also Combodecks wie Ooops all Spells oder Belcher oder auch Decks, die multiple Angreifer im early game nachhaltig abschalten können. Terminus rangiert da eher unter "Ärgernis". Dennoch kann der i.d.R. überforderte Controllspieler aber so die Zeit herausholen, die er braucht, um sich zu stabilisieren. Die wahren Dämonen des Decks sind Tabernacle und Chasm. Zumindest für letzteres gibt es entsprechende Sideboard Optionen (Flaring Pain).

 

Das Deck macht sehr viel Spass beim Spielen, weil viele kleine Combolines zu bedenken sind. Allerdings hat das Deck einen gewissen Glücksfaktor, den man einfach mit einrechnen muss, wenn es mal nicht so läuft. Das Deck ist trotzdem ziemlich konsistent und keineswegs auf dem Level einer Stompyshell.

 

Anbei noch einige Videolinks und meine aktuelle Deckliste:

 

 

 

 

 


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